Freitag, 24. Oktober 2014

Literatur in ihren eigenen Worten (5): „Hochglanz“ von Bettina Wündrich

„Ich gehöre eben zu den Frauen, die käuflich sind.“ (Seite 124)

Bettina Wündrich: „Hochglanz“, Rowohlt Verlag


Sonntag, 19. Oktober 2014

Wochenplan (Update)

Auer Kirchweihdult, „57, 58, 59, Sechzig“ / Sky und als Public Viewing im Salong Maxvorstadt, hw.d. Designcamp mit Stefan Bufler und Tim Leberecht, Pressefrühstück ResponseSource / Victorian House, Presse-Roundtable NAKO Gesundheitsstudie / BurdaBar, Rumänische Filmtage, Vernissagen Pia Winkenstern: „Across the Glow“ / AkademieGalerie und Victor Man: „Zephir“ (Foto) / Haus der Kunst, Dernière von „Franziska“ / Kammerspiele, Client / Strøm, „Das Atelier in der Fremde“ – Podiumsdiskussion mit Andrian Kreye, Claudia Roth, Jean-Baptiste Joly, Johannes Ebert, Zuzana Jakalova, Andreas Görgen und Markus Klimmer über Artists in Residence / Akademie der bildenden Künste,  Tagung „Regionalparteien nach der Europawahl: Selbstverständnis, Handlungsspielräume und Bedeutung“ / Akademie für politische Bildung Tutzing, BoundCon Hohenems, TSV 1860-Braunschweig, Kreisky / Milla, Pressevorführungen „Der Koch“, „The Zero Theorem“, „Let's be Cops“, „The Loft“, „Die Entdeckung der Unendlichkeit“, „Winterschlaf“, „Zeitgeist“, „Bibi & Tina – Voll verhext“ und „Dumm und Dümmehr“


Freitag, 17. Oktober 2014

Die neue Wochenendausgabe der SZ – mal günstiger, mal weniger günstig

Das Angebot erreichte mich Mittwoch über meine virtuellen Freunde: nur 30 Euro sollte es laut Timeline kosten, um zehn Wochen lang die „Süddeutsche Zeitung“ digital zu nutzen und zudem freitags und samstags die Printausgabe geliefert zu bekommen. Wer kann da schon nein sagen?
Gestern, ich hatte bereits beim ersten Deal zugeschlagen, mailte der Verlag dann mich an als Immer-wieder-Abonnent-für-kurze-Zeit. Ob ich denn nicht die neue „SZ“ am Wochenende ausprobieren wolle? Vier Wochen, Mo-Sa, nur digital, für 19,99 Euro. Moment mal? Das wären fast 50 Euro für zehn Wochen – ohne die gedruckten Exemplare am Wochenende...
Ist das nun Preiselastizität, Yield-Management à la Hultschiner Straße oder einfach der beste Weg, seine Leser zu verärgern, die vielleicht auf die Mailofferte eingehen, bevor sie auf Facebook oder Twitter die günstigere Alternative entdecken?
Auf der Homepage der „Süddeutschen“, passenderweise unter dem Rubrum Service,  wird man übrigens aktuell noch mehr zur Kasse gebeten: 35,40 Euro darf man da monatlich berappen, um den erstgenannten Mix aus ePaper und gedruckten Wochenendexemplaren zu abonnieren. Was für eine Feier!


Donnerstag, 16. Oktober 2014

Déja-Vu: Die Form – Elektrobeats in Lack und Leder

Ende der neunziger Jahre schrieb ich in Berlin parallel für die Feuilletons der „Berliner Morgenpost“ und des „Tagesspiegel“, wobei ich eher für die Subkultur zuständig war: Tattoos, Transen, SM und ähnliche Phänomene. So berichtete ich am 10. März 1999* auch über ein Konzert von Die Form. Und stellte gestern überrascht fest, daß die Band, die eigentlich schon damals ihren Zenit überschritten hatte, heute immer noch emsig weiterschrammelt.

Wo war die Sklavia? Hatte Pascale anläßlich des Weltfrauentages frei? Wollen Philippe Fichot und Éliane P., das Sado-Maso-Duo der französischen Maschinensound-Combo Die Form, die aufgegeilte Aufmerksamkeit ihres Konzertpublikums nicht mehr mit einer weiteren Akteurin teilen? Oder ernährt das Geschäft mit dem spekulativen Techno-Sex-Sound keine dritte Bühnenkraft mehr?

Gut 17 Jahre* (Stand 1999) bosselt Fichot nunmehr schon öffentlichkeitswirksam an seinem „Museum of Ecstasy“ herum, an einer surrealen Welt der Begierden und Schmerzen. An Videoclips, Bildbänden, Musikalben und den diese Bilder und Töne verbindenden Konzertabenden, bei denen Fichot unter einer Gasmaske das Elektrogeblubber steuert, während auf die Leinwand Blümchensex mit Blütenstengeln projiziert wird und Lebenspartnerin Éliane P. in Lack und Leder tiriliert, tanzt und ihre Geschlechtsmerkmale zur Schau stellt.

Die Zeiten, als eine gewalttätige Bühnenshow noch Auftrittsverbote deutscher Behörden auslöste, sind längst vorbei. Die Form zelebriert nurmehr eine streng stilisierte, sich in Andeutungen ergehende Sado-Maso-Show, bei der gerade noch Élianes Catsuit unters Messer gerät, die Fesselspiele brav bleiben und die Gewaltphantasien sich auf Videoeinspielungen nackter, derangierter, im WAld herumkrabbelnder Frauen konzentrieren. Im Unterschied zum letzten Auftritt in der Potsdamer Mensa sorgt nicht einmal mehr die Gespielin Pascale für einen devoten Bonustrack, obwohl das Konzert im Glashaus sonst weitgehend an jenes Gastspiel anknüpft.

Der zahlreich erschienenen Berliner Gruftie-Gemeinde präsentierten sich Fichot und Éliane hinter dem bewährten Drahtbauzaun. Die Besucher der Form ergaben sich weitgehend phlegmatisch dem monotonen erotischen Weihespiel, das die Phantasien des 19. Jahrhunderts mit den Sado-Maso-Devotionalien der neunziger Jahre verknüpft und musikalisch klingt, als ob Franz Schuberts Liedgut und mancher Choral durchs Maschinenkraftwerk gejagt worden wäre. Das Ganze entbehrt mitunter nicht einer gewissen Lächerlichkeit.


„Du nicht!“ – Vom Türsteher (1)

„Keine Lederjacken“, „keine Turnschuhe“ bekam man in den Achtzigern noch zu hören und wurde in den Münchner Clubs zwischen Lenbach- und Sendlinger-Tor-Platz, der Gegend, die man dreißig Jahre später als Feierbanane bezeichnet, abgewiesen.
Die Ausreden ändern sich, ebenso wie mancherorts die Berufsbezeichnung derjenigen, die einem den Einlaß verweigern. Aus Türstehern werden Gästebetreuer oder Silencer. Was bleibt, ist deren eigenes Erscheinungsbild. Hie die Muskelprotze mit einer Denkbeule statt eines Hauptes, die das, was sie mit jeder Faser ihres Michelinmännchenkörpers auszustrahlen gedenken, gern auch aufgedruckt tragen: Security. Dort die smarten Physiognomisten, die bella figura machen und mit ihrer laufstegtauglichen Eleganz in der Tradition der großen Münchner Türveteranen stehen: Charles Schuhmann, Jan Klophaus, Joschka Prüfer, Klaus Gunschmann oder Damir Fister.
Seit letzter Woche gibt es nun eine dritte Fraktion, irgendwo zwischen Schulweglotse und Zugbegleiter angesiedelt: die Türsteher des Katopazzo im Univiertel, die mit ihren neongelben Schutzwesten vielleicht Erstis aus der Provinz beindrucken könnten und auf jeden Fall für die wegen Ruhestörung anrückende Polizei als Ansprechpartner bequem zu identifizieren sind. Andere Türsteher machen das durch Ausstrahlung wett.


Dienstag, 14. Oktober 2014

Literatur in ihren eigenen Worten (4): „Silicon Valley“ von Christoph Keese

„Jeder Gedanke wird besser, wenn man ihn anderen erzählt.“ (Seite 51)

Christoph Keese: „Silicon Valley“, Knaus Verlag


Montag, 13. Oktober 2014

Phänomenologie der Nacht (1): Vorglühen


Sonntag, 12. Oktober 2014

Wochenplan (Updates)

Vortrag von Andreas Heusler über „Lion Feuchtwanger und München“ / Stadtarchiv, Vernissagen „Kultur am Abgrund – Jüdisches Leben am Tegernsee 1900-1933“ / Jüdisches Museum, Canaletto – Bernardo Bellotto malt Europa / Alte Pinakothek, Anri Sala: „The Present Moment“ / Haus der Kunst und „Münchner Momente“ / Mucbook, Vortrag von Jan Cornelius & Dan Lungu: „Rumänisch zum Verlieben“ / Black Box,  4 Jahre Goldene Bar, Prix Courage von Clarins und der „Mona-Lisa“-Redaktion,  Vorpremiere der Sky-Dokumentation „57, 58, 59, Sechzig“ / MathäserRumänisches Filmfestival / Filmmuseum, Dirk von Gehlen / Milla, Jetzt.de-Kneipenabend / Heppel & Ettlich, Auer Kirchweihdult, Stijl DesignMarkt / Praterinsel, Charlie Anniversary, Kirchweih, Pressevorführungen „The Green Prince“, „Die Einsamkeit des Killers vor dem Schuß“, „Café Olympique“, „Das grenzt an Liebe“, „Im Labyrinth des Schweigens“, „1001 Gramm“, „Keine gute Tat“ und „Birdman“ (Foto)


Freitag, 10. Oktober 2014

Ohne Titel (22)



Montag, 6. Oktober 2014

Wochenplan

Jane Goodall / LMU, Munich Press Days / Westermühlstudios, 
Unterdrückt - Unterbezahlt - Unbeschäftigt: Ein Hilferuf der Fernsehschaffenden / PresseClub München, Sébastien Tellier / Laiterie Strasbourg, Vernissagen „Venedig sehen…“ – Frühe Fotografie und Malerei / Neue Pinakothek und Examensausstellung / Akademie der bildenden Künste, LUNA party! / Dachterrasse des Bayerischen Hof,  Frankfurter Buchmesse, Presselunch Kunstherbst München / Florian Sundheimer Kunsthandel, Roxanne de Bastion / Living Room Concert, Rumänische Kulturtage München, Zündfunk Netzkongress #zf42 / Volkstheater, Sneak-Preview Holiday on Ice „Platinum“ / Olympia-Eissportzentrum, Ulrich Laentzsch: „ARTbach“ / EinsteinBarcamp Frauen / Kalkscheune Berlin, March against Monsanto / Rindermarkt, Maia Morgenstern: „Heute abend Lola Blau“ / Gasteig, EURO-Qualifikation Rumänien – Ungarn, Pressevorführungen „Alles ist Liebe“, „Der Richter: Recht oder Ehre“, „5 Zimmer, Küche, Sarg“, „Wild Tales“, „Den Himmel gibt's echt“, „Zwei Tage, eine Nacht“, „Mr. Turner“, „Die Entdeckung der Unendlichkeit“, „Coming In“, „Der Bauer und sein Prinz“ und „The Best of Me“


Samstag, 4. Oktober 2014

Quintessenz: Das Schweizer Armeemesser

Victorinox, einer der Hersteller des Schweizer Armeemessers, feiert gerade sein 130. Firmenjubiläum. 1984* veröffentlichten wir im Popa-Verlag den Bildband „Quintessenz – Die schönen Dinge des Lebens.“ Neben vorbildlichen Produkten wie der braunen Papiertüte, Dom Perignon oder dem Montblanc Füller beispielsweise haben Betty Cornfeld und Owen Edwards darin auch das Armeemesser gewürdigt:

Das muß ein wahrhaft erregender Anblick sein: Ein Zug Schweizer Infanterie, am Fuße eines Berges auf Posten, jeder Soldat – natürlich bestens ausgebildet in der Kunst lang- und kurzfristiger Geldanlage – wartet auf das schneidende Kommando „Schere raus!“. Oder, Korkenzieher! Oder Schraubenzieher oder Flaschenöffner. Oder Pinzette, Zahnstocher, Nagelfeile, Reibahle,  Lineal, Fischabschupper, Enthaker, Säge, Lupe. Auf, Kameraden, für Kanton und Vaterland, den Berg hinan! Mit unseren Schweizer Armeemessern sind wir unschlagbar!

Neben Emmentaler, Nummernkonten und Vollmilchschokolade gibt es wohl nichts, was so typisch schweizerisch wäre wie die ungeheuer praktischen Taschenmesser der Firmen Victorinox und Wenger, seit über sechzig Jahren* Lieferanten der Alpenkrieger. Wenn es etwas gibt, was Sie mit einem Schweizer Armeemesser nicht schaffen, dann brauchen Sie wahrscheinlich einen Leopard II.

Die hier abgebildete Grundausführung ist mit nur sechs Werkzeugen verhältnismäßig klein gehalten (die größte bringt es auf achtzehn, einschließlich eines Philips-Schraubenziehers und des unverzichtbaren Drahtabisolierers), aber Sie können damit immer noch eine Flasche Bordeaux entkorken, die Trüffeln aufschneiden, den Kaviar und die Büchse Räucherlachs öffnen oder Ihre Pfeife auskratzen. Und die Schweiz bis zum letzten Mann verteidigen, natürlich.


Sonntag, 28. September 2014

Wochenplan

Wiesn, Vernissagen Xenia Fumbarev: „Zwischenorte“ / AkademieGalerie, Jacques Lipchitz: Zeichnungen 1910-1972 / Pinakothek der Moderne und Christa Dichgans / Galerie Daniel Blau, Rage against Abschiebung / Feierwerk, Lange Nacht des Netzwerkens / allynet, Isar Mafia live @ Hintze und Sigl / Freiheiz, Pressevorführungen „Gone Girl“, „Dracula Untold“, „Die Zeit vergeht wie ein brüllender Löwe“, „Winterkartoffelknödel“ und „Ein Schotte macht noch keinen Sommer“


Sonntag, 21. September 2014

Fundsachen (22): Mein Onkel

Mein Onkel Jean „Țuți“ Dragesco


Wochenplan

Wiesn, Präsentation der Entwürfe für einen Erinnerungsort an das Olympia-Attentat München 1972 / Jüdisches Museum, Buchpräsentation von Arianna Huffingtons „Die Neuerfindung des Erfolgs“ / Hertie School of Governance Berlin, Vernissagen Urbanpop / Galerie Cornelia Walter, Linde Burkhardt: „Die Mitgift der Prinzessin von Trapezunt“ – vorgestellt von Bazon Brock / Neue Sammlung und Florine Stettheimer / Lenbachhaus, Pink stinkt / Stadtmuseum, Lenovo-Wiesn / Käfer Schänke, Pressevorführungen „Timbuktu“, „Ein Geschenk der Götter“, „Nightcrawler“, „Hirngespinster“, „Die Vampirschwestern 2“, „Mein Freund der Delfin 2“ und „Trash“


Sonntag, 14. September 2014

Wochenplan

Fantasy Filmfest, Vernissagen Lisa Solberg / Centercourt und Georg Baselitz: Damals, dazwischen und heute / Haus der Kunst, Tagung „Macht – Formen, Figuren, Obsessionen“ / Akademie für politische Bildung Tutzing, Wiesn, TSV 1860 - FC Ingolstadt, Deine Isar – Deine Stadt / Linoleum-Club, Patroziniumsfeier / Rumänisch-orthodoxe Metropolie München, Pressevorführungen „Das grenzt an Liebe“, „Die Boxtrolls“, „Gardenia – Bevor der letzte Vorhang fällt“, „Der kleine Medicus“, „The Maze Runner“, „Zwei Tage, eine Nacht“ und „Plötzlich Gigolo“


Sonntag, 7. September 2014

Wochenplan

Buchpräsentation von Aurélie Bastians „Tartes & Tartelettes“ / Livingroom, Fantasy Filmfest, LUNA party / Dachterrasse Bayerischer Hof, Gentlemen's Evening / Kaufhaus Beck, GQ First Look / Goldene Bar, Blaue Stunden / Kong, Pressetermin „München 7“ / HFF, Wiesn-Warm-up / Wolford, Pressegespräch Mastercard / Dallmayr Academy, Vernissage Sean Scully / Klüser, 5 Jahre Galerie Walter Storms, Spätsommerfest / Café Nymphenburg Sekt, Landesparteitag der Piraten Bayern / Regensburg, Pressevorführungen „Der Koch“, „Wenn ich bleibe“, „Who am I?“, „Get on up“, „Katakomben“, „Love, Rosie“, „The Equalizer“, „Bocksprünge“, „Im Labyrinth des Schweigens“ und „Sieben verdammt lange Tage“


Sonntag, 31. August 2014

Wochenplan

Herbstfest Rosenheim, Podiumsdiskussion der Grünen mit Katharina Schulze, Konstantin von Notz und dem Journalisten Christian Fuchs: NSA & Co – Wie verteidigen wir die Freiheit gegen die Überwachung? / Maximilianeum, Pastewka-Kinotour / CinemaxX, Finissage„Sex and the City“ / ArtConsult, Volksfest Freising, Pressevorführungen „Northmen“, „Der 7bte Zwerg“, „Wie in alten Zeiten“, „The Giver – Hüter der Erinnerung“, „Sex Tape“, „Höhere Gewalt“, „Schoßgebete“ und „Teenage Mutant Ninja Turtles“


Montag, 25. August 2014

Wochenplan

Bartlmädult / Landshut, Emmys, Nerd Nite mit Philipp Stürzenberger, Katharina Sternecker, Ralf Summer und Tobias Ruhland / Neuraum, Munich Rolling Rebels vs RGA Night Terrors / Städtische Sporthalle Eversbuschstraße, „Kampf der Giganten“ - Café Kosmos Radltour von Poing nach Mühldorf, TSV 1860 - Darmstadt, Pressevorführungen „Calvary – Am Sonntag bist du tot“, „Hin & weg“, „A most wanted man“, „The riot club“, „Das Verschwinden der Eleanor Rigby“, „Maze runner“, „Ein Sommer in der Provence“ und „Das blaue Zimmer“


Montag, 18. August 2014

Wochenplan

Gäubodenvolksfest, Richtfest „Morso“, ♥ Sommerfest, „Nachtblende“ / Galerie der Künstler, Lounge in the city – After-work-Party der CSU / P1, Vernissage Allsympathien II / Milchraum, Sigi Sommerfest / Rindermarkt, Palais Sommerfest Open Air @ MMA, Pressevorführungen „Ein Schotte macht noch keinen Sommer“, „Hirngespinster“, „The Rover“, „The Zero Theorem“ und „Achtzehn“


Freitag, 15. August 2014

Being Spike (3)



Donnerstag, 14. August 2014

Ästhetik gegen Durststrecke – Der Kleinverlag des Münchner Newcomers Dorin Popa (1985)

Zwar kann ich mich gut erinnern, in den achtziger Jahren schöne Abende mit Olaf Kracht und seiner reizenden Freundin (Frau?) im Park-Café verbracht zu haben. Aber ich hatte völlig verdrängt, daß wir uns wohl überhaupt nur kennengelernt haben, weil er dieses Porträt über mich für den „Münchner Merkur“ vom 5./6. Juni 1985 geschrieben hat. Ein paar offensichtliche Rechtschreibfehler habe ich korrigiert. 

Die Zeit, da die „no-future“-, „Null-Bock“- und Aussteiger-Generation Leitartikler wie Stammtischrunden gleichermaßen beschäftigte, scheint endgültig vorüber. In Film, Fernsehen, Mode, Musik, auf dem Dienstleistungsbereich, natürlich im Computergeschäft drängen nun Anfang-Zwanzigjährige nach oben, beweisen Innovationskraft, Einfallsreichtum, Talent und Selbstbewußtsein. Dorin Popa, Münchner rumänischer Abstammung, wagt sich gar auf ein Terrain, das vielen wohl nur im westamerikanischen Stil bekannt sein dürfte: Zigarrenqualm, schwere Schreibtische, mürrische Gesichter, die hoffnungsfrohen Neu-Schriftstellern Absagen erteilen – Verlegerarbeit à la Hollywood.

Dorin Popas Wirklichkeit sieht anders aus, sein „Popa-Verlag“ fordert harte Arbeit. Wie kam er dazu? „Hauptsächlich ist das familiär angelegt, denke ich. Ich bin in einer Familie von Schriftstellern und Journalisten aufgewachsen, wo der Umgang mit dem Buch, mit dem Wort, mit Kultur überhaupt sehr selbstverständlich war“. So existiere bei ihm kein flaues Gefühl oder gar Ehrfurcht vor „großer Kultur“, erklärt der hochgewachsene Newcomer, sondern sei das Schreiben, Bücher zu machen oder zu verlegen für ihn Arbeit wie jede andere auch.

Selbstredend folgte während der Schulzeit dann die Umsetzung dieser Philosophie. Dorin Popas Mitarbeit an Schülerzeitungen ging erfolgversprechend an, bis sich eines Tages die „Zensur“ regte. „Als sie meinen Artikel nicht abdrucken wollten, gründete ich eine eigene Zeitung und verkaufte die eben vor der Schule.“ Jede Ausgabe hatte einen anderen Titel und brachte ihm erste Erfahrungen in Lay-Out-Fragen, mit Anzeigen-Kunden, Druck und Druckvorlagen.

Sein in vielen Schulen, Boutiquen, Kneipen und auf Konzerten im Raum München vertriebenes Lyrik-Blatt „Die Provinz“ und die später folgende feuilletonistische Jugendzeitschrift „Outonom“ (mit immerhin 2.000 Exemplaren Auflage) waren die nächsten Fingerübungen, bis er vom „Münchner Buchmagazin“ abgeworben wurde.

„Das war eigentlich die wichtigste Station. Ein Jahr über Bücher und Verlage zu schreiben, brachte mich sehr viel weiter. Ich konnte dort Verbindungen knüpfen, die auch heute noch sehr hilfreich sind.“ War er beim Buchmagazin und dem im gleichen Verlag erscheinendem „Stadtbuch für München“ noch ehrenamtlich tätig, so brachte seine freie Mitarbeit bei verschiedenen Zeitungen die ersten Honorare. „Irgendwann stieß ich auf Bücher, von denen ich meinte, es müsse sie auf Deutsch geben. So kam ich auf die Idee, einen eigenen Verlag zu gründen.“

Gute Kontakte nach Frankreich – Dorin Popa spricht französisch, rumänisch und deutsch fließend – kamen ihm nun zugute. „Während eines meiner jährlichen Besuche dort erlebte ich einen regelrechten Boom der Brontë-Werke mit. Plötzlich gab es in Frankreich Hörspiele, Filme über sie und Neuausgaben ihrer Gedichte.“ Die Naturlyrik Emily Brontës auch deutschsprachigen Interessenten zugänglich zu machen, wurde sein erstes Verlagsprojekt. Doch sollte es noch zwei Jahre dauern, bis er genügend Geld, Kontakte und das juristische Gerüst für seinen Plan zusammen hatte.

Flexible Arbeitsmöglichkeiten stehen auf seiner Wunschliste obenan und selbst jetzt, als „Vorstand“ im eigenen „Verlagshaus“ sieht er sich nicht allzu festgelegt. Allerdings kostet ihn sein Unternehmen „zuviel Zeit“. Denn außer einer Mitarbeiterin, die sich um Organisatorisches, sprich Buchhaltung kümmert, ist er sein einziger Angestellter. Von der Bearbeitung neuer Textprojekte, über Graphiken, Drucküberwachung, Vertrieb, Werbung und Pressebetreuung – alles läuft durch seine Hände. „Das ist ein großes Problem, denn die 20.000 Mark, die ich zu Beginn, investierte, waren natürlich schnell verbraucht. Ich hatte keine Zeit zu schreiben, mußte Kredite aufnehmen. Sie halten sich zwar in überschaubarem Rahmen, doch jetzt kommt es darauf an, die Durststrecke zu überwinden. Erst dann kann ich an eigene Räumlichkeiten denken.“

Mit ihnen wäre dann auch eine Arbeitsteilung mit verschiedenen Mitarbeitern möglich. Momentan jedoch lagert ein Teil seiner Bücher und Dokumente noch in Berlin – der zweiten Wahlheimat –, ein weiterer in der Münchner Wohnung der Mutter. Koordination ist so recht schwierig. Aber der Jungunternehmer gibt sich gelassen, die Umsätze steigen und verkaufsfördernde Ideen scheinen ihm auch nicht auszugehen – ein Brontë-Filmfestival etwa, mit dem Dorin Popa in allen Universitäts-Städten Deutschlands gastieren möchte. Auch die professionelle Gestaltung seines Gesamtprogramms und die einzelner Werke scheint den Aufwärtstrend zu unterstützen.

Entschieden anfangs Vorlieben, so ruht das Popa-Programm inzwischen klar auf vier Säulen. Da sind zunächste die Erstausgaben ausländischer Klassiker, wie etwa die der Brontë, die immer zweisprachig erscheinen.

Mit „moderner französischer Belletristik“ umschreibt Dorin Popa das zweite Gebiet. Hierzu gehört auch Valérie Valères „Weißer Wahn“, das Sorgenkind des Verlages: vollständig gesetzt, scheitert der Druck nur am fehlenden Geld. Serge Gainsbourg „Evguénie Sokolov“, eine „diabolische Erzählung über den Kulturbetrieb“, soll zum Jahresende erscheinen und Pierre Boulles „Falkland-Wal“ bringt schon jetzt Nebeneinnahmen anderer Art: „Reader's Digest“ kaufte Abdrucksrechte für eine Kurzfassung. Ebenfalls zum Jahreswechsel hat er Eugène Ionescos „Anti-Biographie zur Entmystifikation Victor Hugos“ angekündigt.

 „Lifestyle-Bücher“ bilden die dritte Gruppe. Dorin Popa versteht darunter eher „lustvolle“ Bücher, teure Bildbände. Exemplarisch für diese Sparte, das Paradepferd des Verlages, „Quintessenz“. Eine Hochglanz-Abhandlung in Wort und makellosen Schwarz-Weiß-Photographien über ästhetische „Nebensächlichkeiten“ des Lebens.

Filmbücher sollen das Gesamtprogramm abrunden. In Arbeit ist momentan ein Foto-Interview-Band, „Die Töchter der Duse“, für den die bekannte Münchner Fotografin Isolde Ohlbaum die Bildarbeit leistete.

„Durch 'Quintessenz' ist meine Kunden-Kartei sehr gewachsen. Ich muß darauf achten, die Kundschaft aufzubauen, sie nicht zu enttäuschen. Man kann es sich nicht leisten, ein Kramladen zu sein, der alles macht, sondern muß eher ein Projekt ablehnen, was nicht hineinpaßt.“


Fundsachen (21): Radio Free Europe 1964

Urkunde meines Vaters Ion „Iani“ Popa aka Ion Măgureanu für die ersten zehn Jahre bei Radio Free Europe.


Fundsachen (20): Popa Verlag im Schumann's



Sonntag, 10. August 2014

Wochenplan

Gäubodenvolksfest, Dachauer Volksfest, Löwen-Fußballschule, Pressescreening „The Knick“ / Astor Cinema Lounge, Candelilla (Foto) / Theatron, Seefest Bad Wiessee, Sommerfest / La Villa, Pressevorführungen „Storm Hunters“, „The Expendables 3“,  „Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit“, „Besser als nix“, „Nightcrawler“ und „When animals dream“


Mittwoch, 6. August 2014

Fundsachen (19): Carte de Presse 1955



Sonntag, 3. August 2014

Wochenplan

Kunst & Juwelen – PNK Festspiel-Cocktail: Haute Couture Schmuck von PNK Jewels sowie Fotoausstellung von Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein und Werke von Andy Warhol und TOMAK / Galerie Rudolf Budja Salzburg, Bürgerfest auf der großen Flaucherwiese anläßlich des 175-jährigen Bestehens der Flaucheranlagen, TSV 1860 - RB Leipzig, Luna Party / Blue Spa Bayerischer Hof, Premium & Pool Terrace Party / Brenner,  Pressevorführungen „Hercules“, „Doktorspiele“, „Planes 2“, „Diplomatie“, „Das große Museum“, „Hüter der Erinnerung“ und „Ohne Dich“


Themen im August

Vor sechzig Jahren, im August 1954 wird zum ersten Mal ein „Guinness Buch der Rekorde“ als Werbegeschenk in einer Auflage von 1.000 Exemplaren verschenkt. Ein Jahr später, am 27. August 1955, folgt die erste regulär verlegte Ausgabe.

1.
350 Jahre Schloss Nymphenburg – am 1. und 2. August gibt es dazu dort Jubiläumskonzerte unter freiem Himmel im Orangerietrakt.

2.
„Die große Grillshow“ mit Johann Lafer, Horst Lichter und Mirjam Weichselbraun im ZDF.

5.
Patti Smith bis 12. August auf Deutschland-Tour (Stuttgart, Mainz, München).
Start von „Masters of Sex“ mit Michael Sheen und Lizzy Caplan auf ZDFneo. Die wahre Geschichte von Dr. William Masters und Virginia Johnson, den Pionieren der Wissenschaft um die menschliche Sexualität.

6.
Kunst & Juwelen – PNK Festspiel-Cocktail: Haute Couture Schmuck von PNK Jewels sowie Fotoausstellung von Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein und Werke von Andy Warhol und TOMAK in der Salzburger Galerie Rudolf Budja.

7.
„Planet der Affen – Revolution“ mit Gary Oldman und Keri Russell.
„Ein Augenblick Liebe“ mit Sophie Marceau und François Cluzet.

8.
„Silicon Wahnsinn: Wie ich mal mit Schatzi nach Kalifornien auswanderte“ von Katja Keßler.
„Die Nacht ist Leben“, die Autobiographie des Berghain-Türstehers Sven Marquardt.
Gäubodenfest (mit 1,3 Millionen Besuchern Bayerns zweitgrößtes Volksfest) bis 18. August in Straubing.
Bis 31. August Edinburgh International Festival, unter anderem mit Kronos Quartet, Ute Lemper, Luk Perceval, Pina Bausch und Heiner Goebbels.

9.
Bürgerfest zum 175-jährigen Bestehen der Flaucheranlagen in München.
Marilyn Manson auf dem M’era Luna Festival in Hildesheim (9./10.8.).
Start von Steven Soderberghs „The Knick“ mit Clive Owen auf Sky Deutschland.

11.
„Von Erholung war nie die Rede“, der neue Roman von Andrea Sawatzki.
„Die Würde ist antastbar“, Essays zur Justiz, über die Literatur oder das Rauchen, von Ferdinand von Schirach.

12.
Der neue Roman von Benjamin Lebert: „Mitternachtsweg“.
70. Jahrestag des Massakers im toskanischen Sant'Anna di Stazzema, bei dem Soldaten der SS mindestens 560 Menschen, größtenteils Frauen, Kinder und Alte, ermordeten.

13.
„Außer mir“, neuer Gedichtband von Albert Ostermaier.
 „Winnetou, Abel und ich“ von Josef Winkler.
Der neue Roman von Isabel Allende, „Amandas Suche“.

14. 
„Saphirblau“ mit Veronica Ferres, Josefine Preuß, Kostja Ullmann und Rüdiger Vogler.
„Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“ mit Rosamund Pike, Toni Collette, Jean Reno, Christopher Plummer, Veronica Ferres und Simon Pegg.
„Jimmy’s Hall“ von Ken Loach.
Dave Eggers‘ „The Circle“ erscheint auf deutsch.
„Dido Elizabeth Belle“ mit Miranda Richardson.
„Lucy“ mit Scarlett Johansson und Morgan Freeman.
„Night Moves“ mit Jesse Eisenberg, Dakota Fanning und Peter Sarsgaard.

15.
„Meine Rezepte für Gesundheit und gutes Aussehen“ von Gwyneth Paltrow auf deutsch.
 „Promi Big Brother” mit Claudia Effenberg, Michael Wendler, Hubert Kah u.a. auf Sat.1.
Seefest Bad Wiessee.

18.
„Ich pfeife auf den Tod! Wie mich der Fußball fast das Leben kostete“ von Babak Rafati.

19.
Europäische Sommeruniversität von attac bis 23. August in Paris.
Die neue Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ dienstags bei VOX, mit Vural Öger, Judith Williams, Jochen Schweizer, Frank Thelen und Lencke Wischhusen als Mentoren und Investoren junger Firmengründer.

21.
St. Moritz Art Masters bis 31. August. Unter anderem mit Werken von Julian Schnabel, Philipp Keel, Martin Kippenberger sowie dem Länderfokus Indien.
„Besser als nix“ mit Wotan Wilke Möhring, Nicolette Krebitz, Clemens Schick und Hannelore Elsner.
„The Expendables 3“ mit Sylvester Stallone, Jason Statham, Harrison Ford, Jet Li, Antonio Banderas, Wesley Snipes, Mel Gibson und Arnold Schwarzenegger.
„Madame Mallory und der Duft von Curry – The Hundred-Foot Journey“ von Lasse Hallström mit Helen Mirren. (Rüdiger Stark hat Mirren interviewt.)
Der Dokumentarfilm „Rheingold - Gesichter eines Flusses“.

22.
„Rembrandt – Tizian – Bellotto: Geist und Glanz der Dresdner Gemäldegalerie“ – Ausstellung bis 23.11. in der HypoKunsthalle.

23.
„Geschwister – Die längste Beziehung des Lebens“ von Susann Sitzler, Schwerpunkttitel bei Klett-Cotta.
100. Geburtstag von Sigi Sommer („Blasius, der Spaziergänger“).

24.
Konzert des West-Eastern Divan Orchestra unter der Leitung von Daniel Barenboim in der Berliner Waldbühne.
Münchner „Polizeiruf 110: Morgengrauen“ mit Matthias Brandt, Sandra Hüller, Axel Milberg und Andreas Lust im Ersten.

26.
Bastian Pastewka ist mit der neuen, 7. Staffel von „Pastewka“ bis 4.9. auf Kinotour. Am 5. September startet sie auf Sat.1.
Kate Bush gibt bis 1. Oktober 22 Konzerte im Londoner Apollo. Großes Comeback. Ihre letzten Konzerte waren Ende der Siebziger Jahre.

27.
Film-Biennale von Venedig bis 6. September.
Diogenes und Steidl veröffentlichen das Gesamtwerk des Fotografen und Mitbegründers der Agentur Magnum Rene Burri in einer exklusiven Edition.
Der Bildband „Maigrets Frankreich“ erscheint, mit Retrobildern von Brassaï, Eugène Atget, Cartier-Bresson, Willy Ronis, Robert Doisneau, Edouard Boubat aus dem Paris und der Côte d’Azur der dreißiger und vierziger Jahre.
Der neue Roman von Bernhard Schlink, „Die Frau auf der Treppe“.
Birgit Schrowanges Lebenshilfebuch „Es darf gern ein bisschen mehr sein!“ inklusive einer CD mit drei Liedern.
 „Den Teufel im Leib - Affekt und Bewegung in der italienischen Grafik des 16. Jahrhunderts“ bis 23. November in der Kunsthalle Bremen.
„Hure spielen – Die Arbeit der Sexarbeit“ von Melissa G. Grant erscheint auf deutsch.

28.
„Doktorspiele“ mit Oliver Korittke.
„Guardians of the Galaxy“ mit Benicio del Toro, Glenn Close und Vin Diesel.
„Diplomatie“ von Volker Schlöndorff mit André Dussolier, Niels Arestrup, Burghart Klaußner und Robert Stadlober.
„Wolfskinder“ mit Jördis Triebel und Jürgen Vogel.
„Can a song save your life?“ mit Keira Knightley, Mark Ruffalo und Catherine Keener.

31.
Landtagswahl in Sachsen.


Sonntag, 27. Juli 2014

Wochenplan

Vernissagen Michael Gramm: „Beauté Cachée“ / A.P.R. und „Macht“ / wals.gallery, Seefest Tegernsee, Sommerfest / Salong, „Paris im Film“ u.a. mit Bernardo Bertoluccis „The Dreamers“ / Filmmuseum, „Terrortimes, Terrorscapes? Temporal, Spatial and Memory Continuities of War and Genocide in 20th Century Europe“ / Akademie für politische Bildung Tutzing, Pressevorführungen „Jersey Boys“, „Jimmy's Hall“, „A Most Wanted Man“, „Der 7te Zwerg“ und „Lucy“


Petit Déjeuner Musical (103): Edith Crash

Messieursdames, Edith Crash!






Sonntag, 20. Juli 2014

Wochenplan

„Dialog digitale Zukunft: Klassik und/oder Jugend – der BR im Widerspruch der Erwartungen von Hörern, Politik und Wirtschaft“. Podiumsdiskussion mit Ulrich Wilhelm, Erwin Huber und Udo Hahn / Hanns-Seidel-Stiftung, Pressekonferenz „Menschliches, Allzu Menschliches – Die neue Sachlichkeit im Lenbachhaus“ / Lenbachhaus, Vernissagen Ray Moore and Florian Pawlak: „I am the Flow, the Groove and the Present“ / Unexposed, Torpedo – der letzte Tritt, Benedikt Dichgans & Philipp Engelhardt: [TRANS]PRODUKTION / Super+ Centercourt und Dan Flavin: „Untitled (For Ksenija)“ / Kunstbau, River Doctors im Irrawaddy Delta / Roncallihaus Tutzing, „Mein Stolperstein ist für...“ – Podiumsdiskussion mit Amelie Fried, Doris Dörrie u.a. / Jüdisches Museum, Land of Milk & Honey – P1 Sommerfest, DeMo14 – Kollektionsmodenschauen der Deutschen Meisterschule für Mode / Postgaragen, Pressetermin am Set von „Luis Trenker – Der schmale Grat der Wahrheit“ / Musikhochschule, Dernière von „Franziska“ / Kammerspiele, Beschluß oder Urteilsverkündung im Prozeß Helmut Kirmaier ./. TSV 1860 / Landgericht München, Breaking Bass Semesterparty / HFF, Löwen-Fanfest / TSV 1860, Pressevorführungen „Wie in alten Zeiten“, „Jack“, „Mr. Turner – Meister des Lichts“, „Calvary – Am Sonntag bist du tot“, „Amma & Appa“, „Maps to the stars“ und „Die Biene Maja“


Dienstag, 15. Juli 2014

Feine erste Sätze (14)

„Das Theater, einst vielleicht eine moralische, nie aber eine demokratische Anstalt, hat noch einen Zug ins Feudalistische.“

Helmut Schödel in seinem Nachruf auf Gert Voss in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 15. Juli 2014


Sonntag, 13. Juli 2014

Wochenplan

LUNAparty / Terrasse des Bayerischen Hof, Seefest Rottach-Egern, „Paris in Film“ u.a. mit „Les quatre cents coups“, „À bout de souffle“, „Zazie dans le métro“, „Belle de jour“, „Le Samourai“ und „Playtime“ / Filmmuseum, Vernissagen „The Good Cause: Architecture of Peace – Divided Cities“ / Architekturmuseum in der Pinakothek der Moderne und Richard Avedon / Museum Brandhorst, Nacht der Gastronomen / P1, Filmvorführung „Alles was wir wollen – Anfang 30. Mitten im Leben. Immer auf Anfang“ und Podiumsdiskussion mit Beatrice Möller, Natascha Kohnen und Julia Fritzsche / Atelier, Sommerfest Stuck-Villa, Sommerfest der Piraten, The Munich Rolling Rebels vs. Meatgrinders Rollergirls Bremen / Städtische Sporthalle Eversbuschstraße, Oben ohne mit Bilderbuch u.a. / Königsplatz, Kocherlball, Sommerfest im Volkstheater, „Monty Python Live (mostly)“ / Cinema, Pressevorführungen „Shirley“, „Gemma Bovery“, „Kofelgschroa“, „Der kleine Nick macht Ferien“ und „5 Zimmer, Küche, Sarg“


Freitag, 11. Juli 2014

Blue Glow (19)



Sonntag, 6. Juli 2014

Wochenplan

Buchpräsentation von Jessica Kastrop und Peter „Bulo“ Böhling / Nipponoodles, „Clausewitz twittert jetzt“ – Expertentagung mit Thomas Wiegold, Sascha Stoltenow, Natascha Zowislo-Grunewald, Carlo Masala, Julia Bartz, Julia Weigelt u.a. / Hanns-Seidel-Stiftung, Talk @ TUM mit Peter Schaar zu „Technik, Recht und Überwachung“ / Garching, Vernissagen „Krieg! Juden zwischen den Fronten 1914-1918“ / Jüdisches Museum, Ruth Gurvich: Poesie in Porzellan / Porzellan Manufaktur Nymphenburg, Frank De Mulder & Johannes Weinsheimer: „Sex and the City“ / ArtConsult und Jahresausstellung 2014 der Akademie der Bildenden Künste,  „Kampfplatz Paris“ – Filmreihe mit „Sous les toits de Paris“, „Hôtel du Nord“, „Ninotchka“, „An American in Paris“ und anderen Filmen / Filmmuseum, „Die Bohème im Isartal“ – Vortrag von Dorle Gribl / Hollerhaus IrschenhausenMagdalenenfest / Hirschgarten, Pressevorführungen „Planet der Affen – Revolution“, „Transformers – Ära des Untergangs“, „Song from the forest“, „Madame Mallory und der Duft von Curry“, „Faith Connections“, „Saphirblau“, „Ein Sommer in der Provence“ und „Praia do futuro“


Mittwoch, 2. Juli 2014

Die neue Abendzeitung – local first (Updates)

Heute ist die erste reguläre „Abendzeitung“ der Ära Balle erschienen, und bei allem Mißtrauen und aller Häme Dritter gegenüber dem neuen Verleger werde ich nicht müde, festzustellen, daß ohne das Engagement und vor allem Geld des eigenwilligen Verlegers das Blatt endgültig Altpapier geworden wäre und nur noch online weitergelebt hätte. Wenn man das ein Leben nennen will. Es gab keine Alternative, und die Forderung einiger Kollegen, das Blatt lieber sterben zu lassen als so weiterzuführen, spiegelt nur die weltfremden Gedankenspielereien jener wieder, die zu viel Zeit im Netz verbringen.
Die AZ ist handlicher geworden. Tablet statt Desktop. Dem Wechsel zum Berliner Format folgte im Innenleben eine Neuordnung der Ressorts, die auch die neue Hierachie abbildet: Mit der Übernahme der Chefredaktion durch den bisherigen Lokalchef Michael Schilling und dem Aufstieg seiner Stellvertreter Timo Lokoschat und Thomas Müller zu stellvertretenden Chefredakteuren steigt auch ihr Ressort auf. Der Lokalteil nimmt das erste Zeitungsbuch vollständig ein. Verantwortet wird der Lokalteil vorerst weiter von Schilling und Lokoschat.
Die Politik wandert mit dem Wirtschaftsteil ins zweite Buch. Schilling verspricht dem Aktuellen aus Bayern und der Welt „ab sofort mehr Platz“, schreibt aber im nächsten Satz: „auf zwei Seiten mindestens.“ Das war früher nicht unbedingt weniger. Am schwersten wiegt aber der Verlust von Angela Böhm, die erst unlängst für ihre investigativen Recherchen mit dem Wächterpreis der Tagespresse ausgezeichnet worden ist. Die CSU wird sich freuen, für die Zeitung ist das ein großer Verlust. Updates: Neben der zweidreiköpfigen Politikredaktion (davon eine halbe CVD-Stelle) sind auch die Rathaus-Reporter nicht mehr dabei, da sie bereits vorher anderweitige Angebote angenommen haben sollen. Sie werden ersetzt.
Kultur und Boulevard bleiben erhalten, ebenso schreiben Michael Graeter und Kimberly Hoppe weiter über das, was München zu München macht. Ponkie fehlt in den aktuellen Ausgaben, da sie Urlaub macht, aber die Redaktion hofft, sie halten zu können. Feuilletonchef bleibt Volker Isfort. Adrian Prechtel, Christa Sigg, Robert Braunmüller, Michael Stadler und Arno Frank Eser unterstützen ihn.
Im Sport gab es die größen Umbrüche. Das Ressort wurde praktisch aufgelöst, aber immerhin schreibt Patrick Strasser weiter über den FC Bayern. Was den TSV 1860 betrifft, fürchtet dagegen der kritische AZ-Beobachter Thomas Mrazek, daß hier nurmehr Agenturmaterial veröffentlicht werden wird. Aus der Redaktion hört man dagegen, daß, sobald der WM-Stress überstanden ist, auch die Löwen mit exlusiven Geschichten abgebildet werden sollen.
Wenn auch wohl mit Zeitverzögerung. Aufgrund des neuen Druckortes Straubing sind Redaktionsschluß und Andruck deutlich früher. Die erste Ausgabe der Abendzeitung am Vorabend entfällt ganz und in der regulären Ausgabe wird man abendliche Sportergebnisse oder Red-Carpet-Events erst am übernächsten Tag finden.
Die auffälligste Veränderung ist außerhalb des Blattes wahrzunehmen. Auf Twitter und Facebook geht man transparent mit technischen Problemen um und thematisiert offensiv den Kampf mit dem neuen Redaktionssystem, das noch für Schriftenwirrwarr und Layoutsünden sorgt. Mit Namen geizt man dagegen bei der AZ-Chefredaktion ein bißchen, da noch nicht alle Verträge ausverhandelt sind. Aber der heutigen Ausgabe läßt sich zumindest entnehmen, daß in der Lokalredaktion Lea Kramer, Myriam Siegert, Anne Hund, Irene Kleber und John Schneider werkeln. Bestätigt wurden mir außerdem Christian Pfaffinger, Laura Kaufmann, Florian Zick (Szene/Rathaus), Christoph Landsgesell sowie die Polizeireporter Nina Job und Ralph Hub
(Update: Laura Kaufmann ist vorerst in der Transfergesellschaft und unterstützt die Redaktion als freie Mitarbeiterin. Auch einige andere der hier genannten sind Freie und keine Redakteure.)
Natalie Kettinger löst als Chefreporterin Matthias Maus ab. Den Online-Auftritt verantworten Stephan Kabosch und Lutz Kuppinger.
Und last but not least: Herr Hirnbeiß bleibt uns erhalten! 

Update vom 10. Juli 2014: „Wie im amerikanischen Spielfilm saß ich da mit der Rechenmaschine. Dann haben Mitarbeiter mir ihr bisheriges Bruttogehalt genannt. Ich habe 85 Prozent eingegeben als Verhandlungsbasis, und in der Regel sind wir drüber gelandet, bei neunzig, 95, teilweise hundert Prozent. Wer in München lebt, muss mindestens 40.000 Euro im Jahr verdienen, sonst geht es gar nicht.“ Interview mit dem Verleger Martin Balle in der F.A.Z.