Montag, 27. November 2023

Wochenplan (Updates)

Tagung „Bääm! Popkultur trifft politische Bildung“ / Akademie für politische Bildung Tutzing; Präsentation der bayerischen Strafverfolgungsstatistik für 2022 / Justizpalast; Präsentation von Stephan Dahmes Buch „Alfred Gunzenhauer. Galerist, Sammler, Stifter“ / Lenbachhaus; Munich History Lecture: „Gibt es ein Ende der Globalisierung?“ mit Harold James / Ludwig-Maximilians-Universität; „Erfolg“ / Residenztheater; Verleihung der Bayerischen Kunstförderpreise / Gärtnerplatztheater; Pressegespräch Bündnis Zukunft TSV 1860 München / Teams; Tagung „Teilhabe im Film (Vol. 2)“ / Evangelische Akademie Tutzing; Kulturpreis 2023, Sozialpreis 2023 und Umweltpreis 2023 der Bayerischen Landesstiftung / Kuppelsaal der Staatskanzlei; Pressekonferenz zur Quartiersentwicklung Schmiede; Verleihung des Geschwister-Scholl-Preises an David Van Reybrouck für sein Buch „Revolusi. Indonesien und die Entstehung der modernen Welt“ / Ludwig-Maximilians-Universität; Greta van Fleet / Zenith; Vollversammlung des Stadtrats / Rathaus; Lateinamerikanische Filmtage / HP8, Luise & Werkstattkino; Verleihung des ersten Dieter­-Wieland-Preises für Journalismus in der Denkmalpflege / Akademischer Gesangverein; Podiumsdiskussion über aktuelle Herausforderungen schwul-queeren Lebens mit Beppo Brem, Thomas Niederbühl, Rita Braaz, Markus Apel und Gregor Otto Papadopoulos / SubAnton G. Leitner: Doppelpräsentation „Das Gedicht #31 – Laut und leise“ & „Vater, unser See wartet auf dich“ / Lyrik-Kabinett; Ennio-Morricone-Retrospektive: Dario Argentos „La sindrome di Stendhal“ mit Asia Argento (Foto) / Filmmuseum; Jahrespressekonferenz des Verbandes Deutscher Seilbahnen zum Saisonauftakt / PresseClub; Stadtratshearing zum Thema Sexarbeit / Rathaus;Vernissagen „Can you tell me a joke?“ / Eres, Frank Eydner: „Letzte Ausfahrt Europa“ / Rathausgalerie; „Das Dritte Reich und wir“ über die Rolle der Münchner Feuerwehr im Nationalsozialismus / Foyer des Kreisverwaltungsrates; „Glitch. Die Kunst der Störung“ / Pinakothek der Moderne, arkadenale: Klasse Bircken/Vogel mit einer Performance von Lorand Lajos & Anne Wellenreich und einem Konzert von Dennis und die buttplugs / Kunstarkaden, „Unterwegs im Zauberwald“ / Galerie Handwerk, Alexander Dee: „Die Männer in Subs Boudoir“ / SubJahresgaben / Kunstverein,  Edition Paraffin / Streitfeld Projektraum, Leo von König: „Liebe, Kunst & Konventionen“ / Buchheim-Museum und Berlin Kink Collective Time to Shine: „Bound by Trust“ ft. L’ Adios, Terry Saunders, Willi Tomes & Delia Vair / Retramp Gallery; Eröffnung des Moosacher Zwischennutzungsprojekts Karli 17; Diskussionsabend von Verdi mit Herta Däubler-Gmelin zum Thema „Sind die Zeiten von Berufsverboten wirklich vorbei?“ / Fat Cat (Alter Gasteig); „Bayern nach der Wahl“ – Akademiegespräch im Bayerischen Landtag mit Astrid Séville, Michel Friedman & Thomas Petersen / Maximilianeum; Buchparty von &Töchter zu „Conscious You“ / Happy Mond Yoga Neuhausen; Festakt zum Bayerischen Verfassungstag / Hofbräuhaus; Klage von Benjamin Ruß gegen den Freistaat Bayern in Sachen Berufsverbot an der Technischen Universität München / Arbeitsgericht; Ausstellung zum 85. Geburtstag von Herbert Achternbusch / Schiller 38; Kostümverkauf / Gärtnerplatztheater; „Andere Bücher“ – Markt der unabhängigen Verlage / Literaturhaus; Open House mit Winterfest / Silent Green; „Dance the Oyster“ mit DJ Annika Line Trost / Weltwirtschaft im Haus der Kulturen der Welt; Gruppenausstellung und Gesprächsrunde „Healing the Vulva“ / Studio Tanja Fügener; Buchpräsentation „Georg Kolbe im Nationalsozialismus“ / Georg-Kolbe-Museum; Thomas Ostermeiers „Die Ehe der Maria Braun“ nach Rainer Werner Fassbinder / Schaubühne; „Das Versprechen – Architekt BV Doshi“ mit anschließendem Gespräch zwischen Regisseur Jan Schmidt-Garre und Niklas Maak / fsk; „Legalize Neuss – Der Mann mit der Pauke wird 100“ / ufaFabrik; „Prosa der Verhältnisse“ mit anschließender Jubiläumsparty / Gorki; Luk Percevals „1984“ nach George Orwell / Berliner Ensemble; The Prodigy / Velodrom

Donnerstag, 23. November 2023

Agora (9): Nico Hofmann über Kritiker*innen

Am 21. November 2023 ist Samira El Ouassil für ihren Essay „Wie ich lernte, Barbie (nicht) zu lieben“ mit dem Michael-Althen-Preis für Kritik ausgezeichnet worden. Anläßlich der Preisverleihung im Deutschen Theater Berlin hielt der Filmproduzent und Regisseur Nico Hofmann eine „Suada“ über Filmkritiker*innen, um El Ouassil zu zitieren. Den Text hat Hofmann gemeinsam mit Thomas Laue entwickelt. (Mein Twitter-Thread von der Preisverleihung.)

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
lieber Claudius Seidl, liebe Familie Althen, 
liebe Jury, 
und natürlich liebe Preisträgerin: liebe Samira El Ouassil! 

Heute hier sprechen zu dürfen, bedeutet mir viel, und ich möchte Dir, lieber Claudius, sehr für diese Einladung danken. Zum einen, weil ich mich Michael Althen, dessen Namen der Preis trägt, sehr verbunden fühle. Ich weiß, wie schwer es ist, die Vergabe eines solchen Preises über so einen langen Zeitraum aufrechtzuerhalten. Man kann Engagement und Leidenschaft gar nicht stark genug würdigen. 

Zum anderen ist das, wofür dieser Preis und sein Namensgeber stehen, heute vielleicht so wichtig wie selten zuvor. 

Die Art von Kritik, für die wir Michael Althen bewundert und verehrt haben, und die bis über seinen viel zu frühen Tod hinauswirkt, war immer kostbar, und sie ist es heute mehr denn je:

Nicht selten beschränkt sich die öffentliche Beschreibung von Kunst – welcher Form auch immer – derzeit auf ein schnelles Urteil, eine plakative Meinung oder im schlimmsten Fall eine schlechtgelaunte, pointierte Vernichtung. Die Fähigkeit und auch die Geduld und der Mut zu einer neugierigen und dabei spürbar persönlichen Auseinandersetzung mit dem Gesehenen, zu einer nicht nur analytischen, sondern auch emotional klugen Befragung sind beängstigend rar geworden.

Und auch auf die Gefahr hin, mich hier dem Verdacht eines Kulturpessimismus auszusetzen, möchte ich hinzufügen: Möglicherweise ist diese Art kritischer Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur zurzeit auch nicht unbedingt überall so besonders gefragt.

In vielen deutschen Feuilletons wird der Platz für Film- oder Theaterkritik sukzessive zusammengestrichen. Zu wenig Leser, zu wenig Klicks, zu kompliziert in der Wahrnehmung.
Aber auch bei vielen Kunstschaffenden hat die Kritik derzeit einen schlechten Ruf. Man muss nicht unbedingt den vielzitierten Satz einer Hamburger Theaterintendantin heraufbeschwören, die Kritik sei „die Scheiße am Ärmel der Kunst“, um festzustellen, dass es mit dem Verhältnis zwischen Kreativen und ihren Rezensenten nicht zum Besten steht.

Um so wichtiger ist es, dass wir uns einmal mehr daran erinnern, was Kritik eigentlich zu leisten vermag. Für uns als Künstler. Aber prototypisch auch für unsere Gesellschaft an sich. Kritik im Sinne eines Michael Althen, der zweifelsohne einer der Genauesten und zugleich einer der liebevoll Subjektivsten seiner Zunft war – und dabei immer ein unermüdlich Suchender.

Ich bin Filmemacher und Produzent, meine Profession ist es seit nun fast vierzig Jahren, Geschichten in Worten und in Bildern zu erzählen, und dafür Figuren zu erschaffen, Schicksale abzubilden, Welten zu erfinden. Von der Idee für einen Film bis zu dem Moment, wo er in die Kinos kommt oder im Fernsehen zu sehen ist, vergehen viele viele Jahre.

Film ist seinem Wesen nach ein deutlich weniger schnelllebiges Geschäft, als man gemeinhin denkt. Es braucht viel Zeit und noch viel mehr Arbeit bis aus einer Idee ein Drehbuch entsteht. Es ist ein aufregender aber eben oft auch ein unendlich mühsamer Weg voller Hürden, Zweifel und Unwägbarkeiten – in jeder einzelnen Etappe ist man als Filmemacher dem Scheitern meist deutlich näher als dem ersehnten Erfolg.

Auch wenn an diesem Prozess auf einer langen Wegstrecke hunderte von Menschen beteiligt sind, bleiben der kreative Prozess und das, was wir am Ende so geheimnisvoll das „Filmemachen“ nennen, im Kern ein sehr intimer Prozess.
Ich selbst gehe dabei trotz jahrzehntelanger Erfahrung immer wieder durch alle Höhen und Tiefen sämtlicher emotionaler Zustände.

Euphorie und Leidenschaft liegen dabei oft ganz nah bei Verzweiflung und Depression, Schaffensmanie und Sendungsbewusstsein unmittelbar neben Angst und Ratlosigkeit, und nicht selten schlägt auch der unumstößliche Entschluss zur bedingungslosen Kapitulation in kürzester Zeit um in Paranoia und Größenwahn.

Wahrscheinlich braucht es in einem kreativen Prozess ein bisschen von all dem, damit am Ende der Film entsteht, den man machen will. Denn natürlich – wie könnte es anders sein – ist ein Film NIE fertig. NIE so, dass er aus der Sicht derer, die ihn machen, nicht noch ein bisschen besser sein könnte.
Mir selbst wird diese Vergeblichkeit des Strebens nach Perfektion jedes Mal wieder neu bewusst, wenn einer meiner Filme Premiere hat, wenn ein Saal voller bis dahin gänzlich Unbeteiligter meinen Film sieht. Oder schlimmer noch, wenn – für mich unsichtbar – Millionen Zuschauer zuhause den Fernseher einschalten.

Ich erlebe dann den ganzen langen Schaffensprozess noch einmal. Denn auch ich sehe nun meinen eigenen Film mit den Augen des Publikums – neu.

Und plötzlich fallen mir all die Stellen auf, die ich anders hätte schneiden müssen, die Wendungen, die wir so viel besser hätten erzählen können, oder im schlimmsten Fall die Bedeutungsebenen, die ich nicht gesehen habe, aber die doch so wichtig gewesen wären.

Es ist ein oft schmerzhafter aber auch ein befreiender Moment. Denn bei all der Erkenntnis der eigenen Unzulänglichkeit und des Zweifels, sehe ich noch etwas: Ich sehe, wieviel von all den Menschen, die diesen Film gemeinsam geschaffen haben, in ihm steckt. Wie viele Gedanken, wieviel Haltung, wieviel Leidenschaft – ein Stück von der Seele all derer, die daran beteiligt waren.

Und ich sehe, warum wir diesen Film gemacht haben: Weil wir etwas erzählen wollten, etwas mitteilen, uns an der Welt reiben, die wir da draußen vorfinden.

Und ich weiß in dem Moment, dass das Herstellen dieses Filmes jetzt zwar abgeschlossen ist, aber dass mein Prozess deshalb noch lange nicht vorbei ist. Denn nun beginnt das, wofür wir unsere Filme in die Welt setzen: Jetzt kommt die Reaktion, auf das, was wir zu erzählen haben.

Die Auseinandersetzung beginnt, die Debatte, und im besten Fall entsteht so etwas wie ein Dialog. Zwischen dem, was wir mit unserem Film über die Welt erzählen und dem, was diese Welt auf unseren Film zu erwidern hat. So wünsche ich mir, dass sich diese Gesellschaft mit dem auseinandersetzen möge, was wir ihr hier anbieten.

Und dafür braucht es die Kritik. Indem Sie beschreiben, was Sie gesehen haben, es einordnen, es beurteilen, es kritisieren. Indem Sie antworten. Film braucht diese Reaktionen, damit er lebt. Und ich persönlich brauche sie auch. Ich wünsche sie mir.

Und wenn ich ehrlich sein soll: Möglichst viel davon. Denn die Arbeit an und mit meinem Film geht ja weiter. In der Auseinandersetzung mit dem, was ich erzählen wollte und dem, was davon bei den Zuschauern ankommt, was es auslöst. Ich will wissen, ob ich verstanden worden bin, ob mein Film beglückt oder verstört, ob er Denkräume öffnet oder wütend macht. Oder, am schlimmsten: ob er den Menschen gleichgültig ist.

Dabei ist es oft die Vielstimmigkeit, aus der ich den größten Nutzen ziehen. Die Pluralität der Reaktionen und Meinungen führt wiederum bei mir zu der größten Reaktion. Zu einem Hinterfragen meiner eigenen Haltung, zu neuen Ideen, neuen Gedanken.

Natürlich ist dabei Kritik nicht gleich Kritik. Wobei wir wieder am Anfang wären. Denn unter all denen, die kritisieren, gibt es die, die herausstechen. Weil sie nicht nur urteilen, sondern sich einlassen. Weil sie nicht nur kalt beschreiben, sondern dabei sich selbst, ihre Haltung, ihr Denken, ihr Fühlen, zur Verfügung stellen. Weil sie neugierig sind. Weil sie nicht nur werten, sondern suchen.

Weil sie den Film abgleichen mit der Welt, in der sie leben, ihn auf diese Welt beziehen und dadurch auf sich selbst. Weil sie ihm Fragen stellen, und dabei in dem, was ich geschaffen habe, manchmal etwas entdecken, was ich selbst noch gar nicht gesehen haben. Und so Antworten geben auf neue Fragen, die ich mir vielleicht jetzt erst stelle.

Kritik, die sich auf diese Weise einlässt, kann treffen. Sie kann verletzen, sie kann Grenzen überschreiten, und sie kann verstören. Aber sie kann auch stärken, und sie kann überraschen. Und sie kann etwas bewegen. Ich höre sie, und ich nehme sie ernst. Denn sie kann Räume öffnen, die wiederum den künstlerischen Prozess verändern. Räume, in denen eine Diskussion geführt werden kann, eine Debatte. Solche Kritik kann beglücken. Und so kommt es vor, dass ich etwas lese und dabei denke: Möge es doch immer so sein.

Und dann hebe ich den Blick und stelle fest: Ist es natürlich nicht immer. Immer seltener in der journalistischen Beschreibung von Kultur, eher immer seltener im Diskurs des Feuilletons. Aber auch immer weniger – so muss man hinzufügen – in der gesellschaftlichen Diskussion. Denn so wie die offene, sich einlassende Auseinandersetzung mit Kultur kostbar geworden ist, so ist auch die die öffentliche Debatte mühsam geworden.

Es scheint, als hätten wir bisweilen auch in der Auseinandersetzung über unsere Gesellschaft und im Reden miteinander verlernt, uns mit unserem Gegenüber auseinanderzusetzen. Verlernt, uns auf einen anderen Standpunkt als den eigenen einzulassen. Zu befragen, was wir gesehen haben, in der Hoffnung, etwas zu entdecken oder zu verstehen, was wir noch nicht kannten oder wussten.

Es ist leicht geworden, eine Haltung zu haben und sie energisch zu vertreten. Am besten und am einfachsten in der eigenen Blase. Aber es scheint schwer für uns geworden zu sein, die eigene Haltung mit der von anderen abzugleichen, wenn sie sich von unserer eigenen unterscheidet. Und noch schwerer, uns selbst dabei in Zweifel zu ziehen, uns in einer Diskussion mit anderen mit all dem, was wir sind und denken, selbst zur Verfügung zu stellen.

Statt miteinander, reden wir übereinander, urteilen über die anderen und über die Welt, statt sie zu beschreiben oder zu befragen. Und manch einer weigert sich gar, die Welt, wie wir sie vorfinden, überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Aber wie sollen wir fruchtbar unterschiedlicher Meinung sein, wenn wir uns nicht einmal darauf einigen können, worüber wir eigentlich gerade diskutieren?

Die Nominierten des Michael Althen Preises und nicht zuletzt die diesjährige Preisträgerin zeichnen sich dadurch aus, dass sie genau hinschauen, dass sie neugierig sind und dass sie nicht aufhören zu fragen und zu suchen. Sie sind oft radikal subjektiv und extrem meinungsstark – aber sie verlieren dabei trotzdem nie den Bezug zur Welt. Dabei spricht oft Zweifel an der Verfasstheit dieser Welt aus ihnen, aber nie Verachtung, sondern Empathie, manchmal sogar so etwas wie Liebe.

Ich bin mir sicher, das hätte Michael gefallen. Es ist gut, dass es diese Nominierten und ihre Texte gibt. Und es ist gut, dass es diesen Preis gibt. Denn auf nichts davon können wir gerade verzichten.

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit.

Update zum Feedback

Feine erste Sätze (65)

„Trust no one—not even me—who tries to tell you Ridley Scott’s Napoleon is any good.“

Stephanie Zacharek über Ridley Scotts „Napoleon“ im „Time Magazine“.

Dienstag, 21. November 2023

Traumtagebuch (16): Blowjobs im Fernsehen

Zu Besuch bei meinem Frankfurter Bruder, der aber in meinem Traum kein Modernes Antiquariat betreibt, sondern eine Art Kaufhaus für Gebrauchtes und Ramschware aus Konkursmassen. Bücher, Mode, Möbel. Viele Räume, aber sehr verwinkelt angeordnet. Vor dem Gebäude steht das Fahrzeug eines Privatsenders. 

Eine Frau spricht mich an, die darin für die Sendung geschminkt worden und recht aufreizend angezogen ist. Ihre starke Akne ist nicht zu übersehen. Es ist eine alte Bekannte, die mich erkannt hat. Sie erzählt, dass sie gerade für den Sender ein neues Reportageformat dreht, bei dem sie im Nachtleben unterwegs ist und die Kamera hautnah dabei. Letzte Nacht hätte sie dafür 120 Schwänze gelutscht. Nicht gern, aber die Redaktion würde das von ihr erwarten. Die kommende Nacht würde der Dreh fortgesetzt werden und sie fragt, ob ich sie dabei nicht begleiten will. 

Ich lasse mich darauf ein. Nicht vor der Kamera, sondern im Hintergrund, für sie in Sichtweite. Zwischen den Aufnahmen kraule ich ihr immer den Kopf. Wenn sie schon in der Richtung aktiv ist, schlage ich ihr vor, den Bekanntheitsgrad aus dem Fernsehen später zu monetarisieren, indem sie OnlyFans nutzt. Wir werden ein Paar.

Montag, 20. November 2023

Wochenplan (Updates)

Baustellenführung Elisabethmarkt; Podiumsdiskussion „Feindbild Israel und Auswirkungen auf Deutschland“ / Fat Cat – Alter Gasteig; Vernissagen Jan Kuck: „Never Again“ / Rathausgalerie, Günter Fruhtrunk: „Die Pariser Jahre (1954–1967)“ / Lenbachhaus, „Operation Finale – Die Ergreifung und der Prozess von Adolf Eichmann“ / Museum Ägyptischer Kunst, „Drawing Rooms“ / Klüser, Charity-Ausstellung / Thaddaeus Ropac Salzburg, „Witches in Exile“ / Fünf Kontinente, „Vehikel“ / Platform; Krippenausstellung / Diözesanmuseum Freising, Christopher Thomas: „25 Jahre. Fotografien 1998–2023“ / Bergson Pop-up und Rachel Ruysch: „Nature into Art“ / Alte Pinakothek; „WeibsBilder 1977–1988“ / Favorit-Bar; Anke Engelke & Michael Ostrowski: „The Return of the Onkel“ / Kammerspiele; PhönixNight – Münchner Wirtschaftsnacht für Unternehmer*innen mit Migrationsgeschichte / IHK;  Buchvorstellung und Podiumsdiskussion „Geschichte der Homosexualität seit 1945“ / Institut für Zeitgeschichte; „Was anderes machen – Ein Festival zu 60 Jahren Kleines Fernsehspiel“ / Silent Green Berlin; Verleihung des Michael-Althen-Preises für Kritik an Samira El Ouassil / Deutsches Theater Berlin; Studienvorstellung und Diskussion „Frühe Ungleichheiten - Zugang zu Kindertagesbetreuung aus bildungs- und gleichstellungspolitischer Perspektive“ / Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin; Deutscher Zukunftspreis / Station Berlin, Livestream & ZDF„Was uns antreibt: Energie und energeia zwischen Politik und Poetik“ / Akademie der Künste Berlin; Ashnikko (Foto) / Huxley's; BBA Photography Prize / Kühlhaus Berlin; Podiumsgespräch „Antisemitismus(kritik) in Kunst und Kultur“ mit Stella Leder, Barbara Mundel, Christian Stückl und Nikolas Lelle / Volkstheater; Dream Wife / Ampere; Hanns Zischler & Barbara Vinken: „Haute Couture nur für die Bühne: Die Kostümbildnerin Moidele Bickel“ / Theatermuseum; Pressekonferenz zum Kultursommer im Passionstheater Oberammergau / Schmock; „Munich Dance Histories: Zur Geschichte des Freien Tanzes in München ab 1900“ – Salon & Symposium / Lenbachhaus; Lea Pilone: „Polizei und Rassismus in Deutschland“ / Barrio Olga Benario;  Einweihung des Prinzregent-Garten; Preisverleihung Pressefoto Bayern 2023 / Maximilianeum; Ennio-Morricone-Retrospektive: „Sacco e Vanzetti“ und Dario Argentos „La sindrome di Stendhal“ / Filmmuseum; Babymetal / Zenith; Open Studios / Platform; Eröffnung des queerfeministischen Buchladens Glitch; TSV 1860 München vs. SpVgg Unterhaching / Grünwalder Stadion & Bayerisches FernsehenLesung mit Friedrich Ani & Franz Dobler / Optimal; „Wetten dass..?“ / ZDF; „Jetzt oder nie“ – Ein Liederabend von Florian Paul und Max Rothbart / Residenztheater; „Les Olympiades, Paris 13e“ / Filmmuseum; Stefan Maria Marb: „Lazarus – A White Shadow“ / Einstein; „Roland Klick – The Heart is a Hungry Hunter“ in Anwesenheit der Regisseurin Sandra Prechtel / Werkstattkino; Kino-Asyl-Festival / Werkraum; Verleihung des Marieluise-Fleißer-Preises an Lena Gorelik

Montag, 13. November 2023

Wochenplan (Updates)

Bayerischer Tourismustag / Design Offices Macherei; Buchpräsentation „Zuhause im Café“ / Fausto Kaffeerösterei; Verleihung der Schwabinger Kunstpreise / Schauburg; Kundgebung für einen wirksamen Aktionsplan Queer in Bayern / Staatskanzlei; Konstantin Wecker: „Utopia 2.0 – Wir werden weiter träumen“ / Circus Krone; Pressekonferenz Winter-Tollwood; Pressekonferenz der Narrhalla zum Karl-Valentin-Orden; Hjalmar Fors: „Kontextuelle Praxis. Know-hows. Making-Knowing. Alchemy, Metals, and Natural Magic“ / Akademie der Bildenden Künste; Buchvorstellung Yuriy Gurzhy: „Richard Wagner und die Klezmerband – Auf der Suche nach dem neuen, jüdischen Sound in Deutschland“ / Jüdisches Museum; Buchpräsentation Steve McCurry: „Devotion. Hingabe“ / Amerikahaus; Mobilitätsausschuss / Rathaus; Pressegespräch „Sternstunden“ / Funkhaus; Falstaff Schaumweinfestival / Ruby Lilly; IT-Ausschuss / Rathaus; Bürgerversammlung Maxvorstadt / St. Markus; Vernissagen Doreh Schütz: „Fine Art“ / Pulpo Gallery im Bergson am Marienplatz, „Münchner Meisterklasse X“: Annemarie Faupel (Foto) und Steffen Kern / Kunstforum Münchner Bank, Gerald von Foris: „Schädel“ / Valentin-Karlstadt-Musäum, Daniela Benz / Eccoland, arkadenale: Klasse Kogler – „10 Days“ / Kunstarkaden und Beastiestylez & Friends: „Der blaue Vogel“ / Farbenladen; Eröffnung des Literaturfests / Haus der Kunst; Circular Republic Festival / Munich Urban Colab; Gedenkveranstaltung für Therese Treumann sowie Doris, Heinrich und Martin Flaschner / Seidlvilla und anschließend Anbringung der Erinnerungszeichen / Haimhauser Straße 2; Ruffini on Tour – „Kreativ und Zirkulär?“ / Kunstlabor 2; Verleihung des Kulturpreises Bayern / Eisbach-Studios; Optimal Instore-Gig: The Zenmenn; Bambi / Wolfgang-Petersen-Halle der Bavaria & Sat.1; Sondervorführung des Dokumentarfilms über Klimaaktivist*innen im Hambacher Wald, „Vergiss Meyn nicht“, in Anwesenheit von Konstantin Wecker und den Regiseur*innen / Filmtheater am Sendlinger Tor; Premiere „Once upon a Mattress“ / Prinzregententheater; hackaTUM / Campus Garching; Rumänisches Filmfestival / Filmmuseum; „L'Opéra – Dancing in Paris“ – zweite Staffel / ZDFneo; Ronen Steinke & Mirjam Zadoff: „Gewalt und Gedächtnis – Warum wir eine globale Erinerungskultur brauchen“ / Literaturhaus; Open Weekend mit offenen Ateliers und Open Stage / Kunstlabor 2; „Giftiges Erbe – Brauchen wir einen Kanon?“ Symposium über den Umgang mit Klassikern / Kammerspiele; Toto-Pokal: FC Pipinsried vs. TSV 1860 München / Hauptplatz FC Pipinsried & Bayerisches Fernsehen; Luzi: „Hiden Under Wire“ / Maudit Press; Mama geht tanzen / Mint; Hommage an Yoko Ono – Judith Huber, Olaf Becker und Masako Ohta: „Screaming Clouds and Flying Grapefruit“ / schwere reiter; Premiere „Andersens Erzählungen“ / Residenztheater; Punchlines Stand-up-Comedy / Boxwerk; PIN. Benefizauktion / Pinakothek der Moderne

Samstag, 11. November 2023

Stuck-Villa muss umziehen

Ende Juli organisierte die Villa Stuck noch eine Parade der italienischen Künstlerin Marinella Senatore vom Museum in der Prinzregentenstraße Richtung Innenstadt. Nächstes Jahr folgt nun quasi das Museum selbst, denn am 11. Februar werden alle Museumsräume geschlossen und ausgeräumt, während der Ausstellungsbetrieb provisorisch an einem Interimsquartier in der Goethestraße 54 fortgesetzt wird. 
Das Stammhaus am Friedensengel ist schön, aber marode. Das ehemalige Atelier und Wohnhaus Franz von Stucks wurde zwar erst vom 1999 bis 2004 generalsaniert, aber die technischen Anlagen hinter der neoklassizistischen Fassade seien eben nach zwanzig Jahren bereits wieder an das „Ende ihrer Gebrauchsfähigkeit“ angelangt, wie das Kulturreferat am Donnerstag mitteilte. Außerdem wären an der Fassade notwendige Sanierungen zum Substanzerhalt und der Verkehrssicherheit nötig. Zusätzlich sollen die extrem verschachtelten Ausstellungsräume, die für jeden Besucher zur Herausforderung werden können, endlich etwas mehr Barrierefreiheit bieten. 
„Mit der Erneuerung der Klima- und Sicherheitstechnik wird das Baudenkmal Villa Stuck und seine Kunst geschützt“, erklärte Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer. „Und wenn wir schon bauen, verbessern wir auch gleich die Zugangssituation. Durch die Neuordnung des Wirtschaftshofs entsteht ein barrierefreier Zugang. Auch im Inneren werden wir etwas für die Barrierefreiheit in diesem denkmalgeschützten Gebäude tun.“ 
Die Museumssammlung geht währenddessen auf Reisen. Am vorübergehenden Standort im Klinikviertel will das Team der Villa Stuck stattdessen mit einem „experimentellen Programm aus Ausstellungen, Veranstaltungen und Kunstvermittlung“ in der Münchner Öffentlichkeit weiterhin zumindest etwas Präsenz zeigen. 
Die Wiedereröffnung der Stuck-Villa sei für den Sommer 2025 geplant, die Sanierungskosten werden mit rund 14 Millionen Euro beziffert. Beides Zahlen, die bei solchen Vorhaben mit Vorsicht zu genießen sind. „Von einem gewissen Punkt gibt es keine Rückkehr mehr“, wird in der aktuellen Ausstellung „Kafka 1924“ (Foto) der Schriftsteller auf einem Plakat zitiert. Zumindest diese Furcht ist unbegründet.
Eine Version dieses Textes erschien zuerst in der „tz“ vom 10. November 2023.

Freitag, 10. November 2023

BILD schafft ihre stummen Verkäufer ab

Das Ende der „Klaukästen“ (und damit leider ebenso der Zeitungsschürzen) – jetzt baut auch „BILD München“ die stummen Verkäufer ab. Wie das Medienfachmagazin „Clap“ heute meldet, beendet der Axel-Springer-Verlag zum 20. November den Verkauf der Zeitung auf diesem Vertriebsweg. In Köln ist das bereits so umgesetzt worden, weitere Städte sollen folgen. 
Zuvor hatte die „Abendzeitung“ bereits in den letzten Jahren nach ihrem Konkurs und der Übernahme durch den Straubinger Verleger Martin Balle diesen Vertriebsweg drastisch reduziert, der spätestens Kult war, seitdem Baby Schimmerlos sich in Helmut Dietls „Kir Royal“ an den Zeitungskästen bedient, ohne dafür zu zahlen.

Dabei war München früher die Hauptstadt der stummen Verkäufer mit bis zu sieben nebeneinander: „Süddeutsche Zeitung“, „Münchner Merkur“, „Abendzeitung“, „tz“, „BILD“, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und „Welt“. 

Update vom 20. November 2023: Nachdem „BILD München“ heute die stummen Verkäufer stillgelegt und zum Teil auch schon abgebaut hat, wirbt die „tz“ mit einer Serie von Zeitungsschürzen um die bisherigen „BILD“-Leser.

Disclaimer: Der Autor arbeitet unter anderem auch für die „tz“.




Münchner Hauptsynagoge Ohel Jakob: Gedenk- und Festakt zum 20. Jahrestag der Grundsteinlegung

Donnerstagabend wurde der 20. Jahrestag der Grundsteinlegung für die neue Münchner Hauptsynagoge (Foto) am Sankt-Jakobs-Platz mit einem Gedenk- und Festakt gefeiert. Es war eine Feier in schweren Zeiten.
„Wir leben, leider, in einer Zeit der Desillusionierung. Was vor 20 Jahren undenkbar gewesen wäre, ist heute Tatsache. Rechtsextreme in unseren Parlamenten. Offener Judenhass auf deutschen Straßen. Kämpfe gegen Deutschlands Erinnerungskultur von rechts und von links. 
Jüdische Menschen, die am liebsten wieder unsichtbar sein möchten. 
Und noch etwas, das wir nie für möglich gehalten hätten: Ein Pogrom an Juden – in Israel“, sagte Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern beim Festakt in der Hauptsynagoge Ohel Jakob am Sankt-Jakobs-Platz. 
Desillusionierung prägte ihre Rede wie auch die von Alt-OB Christian Ude. Zwei von vielen Rednern, darunter Ministerpräsident Markus Söder, Oberbürgermeister Dieter Reiter und der ehemalige Ministerpräsident Edmund Stoiber. 
Da verliert man schon einmal den Überblick. Als Landtagspräsidentin Ilse Aigner zum Rednerpult schritt, unsicher, ob sie überhaupt schon dran sei, schickte die Moderatorin sie mit sanftem Tadel zurück auf ihren Platz. In Bayern müsse man das Programm schließlich „gscheit“ durchziehen. Nur um Aigner dann prompt, aber eben offiziell zu ihrer Rede zurück ans Pult zu rufen. 
Wer die Erinnerungskultur als „Schuldkult“ diffamiere, mit Terroristen sympathisiere, Islamismus glorifiziere und zu Hass aufrufe, der überschreite Grenzen. Niemand solle sich täuschen: „Unsere Demokratie ist wehrhaft, der Rechtstaat schlagkräftig“, warnte Aigner. 
Wie wichtig das ist, sah man schon bei der Grundsteinlegung 2003, als Münchner Neonazis einen Sprengstoffanschlag auf die Baustelle am Sankt-Jakobs-Platz planten. 
Die Sorgen wurden seitdem nicht kleiner. „Wir dürfen nicht zulassen, dass Gruppen wie die AfD dafür sorgen, dass wir Demokraten den Mut verlieren“, mahnte Söder beim Festakt zum 20. Jahrestag der Grundsteinlegung. „Wir sind die Mehreren; wir sind die Stärkeren; und wir wollen, dass unsere Demokratie so bleibt, wie wir uns das vorstellen“, sagte Söder. 
Es war ein Abend voller Unsicherheit und Sorge, Liebe und Emotionen, aber dank Ude auch nicht ohne Witz: „Vom neunten Textbeitrag erwartet man nur, dass er zum Ende kommt“, begann er seine Rede, ohne sich etwa deshalb auch nur annähernd kurz zu fassen.

Unter Verwendung meines Berichts, der zuerst in der „tz“ vom 10. November 2023 erschienen ist.

Mittwoch, 8. November 2023

Rainald Goetz und Nicolaus Sombart

Bei Rainald Goetz rechne ich immer mit allem, aber als in der Berliner Uraufführung seines neuen Stücks „Baracke“ am Deutschen Theater der Name Nicolaus Sombart fiel, war ich doch etwas überrascht. 

Unruhig, schlaflos. In die Küche. Lese Nicolaus Sombarts Rendevous mit dem Weltgeist, kreuz und quer, dann länger über freie Liebe, davor aufgeräumt. Wieder ins Bett. Einsatz bei Ada. Liebe als Form der Kontrolle, auch falsch. Permanentes Aufräumen nebenher. Und unermüdliche Freude an der Wiederholung der simpelsten Dinge, in Worten: Kind.

(Zitiert aus dem Textbuch, das mir der Suhrkamp Theaterverlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Wenn ich mich recht erinnere, wird in Claudia Bossards Inszenierung der Satz mit Nicolaus Sombart zweimal hintereinander gesagt. Das Stück wird im Frühjahr 2024 bei Suhrkamp im Sammelband „Lapidarium“ veröffentlicht werden.)

Da Goetz nicht nur bei der Premiere anwesend war, sondern auch in der zweiten Vorstellung am 26. September, und sich anschließend in einem Vortrag und Gespräch dem Publikum stellte (Foto), nutzte ich die Gelegenheit, ihn darauf anzusprechen (Timecode 30:30).

Er meinte, dass es nur Zufall gewesen sei, ausgerechnet Nicolaus Sombart zu erwähnen. Er hätte „überhaupt keinen Bezug“ zu ihm, aber in einem Buch von ihm gelesen und dieses Faktum im Stück aufgenommen. „That's it!“. Wobei, „man könnte noch sagen, ich weiß von einem Gerücht, diesen Autor betreffend“, … aber er könnte „schon dieses Gerücht nicht kohärent wiedergeben“.

Montag, 6. November 2023

Wochenplan (Updates)

DJV-Verbandstag / Maritim Magdeburg; „Parlament“ – dritte Staffel / One; Trauerfeier und Beisetzung Andreas Thierry / Nordfriedhof; Eröffnung der Rumänischen Kulturtage / Sudetendeutsches Haus; Robert Andreasch: „Zweiter NSU-Untersuchungsausschuss – Bilanz und Konsequenzen“ / Kurt-Eisner-Verein; Bayerischer Buchpreis / Allerheiligen-Hofkirche; Arab Strap / Rote Sonne; Caritas-Award / Künstlerhaus am Lenbachplatz; Dokudrama „Ich bin! Margot Friedländer“ / ZDF; William Fan Pop-up-Store; Verleihung des Georg-Elser-Preises an Yirgalem Fisseha Mebrahtu / NS-Dokumentationszentrum; Vernissage Bernd Zimmer / Galerie Wolfgang Jahn; Gen AI Wednesday/ Lost Weekend; „Bibliotheken anders öffnen“ – Symposium der Münchner Stadtbibliothek zur Frage, welche Rolle Bibliotheken als öffentliche Räume in der Stadtgesellschaft haben / HP8; Ennio-Morricone-Retrospektive: Dario Argentos „Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe“ / Filmmuseum; Meredith Monk: „Calling“ (Foto) / Haus der Kunst; Gedenk- und Festakt zum 20. Jahrestag der Grundsteinlegung des Jüdischen Zentrums München und der Hauptsynagoge Ohel Jakob; Rumänisches Filmfestival / Filmuseum; Demokratie im Abwehrmodus. Bayern im Krisenjahr 1923 – Andreas Wirsching: „Der Hitler-Ludendorff-Putsch als Herausforderung der Demokratie? Wirkung, Deutung, historische Einordnung“ / Bayerisches Hauptstaatsarchiv & Livestream; Cheers Demo-Listening / Kranhalle; ASAP Twelvyy Pop-up-Tour / ThatboiiGala zum 30-Jährigen der Bayerischen Theaterakademie August Everding / Prinzregententheater; MaksiMum Bar mit Emre Akal / Kammerspiele; Instore Gig: Dobler and A Million Mercies / Optimal Records; Kanka Tramboo: „The Forlorn Sailors“ / Salon Maudit; „Rote Räte“ – Dokumentarfilm über die Münchner Räterepublik 1918/19 in Anwesenheit des Regisseurs Klaus Stanjek / Werkstattkino; Sound of Music Now / Kranhalle; Footwork Live Session / Boxwerk WerkbarTwo in a Row / Bahnwärter Thiel; Gedenkveranstaltung der DGB-Jugend für die Opfer des Nationalsozialismus / KZ-Gedenkstätte Dachau; Jewish Chamber Orchestra Munich: Kofflers Schicksal – Goldberg-Variationen / Kammerspiele 

(Foto: Meredith Monk hanging over Gary Gladstone, 1964 Sarah Lawrence Yearbook)

Freitag, 3. November 2023

Poparazzi (12): Medientage München

Bekannt aus Tweets, Blogs und der Medienfachpresse. Also überhaupt nicht. Dennoch erkennen mich immer wieder Fremde. Oder flüchtige Bekannte halten mich für wichtig. Und schießen mich ab. 

Eine Kollegin hat mich während der Münchner Medientage im House of Communications abgelichtet.