Montag, 18. August 2014

Wochenplan

Gäubodenvolksfest, Richtfest „Morso“, ♥ Sommerfest, „Nachtblende“ / Galerie der Künstler, Lounge in the city – After-work-Party der CSU / P1, Vernissage Allsympathien II / Milchraum, Sigi Sommerfest / Rindermarkt, Palais Sommerfest Open Air @ MMA, Pressevorführungen „Ein Schotte macht noch keinen Sommer“, „Hirngespinster“, „The Rover“, „The Zero Theorem“ und „Achtzehn“


Freitag, 15. August 2014

Being Spike (3)



Donnerstag, 14. August 2014

Ästhetik gegen Durststrecke – Der Kleinverlag des Münchner Newcomers Dorin Popa (1985)

Zwar kann ich mich gut erinnern, in den achtziger Jahren schöne Abende mit Olaf Kracht und seiner reizenden Freundin (Frau?) im Park-Café verbracht zu haben. Aber ich hatte völlig verdrängt, daß wir uns wohl überhaupt nur kennengelernt haben, weil er dieses Porträt über mich für den „Münchner Merkur“ vom 5./6. Juni 1985 geschrieben hat. Ein paar offensichtliche Rechtschreibfehler habe ich korrigiert. 

Die Zeit, da die „no-future“-, „Null-Bock“- und Aussteiger-Generation Leitartikler wie Stammtischrunden gleichermaßen beschäftigte, scheint endgültig vorüber. In Film, Fernsehen, Mode, Musik, auf dem Dienstleistungsbereich, natürlich im Computergeschäft drängen nun Anfang-Zwanzigjährige nach oben, beweisen Innovationskraft, Einfallsreichtum, Talent und Selbstbewußtsein. Dorin Popa, Münchner rumänischer Abstammung, wagt sich gar auf ein Terrain, das vielen wohl nur im westamerikanischen Stil bekannt sein dürfte: Zigarrenqualm, schwere Schreibtische, mürrische Gesichter, die hoffnungsfrohen Neu-Schriftstellern Absagen erteilen – Verlegerarbeit à la Hollywood.

Dorin Popas Wirklichkeit sieht anders aus, sein „Popa-Verlag“ fordert harte Arbeit. Wie kam er dazu? „Hauptsächlich ist das familiär angelegt, denke ich. Ich bin in einer Familie von Schriftstellern und Journalisten aufgewachsen, wo der Umgang mit dem Buch, mit dem Wort, mit Kultur überhaupt sehr selbstverständlich war“. So existiere bei ihm kein flaues Gefühl oder gar Ehrfurcht vor „großer Kultur“, erklärt der hochgewachsene Newcomer, sondern sei das Schreiben, Bücher zu machen oder zu verlegen für ihn Arbeit wie jede andere auch.

Selbstredend folgte während der Schulzeit dann die Umsetzung dieser Philosophie. Dorin Popas Mitarbeit an Schülerzeitungen ging erfolgversprechend an, bis sich eines Tages die „Zensur“ regte. „Als sie meinen Artikel nicht abdrucken wollten, gründete ich eine eigene Zeitung und verkaufte die eben vor der Schule.“ Jede Ausgabe hatte einen anderen Titel und brachte ihm erste Erfahrungen in Lay-Out-Fragen, mit Anzeigen-Kunden, Druck und Druckvorlagen.

Sein in vielen Schulen, Boutiquen, Kneipen und auf Konzerten im Raum München vertriebenes Lyrik-Blatt „Die Provinz“ und die später folgende feuilletonistische Jugendzeitschrift „Outonom“ (mit immerhin 2.000 Exemplaren Auflage) waren die nächsten Fingerübungen, bis er vom „Münchner Buchmagazin“ abgeworben wurde.

„Das war eigentlich die wichtigste Station. Ein Jahr über Bücher und Verlage zu schreiben, brachte mich sehr viel weiter. Ich konnte dort Verbindungen knüpfen, die auch heute noch sehr hilfreich sind.“ War er beim Buchmagazin und dem im gleichen Verlag erscheinendem „Stadtbuch für München“ noch ehrenamtlich tätig, so brachte seine freie Mitarbeit bei verschiedenen Zeitungen die ersten Honorare. „Irgendwann stieß ich auf Bücher, von denen ich meinte, es müsse sie auf Deutsch geben. So kam ich auf die Idee, einen eigenen Verlag zu gründen.“

Gute Kontakte nach Frankreich – Dorin Popa spricht französisch, rumänisch und deutsch fließend – kamen ihm nun zugute. „Während eines meiner jährlichen Besuche dort erlebte ich einen regelrechten Boom der Brontë-Werke mit. Plötzlich gab es in Frankreich Hörspiele, Filme über sie und Neuausgaben ihrer Gedichte.“ Die Naturlyrik Emily Brontës auch deutschsprachigen Interessenten zugänglich zu machen, wurde sein erstes Verlagsprojekt. Doch sollte es noch zwei Jahre dauern, bis er genügend Geld, Kontakte und das juristische Gerüst für seinen Plan zusammen hatte.

Flexible Arbeitsmöglichkeiten stehen auf seiner Wunschliste obenan und selbst jetzt, als „Vorstand“ im eigenen „Verlagshaus“ sieht er sich nicht allzu festgelegt. Allerdings kostet ihn sein Unternehmen „zuviel Zeit“. Denn außer einer Mitarbeiterin, die sich um Organisatorisches, sprich Buchhaltung kümmert, ist er sein einziger Angestellter. Von der Bearbeitung neuer Textprojekte, über Graphiken, Drucküberwachung, Vertrieb, Werbung und Pressebetreuung – alles läuft durch seine Hände. „Das ist ein großes Problem, denn die 20.000 Mark, die ich zu Beginn, investierte, waren natürlich schnell verbraucht. Ich hatte keine Zeit zu schreiben, mußte Kredite aufnehmen. Sie halten sich zwar in überschaubarem Rahmen, doch jetzt kommt es darauf an, die Durststrecke zu überwinden. Erst dann kann ich an eigene Räumlichkeiten denken.“

Mit ihnen wäre dann auch eine Arbeitsteilung mit verschiedenen Mitarbeitern möglich. Momentan jedoch lagert ein Teil seiner Bücher und Dokumente noch in Berlin – der zweiten Wahlheimat –, ein weiterer in der Münchner Wohnung der Mutter. Koordination ist so recht schwierig. Aber der Jungunternehmer gibt sich gelassen, die Umsätze steigen und verkaufsfördernde Ideen scheinen ihm auch nicht auszugehen – ein Brontë-Filmfestival etwa, mit dem Dorin Popa in allen Universitäts-Städten Deutschlands gastieren möchte. Auch die professionelle Gestaltung seines Gesamtprogramms und die einzelner Werke scheint den Aufwärtstrend zu unterstützen.

Entschieden anfangs Vorlieben, so ruht das Popa-Programm inzwischen klar auf vier Säulen. Da sind zunächste die Erstausgaben ausländischer Klassiker, wie etwa die der Brontë, die immer zweisprachig erscheinen.

Mit „moderner französischer Belletristik“ umschreibt Dorin Popa das zweite Gebiet. Hierzu gehört auch Valérie Valères „Weißer Wahn“, das Sorgenkind des Verlages: vollständig gesetzt, scheitert der Druck nur am fehlenden Geld. Serge Gainsbourg „Evguénie Sokolov“, eine „diabolische Erzählung über den Kulturbetrieb“, soll zum Jahresende erscheinen und Pierre Boulles „Falkland-Wal“ bringt schon jetzt Nebeneinnahmen anderer Art: „Reader's Digest“ kaufte Abdrucksrechte für eine Kurzfassung. Ebenfalls zum Jahreswechsel hat er Eugène Ionescos „Anti-Biographie zur Entmystifikation Victor Hugos“ angekündigt.

 „Lifestyle-Bücher“ bilden die dritte Gruppe. Dorin Popa versteht darunter eher „lustvolle“ Bücher, teure Bildbände. Exemplarisch für diese Sparte, das Paradepferd des Verlages, „Quintessenz“. Eine Hochglanz-Abhandlung in Wort und makellosen Schwarz-Weiß-Photographien über ästhetische „Nebensächlichkeiten“ des Lebens.

Filmbücher sollen das Gesamtprogramm abrunden. In Arbeit ist momentan ein Foto-Interview-Band, „Die Töchter der Duse“, für den die bekannte Münchner Fotografin Isolde Ohlbaum die Bildarbeit leistete.

„Durch 'Quintessenz' ist meine Kunden-Kartei sehr gewachsen. Ich muß darauf achten, die Kundschaft aufzubauen, sie nicht zu enttäuschen. Man kann es sich nicht leisten, ein Kramladen zu sein, der alles macht, sondern muß eher ein Projekt ablehnen, was nicht hineinpaßt.“


Fundsachen (21): Radio Free Europe 1964

Urkunde meines Vaters Ion „Iani“ Popa aka Ion Măgureanu für die ersten zehn Jahre bei Radio Free Europe.


Fundsachen (20): Popa Verlag im Schumann's



Sonntag, 10. August 2014

Wochenplan

Gäubodenvolksfest, Dachauer Volksfest, Löwen-Fußballschule, Pressescreening „The Knick“ / Astor Cinema Lounge, Candelilla (Foto) / Theatron, Seefest Bad Wiessee, Sommerfest / La Villa, Pressevorführungen „Storm Hunters“, „The Expendables 3“,  „Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit“, „Besser als nix“, „Nightcrawler“ und „When animals dream“


Mittwoch, 6. August 2014

Fundsachen (19): Carte de Presse 1955



Sonntag, 3. August 2014

Wochenplan

Kunst & Juwelen – PNK Festspiel-Cocktail: Haute Couture Schmuck von PNK Jewels sowie Fotoausstellung von Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein und Werke von Andy Warhol und TOMAK / Galerie Rudolf Budja Salzburg, Bürgerfest auf der großen Flaucherwiese anläßlich des 175-jährigen Bestehens der Flaucheranlagen, TSV 1860 - RB Leipzig, Luna Party / Blue Spa Bayerischer Hof, Premium & Pool Terrace Party / Brenner,  Pressevorführungen „Hercules“, „Doktorspiele“, „Planes 2“, „Diplomatie“, „Das große Museum“, „Hüter der Erinnerung“ und „Ohne Dich“


Themen im August

Vor sechzig Jahren, im August 1954 wird zum ersten Mal ein „Guinness Buch der Rekorde“ als Werbegeschenk in einer Auflage von 1.000 Exemplaren verschenkt. Ein Jahr später, am 27. August 1955, folgt die erste regulär verlegte Ausgabe.

1.
350 Jahre Schloss Nymphenburg – am 1. und 2. August gibt es dazu dort Jubiläumskonzerte unter freiem Himmel im Orangerietrakt.

2.
„Die große Grillshow“ mit Johann Lafer, Horst Lichter und Mirjam Weichselbraun im ZDF.

5.
Patti Smith bis 12. August auf Deutschland-Tour (Stuttgart, Mainz, München).
Start von „Masters of Sex“ mit Michael Sheen und Lizzy Caplan auf ZDFneo. Die wahre Geschichte von Dr. William Masters und Virginia Johnson, den Pionieren der Wissenschaft um die menschliche Sexualität.

6.
Kunst & Juwelen – PNK Festspiel-Cocktail: Haute Couture Schmuck von PNK Jewels sowie Fotoausstellung von Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein und Werke von Andy Warhol und TOMAK in der Salzburger Galerie Rudolf Budja.

7.
„Planet der Affen – Revolution“ mit Gary Oldman und Keri Russell.
„Ein Augenblick Liebe“ mit Sophie Marceau und François Cluzet.

8.
„Silicon Wahnsinn: Wie ich mal mit Schatzi nach Kalifornien auswanderte“ von Katja Keßler.
„Die Nacht ist Leben“, die Autobiographie des Berghain-Türstehers Sven Marquardt.
Gäubodenfest (mit 1,3 Millionen Besuchern Bayerns zweitgrößtes Volksfest) bis 18. August in Straubing.
Bis 31. August Edinburgh International Festival, unter anderem mit Kronos Quartet, Ute Lemper, Luk Perceval, Pina Bausch und Heiner Goebbels.

9.
Bürgerfest zum 175-jährigen Bestehen der Flaucheranlagen in München.
Marilyn Manson auf dem M’era Luna Festival in Hildesheim (9./10.8.).
Start von Steven Soderberghs „The Knick“ mit Clive Owen auf Sky Deutschland.

11.
„Von Erholung war nie die Rede“, der neue Roman von Andrea Sawatzki.
„Die Würde ist antastbar“, Essays zur Justiz, über die Literatur oder das Rauchen, von Ferdinand von Schirach.

12.
Der neue Roman von Benjamin Lebert: „Mitternachtsweg“.
70. Jahrestag des Massakers im toskanischen Sant'Anna di Stazzema, bei dem Soldaten der SS mindestens 560 Menschen, größtenteils Frauen, Kinder und Alte, ermordeten.

13.
„Außer mir“, neuer Gedichtband von Albert Ostermaier.
 „Winnetou, Abel und ich“ von Josef Winkler.
Der neue Roman von Isabel Allende, „Amandas Suche“.

14. 
„Saphirblau“ mit Veronica Ferres, Josefine Preuß, Kostja Ullmann und Rüdiger Vogler.
„Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“ mit Rosamund Pike, Toni Collette, Jean Reno, Christopher Plummer, Veronica Ferres und Simon Pegg.
„Jimmy’s Hall“ von Ken Loach.
Dave Eggers‘ „The Circle“ erscheint auf deutsch.
„Dido Elizabeth Belle“ mit Miranda Richardson.
„Lucy“ mit Scarlett Johansson und Morgan Freeman.
„Night Moves“ mit Jesse Eisenberg, Dakota Fanning und Peter Sarsgaard.

15.
„Meine Rezepte für Gesundheit und gutes Aussehen“ von Gwyneth Paltrow auf deutsch.
 „Promi Big Brother” mit Claudia Effenberg, Michael Wendler, Hubert Kah u.a. auf Sat.1.
Seefest Bad Wiessee.

18.
„Ich pfeife auf den Tod! Wie mich der Fußball fast das Leben kostete“ von Babak Rafati.

19.
Europäische Sommeruniversität von attac bis 23. August in Paris.
Die neue Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ dienstags bei VOX, mit Vural Öger, Judith Williams, Jochen Schweizer, Frank Thelen und Lencke Wischhusen als Mentoren und Investoren junger Firmengründer.

21.
St. Moritz Art Masters bis 31. August. Unter anderem mit Werken von Julian Schnabel, Philipp Keel, Martin Kippenberger sowie dem Länderfokus Indien.
„Besser als nix“ mit Wotan Wilke Möhring, Nicolette Krebitz, Clemens Schick und Hannelore Elsner.
„The Expendables 3“ mit Sylvester Stallone, Jason Statham, Harrison Ford, Jet Li, Antonio Banderas, Wesley Snipes, Mel Gibson und Arnold Schwarzenegger.
„Madame Mallory und der Duft von Curry – The Hundred-Foot Journey“ von Lasse Hallström mit Helen Mirren. (Rüdiger Stark hat Mirren interviewt.)
Der Dokumentarfilm „Rheingold - Gesichter eines Flusses“.

22.
„Rembrandt – Tizian – Bellotto: Geist und Glanz der Dresdner Gemäldegalerie“ – Ausstellung bis 23.11. in der HypoKunsthalle.

23.
„Geschwister – Die längste Beziehung des Lebens“ von Susann Sitzler, Schwerpunkttitel bei Klett-Cotta.
100. Geburtstag von Sigi Sommer („Blasius, der Spaziergänger“).

24.
Konzert des West-Eastern Divan Orchestra unter der Leitung von Daniel Barenboim in der Berliner Waldbühne.
Münchner „Polizeiruf 110: Morgengrauen“ mit Matthias Brandt, Sandra Hüller, Axel Milberg und Andreas Lust im Ersten.

26.
Bastian Pastewka ist mit der neuen, 7. Staffel von „Pastewka“ bis 4.9. auf Kinotour. Am 5. September startet sie auf Sat.1.
Kate Bush gibt bis 1. Oktober 22 Konzerte im Londoner Apollo. Großes Comeback. Ihre letzten Konzerte waren Ende der Siebziger Jahre.

27.
Film-Biennale von Venedig bis 6. September.
Diogenes und Steidl veröffentlichen das Gesamtwerk des Fotografen und Mitbegründers der Agentur Magnum Rene Burri in einer exklusiven Edition.
Der Bildband „Maigrets Frankreich“ erscheint, mit Retrobildern von Brassaï, Eugène Atget, Cartier-Bresson, Willy Ronis, Robert Doisneau, Edouard Boubat aus dem Paris und der Côte d’Azur der dreißiger und vierziger Jahre.
Der neue Roman von Bernhard Schlink, „Die Frau auf der Treppe“.
Birgit Schrowanges Lebenshilfebuch „Es darf gern ein bisschen mehr sein!“ inklusive einer CD mit drei Liedern.
 „Den Teufel im Leib - Affekt und Bewegung in der italienischen Grafik des 16. Jahrhunderts“ bis 23. November in der Kunsthalle Bremen.
„Hure spielen – Die Arbeit der Sexarbeit“ von Melissa G. Grant erscheint auf deutsch.

28.
„Doktorspiele“ mit Oliver Korittke.
„Guardians of the Galaxy“ mit Benicio del Toro, Glenn Close und Vin Diesel.
„Diplomatie“ von Volker Schlöndorff mit André Dussolier, Niels Arestrup, Burghart Klaußner und Robert Stadlober.
„Wolfskinder“ mit Jördis Triebel und Jürgen Vogel.
„Can a song save your life?“ mit Keira Knightley, Mark Ruffalo und Catherine Keener.

31.
Landtagswahl in Sachsen.


Sonntag, 27. Juli 2014

Wochenplan

Vernissagen Michael Gramm: „Beauté Cachée“ / A.P.R. und „Macht“ / wals.gallery, Seefest Tegernsee, Sommerfest / Salong, „Paris im Film“ u.a. mit Bernardo Bertoluccis „The Dreamers“ / Filmmuseum, „Terrortimes, Terrorscapes? Temporal, Spatial and Memory Continuities of War and Genocide in 20th Century Europe“ / Akademie für politische Bildung Tutzing, Pressevorführungen „Jersey Boys“, „Jimmy's Hall“, „A Most Wanted Man“, „Der 7te Zwerg“ und „Lucy“


Petit Déjeuner Musical (103): Edith Crash

Messieursdames, Edith Crash!






Sonntag, 20. Juli 2014

Wochenplan

„Dialog digitale Zukunft: Klassik und/oder Jugend – der BR im Widerspruch der Erwartungen von Hörern, Politik und Wirtschaft“. Podiumsdiskussion mit Ulrich Wilhelm, Erwin Huber und Udo Hahn / Hanns-Seidel-Stiftung, Pressekonferenz „Menschliches, Allzu Menschliches – Die neue Sachlichkeit im Lenbachhaus“ / Lenbachhaus, Vernissagen Ray Moore and Florian Pawlak: „I am the Flow, the Groove and the Present“ / Unexposed, Torpedo – der letzte Tritt, Benedikt Dichgans & Philipp Engelhardt: [TRANS]PRODUKTION / Super+ Centercourt und Dan Flavin: „Untitled (For Ksenija)“ / Kunstbau, River Doctors im Irrawaddy Delta / Roncallihaus Tutzing, „Mein Stolperstein ist für...“ – Podiumsdiskussion mit Amelie Fried, Doris Dörrie u.a. / Jüdisches Museum, Land of Milk & Honey – P1 Sommerfest, DeMo14 – Kollektionsmodenschauen der Deutschen Meisterschule für Mode / Postgaragen, Pressetermin am Set von „Luis Trenker – Der schmale Grat der Wahrheit“ / Musikhochschule, Dernière von „Franziska“ / Kammerspiele, Beschluß oder Urteilsverkündung im Prozeß Helmut Kirmaier ./. TSV 1860 / Landgericht München, Breaking Bass Semesterparty / HFF, Löwen-Fanfest / TSV 1860, Pressevorführungen „Wie in alten Zeiten“, „Jack“, „Mr. Turner – Meister des Lichts“, „Calvary – Am Sonntag bist du tot“, „Amma & Appa“, „Maps to the stars“ und „Die Biene Maja“


Dienstag, 15. Juli 2014

Feine erste Sätze (14)

„Das Theater, einst vielleicht eine moralische, nie aber eine demokratische Anstalt, hat noch einen Zug ins Feudalistische.“

Helmut Schödel in seinem Nachruf auf Gert Voss in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 15. Juli 2014


Sonntag, 13. Juli 2014

Wochenplan

LUNAparty / Terrasse des Bayerischen Hof, Seefest Rottach-Egern, „Paris in Film“ u.a. mit „Les quatre cents coups“, „À bout de souffle“, „Zazie dans le métro“, „Belle de jour“, „Le Samourai“ und „Playtime“ / Filmmuseum, Vernissagen „The Good Cause: Architecture of Peace – Divided Cities“ / Architekturmuseum in der Pinakothek der Moderne und Richard Avedon / Museum Brandhorst, Nacht der Gastronomen / P1, Filmvorführung „Alles was wir wollen – Anfang 30. Mitten im Leben. Immer auf Anfang“ und Podiumsdiskussion mit Beatrice Möller, Natascha Kohnen und Julia Fritzsche / Atelier, Sommerfest Stuck-Villa, Sommerfest der Piraten, The Munich Rolling Rebels vs. Meatgrinders Rollergirls Bremen / Städtische Sporthalle Eversbuschstraße, Oben ohne mit Bilderbuch u.a. / Königsplatz, Kocherlball, Sommerfest im Volkstheater, „Monty Python Live (mostly)“ / Cinema, Pressevorführungen „Shirley“, „Gemma Bovery“, „Kofelgschroa“, „Der kleine Nick macht Ferien“ und „5 Zimmer, Küche, Sarg“


Freitag, 11. Juli 2014

Blue Glow (19)



Agora (7): „Reif und schön“ von Anne Goebel

In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 8. Juli 2014 hat Anne Goebel die „Burda-Frauenzeitschrift“ „DONNA“ und deren Chefredakteurin Katja Hertin porträtiert. 
 © Süddeutsche Zeitung GmbH, München. Mit freundlicher Genehmigung von Süddeutsche Zeitung Content.

Debbie Harry hat sich fein gemacht für den Fotografen. Sie trägt eine Bluse in Bhagwan-Orange und die Fingernägel schwefelgelb lackiert, der glänzende Kunstfaserschlips sieht aus wie vom Discounter, und an ihrem Ausschnitt baumelt ein Lorgnon als Lesehilfe. Das ist „Blondie“ mit 68, unangepasst wie eh und je, hinreißend selbstironisch, und den anzüglichen Kussmund macht ihr auch im Rentenalter so schnell keine nach. Im Interview mit der amerikanischen Leadsängerin auf Welttournee, das die Frauenzeitschrift Donna in ihrer Juniausgabe mit diesem Foto bebildert hat, geht es dann um Seelenverwandtschaft und Lampenfieber. Das ist unterhaltsam, aber ein bisschen sehr brav, wenn man das Bild mit dem Text vergleicht: ein Wohlfühlartikel, bei dem sogar die Buchstaben auf das Blau von Miss Harrys Krawatte abgestimmt sind.

Donna ist das Magazin des Burda-Verlags für Leserinnen über 40, und vor einigen Monaten hat das Münchner Unternehmen dem anhaltenden Erfolg des Produkts Rechnung getragen. Die reife Schöne im Portfolio des Medienkonzerns tritt jetzt eigenständig auf und soll, vier Jahre nach der ersten Ausgabe, ohne Hilfe der großen Schwester auskommen: Das „Freundin“ im Titel ist gestrichen, damit muss sich die redaktionell schon länger unabhängige Zeitschrift auch im Verkauf alleine behaupten. Kein Bonus mehr durch die Anbindung an Deutschlands ältestes Frauenjournal Freundin, 1948 gegründet und seitdem auf dem Sofa, im Friseursessel oder Wartezimmer eine verlässliche Gefährtin bei überlebenswichtigen Kleider-, Schönheits- und Lifestylefragen.

Die Parallelen zu jüngeren Magazinen sind nicht erstaunlich, sondern eine Kernaussage

Donna-Chefredakteurin Katja Hertin ist zufrieden mit der Abnabelung. Keine Zuschriften, ordentliche Zahlen: „Wir werden gekauft“, sagt die 46-Jährige, was auf dem wankelmütigen Markt für Printprodukte ja auch dann viel bedeutet, wenn spektakuläre Höhenflüge ausbleiben. Zuletzt lag die Auflage des Best-Ager-Produktes Donna bei rund 125 000 Exemplaren im Einzelverkauf und Abo.

Ein gepflegtes Hochglanzheft für die Ansprüche der Älteren: Man muss sich über jeden Magazinverlag wundern, der da nicht schon bei den ersten Anzeichen einer grundlegend veränderten Gesellschaft einstieg. Die demografische Entwicklung ist eindeutig, und in Werbespots gehören die ergrauten Babyboomer mit ihrem enormen wirtschaftlichen Potenzial zum Standardpersonal - dynamisch, nicht mehr jung, aber erst recht nicht alt.

Im Printbereich startete Gruner+Jahr 2001 mit Brigitte Woman (Auflage zuletzt: rund 231 000) und setzte Standards bei den Frauenmagazinen für die Forever Forties, wie die Klientel von vierzig bis weit aufwärts genannt wird: Man fühlt sich jünger, als man ist, will aber nicht um jeden Preis jünger sein und aussehen. Neben Freundin Donna zog auch der Stern mit Viva nach, für Frauen und Männer über 40, und zuletzt ergänzte die Bauer Media Group das Genre mit Myway und Meins.

Dass sich die Hefte gar nicht eklatant unterscheiden von jüngeren Formaten, ist nicht erstaunlich, sondern ihre Kernaussage. Es geht gerade darum, das Modezeitschriften-Repertoire - und das Selbstverständnis der Leserin als Frau mitten im Leben - nicht aufzugeben, sondern alles eine Spur herunterzudimmen. Der Mix aus Trends, Partnerschaftsthemen und Kosmetiknews wird nicht wie sonst zur ultimativen Wunderfibel komprimiert, sondern wirkt wie ein von Spätsommerlicht durchschienener Monatsbegleiter für die Generation Power Yoga.

Modisches für den gehobenen Anspruch, Reisereportagen mit spirituellem Timbre, Interviews mit Menschen, die zu ihren Falten und Erfahrungen stehen - bei aller Hingabe an die Zielgruppe und ihre Bedürfnisse stecken die Macher in einem Dilemma: Sie müssen Seelenruhe genauso transportieren wie das „Wir sind noch sowas von da“-Gefühl - eine Gratwanderung. Symbolisch dafür könnte eine Ausgabe des 1998 gegründeten amerikanischen Vorreitermagazins More stehen, das im Oktober 2008 eine majestätische Michelle Obama auf den Titel hob. Herausforderungen meistere die potenzielle First Lady gerade wegen der gelassenen Reife ihrer 44 Jahre, säuselte es vom Cover. Oben rechts daneben bellte ein Gymnastik-Befehl: „Fitter at 40 than 20.“

Katja Hertin, die Besucher in ihrem hellen Büro an der Münchner Arabellastraße empfängt, scheint genau dem Typ Frau zu entsprechen, für den ihr Produkt gemacht ist. Die durchschnittliche Donna-Leserin ist Anfang vierzig, kulturinteressiert und gehört dem gehobenen Mittelstand an. Hertin trägt Wildlederpumps zum figurbetonten Wickelkleid à la Diane von Fürstenberg, hat Germanistik und Kunstgeschichte studiert und kam nach Stationen bei Tagesspiegel und Cosmopolitan zu Burda. Sie hat Freundin Donna mitentwickelt und beerbte zum 1. Januar 2014 Ulrike Zeitlinger als Chefredakteurin.

Die durchschnittliche Leserin ist kulturinteressiert und gehört der gehobenen Mittelschicht an

„Wir machen kein Heft, in dem das Älterwerden problematisiert wird“, sagt sie. „Donna ist lebensfroh und optimistisch.“ Übersetzt in Schlagzeilen bedeutet das: „Meine neue Sinnlichkeit“, „Ich bin stärker, als ich dachte“ oder „Wir werden immer schöner“. Optisch setzt man auf monochrome Titel in Pastelltönen, vom Hintergrund über die Schrift bis zum Outfit der Models ist alles Ton in Ton gehalten. Das sieht clean und edel aus wie ein Kaschmirpulli, aber manchmal auch ein wenig fad. Überraschungen wie 2011 die graumähnige Schauspielerin Lauren Hutton, sichtbar über 60, sind selten - und damals bügelte eine Kosmetikanzeige auf Seite eins mit Julia Roberts' Pfirsichteint die Eskapade gleich wieder glatt.

Der schöne Schein und die Realität von, wie Katja Hertin es nennt, „gelebtem Leben“: Das ist der Spannungsbogen, in dem sich ein Magazin wie Donna zwangsläufig bewegen muss. Natürlich wolle sie ihre Leserin auch „zum Träumen bringen“, sagt die Chefredakteurin. Daher sehen die Modestrecken genauso makellos aus wie in der Hochglanzwelt für Jüngere. Und beim Badeanzug-Shooting stört kein Fettpölsterchen und keine unvorteilhafte Kehransicht. Andererseits „wissen unsere Leserinnen, dass zum Leben nicht nur schöne Dinge gehören. Und sie wollen auch nicht, dass wir ihnen Märchen erzählen“. Was im Heft überraschende Interviews zur Folge hat, mit Hera Lind zum Beispiel, die gegen homophobe Bigotterie zu Felde zieht. Oder kluge Reportagen über Frauen, die lieber spät als nie aus einer schlechten Ehe fliehen oder auf der Karriereleiter an der berüchtigten gläsernen Decke scheiterten.

Dass sich Donna nicht mehr exzentrische Unruhegeister wie Debbie Harry leistet, ist wahrscheinlich ein ziemlich deutsches Phänomen. Jung gebliebene Alte, die anecken, wirklich auffallen, sind eher suspekt. In New York hingegen hat der Modeblogger Ari Seth Cohen mit dem wunderbaren Film „Advanced Style“ gerade den wildesten Vögeln seiner Heimatstadt eine Hommage gewidmet, ihrem Stilempfinden und ungebrochenen Spaß an Mode, egal ob mit sechzig oder neunzig. Vor zwei Monaten lief der Film in Großbritannien an. Starttermin in Deutschland: unbekannt.


Sonntag, 6. Juli 2014

Wochenplan

Buchpräsentation von Jessica Kastrop und Peter „Bulo“ Böhling / Nipponoodles, „Clausewitz twittert jetzt“ – Expertentagung mit Thomas Wiegold, Sascha Stoltenow, Natascha Zowislo-Grunewald, Carlo Masala, Julia Bartz, Julia Weigelt u.a. / Hanns-Seidel-Stiftung, Talk @ TUM mit Peter Schaar zu „Technik, Recht und Überwachung“ / Garching, Vernissagen „Krieg! Juden zwischen den Fronten 1914-1918“ / Jüdisches Museum, Ruth Gurvich: Poesie in Porzellan / Porzellan Manufaktur Nymphenburg, Frank De Mulder & Johannes Weinsheimer: „Sex and the City“ / ArtConsult und Jahresausstellung 2014 der Akademie der Bildenden Künste,  „Kampfplatz Paris“ – Filmreihe mit „Sous les toits de Paris“, „Hôtel du Nord“, „Ninotchka“, „An American in Paris“ und anderen Filmen / Filmmuseum, „Die Bohème im Isartal“ – Vortrag von Dorle Gribl / Hollerhaus IrschenhausenMagdalenenfest / Hirschgarten, Pressevorführungen „Planet der Affen – Revolution“, „Transformers – Ära des Untergangs“, „Song from the forest“, „Madame Mallory und der Duft von Curry“, „Faith Connections“, „Saphirblau“, „Ein Sommer in der Provence“ und „Praia do futuro“


Mittwoch, 2. Juli 2014

Die neue Abendzeitung – local first (Updates)

Heute ist die erste reguläre „Abendzeitung“ der Ära Balle erschienen, und bei allem Mißtrauen und aller Häme Dritter gegenüber dem neuen Verleger werde ich nicht müde, festzustellen, daß ohne das Engagement und vor allem Geld des eigenwilligen Verlegers das Blatt endgültig Altpapier geworden wäre und nur noch online weitergelebt hätte. Wenn man das ein Leben nennen will. Es gab keine Alternative, und die Forderung einiger Kollegen, das Blatt lieber sterben zu lassen als so weiterzuführen, spiegelt nur die weltfremden Gedankenspielereien jener wieder, die zu viel Zeit im Netz verbringen.
Die AZ ist handlicher geworden. Tablet statt Desktop. Dem Wechsel zum Berliner Format folgte im Innenleben eine Neuordnung der Ressorts, die auch die neue Hierachie abbildet: Mit der Übernahme der Chefredaktion durch den bisherigen Lokalchef Michael Schilling und dem Aufstieg seiner Stellvertreter Timo Lokoschat und Thomas Müller zu stellvertretenden Chefredakteuren steigt auch ihr Ressort auf. Der Lokalteil nimmt das erste Zeitungsbuch vollständig ein. Verantwortet wird der Lokalteil vorerst weiter von Schilling und Lokoschat.
Die Politik wandert mit dem Wirtschaftsteil ins zweite Buch. Schilling verspricht dem Aktuellen aus Bayern und der Welt „ab sofort mehr Platz“, schreibt aber im nächsten Satz: „auf zwei Seiten mindestens.“ Das war früher nicht unbedingt weniger. Am schwersten wiegt aber der Verlust von Angela Böhm, die erst unlängst für ihre investigativen Recherchen mit dem Wächterpreis der Tagespresse ausgezeichnet worden ist. Die CSU wird sich freuen, für die Zeitung ist das ein großer Verlust. Updates: Neben der zweidreiköpfigen Politikredaktion (davon eine halbe CVD-Stelle) sind auch die Rathaus-Reporter nicht mehr dabei, da sie bereits vorher anderweitige Angebote angenommen haben sollen. Sie werden ersetzt.
Kultur und Boulevard bleiben erhalten, ebenso schreiben Michael Graeter und Kimberly Hoppe weiter über das, was München zu München macht. Ponkie fehlt in den aktuellen Ausgaben, da sie Urlaub macht, aber die Redaktion hofft, sie halten zu können. Feuilletonchef bleibt Volker Isfort. Adrian Prechtel, Christa Sigg, Robert Braunmüller, Michael Stadler und Arno Frank Eser unterstützen ihn.
Im Sport gab es die größen Umbrüche. Das Ressort wurde praktisch aufgelöst, aber immerhin schreibt Patrick Strasser weiter über den FC Bayern. Was den TSV 1860 betrifft, fürchtet dagegen der kritische AZ-Beobachter Thomas Mrazek, daß hier nurmehr Agenturmaterial veröffentlicht werden wird. Aus der Redaktion hört man dagegen, daß, sobald der WM-Stress überstanden ist, auch die Löwen mit exlusiven Geschichten abgebildet werden sollen.
Wenn auch wohl mit Zeitverzögerung. Aufgrund des neuen Druckortes Straubing sind Redaktionsschluß und Andruck deutlich früher. Die erste Ausgabe der Abendzeitung am Vorabend entfällt ganz und in der regulären Ausgabe wird man abendliche Sportergebnisse oder Red-Carpet-Events erst am übernächsten Tag finden.
Die auffälligste Veränderung ist außerhalb des Blattes wahrzunehmen. Auf Twitter und Facebook geht man transparent mit technischen Problemen um und thematisiert offensiv den Kampf mit dem neuen Redaktionssystem, das noch für Schriftenwirrwarr und Layoutsünden sorgt. Mit Namen geizt man dagegen bei der AZ-Chefredaktion ein bißchen, da noch nicht alle Verträge ausverhandelt sind. Aber der heutigen Ausgabe läßt sich zumindest entnehmen, daß in der Lokalredaktion Lea Kramer, Myriam Siegert, Anne Hund, Irene Kleber und John Schneider werkeln. Bestätigt wurden mir außerdem Christian Pfaffinger, Laura Kaufmann, Florian Zick (Szene/Rathaus), Christoph Landsgesell sowie die Polizeireporter Nina Job und Ralph Hub
(Update: Laura Kaufmann ist vorerst in der Transfergesellschaft und unterstützt die Redaktion als freie Mitarbeiterin. Auch einige andere der hier genannten sind Freie und keine Redakteure.)
Natalie Kettinger löst als Chefreporterin Matthias Maus ab. Den Online-Auftritt verantworten Stephan Kabosch und Lutz Kuppinger.
Und last but not least: Herr Hirnbeiß bleibt uns erhalten! 

Update vom 10. Juli 2014: „Wie im amerikanischen Spielfilm saß ich da mit der Rechenmaschine. Dann haben Mitarbeiter mir ihr bisheriges Bruttogehalt genannt. Ich habe 85 Prozent eingegeben als Verhandlungsbasis, und in der Regel sind wir drüber gelandet, bei neunzig, 95, teilweise hundert Prozent. Wer in München lebt, muss mindestens 40.000 Euro im Jahr verdienen, sonst geht es gar nicht.“ Interview mit dem Verleger Martin Balle in der F.A.Z.


Dienstag, 1. Juli 2014

Themen im Juli

1.
Tag gegen muslimischen Rassismus in Deutschland.
Comeback der Monty Python mit mehreren Live Shows in London. Am 20. Juli dann „The Last Night of the Pythons Live“, die weltweit auch in Kinos live übertragen wird. Danach wollen sie nie mehr live auftreten.
Chris de Burgh bis 26. Juli auf Deutschland-Tour.

2.
 „Deutschlands Beste!“ – Johannes B. Kerner präsentiert am 2. und 3. Juli im ZDF die 50 wichtigsten Männer und Frauen aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Sport.

3.
75. Geburtstag der Mezzosopranistin Brigitte Fassbaender.
Silvretta Classic Rallye in Montafon.
„Wüstentänzer: Afshins verbotener Traum von Freiheit“ mit Freida Pinto.
„Die Mamba“ mit Monika Gruber.
„Eine ganz ruhige Kugel“ mit Gérard Depardieu.
„Tammy“ mit Melissa McCarthy, Susan Sarandon, Kathy Bates, Toni Colette und Dan Aykroyd.
„Große Jungs“ mit Sandrine Kiberlain und Alain Chabat.
Bis 15. November präsentiert der Palais Galliera, das Pariser Modemuseum, die Ausstellung „Les annés 50“ über Diors New Look und den Style der Nachkriegszeit von Balenciaga, Fath, Balmain, Givenchy, Cardin und Chanel.

4.
Hollywood-Legende Eva Maria Saint („Der unsichtbare Dritte“, „Die Faust im Nacken“) wird 90 – und steht immer noch vor der Kamera.
Kultregisseur Roland Klick feiert seinen 75. Geburtstag. Die Volksbühne Berlin widmet ihm am 10. Juli einen Abend mit Filmvorführungen und DJ-Set. Auf DVD wird eine Kollektion seiner Filme in restaurierten Originalfassungen veröffentlicht. Ende August zeigen 3sat und ZDFkultur einige seiner Filme.

5.
Massive Attack spielen in Berlin.
Dolly Parton tritt in Köln und am 6. Juli in Berlin auf.

6.
Internationaler Tag des Kusses
Chicago sind bis 15. Juli auf Deutschland-Tour.
Elton John ist bis 20. Juli auf Deutschland-Tour.

7.
Shelley Duvall („Shining“, „Der Stadtneurotiker“) wird 65.
Am 7. Juli 1989, vor 25 Jahren, traten Smudo, Thomas D, Hausmarke und And.Y zum ersten Mal unter dem Namen Die Fantastischen Vier auf.
Wiederaufnahmeverfahren im Fall Gustl Mollath am Landgericht Regensburg.

8.
Fashion Week Berlin bis 13. Juli.

9.
Mourinho über Fußball: Das Spiel und ich“.

10.
Alfred Biolek wird 80. (Lange Bio-Nacht im WDR.)
Regina Hallmich wird in Fort Lauderdale in die Boxing Hall of Fame aufgenommen.
„Rico, Oskar und die Tieferschatten“ mit Karoline Herfurth.
Jean-Pierre Jeunets „Die Karte meiner Träume“ mit Helena Bonham Carter und Judy Davis.
„The Signal“ mit Laurence Fishburne.
„Verführt und Verlassen“, ein Dokumentarfilm über das Filmfestival von Cannes von James Toback mit ihm, Alec Bladwin, Neve Campbell, Ryan Gosling, Roman Polanski, Diane Krüger und Martin Scorsese.
„Rach tischt auf“ mit Christian Rach über Italien im ZDF.

11.
M.I.A. beim Splash-Festival in Gräfenhainichen. 
„Politikerkind: Wenn der Kanzler zweimal klingelt“. Sarah Seiters, Tochter von Rudolf Seiters (MdB, Kanzleramtsminister und Innenminister unter Kohl) schildert darin ihre nicht so normale Kindheit.
Judas Priest: Neues Album „Redeemer Of Souls“ / Band feiert 2014 ihr 40. Jubiläum.

14.
„World Peace Is None of Your Business“, das neue Album von Morrissey.

17.
 „Kunst und Keksdose – 125 Jahre Bahlsen“ – Ausstellung im Berliner Bröhan-Museum bis 9. November.
Angela Merkel feiert ihren 60. Geburtstag.
„Rach tischt auf“ mit Christian Rach über Heringe im ZDF.
„Schmetterlingsjäger“, ein Dokumentarfilm über Leben und Werk von Vladimir Nabokov mit Klaus Wyborny, Wolfgang Michael und Corinna Kirchhoff.
„Wir sind die Neuen“, der neue Film von Ralf Westhoff („Shoppen“) mit Heiner Lauterbach und Gisela Schneeberger.
Transformers 4 – Ära des Untergangs“ mit Mark Wahlberg.

18.
Auf Sat.1 startet die Impro-Comedy-Show „Jetzt wird’s schräg“ mit Gästen wie Palina Rojinski, Rebecca Mir, Bürger Lars Dietrich, Mickie Krause, Oliver Wnuk u.a.
Benefiz-Golf bei Franz Beckenbauers KaiserCup in Bad Griesbach bis 20. Juli. Showact: Johnny Logan.
Bis 3. August Nibelungenfestspiele in Worms – ein letztes Mal unter Dieter Wedel. 2015 übernimmt Fernsehproduzent Nico Hofmann die Intendanz.
Bis 31. August Salzburger Festspiele.
Richard Avedon – Wandbilder, Porträts und andere Motive“ bis 9. November im Münchner Museum Brandhorst.
Thurn und Taxis Schlossfestspiele bis 27. Juli unter anderem mit Elton John, Nena und Angela Gheorghiu.

19.
Backstreet Boys mit drei Open-Air-Konzerten bis 26. Juli in Deutschland.
Richard Prince bis 5. Oktober im Kunsthaus Bregenz.

20.
Neil Young & Crazy Horse bis 28. Juli auf Deutschland-Tour.
Formel 1 in Hockenheim.Kocherlball am Chinesischen Turm.

21.
DLDwomen bis 22. Juli in München.
„Wer zusammenhält, ist weniger allein: Von glücklichen Paaren lernen“. Um diese Frage zu beantworten, haben die Autoren mehr als 100.000 Menschen befragt. Sie haben herausgefunden, welche Verhaltensweisen langjähriges Liebesglück und welche Ehekonflikte begünstigen, wie man Untreue verhindert und was eine gute Partnerschaft noch besser macht.
„Wie ich mit meiner Oma Onlinedating machte - ... UND DIE GROSSE LIEBE FAND“. Die US-Amerikanerin Kayli Stollak wurde durch den Blog „Granny is my Wingman“ bekannt, in dem sie von ihren eigenen und den Online-Dating-Abenteuern ihrer Großmutter Gail erzählt.

22.
Franka Potente wird 40.

23.
RTL2 startet die vierteilige Dokureihe „Zeit für Helden – Und was machst Du?“, in der in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung von Schauspielern diskriminierende oder rassistische Situationen gestellt werden, in denen Passanten Zivilcourage zeigen sollen.
Bregenzer Festspiele auf der Seebühne bis 25. August.

24.
„Wacken 3D“.

25.
Gemeinsame Präsentation von Andreas Gursky, Neo Rauch und Jeff Wall in der Kestnergesellschaft, Hannover, bis 26.10.
„Hypnotic Eye“ von Tom Petty and The Hearbreakers.
Richard-Wagner-Festspiele bis 28. August in Bayreuth.

26.
Chris de Burgh, Nena und Johannes Oerding sind Top-Acts beim ersten „Picknick Concert“ auf der Loreley.

28.
„Forza del Destino“ mit Anja Harteros und Jonas Kaufmann – zeitversetzt „live“ aus der Bayerischen Staatsoper auf arte am 28. Juli.
Udo Walz feiert seinen 70. Geburtstag. 

29.
Oscar- und Grammy-Preisträgerin Jennifer Hudson veröffentlicht ihr neues Album.

30.
„Männertreu“ von Hermine Huntgeburth mit Matthias Brandt, Suzanne von Borsody, Margarita Broich und Claudia Michelsen im Ersten.

31.
„Die geliebten Schwestern“, ein Kostümfilm über Friedrich Schillers Amouren von Dominik Graf mit Hannah Herzsprung, Florian Stetter, Maja Maranow, Michael Wittenborn, Claudia Messner u.a.
„Die innere Zone“ mit Jeanette Hain.
„Eyjafjallajökull – Der unaussprechliche Vulkanfilm“ mit Dany Boon.
„22 Jump Street“ mit Channing Tatum und Jonah Hill.
„Jersey Boys“ von Clint Eastwood mit Christopher Walken.
„Night Moves“ mit Jesse Eisenberg, Dakota Fanning und Peter Sarsgaard.
Hannes Jaenicke: „Im Einsatz für…Elefanten“ im ZDF.

(Foto: The Richard Avedon Foundation/Brandhorst Museum)


Sonntag, 29. Juni 2014

Wochenplan

Münchner Filmfest, „Von Game of Thrones zu Gomorrha: Europäische Serien auf dem Vormarsch“ – Podiumsdiskusion mit Nico Hofmann, Frank Doelger, Gina Gardini, Jan Mojto und Gary Davey, / HFF,  „Walking on Sunshine“ - Vorführung für Friends & Family / Mathäser, „Bürgerkrieg ohne Aussicht? Die Zerstörung Syriens und das Versagen des Westens“ – Podiumsdiskussion mit Jörg Armbruster / Evangelische Stadtakademie, „Internet und Demokratie. Mehr und bessere Partizipation durch Neue Medien?“ – Podiumsdiskussion mit Claudia Eckert, Michael Decker, Johannes Hintersberger und Wieland Holfelder / Bayerische Akademie der Wissenschaften, Vernissagen Per Kirkeby: Bronze, Kaltnadel, Holz / Pinakothek der Moderne & Kirkeby: Bronze / Galerie Daniel Blau sowie „Thinking Outside the Box“ / Gugghof, FFF Empfang / Praterinsel, Preview „Die Höhle der Löwen“ / Freiheiz, Neueröffnung KARE Stierblut Concept Store, Sommerfest der AVA International, „Hölleisengretl“ & „Triumph der Gerechten“ / Filmmuseum, Pressevorführungen „Sag nicht, wer du bist“ und „The Raid 2“.

(Foto von „Gomorrha“: Emanuela Scarpa)


Freitag, 27. Juni 2014

Cover-Boy Kai Diekmann: Fünzig Titel zum 50. Geburtstag (Updates)

Diekmann quer durch alle Printformate: Fünfzig Redaktionen, von „DONNA“ über „Focus“ bis zur „Bunte“, von der „Sun“ über die „BILD“ bis zur „Bravo“, haben dem Chefredakteur der BILD einen Titel geschenkt. Mal sehen, ob ich alle zusammen bekomme...
Update: Jetzt sind es sogar mehr als fünfzig geworden!?