(Foto: Lotta Kilian/Jünglinge-Film/Plaion Pictures)
Nice Bastard Blog
Disorderly conduct in Munich
Montag, 31. August 2026
Wochenplan
Donnerstag, 27. August 2026
Und die Augenbrauen tanzen Rumba: Dominique Horwitz singt Brel
Dieser Artikel erschien unter meinem Pseudonym Fredi Hallenberger in der „Berliner Morgenpost“ vom 4. Oktober 1998. Am 28. und 29. November 2026 tritt Dominique Horwitz mit einem gleichnamigen Programm wieder in der Berliner Bar jeder Vernunft auf. Nur dass ihn diesmal kein Quintett, sondern nur der Pianist Andreas Reukauf begleitet.
(Foto: Barbara Braun/Bar jeder Vernunft)
Mittwoch, 26. August 2026
Feine erste Sätze (76)
„Die Geschichte begann als Märchen, verwandelte sich in eine Farce und eskalierte zur Tragödie.“
Sebastian Herrmann in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 22./23. August 2026 über den Tod des Cambridge-Professors Jason Arday.
Montag, 24. August 2026
Wochenplan (Updates)
Donnerstag, 20. August 2026
Der Hans und ich: die Rentner-Gang von morgen
Kennengelernt habe ich den Hans im Venezia an der Leopoldstraße über einen gemeinsamen Bekannten. Dann trafen wir zufällig auf der Tanzfläche im P1 wieder aufeinander – und er lieh mir, ohne dass wir uns sonderlich gut kannten, spontan einen Fuffi. München in den 1980er-Jahren eben.
Er zog dann nach Berlin, um dort für Maredo zu arbeiten. Ich war in der Zeit mit einer Berlinerin liiert, die in München studierte und nach dem Mauerfall unbedingt zurück nach Berlin wollte. Also folgte ich ihr.
So landeten Hans und ich nahezu gleichzeitig in einem wiedervereinigten Berlin und freundeten uns dort erst wirklich an. Über ihn lernte ich Britt Kanja, die Love Parade und das 90° kennen. Wir gaben ein paar wilde Partys in seiner Wohnung. Die 1990er-Jahre waren in Berlin eine aufregende wie einmalige Zeit.
Und selbst als ich die Stadt 1999 verließ, hielt der Kontakt noch einige Zeit. Ich blieb vorübergehend in der Hauptstadt mit einer Belarussin verbandelt und kam öfters übers Wochenende. Hans wiederum besuchte mich in Strasbourg und las später wiederholt in München in meiner Pop-up-Buchhandlung 100 Tage Bücher, bis wir uns dann irgendwann doch eher aus den Augen verloren.
Nun erreichen wir beide in einem Jahr das Rentenalter – und Hans nutzt die Gelegenheit, um in den kommenden Wochen und Monaten über seinen beruflichen Werdegang zu bloggen. Ich werde es mit Vergnügen lesen.
Montag, 17. August 2026
Wochenplan (Updates)
Samstag, 15. August 2026
Feine erste Sätze (75)
„Der Strand ist der Ort, an dem reiche Mitglieder westlicher Gesellschaften so tun, als seien sie locker.“
Julia Werner in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 4./5. Juli 2026 in ihrem Artikel „Reines Risiko“ anlässlich des 80-jährigen Jubiläums seit Erfindung des Bikinis.
Mittwoch, 12. August 2026
„Ausländerbehörde. Abwehrbehörde. Kränkungsbehörde“
Montag, 10. August 2026
Wochenplan (Updates)
Sonntag, 9. August 2026
Spott statt Anstand – Gloria von Thurn und Taxis lästert über Peter Maffay
Montag, 3. August 2026
Wochenplan (Updates)
Freitag, 31. Juli 2026
Ist das Referat für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt presse- wie technologiefeindlich?
Dennoch habe ich meine Instagram-Story dazu mit „Gerade von Scharpf ausgeladen worden“ übertitelt, was im Hause für Unmut und Widerspruch sorgte. Das war meinerseits zum einen der Zeilenlänge geschuldet, weil Referat für Arbeit und Wirtschaft ein Ungetüm ist und die Abkürzung RAW wenigen was sagt. Es war sicherlich auch boulevardesk zugespitzt, aber ich gehöre noch zu einer Generation, in der man Behördenchefs die Fehler ihres Hauses anrechnet. Genauso legitim ist es, mir diese Zeile vorzuwerfen.
Aber gehen wir auf Anfang zurück. In dieser Stunde findet in der Gaststätte Das Bad am Bavariaring, gegenüber der Theresienwiese, die jährliche Auftakt-Pressekonferenz Oktoberfest statt, an der ich letztes Jahr bereits als Journalist teilgenommen hatte.
Angekündigt wurde der Termin in der „Rathaus-Umschau“, der werktäglich zugemailten und online gestellten PR-Postille der Stadt München, mit deren Inhalten Lokaljournalist*innen nicht unbeträchtlich redaktionellen Raum füllen.
Über einen Link konnte man sich vor zehn Tagen für die Veranstaltung anmelden und erhielt daraufhin eine automatisch generierte Akkreditierungsbestätigung. Vorgestern Nachmittag folgte nun eine ebenfalls automatisch generierte Stornierung meiner Akkreditierung: „Leider müssen wir Ihre Teilnahme an der Auftakt-Pressekonferenz Oktoberfest 2026 am Freitag, den 31. Juli, um 10 Uhr in der Gaststätte "Das Bad" ablehnen, obwohl Sie bereits eine automatisch ausgestellte Bestätigung erhalten haben.“ Unterschrieben vom Presseteam Oktoberfest. Absender der Mail: noreply@muenchen.de.
Nun gibt es auf der Online-Seite zu der Veranstaltung den Disclaimer: „Unsere Pressetermine sind Veranstaltungen für journalistisch tätige Personen, die sich der neutralen und objektiven Berichterstattung verpflichtet haben. Grundsätzlich nicht zugelassen sind Influencer und Blogger (m/w/d) der Kanäle TikTok, Instagram, YouTube, X oder anderer Social Media Plattformen.“Das liest sich wie zwei unterschiedliche Punkte. Es geht – scharf getrennt – um Journalist*innen. Und es geht zudem um Influencer*innen und Blogger*innen.
Die Diskussion, ob Blogs journalistische Formate sein können, hielt ich seit rund 20 Jahren für erledigt. Der 2004 gegründete „BILDblog“, Stefan Aigners „Regensburg digital“ (2008), Hardy Prothmanns „Rheinneckarblog“, Kurt Nane Jürgensens „Flensburg Online“ waren Pioniere in den Nullerjahren.
Vor drei Wochen erst hat der Bayerische Journalisten-Verband auf seiner Mitgliederversammlung bestätigt, dass Blogger*innen selbstverständlich Mitglied werden können oder Presseausweise erhalten, wenn sie hauptberuflich journalistisch bloggen.
Jede*r Blogger*in mit amtlich anerkanntem Presseausweis, den das RAW nur des Bloggens wegen von Presseterminen ausschließt, könnte die Landeshauptstadt vor dem Verwaltungsgericht in Grund und Boden klagen.
Während längst Altmedien wie der BR, das ZDF, „Die Zeit“, die „Süddeutsche Zeitung“ & Co. selbstverständlich auf diesen Plattformen Journalismus betreiben.
Aber ausgerechnet das RAW, das sich gerne selber auf die Schulter klopft, weil es allein Niederlassungen von Technologiekonzernen wie Amazon, Apple, Google oder TikTok nach München geholt hätte, hält im Jahre 2026 Blogs, Instagram, TikTok & Co. für neumodischen Schnickschnack und weist Journalist*innen, die sich darauf konzentrieren, die Tür.
Letztes Jahr wurde Supermunich von der Auftaktpressekonferenz Oktoberfest wieder ausgeladen. Heuer traf es vier weitere Social-Media-Kanäle. Und eben mich.
Denn manchmal sperrt das RAW Journalist*innen aus, weil man bei einer flüchtigen Recherche entdeckt, dass die Person (auch) bloggt. Also ab ins Kröpfchen. (Wie ich nachträglich erfahren habe, hat das RAW beim Wiesnanstich 2017 dagegen durchaus einen Blogger von Mucbook akkreditiert.)
Die Pressestelle Oktoberfest behauptet in einer schriftlichen Erklärung zu dem Vorgang: „Da Sie bei Ihrer Anmeldung keine Zugehörigkeit zu einer Redaktion oder eine Tätigkeit als freier Journalist angegeben, sondern der von Ihnen angegebene Link ausschließlich auf Ihren Blog (https://nice-bastard.blogspot.com/) führt, wurden sie automatisch als Blogger eingestuft und erhielten - ebenso wie vier weitere Angemeldete – eine Absage.
Nach den für diese Veranstaltung geltenden Akkreditierungsrichtlinien werden Blogs sowie Kanäle auf Social-Media-Plattformen grundsätzlich nicht berücksichtigt. Aufgrund von erhöhtem Arbeitsaufkommen auch im Vorfeld der Pressekonferenz war uns eine weitergehende Prüfung nicht möglich und wir entschuldigen uns dafür.
In Ihrer Funktion als hauptberuflicher Journalist sind Sie selbstverständlich auf unserer PK morgen willkommen.“











