Sonntag, 20. Juli 2014

Wochenplan

„Dialog digitale Zukunft: Klassik und/oder Jugend – der BR im Widerspruch der Erwartungen von Hörern, Politik und Wirtschaft“. Podiumsdiskussion mit Ulrich Wilhelm, Erwin Huber und Udo Hahn / Hanns-Seidel-Stiftung, Pressekonferenz „Menschliches, Allzu Menschliches – Die neue Sachlichkeit im Lenbachhaus“ / Lenbachhaus, Vernissagen Ray Moore and Florian Pawlak: „I am the Flow, the Groove and the Present“ / Unexposed, Torpedo – der letzte Tritt, Benedikt Dichgans & Philipp Engelhardt: [TRANS]PRODUKTION / Super+ Centercourt und Dan Flavin: „Untitled (For Ksenija)“ / Kunstbau, River Doctors im Irrawaddy Delta / Roncallihaus Tutzing, „Mein Stolperstein ist für...“ – Podiumsdiskussion mit Amelie Fried, Doris Dörrie u.a. / Jüdisches Museum, Land of Milk & Honey – P1 Sommerfest, DeMo14 – Kollektionsmodenschauen der Deutschen Meisterschule für Mode / Postgaragen, Pressetermin am Set von „Luis Trenker – Der schmale Grat der Wahrheit“ / Musikhochschule, Dernière von „Franziska“ / Kammerspiele, Beschluß oder Urteilsverkündung im Prozeß Helmut Kirmaier ./. TSV 1860 / Landgericht München, Breaking Bass Semesterparty / HFF, Löwen-Fanfest / TSV 1860, Pressevorführungen „Wie in alten Zeiten“, „Jack“, „Mr. Turner – Meister des Lichts“, „Calvary – Am Sonntag bist du tot“, „Amma & Appa“, „Maps to the stars“ und „Die Biene Maja“


Dienstag, 15. Juli 2014

Feine erste Sätze (14)

„Das Theater, einst vielleicht eine moralische, nie aber eine demokratische Anstalt, hat noch einen Zug ins Feudalistische.“

Helmut Schödel in seinem Nachruf auf Gert Voss in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 15. Juli 2014


Sonntag, 13. Juli 2014

Wochenplan

LUNAparty / Terrasse des Bayerischen Hof, Seefest Rottach-Egern, „Paris in Film“ u.a. mit „Les quatre cents coups“, „À bout de souffle“, „Zazie dans le métro“, „Belle de jour“, „Le Samourai“ und „Playtime“ / Filmmuseum, Vernissagen „The Good Cause: Architecture of Peace – Divided Cities“ / Architekturmuseum in der Pinakothek der Moderne und Richard Avedon / Museum Brandhorst, Nacht der Gastronomen / P1, Filmvorführung „Alles was wir wollen – Anfang 30. Mitten im Leben. Immer auf Anfang“ und Podiumsdiskussion mit Beatrice Möller, Natascha Kohnen und Julia Fritzsche / Atelier, Sommerfest Stuck-Villa, Sommerfest der Piraten, The Munich Rolling Rebels vs. Meatgrinders Rollergirls Bremen / Städtische Sporthalle Eversbuschstraße, Oben ohne mit Bilderbuch u.a. / Königsplatz, Kocherlball, Sommerfest im Volkstheater, „Monty Python Live (mostly)“ / Cinema, Pressevorführungen „Shirley“, „Gemma Bovery“, „Kofelgschroa“, „Der kleine Nick macht Ferien“ und „5 Zimmer, Küche, Sarg“


Freitag, 11. Juli 2014

Blue Glow (19)



Agora (7): „Reif und schön“ von Anne Goebel

In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 8. Juli 2014 hat Anne Goebel die „Burda-Frauenzeitschrift“ „DONNA“ und deren Chefredakteurin Katja Hertin porträtiert. 
 © Süddeutsche Zeitung GmbH, München. Mit freundlicher Genehmigung von Süddeutsche Zeitung Content.

Debbie Harry hat sich fein gemacht für den Fotografen. Sie trägt eine Bluse in Bhagwan-Orange und die Fingernägel schwefelgelb lackiert, der glänzende Kunstfaserschlips sieht aus wie vom Discounter, und an ihrem Ausschnitt baumelt ein Lorgnon als Lesehilfe. Das ist „Blondie“ mit 68, unangepasst wie eh und je, hinreißend selbstironisch, und den anzüglichen Kussmund macht ihr auch im Rentenalter so schnell keine nach. Im Interview mit der amerikanischen Leadsängerin auf Welttournee, das die Frauenzeitschrift Donna in ihrer Juniausgabe mit diesem Foto bebildert hat, geht es dann um Seelenverwandtschaft und Lampenfieber. Das ist unterhaltsam, aber ein bisschen sehr brav, wenn man das Bild mit dem Text vergleicht: ein Wohlfühlartikel, bei dem sogar die Buchstaben auf das Blau von Miss Harrys Krawatte abgestimmt sind.

Donna ist das Magazin des Burda-Verlags für Leserinnen über 40, und vor einigen Monaten hat das Münchner Unternehmen dem anhaltenden Erfolg des Produkts Rechnung getragen. Die reife Schöne im Portfolio des Medienkonzerns tritt jetzt eigenständig auf und soll, vier Jahre nach der ersten Ausgabe, ohne Hilfe der großen Schwester auskommen: Das „Freundin“ im Titel ist gestrichen, damit muss sich die redaktionell schon länger unabhängige Zeitschrift auch im Verkauf alleine behaupten. Kein Bonus mehr durch die Anbindung an Deutschlands ältestes Frauenjournal Freundin, 1948 gegründet und seitdem auf dem Sofa, im Friseursessel oder Wartezimmer eine verlässliche Gefährtin bei überlebenswichtigen Kleider-, Schönheits- und Lifestylefragen.

Die Parallelen zu jüngeren Magazinen sind nicht erstaunlich, sondern eine Kernaussage

Donna-Chefredakteurin Katja Hertin ist zufrieden mit der Abnabelung. Keine Zuschriften, ordentliche Zahlen: „Wir werden gekauft“, sagt die 46-Jährige, was auf dem wankelmütigen Markt für Printprodukte ja auch dann viel bedeutet, wenn spektakuläre Höhenflüge ausbleiben. Zuletzt lag die Auflage des Best-Ager-Produktes Donna bei rund 125 000 Exemplaren im Einzelverkauf und Abo.

Ein gepflegtes Hochglanzheft für die Ansprüche der Älteren: Man muss sich über jeden Magazinverlag wundern, der da nicht schon bei den ersten Anzeichen einer grundlegend veränderten Gesellschaft einstieg. Die demografische Entwicklung ist eindeutig, und in Werbespots gehören die ergrauten Babyboomer mit ihrem enormen wirtschaftlichen Potenzial zum Standardpersonal - dynamisch, nicht mehr jung, aber erst recht nicht alt.

Im Printbereich startete Gruner+Jahr 2001 mit Brigitte Woman (Auflage zuletzt: rund 231 000) und setzte Standards bei den Frauenmagazinen für die Forever Forties, wie die Klientel von vierzig bis weit aufwärts genannt wird: Man fühlt sich jünger, als man ist, will aber nicht um jeden Preis jünger sein und aussehen. Neben Freundin Donna zog auch der Stern mit Viva nach, für Frauen und Männer über 40, und zuletzt ergänzte die Bauer Media Group das Genre mit Myway und Meins.

Dass sich die Hefte gar nicht eklatant unterscheiden von jüngeren Formaten, ist nicht erstaunlich, sondern ihre Kernaussage. Es geht gerade darum, das Modezeitschriften-Repertoire - und das Selbstverständnis der Leserin als Frau mitten im Leben - nicht aufzugeben, sondern alles eine Spur herunterzudimmen. Der Mix aus Trends, Partnerschaftsthemen und Kosmetiknews wird nicht wie sonst zur ultimativen Wunderfibel komprimiert, sondern wirkt wie ein von Spätsommerlicht durchschienener Monatsbegleiter für die Generation Power Yoga.

Modisches für den gehobenen Anspruch, Reisereportagen mit spirituellem Timbre, Interviews mit Menschen, die zu ihren Falten und Erfahrungen stehen - bei aller Hingabe an die Zielgruppe und ihre Bedürfnisse stecken die Macher in einem Dilemma: Sie müssen Seelenruhe genauso transportieren wie das „Wir sind noch sowas von da“-Gefühl - eine Gratwanderung. Symbolisch dafür könnte eine Ausgabe des 1998 gegründeten amerikanischen Vorreitermagazins More stehen, das im Oktober 2008 eine majestätische Michelle Obama auf den Titel hob. Herausforderungen meistere die potenzielle First Lady gerade wegen der gelassenen Reife ihrer 44 Jahre, säuselte es vom Cover. Oben rechts daneben bellte ein Gymnastik-Befehl: „Fitter at 40 than 20.“

Katja Hertin, die Besucher in ihrem hellen Büro an der Münchner Arabellastraße empfängt, scheint genau dem Typ Frau zu entsprechen, für den ihr Produkt gemacht ist. Die durchschnittliche Donna-Leserin ist Anfang vierzig, kulturinteressiert und gehört dem gehobenen Mittelstand an. Hertin trägt Wildlederpumps zum figurbetonten Wickelkleid à la Diane von Fürstenberg, hat Germanistik und Kunstgeschichte studiert und kam nach Stationen bei Tagesspiegel und Cosmopolitan zu Burda. Sie hat Freundin Donna mitentwickelt und beerbte zum 1. Januar 2014 Ulrike Zeitlinger als Chefredakteurin.

Die durchschnittliche Leserin ist kulturinteressiert und gehört der gehobenen Mittelschicht an

„Wir machen kein Heft, in dem das Älterwerden problematisiert wird“, sagt sie. „Donna ist lebensfroh und optimistisch.“ Übersetzt in Schlagzeilen bedeutet das: „Meine neue Sinnlichkeit“, „Ich bin stärker, als ich dachte“ oder „Wir werden immer schöner“. Optisch setzt man auf monochrome Titel in Pastelltönen, vom Hintergrund über die Schrift bis zum Outfit der Models ist alles Ton in Ton gehalten. Das sieht clean und edel aus wie ein Kaschmirpulli, aber manchmal auch ein wenig fad. Überraschungen wie 2011 die graumähnige Schauspielerin Lauren Hutton, sichtbar über 60, sind selten - und damals bügelte eine Kosmetikanzeige auf Seite eins mit Julia Roberts' Pfirsichteint die Eskapade gleich wieder glatt.

Der schöne Schein und die Realität von, wie Katja Hertin es nennt, „gelebtem Leben“: Das ist der Spannungsbogen, in dem sich ein Magazin wie Donna zwangsläufig bewegen muss. Natürlich wolle sie ihre Leserin auch „zum Träumen bringen“, sagt die Chefredakteurin. Daher sehen die Modestrecken genauso makellos aus wie in der Hochglanzwelt für Jüngere. Und beim Badeanzug-Shooting stört kein Fettpölsterchen und keine unvorteilhafte Kehransicht. Andererseits „wissen unsere Leserinnen, dass zum Leben nicht nur schöne Dinge gehören. Und sie wollen auch nicht, dass wir ihnen Märchen erzählen“. Was im Heft überraschende Interviews zur Folge hat, mit Hera Lind zum Beispiel, die gegen homophobe Bigotterie zu Felde zieht. Oder kluge Reportagen über Frauen, die lieber spät als nie aus einer schlechten Ehe fliehen oder auf der Karriereleiter an der berüchtigten gläsernen Decke scheiterten.

Dass sich Donna nicht mehr exzentrische Unruhegeister wie Debbie Harry leistet, ist wahrscheinlich ein ziemlich deutsches Phänomen. Jung gebliebene Alte, die anecken, wirklich auffallen, sind eher suspekt. In New York hingegen hat der Modeblogger Ari Seth Cohen mit dem wunderbaren Film „Advanced Style“ gerade den wildesten Vögeln seiner Heimatstadt eine Hommage gewidmet, ihrem Stilempfinden und ungebrochenen Spaß an Mode, egal ob mit sechzig oder neunzig. Vor zwei Monaten lief der Film in Großbritannien an. Starttermin in Deutschland: unbekannt.


Sonntag, 6. Juli 2014

Wochenplan

Buchpräsentation von Jessica Kastrop und Peter „Bulo“ Böhling / Nipponoodles, „Clausewitz twittert jetzt“ – Expertentagung mit Thomas Wiegold, Sascha Stoltenow, Natascha Zowislo-Grunewald, Carlo Masala, Julia Bartz, Julia Weigelt u.a. / Hanns-Seidel-Stiftung, Talk @ TUM mit Peter Schaar zu „Technik, Recht und Überwachung“ / Garching, Vernissagen „Krieg! Juden zwischen den Fronten 1914-1918“ / Jüdisches Museum, Ruth Gurvich: Poesie in Porzellan / Porzellan Manufaktur Nymphenburg, Frank De Mulder & Johannes Weinsheimer: „Sex and the City“ / ArtConsult und Jahresausstellung 2014 der Akademie der Bildenden Künste,  „Kampfplatz Paris“ – Filmreihe mit „Sous les toits de Paris“, „Hôtel du Nord“, „Ninotchka“, „An American in Paris“ und anderen Filmen / Filmmuseum, „Die Bohème im Isartal“ – Vortrag von Dorle Gribl / Hollerhaus IrschenhausenMagdalenenfest / Hirschgarten, Pressevorführungen „Planet der Affen – Revolution“, „Transformers – Ära des Untergangs“, „Song from the forest“, „Madame Mallory und der Duft von Curry“, „Faith Connections“, „Saphirblau“, „Ein Sommer in der Provence“ und „Praia do futuro“


Mittwoch, 2. Juli 2014

Die neue Abendzeitung – local first (Updates)

Heute ist die erste reguläre „Abendzeitung“ der Ära Balle erschienen, und bei allem Mißtrauen und aller Häme Dritter gegenüber dem neuen Verleger werde ich nicht müde, festzustellen, daß ohne das Engagement und vor allem Geld des eigenwilligen Verlegers das Blatt endgültig Altpapier geworden wäre und nur noch online weitergelebt hätte. Wenn man das ein Leben nennen will. Es gab keine Alternative, und die Forderung einiger Kollegen, das Blatt lieber sterben zu lassen als so weiterzuführen, spiegelt nur die weltfremden Gedankenspielereien jener wieder, die zu viel Zeit im Netz verbringen.
Die AZ ist handlicher geworden. Tablet statt Desktop. Dem Wechsel zum Berliner Format folgte im Innenleben eine Neuordnung der Ressorts, die auch die neue Hierachie abbildet: Mit der Übernahme der Chefredaktion durch den bisherigen Lokalchef Michael Schilling und dem Aufstieg seiner Stellvertreter Timo Lokoschat und Thomas Müller zu stellvertretenden Chefredakteuren steigt auch ihr Ressort auf. Der Lokalteil nimmt das erste Zeitungsbuch vollständig ein. Verantwortet wird der Lokalteil vorerst weiter von Schilling und Lokoschat.
Die Politik wandert mit dem Wirtschaftsteil ins zweite Buch. Schilling verspricht dem Aktuellen aus Bayern und der Welt „ab sofort mehr Platz“, schreibt aber im nächsten Satz: „auf zwei Seiten mindestens.“ Das war früher nicht unbedingt weniger. Am schwersten wiegt aber der Verlust von Angela Böhm, die erst unlängst für ihre investigativen Recherchen mit dem Wächterpreis der Tagespresse ausgezeichnet worden ist. Die CSU wird sich freuen, für die Zeitung ist das ein großer Verlust. Updates: Neben der zweidreiköpfigen Politikredaktion (davon eine halbe CVD-Stelle) sind auch die Rathaus-Reporter nicht mehr dabei, da sie bereits vorher anderweitige Angebote angenommen haben sollen. Sie werden ersetzt.
Kultur und Boulevard bleiben erhalten, ebenso schreiben Michael Graeter und Kimberly Hoppe weiter über das, was München zu München macht. Ponkie fehlt in den aktuellen Ausgaben, da sie Urlaub macht, aber die Redaktion hofft, sie halten zu können. Feuilletonchef bleibt Volker Isfort. Adrian Prechtel, Christa Sigg, Robert Braunmüller, Michael Stadler und Arno Frank Eser unterstützen ihn.
Im Sport gab es die größen Umbrüche. Das Ressort wurde praktisch aufgelöst, aber immerhin schreibt Patrick Strasser weiter über den FC Bayern. Was den TSV 1860 betrifft, fürchtet dagegen der kritische AZ-Beobachter Thomas Mrazek, daß hier nurmehr Agenturmaterial veröffentlicht werden wird. Aus der Redaktion hört man dagegen, daß, sobald der WM-Stress überstanden ist, auch die Löwen mit exlusiven Geschichten abgebildet werden sollen.
Wenn auch wohl mit Zeitverzögerung. Aufgrund des neuen Druckortes Straubing sind Redaktionsschluß und Andruck deutlich früher. Die erste Ausgabe der Abendzeitung am Vorabend entfällt ganz und in der regulären Ausgabe wird man abendliche Sportergebnisse oder Red-Carpet-Events erst am übernächsten Tag finden.
Die auffälligste Veränderung ist außerhalb des Blattes wahrzunehmen. Auf Twitter und Facebook geht man transparent mit technischen Problemen um und thematisiert offensiv den Kampf mit dem neuen Redaktionssystem, das noch für Schriftenwirrwarr und Layoutsünden sorgt. Mit Namen geizt man dagegen bei der AZ-Chefredaktion ein bißchen, da noch nicht alle Verträge ausverhandelt sind. Aber der heutigen Ausgabe läßt sich zumindest entnehmen, daß in der Lokalredaktion Lea Kramer, Myriam Siegert, Anne Hund, Irene Kleber und John Schneider werkeln. Bestätigt wurden mir außerdem Christian Pfaffinger, Laura Kaufmann, Florian Zick (Szene/Rathaus), Christoph Landsgesell sowie die Polizeireporter Nina Job und Ralph Hub
(Update: Laura Kaufmann ist vorerst in der Transfergesellschaft und unterstützt die Redaktion als freie Mitarbeiterin. Auch einige andere der hier genannten sind Freie und keine Redakteure.)
Natalie Kettinger löst als Chefreporterin Matthias Maus ab. Den Online-Auftritt verantworten Stephan Kabosch und Lutz Kuppinger.
Und last but not least: Herr Hirnbeiß bleibt uns erhalten! 

Update vom 10. Juli 2014: „Wie im amerikanischen Spielfilm saß ich da mit der Rechenmaschine. Dann haben Mitarbeiter mir ihr bisheriges Bruttogehalt genannt. Ich habe 85 Prozent eingegeben als Verhandlungsbasis, und in der Regel sind wir drüber gelandet, bei neunzig, 95, teilweise hundert Prozent. Wer in München lebt, muss mindestens 40.000 Euro im Jahr verdienen, sonst geht es gar nicht.“ Interview mit dem Verleger Martin Balle in der F.A.Z.


Dienstag, 1. Juli 2014

Themen im Juli

1.
Tag gegen muslimischen Rassismus in Deutschland.
Comeback der Monty Python mit mehreren Live Shows in London. Am 20. Juli dann „The Last Night of the Pythons Live“, die weltweit auch in Kinos live übertragen wird. Danach wollen sie nie mehr live auftreten.
Chris de Burgh bis 26. Juli auf Deutschland-Tour.

2.
 „Deutschlands Beste!“ – Johannes B. Kerner präsentiert am 2. und 3. Juli im ZDF die 50 wichtigsten Männer und Frauen aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Sport.

3.
75. Geburtstag der Mezzosopranistin Brigitte Fassbaender.
Silvretta Classic Rallye in Montafon.
„Wüstentänzer: Afshins verbotener Traum von Freiheit“ mit Freida Pinto.
„Die Mamba“ mit Monika Gruber.
„Eine ganz ruhige Kugel“ mit Gérard Depardieu.
„Tammy“ mit Melissa McCarthy, Susan Sarandon, Kathy Bates, Toni Colette und Dan Aykroyd.
„Große Jungs“ mit Sandrine Kiberlain und Alain Chabat.
Bis 15. November präsentiert der Palais Galliera, das Pariser Modemuseum, die Ausstellung „Les annés 50“ über Diors New Look und den Style der Nachkriegszeit von Balenciaga, Fath, Balmain, Givenchy, Cardin und Chanel.

4.
Hollywood-Legende Eva Maria Saint („Der unsichtbare Dritte“, „Die Faust im Nacken“) wird 90 – und steht immer noch vor der Kamera.
Kultregisseur Roland Klick feiert seinen 75. Geburtstag. Die Volksbühne Berlin widmet ihm am 10. Juli einen Abend mit Filmvorführungen und DJ-Set. Auf DVD wird eine Kollektion seiner Filme in restaurierten Originalfassungen veröffentlicht. Ende August zeigen 3sat und ZDFkultur einige seiner Filme.

5.
Massive Attack spielen in Berlin.
Dolly Parton tritt in Köln und am 6. Juli in Berlin auf.

6.
Internationaler Tag des Kusses
Chicago sind bis 15. Juli auf Deutschland-Tour.
Elton John ist bis 20. Juli auf Deutschland-Tour.

7.
Shelley Duvall („Shining“, „Der Stadtneurotiker“) wird 65.
Am 7. Juli 1989, vor 25 Jahren, traten Smudo, Thomas D, Hausmarke und And.Y zum ersten Mal unter dem Namen Die Fantastischen Vier auf.
Wiederaufnahmeverfahren im Fall Gustl Mollath am Landgericht Regensburg.

8.
Fashion Week Berlin bis 13. Juli.

9.
Mourinho über Fußball: Das Spiel und ich“.

10.
Alfred Biolek wird 80. (Lange Bio-Nacht im WDR.)
Regina Hallmich wird in Fort Lauderdale in die Boxing Hall of Fame aufgenommen.
„Rico, Oskar und die Tieferschatten“ mit Karoline Herfurth.
Jean-Pierre Jeunets „Die Karte meiner Träume“ mit Helena Bonham Carter und Judy Davis.
„The Signal“ mit Laurence Fishburne.
„Verführt und Verlassen“, ein Dokumentarfilm über das Filmfestival von Cannes von James Toback mit ihm, Alec Bladwin, Neve Campbell, Ryan Gosling, Roman Polanski, Diane Krüger und Martin Scorsese.
„Rach tischt auf“ mit Christian Rach über Italien im ZDF.

11.
M.I.A. beim Splash-Festival in Gräfenhainichen. 
„Politikerkind: Wenn der Kanzler zweimal klingelt“. Sarah Seiters, Tochter von Rudolf Seiters (MdB, Kanzleramtsminister und Innenminister unter Kohl) schildert darin ihre nicht so normale Kindheit.
Judas Priest: Neues Album „Redeemer Of Souls“ / Band feiert 2014 ihr 40. Jubiläum.

14.
„World Peace Is None of Your Business“, das neue Album von Morrissey.

17.
 „Kunst und Keksdose – 125 Jahre Bahlsen“ – Ausstellung im Berliner Bröhan-Museum bis 9. November.
Angela Merkel feiert ihren 60. Geburtstag.
„Rach tischt auf“ mit Christian Rach über Heringe im ZDF.
„Schmetterlingsjäger“, ein Dokumentarfilm über Leben und Werk von Vladimir Nabokov mit Klaus Wyborny, Wolfgang Michael und Corinna Kirchhoff.
„Wir sind die Neuen“, der neue Film von Ralf Westhoff („Shoppen“) mit Heiner Lauterbach und Gisela Schneeberger.
Transformers 4 – Ära des Untergangs“ mit Mark Wahlberg.

18.
Auf Sat.1 startet die Impro-Comedy-Show „Jetzt wird’s schräg“ mit Gästen wie Palina Rojinski, Rebecca Mir, Bürger Lars Dietrich, Mickie Krause, Oliver Wnuk u.a.
Benefiz-Golf bei Franz Beckenbauers KaiserCup in Bad Griesbach bis 20. Juli. Showact: Johnny Logan.
Bis 3. August Nibelungenfestspiele in Worms – ein letztes Mal unter Dieter Wedel. 2015 übernimmt Fernsehproduzent Nico Hofmann die Intendanz.
Bis 31. August Salzburger Festspiele.
Richard Avedon – Wandbilder, Porträts und andere Motive“ bis 9. November im Münchner Museum Brandhorst.
Thurn und Taxis Schlossfestspiele bis 27. Juli unter anderem mit Elton John, Nena und Angela Gheorghiu.

19.
Backstreet Boys mit drei Open-Air-Konzerten bis 26. Juli in Deutschland.
Richard Prince bis 5. Oktober im Kunsthaus Bregenz.

20.
Neil Young & Crazy Horse bis 28. Juli auf Deutschland-Tour.
Formel 1 in Hockenheim.Kocherlball am Chinesischen Turm.

21.
DLDwomen bis 22. Juli in München.
„Wer zusammenhält, ist weniger allein: Von glücklichen Paaren lernen“. Um diese Frage zu beantworten, haben die Autoren mehr als 100.000 Menschen befragt. Sie haben herausgefunden, welche Verhaltensweisen langjähriges Liebesglück und welche Ehekonflikte begünstigen, wie man Untreue verhindert und was eine gute Partnerschaft noch besser macht.
„Wie ich mit meiner Oma Onlinedating machte - ... UND DIE GROSSE LIEBE FAND“. Die US-Amerikanerin Kayli Stollak wurde durch den Blog „Granny is my Wingman“ bekannt, in dem sie von ihren eigenen und den Online-Dating-Abenteuern ihrer Großmutter Gail erzählt.

22.
Franka Potente wird 40.

23.
RTL2 startet die vierteilige Dokureihe „Zeit für Helden – Und was machst Du?“, in der in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung von Schauspielern diskriminierende oder rassistische Situationen gestellt werden, in denen Passanten Zivilcourage zeigen sollen.
Bregenzer Festspiele auf der Seebühne bis 25. August.

24.
„Wacken 3D“.

25.
Gemeinsame Präsentation von Andreas Gursky, Neo Rauch und Jeff Wall in der Kestnergesellschaft, Hannover, bis 26.10.
„Hypnotic Eye“ von Tom Petty and The Hearbreakers.
Richard-Wagner-Festspiele bis 28. August in Bayreuth.

26.
Chris de Burgh, Nena und Johannes Oerding sind Top-Acts beim ersten „Picknick Concert“ auf der Loreley.

28.
„Forza del Destino“ mit Anja Harteros und Jonas Kaufmann – zeitversetzt „live“ aus der Bayerischen Staatsoper auf arte am 28. Juli.
Udo Walz feiert seinen 70. Geburtstag. 

29.
Oscar- und Grammy-Preisträgerin Jennifer Hudson veröffentlicht ihr neues Album.

30.
„Männertreu“ von Hermine Huntgeburth mit Matthias Brandt, Suzanne von Borsody, Margarita Broich und Claudia Michelsen im Ersten.

31.
„Die geliebten Schwestern“, ein Kostümfilm über Friedrich Schillers Amouren von Dominik Graf mit Hannah Herzsprung, Florian Stetter, Maja Maranow, Michael Wittenborn, Claudia Messner u.a.
„Die innere Zone“ mit Jeanette Hain.
„Eyjafjallajökull – Der unaussprechliche Vulkanfilm“ mit Dany Boon.
„22 Jump Street“ mit Channing Tatum und Jonah Hill.
„Jersey Boys“ von Clint Eastwood mit Christopher Walken.
„Night Moves“ mit Jesse Eisenberg, Dakota Fanning und Peter Sarsgaard.
Hannes Jaenicke: „Im Einsatz für…Elefanten“ im ZDF.

(Foto: The Richard Avedon Foundation/Brandhorst Museum)


Sonntag, 29. Juni 2014

Wochenplan

Münchner Filmfest, „Von Game of Thrones zu Gomorrha: Europäische Serien auf dem Vormarsch“ – Podiumsdiskusion mit Nico Hofmann, Frank Doelger, Gina Gardini, Jan Mojto und Gary Davey, / HFF,  „Walking on Sunshine“ - Vorführung für Friends & Family / Mathäser, „Bürgerkrieg ohne Aussicht? Die Zerstörung Syriens und das Versagen des Westens“ – Podiumsdiskussion mit Jörg Armbruster / Evangelische Stadtakademie, „Internet und Demokratie. Mehr und bessere Partizipation durch Neue Medien?“ – Podiumsdiskussion mit Claudia Eckert, Michael Decker, Johannes Hintersberger und Wieland Holfelder / Bayerische Akademie der Wissenschaften, Vernissagen Per Kirkeby: Bronze, Kaltnadel, Holz / Pinakothek der Moderne & Kirkeby: Bronze / Galerie Daniel Blau sowie „Thinking Outside the Box“ / Gugghof, FFF Empfang / Praterinsel, Preview „Die Höhle der Löwen“ / Freiheiz, Neueröffnung KARE Stierblut Concept Store, Sommerfest der AVA International, „Hölleisengretl“ & „Triumph der Gerechten“ / Filmmuseum, Pressevorführungen „Sag nicht, wer du bist“ und „The Raid 2“.

(Foto von „Gomorrha“: Emanuela Scarpa)


Freitag, 27. Juni 2014

Cover-Boy Kai Diekmann: Fünzig Titel zum 50. Geburtstag (Updates)

Diekmann quer durch alle Printformate: Fünfzig Redaktionen, von „DONNA“ über „Focus“ bis zur „Bunte“, von der „Sun“ über die „BILD“ bis zur „Bravo“, haben dem Chefredakteur der BILD einen Titel geschenkt. Mal sehen, ob ich alle zusammen bekomme...
Update: Jetzt sind es sogar mehr als fünfzig geworden!?