Samstag, 31. Mai 2008

Die vierte Gewalt

„Nun hat ja auch Presse für den Zustand der Gesellschaft eine gewisse Verantwortung; unsereins sollte also den Mund nicht zu voll nehmen bei der Klage über Elite-Defizite. Unlängst begab es sich, dass der Spitzenmann einer größeren Zeitung in einer großen deutschen Stadt einen Brief an seine 'Leserinnen und Leser' schreiben wollte.

Bei der Abfassung kam ihm das Wort von der Presse als 'Vierter Gewalt' in den Sinn und er wandte sich an seine Redakteure, um sich bestätigen zu lassen, dass man das so sagen könne. Er schrieb es zufrieden nieder, wandte sich dann noch einmal um und fragte ganz ernst: 'Und wer sind eigentlich die anderen drei Gewalten?'“


Heribert Prantl heute in einem Kommentar in der „Süddeutschen Zeitung“ – mal sehen, ob ich noch herausbekomme, um wen es sich da handelt...

Update: In der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ vom 29. Juni outet Peer Schader den Chefredakteur und Geschäftsführer der „Berliner Zeitung“, Josef Depenbrock, als den o.g. Ahnungslosen.


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