Dienstag, 9. Dezember 2025

Münchner Bars, Boazn, Cafés, Kneipen und Restaurants zwischen den Jahren

Eggnogg und Vanillekipferl im Jaded Monkey oder ein letztes Augustiner im Schelling-Salon, bevor der neue Pächter anfängt? Klingt verlockend, ist aber nicht so einfach, denn gegen Jahresende sperren viele Münchner Gastros zu. 

Daher same procedure as every year – und hier in meinem Blog seit nunmehr 2008 Jahr für Jahr Tradition: Eine Übersicht, welche Wirt*innen zwischen den Jahren auf- oder vielmehr zusperren. Fast ganz München scheint die Koffein- und Alkoholjunkies auf kalten Entzug setzen zu wollen. 

 Liegt's nur daran, daß die studentischen Servicekräfte daheim bei Mami Weihnachten feiern, oder gibt es zwischen Heiligabend und Dreikönigstag tatsächlich zu wenig Gäste, als daß es sich für Wirt*innen lohnte, aufzusperren? Immerhin haben wir so Gelegenheit, rund um Silvester aus der Routine auszubrechen und auch mal neue Lokale auszuprobieren. 

(Die Liste wird laufend aktualisiert! Vorschläge und ergänzende Informationen sind willkommen.)
  • Bufet Heiligabend ab 18 Uhr geöffnet. Silvester geschlossen.
  • Jaded Monkey Vom 24. Dezember bis 6. Januar geschlossen.
  • Café Kosmos Heiligabend geschlossen. Am 1. Weihnachtsfeiertag ab 18 Uhr geöffnet, am 2. Weihnachtsfeiertag ab 14 Uhr. Silvester geschlossen. Neujahr ab 18 Uhr geöffnet.
  • Mari Vom 22. Dezember bis 2. Januar geschlossen.
  • Schelling-Salon Vom 21. Dezember bis 6. Januar geschlossen.

Montag, 8. Dezember 2025

Wochenplan (Updates)

Carla Ahad / Milla; Vernissagen „Thomas Mann – In der Brandlandschaft der Demokratie“ / Immatrikulationshalle der Technischen Universität, „Sweeter than Honey. Ein Panorama der Written Art“ / Pinakothek der Moderne und Debütant*innen / Kunstverein; Jüdische Filmtage: Laura Bialis' „Vishniac“ (Foto) / Jüdisches Gemeindezentrum; Talk im Kopfbau mit Wolfgang Krach, Frieder Graffe, Claudia Büttner, Georg Kronawitter, Theresa Höpfl, Ramazan Varisli & Brigitte Sowa: „25 Jahre Messestadt“ / Kopfbau & Livestream; Staatsehrenpreis für das bayerische Bäckerhandwerk / Residenz; „Vom Leben des Geistes“ – Thomas Meyer über Hannah Arendt / Einstein 28; Verleihung der städtischen Literaturstipendien und des Leonhard-und-Ida Wolf-Gedächtnispreises für Literatur / Literaturhaus; „Tata – Vater“ / Monopol; „Wie gelingt Parität in der Kommunalpolitik? Drei Bürgermeisterinnen im Gespräch“ – Podiumsdiskussion mit Kathrin Alte, Barbara Bogner, Verena Dietl & Barbara Streidl / Künstlerhaus; Greta / Orange House; Molly Nilsson / Zirka; Pressekonferenz von Broke Today zu „Das neue Dings“ / Filmtheater am Sendlinger Tor; Emma Sokoll, Roman Lipski & Eduardo Reck Miranda: „Quantum Computing and the Arts“ / Wavelab; „Bürokratie: Brauchen wir das oder kann das weg?“ Podiumsdiskussion mit Martin Burgi, Florian Englmaier, Christoph Knill, Monika Schnitzer & Jens-Christian Rabe / Center for Advanced Studies der LMU; Glühwein-Empfang mit Jamila Schäfer, Gülseren Demirel & Florian Siekmann / Grüner Salon; Das politische Foyer: Dana von Suffering, Bianca Herlo, Paul Feigelfeld & Fabian Theis diskutieren über Künstliche Intelligenz / Stuck-Villa; Sprungbrett-Abschlussshow mit Bonneville, Drea and the Band & Nice Inc. / Feierwerk; Buchpräsentation „Adventures in Transborder Typography“ / Whatever; Giesinger Adventssingen / Grünwalder Stadion; Werner-Herzog-Filmpreis für Harris Dickinson / Filmmuseum; Premiere „Cabaret“ mit Vassilissa Reznikoff / Residenztheater; 16 Jahre Boxwerk; Kundgebung Prüf / Geschwister-Scholl-Platz; Late-Night-Adventsshopping mit Ekaterina Leonova und Tunay Deniz / Galeria am Marienplatz; Friedrich Ani liest aus „Schlupfwinkel“ / Optimal; Opening H8 / Werksviertel; Encantada: Salón Sonoro / Salon Pitzelberger; Rupert Huber: „Aus Sicht des Wolfs“ / Klang im Dach; Technicolor Dreams and Fading Treasures: Robert Enricos „Die Abenteurer“ mit Lino Ventura, Alain Delon, Joanna Shimkus & Serge Reggiani und Pierre Granier-Deferres „Adieu, Bulle“ mit Lino Ventura und Patrick Dewaere / Werkstattkino; „Den Herausforderungen der Gegenwart begegnen. Die Zukunft gestalten“: Podiumsdiskussionen mit Awi Blumenfeld, Laura Cazés, Philipp Peyman Engel, Manfred Hauser, Charlotte Knobloch, Shahrzad Osterer, Doron Rabinovici, Richard Chaim Schneider & Düzen Tekkal / Jüdisches Gemeindezentrum; Japan-Dult / Alte Kongresshalle; Präsentation des Flatz Werkverzeichnisses / Pinakothek der Moderne; After-Show-Party mit Atelierausstellungen von Flatz und Matthias Mross / Kunstfabrik Schleicher; Premiere „Checker Tobi 3: Die heimliche Herrscherin der Erde“ / Mathäser

Sonntag, 7. Dezember 2025

Das Schlimmste kommt noch. München prüft drastische Einsparmaßnahmen

Letzte Woche erschien wie ein Menetekel im Rathaus. Seit langem sorgen drastische Beschlussvorlagen für den städtischen Haushalt 2026 reihum für schlechte Stimmung, aber bei einem reinen Subventionsbetrieb wie der Kultur erreichte die Empörung jetzt mitten im Kommunalwahlkampf ihren Höhepunkt.

Das Bündnis #MünchenIstKultur warnte, dass die überproportional starken Kürzungen im Kulturhaushalt die eh längst ausgeschöpfte Belastungsgrenze überschreiten würden und zu einem strukturellen Substanzverlust führten.

Nicht weniger dramatisch äußerte sich Bayerns Kunstminister Markus Blume, der der Landeshauptstadt unverhohlen mit Vergeltung drohte, wenn sie ihre marginalen Beiträge zu den staatlichen Musikbühnen, dem Gärtnerplatztheater und der Staatsoper, streichen sollte.

Dabei sind die aktuellen radikalen Kürzungen nur ein mildes Vorgeplänkel auf das, was München bevorsteht. Denn seit Monaten prüfen externe Berater*innen von PD Partnerschaft Deutschland quer durch alle städtischen Referate, was sich noch an Ausgaben streichen lässt. Oder in den Worten der Kämmerei: „PD unterstützt die verstärkte Suche nach sogenannten best-practice-Lösungen aus dem öffentlichen Sektor. Darüber hinaus unterstützt die PD bei der – aufgrund der aktuellen Haushaltslage – notwendigen Aufgabenkritik.“

Oder um aus dem Eckdatenbeschluss vom Juli zu zitieren: „In Anbetracht der Entwicklungen im Haushalt und deren Auswirkungen auf die Fortschreibung der Mittelfristigen Finanzplanung hat die Stadtkämmerei in Zusammenarbeit mit einer externen Beratung durch PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH – und der innerstädtischen Organisationsberatung consult.in.M zu Beginn des Jahres 2025 damit begonnen, die Teilhaushalte der Referate im Rahmen einer eingehenden Analyse noch intensiver auf dauerhaft angelegte Einsparpotenziale zu untersuchen. Mit dieser Analyse soll eine nachhaltige und langfristige angelegte Konsolidierung ab dem Haushaltsjahr 2027 auf Basis eines dauerhafte Konsolidierungskonzeptes erreicht werden. Die Ergebnisse werden dem Stadtrat mit einem entsprechende Konsolidierungskonzept voraussichtlich im Frühjahr 2026 vorgelegt.“

In einigen Referaten liegen die mitunter recht drastischen Ergebnisse längst vor und werden eifrig diskutiert. Dem Stadtrat will die federführende Kämmerei die Streichliste nunmehr „im ersten oder zweiten Quartal 2026 vorlegen“, wobei es im Stadtrat und den Referaten heißt, dass man „auf jeden Fall erst nach der Wahl“ am 8. März die Hosen herunterlassen will, also frühestens gegen Ende des ersten Quartals. 

Unter Mitarbeitenden des Baureferats kursiert sogar der 9. März als konkreter Termin, also der Montag nach der Kommunalwahl, wenn die Wahlhelfer*innen noch damit beschäftigt sein werden, herauszufinden, wer die Häufelkönig*innen sind. Das wäre politisch so ungeschickt, dass ich es der Landeshauptstadt durchaus zutraue.

Während die Kandidierenden im Kommunalwahlkampf ein Interesse an direktem Austausch mit den Wahlvolk propagieren und öffentlich eifrig politische Versprechungen abgeben, werden die ihnen bekannten Streichlisten nur im Hinterzimmer erörtert, obwohl es gerade wegen der Vorschläge der Consultants um so mehr darauf ankommen wird, wen man diesmal ins Rathaus wählt. Welche Ausgaben sich die neue Stadtratsmehrheit politisch leisten will, wenn man sich nicht alle Ausgaben leisten kann. Aber das würde einen Dialog auf Augenhöhe erfordern.

Kommunikation und damit Transparenz muss man können und wollen. Auch bei der Wahl der Totengräber, wie Consultants oft geschmäht werden, hat sich die Landeshauptstadt für ein scheinbar sparsames, aber leider mauschelhaft intransparentes Modell entschieden. Denn PD ist nicht nur „durch ihre langjährige und breite Erfahrung im öffentlichen Bereich prädestiniert, die Stadt hierbei nachhaltig zu unterstützen“, um die Kämmerei zu zitieren. Partnerschaft Deutschland verdankt ihre breite Erfahrung auch einem gerissenen Trick: „Die PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH ist eine auf die Beratung der öffentlichen Hand spezialisierte Gesellschaft, deren Gesellschafterkreis ausschließlich aus öffentlichen Auftraggebern besteht. Hierzu gehören die BRD, eine Vielzahl an Bundesländern, sowie von kommunaler Seite mehrere Großstädte und die kommunalen Spitzenverbände.“, hieß es in einer Beschlussvorlage des Finanzausschusses des Münchner Stadtrates im Dezember 2024. 

Für einmalig 5000 Euro hat nun eben auch die Landeshauptstadt Anteile erworben und sich damit von der Pflicht befreit, Beratungsverträge öffentlich ausschreiben zu müssen. Denn „die spezielle Gesellschafterstruktur ermöglicht eine Inhouse-Vergabe ähnlich wie bei städtischen Töchtern.“ Dies führe laut der Kämmerei zu „zeitlichen und finanziellen Ressourceneinsparungen“

Im Stadtrat begrüßt man es, dass nicht mehr Millionen Euro an externe Consultants wie Roland Berger gezahlt werden. Zumindest nicht direkt. Denn PD ist in der Vergangenheit auch schon dadurch aufgefallen, dass sie Rahmenverträge mit McKinsey, Roland Berger und der Boston Consulting Group besitzt, diese als Subunternehmer einsetzt und somit als „Drehscheibe“ („Capital“) dient, um die öffentliche Ausschreibung von Beratungsverträgen zu umgehen.

Zum genauen aktuellen Prüfauftrag will sich die Kämmerei auf Anfrage nicht äußern. Andere Beteiligte und Betroffene kommentieren dagegen längst erste Vorschläge der Consultants.

Hinsichtlich der bereits von PD erarbeiteten Teilergebnisse ist man unter den ehrenamtlichen wie berufsmäßigen Stadtratsmitgliedern zwiespältig. Es gäbe durchaus vernünftige Vorschläge. Manches, wie die von PD empfohlene digitale Verkehrslenkung, wäre auch keineswegs eine neue Idee, bisher aber im Rathaus an den politischen Verhältnissen gescheitert. Andere Vorschläge der externen Berater*innen seien aber auch schlichtwegs „hanebüchen“.

Tendenziell würde sich PD bei ihrer Streichliste darauf konzentrieren, zwischen pflichtigen und freiwilligen Leistungen zu unterscheiden und Letztere opfern zu wollen. Oder um eine*n Stadträt*in zu zitieren: „Die teuren Wirtschaftsberater wollen halt einfach die freiwilligen Leistungen streichen – WOW, muss wirklich ein qualitativ hoch geschultes Team sein, dass das macht.“

Ein Verzicht auf freiwillige Leistungen würde vor allem das Kulturreferat frontal treffen, das kaum etwas anderes leistet. Aber auch beim Sozialreferat würde eine derartige Ausrichtung tiefe Löcher reißen, ob beim München-Pass mit seinen rund 60.000 Nutzenden, vielen Beratungs- und Vermittlungsangeboten wie AKIM oder MUCAware oder der Obdachlosenhilfe. Das Kreisverwaltungsreferat dagegen scheint fein raus zu sein, denn es verdient für die Stadt Geld, wie dort immer gern betont wird.

Manchmal ist es aber auch entlarvend, was der geheime Prüfauftrag der Beratenden offenbar nicht zu enthalten scheint. So sollen die Consultants Top-down-Lösungen favorisieren, während Bottom-up-Ansätze ignoriert werden. Und auch der Abbau von Hierarchieebenen in den Ämtern scheint dem Vernehmen nach kein Thema zu sein. Das wäre dann für die Landeshauptstadt wohl doch ein Tabubruch.

Updates:
 Die „Abendzeitung“ vom 10. Dezember zitiert kurz aus diesem Blog und widmet der Arbeit von PD in den städtischen Referaten eine ganze Seite. „Ist das nicht problematisch, erst die Stadtratswahl abzuwarten, bevor dann die unbequemen Sparvorschläge öffentlich diskutiert werden? Das ermögliche »eine offene Debatte auf der Basis einer solchen Analyse«, findet der Kämmerer. Es sei auch demokratietheoretisch richtig, »dass ein neuer Rat zu Beginn seiner Amtszeit Leitplanken bekommt«, sagt Frey.“

Der Stadtneurotiker hat mich in seinem Blog auch erwähnt.

Mein Blog wirkt. Neulich eine kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Katja Weitzel (SPD) nach meiner Recherche zu den Sozialpässen. Und jetzt eine Anfrage der Fraktion der Linken/Die Partei im Rathaus nach meinem Beitrag über die Verpflichtung einer Consultingfirma für radikale Sparmaßnahmen in den städtischen Referaten:
1. In welchen Referaten und Abteilungen war die Beratungsfirma bereits aktiv?
2. Welche konkreten Streichvorschläge hat die Beratungsfirma gemacht (Bitte nach jeweiligen Referaten aufschlüsseln)?
3. Aus welchem politischen oder verwaltungsinternen Grund sollen diese Einsparpakete erst nach der Kommunalwahl öffentlich werden?
4. Wie werden die Ergebnisse der Beratungsfirma verwaltungsintern kommuniziert und werden die Beschäftigten mit eingebunden?
5. Wie rechtfertigt die Kämmerei eine Vorgehensweise, die den Eindruck erweckt, unangenehme Entscheidungen bewusst zu verschieben, um keine negativen Auswirkungen auf den Wahlkampf zu riskieren?
6. Welche freiwilligen Leistungen – insbesondere in Kultur, Sozialem, Jugend, Umwelt und Mobilität – stehen auf der Liste der möglichen Einsparungen?
7. Wie soll verhindert werden, dass jahrelang aufgebaute Strukturen zerstört werden, deren Wiederherstellung später ein Vielfaches kosten würde?
8. Wie bewertet die Kämmerei den Vorwurf, die Bürger*innen sollen bewusst ohne vollständige Informationen über die finanzpolitischen Absichten der Verwaltung und der Rathauskoalition in die Wahl gehen?
9. Warum werden zentrale Informationen, die für die Wahlentscheidung wesentlich sind, dem Stadtrat und der Öffentlichkeit vorenthalten?
10. Welche konkreten Auswirkungen auf Beratungsstellen, Jugendzentren, Kulturprojekte und soziale Infrastruktur erwartet die Verwaltung bei Umsetzung der internen Einsparvorschläge durch die PD?
11. Welche Maßnahmen zur Einnahmesteigerung wurden geprüft, bevor grundlegende soziale und kulturelle Angebote infrage gestellt wurden?
12. PD ist in der Vergangenheit auch schon dadurch aufgefallen, dass sie Rahmenverträge mit McKinsey, Roland Berger und der Boston Consulting Group besitzt, diese als Subunternehmer einsetzt und somit als „Drehscheibe“ dient, um die öffentliche Ausschreibung von Beratungsverträgen zu umgehen2. Wie wird von der Kämmerei sichergestellt, dass keine Subunternehmer eingesetzt werden?
13. Wie viel Geld hat die Beratungsfirma bis Datum heute mit der Kämmerei abgerechnet und wie viel Geld enthält PD noch?

In einer Presseerklärung weist die Stadtkämmerei darauf hin, dass alle Fraktionen seit November eingeweiht gewesen wären. Und behauptet plötzlich, die Ergebnisse lägen „wie zu Beginn des Projektes angekündigt“ erst im zweiten Quartal 2026 vor. Dabei schrieb die Kämmerei noch letzte Woche auf meine Anfrage „im ersten oder zweiten Quartal“.  

Montag, 1. Dezember 2025

Wochenplan (Updates)

Netzwerkforum Militärische Raumfahrt mit Generalmajor Michael Traut, Kommandeur des Weltraumkommandos der Bundeswehr / Wappenhalle; Vorstellung der Kommunalwahlkampagne der Grünen / Holzkranich; Bilderbuchkino mit Drag-Queen Vicky Voyage / Stadtbibliothek Moosach; Feministische Rathausführung mit Stadträtin Mona Fuchs (Grüne) / Rathaus; Jahresausklang beim Budenzauber mit Intendantin Katja Wildermuth, der BR-Geschäftsleitung und Gästen / BR-Weihnachtsmarkt Freimann; Verleihung des  Filmpreises der Stadt München an Thomas Wöbke / Filmmuseum; AZ-Verleger Martin Balle und SZ-Chefredakteur Wolfgang Krach diskutieren über „Pressefreiheit unter Druck – Zwischen ökonomischem Zwang und politischer Einflussnahme“ / Café Luitpold; Fritz Egner stellt sein wiederaufgelegtes Buch „Mein Leben zwischen Rhythm & Blues“ vor / Hotel Vier Jahreszeiten; „Der Nahost-Komplex“ – Ein Abend mit Natali Amiri / Literaturhaus; Lorde / Zenith; Kinder- und Mobilitätsausschuss zum Thema Junge Mobilität / Rathaus; Pressegespräch „Kompromisse mit Hitler: Werner Heisenberg, Carl-Friedrich von Weizsäcker, der Nationalsozialismus und die Atombombe“ mit Mark Walter / Presseclub; Various Others Social Club mit Anna Wondrak, Silvia Köhler, Julia Geiger und Ulrich Meinherz zum Thema Künstlernachlässe / Institut Français; Ider (Megan Markwick & Lily Somerville) / Strøm;  Verleihung des Tukan-Preises an Pierre Jarawan / Literaturhaus; Vernissagen „The Ambiguous“ ft. Zena Assi, Sadik Kwaish Alfraji, Roy Dib, Simone Fattal, Sylvie Fleury, Gilbert Hage, Les Indisciplinés, Urs Lüthi, Rania Mattar, Randa Mirza & Sylvie Selig / Tanit, „Seeing the Unseen“ ft. Dara Birnbaum, Herbert W. Franke, Elsa Garmire, Ayoung Kim, Alicja Kwade, Roman Lipski, Jonas Lund, Mehmet & Kazim, Tan Mu, Semiconductor, Thomas Struth, Paul Talman, Tamiko Thiel, Troika, Agustina Woodgate u. a. / Eres, „Ich bin schön“ / Pasinger Fabrik, „eingespart … und nun?“ VBK Jahresausstellung 2025 mit Anja Verbeek von Loewis, Antje Lauer, Timm Zorn, Götz Friedewald, lngrid Klaus Uschold, HP Berndl, Vivien Cahusac de Caux, Malgorzata Dula, Nana Aue, Ayman Djabiry, Christine Matti, Johanna Zettler, Joachim Graf, Brigitta Volz, Patricia London Ante Paris & Lotte Schwenkhagen / Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten, Westend Winter Gallery / Lucky Westend Ateliers und Kunst-Werk / Boxwerk; Verleihung des Bayerischen Maximiliansorden an Martina Gedeck, Herlinde Koelbl, Rachel Salamander, Ralph Siegel u. a. / Residenz; TUM Speakers Series x Airbus Defence and Space - Johannes Müller: „People, Trust, and Europe’s Geopolitical Reality“ / TUM; Klarna's „Back to the Future of Banking Event“ / Monopol; Magazin-Release „MO:DE 17 – Trotzdem“ / AMD; „Der Sound von Peter Thomas – Die Show zum 100.“ mit  Oliver Kalkofe, Helmut Zerlett u. a. / Großer Sendesaal Berlin & RBB; Isarbass / Unter Deck; Medienbesichtigung des neuen Firmensitzes in der Parkstadt Schwabing / Amazon; Verleihung des Bayerischen Verfassungsordens an Django Asül, Maria Furtwängler, Angelika Diekmann, Heiner Lauterbach u. a. / Maximilianeum; Urban Xmas Aperitivo / Café Francesca; Weihnachtsfeier Ippen Media / Alte Rotation; Münchner Kulturgespräch mit Anna Kleeblatt, Markus Blume & Markus Michalke / Marstall; Asha Rangappa: „The Mechanics of Complicity - How to Prevent Misconduct and Corruption“ / Amerikahaus; LUNAparty / Bayerischer Hof; Bush.ida / Rote Sonne; Oliver Polak / Fat Cat; Jubiläums-Release „Revü“ 10 mit Texten und Kurzfilmen / Theatiner; Presserundgang „Blick hinter die Kulissen“ / Tollwood; Artist Talk mit Nicola Bardola zu „Die 55 besten fünften Beatles“ / Beck am Rathauseck; „Weimarer Schlagerabend“ / Sendlinger Kulturschmiede; Kompromat (Foto) / Rote Sonne; Feierliche Jahressitzung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften mit Wissenschaftsminister Markus Blume, Podiumsgespräch „Mehr Dynamik wagen! Der Arbeitsmarkt der Zukunft“ mit Nicola Fuchs-Schündeln und Birgit Kappel sowie Auszeichnung herausragender Leistungen insbesondere junger Forschender aus Geistes-, Natur- und Technikwissenschaften / Herkulessaal; Nikolaus-Sparring / Boxwerk; Shahak Shapira / Kammerspiele

Sonntag, 30. November 2025

Die Polizei, dein Freund und Helfer – und Schlüsseldienst für Fremde?

Wummerndes Knallen. Aus dem Tiefschlaf gerissen brauchte ich länger, um zu verstehen, was das für ein Lärm war. Hat jemand nachts gegen 4.30 Uhr im Treppenhaus eine Waschmaschine umgeworfen? Und das nicht ein, zwei, sondern gut ein Dutzend mal. Machten sich Monteure nachts an den Aufzugsgewichten zu schaffen? Feierte jemand im Haus lautstark mit hartem Industrial Sound? Nein.

Offenbar versuchten zwei Männer mit aller Gewalt,  die Tür der Nachbarwohnung aufzutreten. 

Bis ich richtig wach und angezogen war, um vor meine eigene Wohnung zu treten und im unerschrockenen Türstehermodus nach dem Rechten zu schauen, waren die beiden mutmaßlichen Täter gerade auf dem Weg die Treppe herunter. Ich fragte sie dennoch, was der Lärm solle. Offenbar waren es Kollegen meines Nachbarn auf Besuch in München. Und er hätte ihnen versprochen, dass sie bei ihm übernachten könnten. War aber anscheinend gar nicht daheim oder hörte es zumindest nicht.

Als ich meinte, dass das kein Grund wäre, mitten in der Nacht das ganze Haus aufzuwecken, antworten sie nur barsch, dass sie keinen Bock hätten, auf der Straße zu schlafen. Und ich solle meine Fresse halten. „Muss ich denn die Polizei rufen?“, warnte ich, was sie nur lachen ließ.

Unten nahm sie dann tatsächlich die Polizei in Empfang, die eine Nachbarin bereits alarmiert hatte. Vier, fünf Streifenwägen und zwei Fahrzeuge mit Zivilfahndern hatten das Haus eingekreist. Verdacht auf versuchten Wohnungseinbruchdiebstahl.

Damit kehrte aber noch lange nicht Ruhe ein, denn jetzt klopften die Einsatzkräfte lautstark gegen die Wohnungstür und brüllten „Polizei, aufmachen!“ Keine Reaktion. Per Funk recherchierten sie, wer in der Wohnung gemeldet ist, und versuchten den Mieter telefonisch zu erreichen. Ohne Erfolg. Schließlich probierte ein Zivilfahnder kurioserweise selbst auch noch, die Wohnungstür mit einer Plastikkarte zu öffnen. Warum auch immer. Es gelang ihm aber nicht, und alle zogen ab.

Am nächsten Nachmittag stand dann der betroffene Mieter kleinlaut vor meiner Tür, um sich und seine Kumpels zu entschuldigen. Er war tatsächlich daheim gewesen, hatte aber in seinem Rausch so tief geschlafen, dass er weder seine Jungs noch die Polizei hörte.

Montag, 24. November 2025

Wochenplan (Updates)

Französische Filmwoche: „L'histoire de Souleymane“ (Foto) u. a. / Theatiner Filmkunst; Vernissagen Iman Issa: „Lass uns spielen“ / Lenbachhaus, Paul Valentin & Tatjana Vall: „It Is Plain That All Is Hidden“ / Eres und Charity-Ausstellung zugunsten des Salzburg Institute for Arts in Medicine / Villa Kast Salzburg; Michael Dean: „Chav Kunst“ / Akademie der Bildenden Künste; Buchvorstellung „Die Radikale Jüdische Tradition: Partisanen, Revolutionäre und Widerstandskämpfer“ mit Co-Autorin Janey Stone / Glitch; Festakt kulinarische Exzellenz mit Jürgen Dollase / Livestream; Andres Veiels „Riefenstahl“ / ARD-Mediathek und ARD; Tag gegen patriarchale Gewalt – München mackerfrei: Lindemann die Bühne nehmen / Olympiazentrum, Geschwister-Scholl-Platz & Hohenzollernplatz; Rumänische Kulturtage: Rumänien–Deutschland, literarische Brücke / IBZ; Verleihung des Geschwister-Scholl-Preises an Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey für ihr Buch „Zerstörungslust. Elemente des demokratischen Faschismus“ / Große Aula der LMU; Lateinamerikanische Filmtage / Luise, Werkstattkino, Import Export, Gasteig HP8; Festakt 75 Jahre Bayerisches Landesamt für Verfassungsschutz / Maximilianeum; Soli-Party zwei Jahre Glitch / Rote Sonne; „Macht euch stark“ – Respekt-Tag der Münchner Kunsthochschulen / Hochschule für Musik und Theater; Pressekonferenz zur Konferenz der Arbeits- und Sozialminister der Länder / City Hilton; Ruffini on tour: „Architektur der Inspiration – Wie Gestaltung Ideen fördert“ mit Elena de Kan, Lisa Glassner, Marie Julie Lörch, Eva Temper & Malte Tschörtner / Steelcase; Sharon Brauner: „Jiddish Soulfood“ / Jüdisches Gemeindezentrum; „Lost in Music: Geschichten aus der Popmusik“ mit Caroline von Eichhorn, Friedrich Ani, Peter Probst, Daniel He, Ez Kamil, Fritzi Noir & Timo Sarmiento, Don Marco und DJ King Brownie / Live.Evil; Preview Golden Christmas Tea / Koenigshof; Filmtage Sendling / Luise, Sendlinger Kulturschmiede & VHS Süd; „Gespenster von 1938: Thomas Mann, die Demokratie und der Zionismus“ – Rachel Salamander im Gespräch mit Kai Sina / Vorhoelzer-Forum der TUM; Preisverleihung Pressefoto Bayern / Maximilianeum; „Let's Fight Fast Fashion“ – Guerilla Fashion Aktion / PEP; Actors Talk mit Georg Seitz & Miroslav Nemec / Bachmair Weissach; Verleihung der Romy / ORF 2; Michael-Verhoeven-Retrospektive in Anwesenheit von Senta Berger mit „Das schreckliche Mädchen“, „Sonntagskinder“ u. a. / Theatiner Filmkunst; „Andere Bücher“ – Markt der unabhängigen Verlage / Literaturhaus; Buchpremiere „Porsche 911 Buch F-Model 60 Years 1965-1973“ / Motorlegenden Utting; Mode Meets Bach / Gasteig HP8; SSV Ulm vs. TSV 1860 / Bayerisches Fernsehen; Vorbesichtigung Contemporary Art, Modern Art and 19th Century Art / Auktionshaus Ketterer

Samstag, 22. November 2025

Feine erste Sätze (73)

 „Jan Fleischhauer ist ein Rassist.“

Gerrit Bartels im „Tagesspiegel“ vom 22. November 2025, Reyhan Şahin aka Lady Bitch Ray zitierend.

Freitag, 21. November 2025

Tilt! Flippern mit Julie Carmen anlässlich von Christel Buschmanns Eric-Burdon-Film „Comeback“ (1982)

Diesen Samstag und kommenden Mittwoch zeigt das Münchner Filmmuseum anläßlich seiner Christel-Buschmann-Retrospektive auch den Eric-Burdon-Film „Comeback“. Kurt Nane Jürgensen und ich waren damals mit Hauptdarstellerin Julie Carmen für ein Interview flippern. So wie wir es für jede Ausgabe mit einem Star oder einer Band waren. Dieses Mal möglicherweise in der Reitschule, da kann ich mich nur noch vage daran erinnern. Zumindest war es nicht an unserem Redaktions-Flipper in der Ysenburgstraße gewesen, da wir offenbar mit Julie Carmen an mindestens zwei verschiedenen Geräten geflippert haben. Am meisten überrascht mich die am Rande des Artikels abgedruckte Punktzahl: Demnach hatte ich 93.390 Punkte, während Nane nur auf 72.160 gekommen war. Dabei war er der Pinball-Derwisch. Das ganze Fachchinesisch in dem Text stammt auch sicherlich von ihm, aber grundsätzlich haben wir die Artikel damals gerne gemeinsam geschrieben. Filmstar Julie Carmen kam übrigens nur auf 46.870 Punkte. Aber dazu mehr im Artikel aus dem „Münchner Buch-Magazin“ von Mai 1982:

Im neuen Film von von Christel Buschmann spielt sie neben Eric Burdon die weibliche Hauptrolle. Als Frau des Rockstars Rocco betäubt sie ihren Schmerz, ihre Einsamkeit und Leere mit Drogen. Es lag bestimmt nicht nur daran, daß der Musikfilm „Comeback“ morgens um 11 lief – die knallharten Schnitte, die ein Tempo in den Film brachten, dem die Story nie zu folgen vermochte (überhaupt ist die Story recht dünn) und die Live-Aufnahmen, denen besonders in der ersten Hälfte des Films jegliche Atmosphäre abgeht, ließen „Comeback“ zu keinem rechten Genuß werden.

Auch die anschließende Pressekonferenz in der Mathäser Bierstadt (im Hintergrund übte die Blaskapelle enervierend ihre Schunkelweisen) kam nicht richtig in Schwung.

Ein paar Stunden später stand Julie Carmen vor Dr. Gottlieb's Spiderman. Zwar unterscheidet sich Spiderman in der unteren Hälfte des Spielfeldes nicht wesentlich von anderen Geräten dieser Generation, jedoch bietet das raffiniert aufeinander abgestimmte Verhältnis von Pop Bumpers gleich hinter den oberen Passagen (ein zusätzlicher Flipper gibt noch Eingriffsmöglichkeiten bevor die Kugel ins untere Spielfeld kommt) interessante Spielkombinationen. Was Julie daraus machte, läßt sich in ihrem Aufruf „Shit“ (anläßlich eines mehr als schlecht getimeten Set Shots) zusammenfassen.

Das Flippern hat sie in Chicago (derzeit lebt sie in L.A., filmt aber in Deutschland unter Reinhard Hauff zusammen mit Marius Müller-Westernhagen „Der Mann auf der Mauer“) gelernt, und zwar in Toni's Pin Ball Paradise. Etwas sah man davon, als wir auf Close Encounters of the 3rd Kind (auch Dr. Gottlieb) übergewechselt hatten. Die bei diesem Gerät auf einem Drehrad hinter den oberen Passagen angebrachten Targets können erhebliche Punktgewinne bringen, jedoch besteht die Schwierigkeit darin, daß die Kugel aufgrund ihrer großen Geschwindigkeit nicht durch einfache Tipp-Pässe auf den linken Flipper zu bringen ist (und nur der bietet den notwendigen Winkel für eine erfolgversprechende Schußrichtung auf das Drehrad). Hier muß schon der verzögerte Drop-Catch eingesetzt werden. Ähnlich wie die Rolle als durch ihre Unberechenbarkeit letztlich sehr berechnende Ehefrau, wo sich verselbständigende Wirklichkeiten zu Verhältnissen entwickeln, die objektiv und unaufhebbar werden, so lief die Kugel mit ihrer momentanisierenden Instabilität (schiefe Ebene!) auch bei unserem Spiel. Moralismen und Teleologien sind dann umwegig – so sagt sie zu Rocco ohne Lavieren: „Schlaf mit mir!“ Das geschickte Ausspielen der Widersprüche im System, ob nun im Film als Frau des Rockstars oder als Flipper-Zauberin vor dem Gerät, bietet maximale Gewähr. Denn auch hier gehört ein ziemlicher Fatalismus zum Spiel. Aber es sind dann doch immer wieder eben diese Fatalismen, die sich zu neuen Freiheiten ausdehnen.

Ihr bestes Ergebnis – im Film: die Laison mit Roccos Anwalt; – im Spiel: 46.870.

Wie Rewe seine SB-Kassen mit Gewalt durchsetzen will

Nach dem Umbau der Rewe-Filialen in Kassenbereiche mit normalen, besetzten Kassen und einem Self-Checkout schien sich letzterer in den vergangenen Wochen immer mehr durchzusetzen. Peak war ein Besuch in einer Schwabinger Filiale, wo über ein Dutzend Kund*innen an den SB-Kassen anstanden, während vielleicht drei, vier an der normalen Kasse warteten. Und selbst als eine zweite Kasse öffnete, blieben die meisten doch lieber in der Schlange für die Selbstbedienungskassen.

Aber der Rewe-Zentrale scheint das nicht auszureichen. Anfang November erschien bei Facebook ein erster Bericht aus einer Rewe-Filiale an der Leopoldstraße, dem zufolge dort keine Kassiererin mehr tätig war, sondern alle Einkäufe nur noch an den Selbstbedienungskassen beglichen werden konnten.

Ein Kommentator ergänzte, dass das inzwischen für alle Rewe-Filialen in der Innenstadt gelte.

Dabei ist es wichtig zu betonen, dass Self-Checkout keineswegs Card Only bedeutet. Die Hälfte der SB-Kassen akzeptiert in der Regel auch Bargeld. Nur muss man das wissen und vor allem auch darauf achten, bevor man anfängt, die Ware einzuscannen.

Inzwischen kann ich obige Erfahrungen bestätigen. In der Filiale an der Leopoldstraße erlebte ich auch einen Großkampftag an den SB-Kassen, wo überforderte Mitarbeiter*innen die Kundschaft an den richtigen Terminal zu schicken versuchten: Bar oder bargeldlos? Und beim Scannen halfen. Denn wer sich vertut und etwa aus Versehen ein Produkt zweimal scannt, kann es nicht selbst löschen, sondern braucht jemandem vom Supermarkt, um die Korrektur ausführen zu lassen.

Erst als die Schlange wie die Empörung der Klientel immer mehr wuchsen, öffnete man doch auch eine herkömmliche Kasse, wo die Mitarbeiterin die Kundschaft aber vor allem dafür beschimpfte, dass man nicht die SB-Terminals benutzte.

In der Filiale an der Hohenzollernstraße waren gestern auch beide klassischen Kassen geschlossen. Eine MItarbeiterin half im SB-Bereich. Erst als eine Kundin sagte, dass sie da nicht mitspielt, sondern die Ware wieder zurücklegt und den Einkauf abbricht, war es doch möglich, eine weitere Mitarbeiterin zu holen und eine Kasse zu besetzen. Diese Kundin war übrigens keineswegs technisch überfordert, sondern wollte es nicht unterstützen, dass so Arbeitsplätze abgebaut werden.

Heute Mittag in der Sendlinger Straße dann ein Erlebnis, das wahrscheinlich den Zielvorstellungen der Rewe-Leitung entspricht. Die herkömmliche Kasse „gerade geschlossen“ und auch im SB-Bereich niemand von Rewe zu sehen. Entweder der Kunde kam von allein mit der Technik zurecht oder er war aufgeschmissen.

Einer Kundin, die sich ein anderes Mal bei einem Filialleiter in Schwabing beschwerte, wurde erwidert, dass die Crew vor Ort da nichts machen könne. Das sei alles von oben angeordnet. Aber sie solle sich doch per Email beschweren. Daran werden aber gerade Ältere vielleicht genauso scheitern wie am digitalen Self-Checkout.