Samstag, 15. März 2008

Gefühlskrüppel

„Die Kleinen sehe ich zu Hause, mit den anderen per Telefon und E-Mail. Ehrlich gesagt sind mir E-Mails lieber, weil sie persönlicher sind. Am Ende schreibe ich zum Beispiel »Ich hab dich lieb«, beim Telefonieren mache ich das weniger. Letztes Jahr haben wir eine Überraschungsparty für meine Frau organisiert, ich saß im Büro in Essen, mein Sohn in London, meine Tochter in Düsseldorf, die anderen in Bielefeld. Wir haben unsere Sketche in Konferenzschaltungen besprochen und über Skype sogar einstudiert.“
Thomas Middelhoff in einem sehr lesenswerten Beitrag des „SZ-Magazins“ über Top-Manager wie Felix Magath oder Guillaume de Posch und ihre Unfähigkeit als Väter und Gatten.


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich glaube nicht, dass man die zuhause braucht. Geld und Status für Familie. Sie sind Gefühlsschmarotzer.

Ich würde mir wünschen, dass denen mal die Ehefrauen ausgehen. Aber ich glaube, im Zweifelsfall würden die lieber unverheiratet und ohne Familie bleiben.

Dorin Popa hat gesagt…

Ohne Familie macht man selten Karriere, die Frau im Hintergrund und das traute Heim mit Nachwuchs zählt als Karrieremittel, weil man so weiß, daß der Manager nicht so leicht aus der Spur geht, sondern domestiziert ist.

Es ist unglaublich, wie die Mädels, die ich kenne, von Jungmanagern belagert werden, die ihnen quasi schon beim ersten Date einen Heiratsantrag machen, aus lauter Torschlußpanik.

Erst vernachlässigen sie ihr Privatleben aus lauter Karrieregeilheit, und dann stellen sie fest, daß ihnen zum Aufstieg eine repräsentative Gattin fehlt