Nice Bastard Blog
Disorderly conduct in Munich
Dienstag, 15. September 2026
Pop-Kunst für Kunst-Pop: Les Rita Mitsouko illustrés
Erinnerungen an meinen Vater (48) und die Frage: War er Links- oder Rechtshänder?
Ausgerechnet in der Berliner Wilhelmstraße, von der mein Vater oft erzählt hat, bin ich am Sonntag auf die Fresse geflogen. Am Bürgersteig ragte der kurze Rest eines Schilderpfostens aus dem Boden, den ich übersah, darüber stolperte und der Länge nach hinfiel. Ich stützte mich dann unglücklich mit der rechten Hand ab, doch glücklicherweise brach oder riss ich mir nichts. Selbst meine Hose blieb, in Unterschied zu früheren Stürzen, an den Knien heil.
Doch mit der geprellten Rechten tue ich mich schwer, Brot zu schneiden. Und da glimmte plötzlich ein Detail in meiner Erinnerung auf: Ich würde es nicht beschwören, aber ich meine, mich vage erinnern zu können, dass mein Vater als Linkshänder geboren worden war. Erst in der Schule erzog man ihn, wie es damals Sitte war, zum Rechtshänder um.
Auf Fotos hält er seine Zigarette meist mit der Linken, aber auch mal mit der Rechten. Auf anderen Fotos hält er zwar seinen Kuli mit der Rechten, aber wohl weil er mit der Linken raucht.
Montag, 14. September 2026
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Donnerstag, 10. September 2026
Polizei nimmt Drohung gegen Charlotte Knobloch sehr ernst
Mir hatte eine Polizeisprecherin am Donnerstagabend auf Anfrage mitgeteilt, dass das Graffito im Englischen Garten „vorgestern“, also bereits am Dienstag, entdeckt und am übernächsten Tag, also Donnerstag, beseitigt worden sei.
Die „Abendzeitung“ behauptet nun, das Graffito sei erst am Donnerstag, am Tag der abgesagten Veranstaltung, von einer Zeugin gefunden worden.
Montag, 7. September 2026
Wochenplan (Updates)
Dienstag, 1. September 2026
Stühlerücken in der Landeshauptstadt: die Bezirksinspektion Mitte und das Mobilitätsreferat schlüpfen bei der Stadtbaurätin unter
Klötzchen wie sie die Modellwerkstätte des Referats für Stadtplanung und Bauordnung im Erdgeschoss des Dienstgebäudes an der Blumenstraße 28b/31 gern bastelt. An der Fassade im Innenhof die überdimensionierte Uhr, dahinter die Stadt im Miniaturformat in ihren Zeitläuften.
In dem Gebäudekomplex wird es künftig deutlich enger zugehen. Denn mit den schwindenden Finanzen der Landeshauptstadt wandeln sich auch die Umzugsusancen. Man spart, indem man zusammenrückt und angemietete Büroflächen aufgibt. Das Mobilitätsreferat und die Bezirksinspektion Mitte ziehen künftig ein in die bisher ausschließlich vom Team der Stadtbaurätin Elisabeth Merk genutzten Räumlichkeiten. Städtebaulich könnte man das Nachverdichtung nennen, nur dass nicht etwa im Innenhof neu gebaut oder auf dem Dach aufgestockt wird, sondern in der bestehenden Baumasse die städtischen Angestellten und Beamte einfach etwas enger zusammenrücken und Desksharing leben dürfen.
Nun ist der Wechsel des Mobilitätsreferats aus dem fünfjährigen Provisorium in der Implerstraße nicht unbedingt eine Verschlechterung. So großspurig Implerhöfe klingen, ist dem schmutzig-weißen Verwaltungsriegel zwischen Aldi-Filiale, Parkplatz und Jacques' Wein-Depot zumindest von außen eine Mischung aus Ennui und Tristesse nicht abzusprechen. Den rund 300 Beschäftigten des Mobilitätsreferats standen dort rund 7.600 Quadratmeter zur VerfügungDie Bezirksinspektion Mitte des Kreisverwaltungsreferats mit ihren ca. 45 Beschäftigten gibt ihrerseits rund 1300 Quadratmeter im Tal 31 auf.
„Zur Entlastung des städtischen Haushalts sollen die angemieteten Standorte Implerstraße 7-9 und Tal 31 dauerhaft aufgegeben werden“, erklärte mir das Kommunalreferat auf Anfrage. „Im Rahmen der nichtöffentlichen Sitzungsvorlage »Verwaltungsstandorte der Landeshauptstadt München – Flächenoptimierung und Anpassung der Standortstrategie« wird dem Kommunalausschuss am 29.10.26 u.a. die Aufgabe der beiden Standorte zur Entscheidung vorgelegt. Sofern der Stadtrat der Aufgabe der beiden Standorte zustimmt, erfolgt die weitere Umzugsplanung.“Montag, 31. August 2026
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(Foto: Lotta Kilian/Jünglinge-Film/Plaion Pictures)
Donnerstag, 27. August 2026
Und die Augenbrauen tanzen Rumba: Dominique Horwitz singt Brel
Dieser Artikel erschien unter meinem Pseudonym Fredi Hallenberger in der „Berliner Morgenpost“ vom 4. Oktober 1998. Am 28. und 29. November 2026 tritt Dominique Horwitz mit einem gleichnamigen Programm wieder in der Berliner Bar jeder Vernunft auf. Nur dass ihn diesmal kein Quintett, sondern nur der Pianist Andreas Reukauf begleitet.
(Foto: Barbara Braun/Bar jeder Vernunft)
Mittwoch, 26. August 2026
Feine erste Sätze (76)
„Die Geschichte begann als Märchen, verwandelte sich in eine Farce und eskalierte zur Tragödie.“
Sebastian Herrmann in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 22./23. August 2026 über den Tod des Cambridge-Professors Jason Arday.
Montag, 24. August 2026
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Donnerstag, 20. August 2026
Der Hans und ich: die Rentner-Gang von morgen
Kennengelernt habe ich den Hans im Venezia an der Leopoldstraße über einen gemeinsamen Bekannten. Dann trafen wir zufällig auf der Tanzfläche im P1 wieder aufeinander – und er lieh mir, ohne dass wir uns sonderlich gut kannten, spontan einen Fuffi. München in den 1980er-Jahren eben.
Er zog dann nach Berlin, um dort für Maredo zu arbeiten. Ich war in der Zeit mit einer Berlinerin liiert, die in München studierte und nach dem Mauerfall unbedingt zurück nach Berlin wollte. Also folgte ich ihr.
So landeten Hans und ich nahezu gleichzeitig in einem wiedervereinigten Berlin und freundeten uns dort erst wirklich an. Über ihn lernte ich Britt Kanja, die Love Parade und das 90° kennen. Wir gaben ein paar wilde Partys in seiner Wohnung. Die 1990er-Jahre waren in Berlin eine aufregende wie einmalige Zeit.
Und selbst als ich die Stadt 1999 verließ, hielt der Kontakt noch einige Zeit. Ich blieb vorübergehend in der Hauptstadt mit einer Belarussin verbandelt und kam öfters übers Wochenende. Hans wiederum besuchte mich in Strasbourg und las später wiederholt in München in meiner Pop-up-Buchhandlung 100 Tage Bücher, bis wir uns dann irgendwann doch eher aus den Augen verloren.
Nun erreichen wir beide in einem Jahr das Rentenalter – und Hans nutzt die Gelegenheit, um in den kommenden Wochen und Monaten über seinen beruflichen Werdegang zu bloggen. Ich werde es mit Vergnügen lesen.


















