Freitag, 8. Mai 2026
Buchhaltung à la MVG – oder wie eine Rechnung bei Twitter & Co. über 300.000 Aufrufe generierte
Mittwoch, 6. Mai 2026
Derzeit keine Münchner Sozialtickets mehr aus den DB-Fahrkartenautomaten (Updates)
Der Fortschritt, sprich: der Trend zu Entbürokratisierung und Digitalisierung führt höchstens dazu, dass man sich beim Verkauf der Fahrausweise zunehmend aus der dinglichen Welt verabschiedet. Das Deutschlandticket: ein Handyticket und in Ausnahmefällen vielleicht noch als Chipkarte. Die Bahncard: digital in der Bahn-App hinterlegt, dort aber keineswegs mit den Fahrkarten verknüpft, sondern gesondert zum Nachweis aufzurufen. Die örtlichen Verkaufsstellen für Fahrkarten wie Lottoannahmestellen, Kioske oder Servicecenter der Beförderungsunternehmen: radikal abgebaut. Und die MVG reduziert selbst die Fahrkartenautomaten an den Bus- und Tramhaltestellen massiv.
Der in den Augen von Bahn, MVV und MVG gute Fahrgast ist digital unterwegs, also für die Unternehmen dank bargeldlos gezahlten Abonnements und In-App-Käufen kostengünstig und für die Verkehrsforschung leicht auslesbar.
Mit einer Ausnahme: allen das Sozialticket Nutzenden. Die MVV-Monatskarte S ist ein Relikt. Um sie zu nutzen, anerkannt arm zu sein, braucht man noch einen mehrseitigen, mit Stempeln und Passbild versehenen, befristet ausgestellten und daher alle sechs bis zwölf Monate zu erneuernden Berechtigungsausweis, den München-, Rosenheim- oder Landkreispass.
Nun hat sich die Nachfrage nach der Monatskarte S seit der Einführung des Deutschlandtickets natürlich von durchschnittlich 26.550 monatlichen Sozialtickets Anfang 2023 auf 13.621 im Jahr 2024 nahezu halbiert. Aber je teurer das Deutschlandticket wird, desto interessanter bleibt das Sozialticket. Statt aktuell 63 Euro für das Deutschlandticket kostet die MVV-Monatskarte S für eine Landkreiszone gerade mal 27,90 Euro und für zwei Landkreiszonen oder die städtische Zone M 31,10 Euro. Erst ab zehn Zonen beziehungsweise M plus sieben Zonen ist ein Deutschlandticket günstiger. Wer etwa als Empfänger von Grund- oder Alterssicherung jeden Cent zweimal umdrehen muss, wird es sich also gut überlegen, für welche Fahrkarte er sich entscheidet.
Die MVG verzeichnet seit diesem Winter denn auch einen Anstieg von vier Prozent beim Verkauf der MVV-Monatskarte S. Das muss aber nicht an der Preiserhöhung des Deutschlandtickets von 58 auf 63 Euro liegen, sondern kann auch darauf zurückzuführen sein, dass der ÖPNV im Winter generell stärker genutzt wird als im Sommer.
Im Unterschied zum Deutschlandticket kann man die MVV-Monatskarte S aber nicht abonnieren und es gibt sie auch nicht als Handyticket. Sie ist – wie beispielsweise auch das BayernTicket – nicht übertragbar. Aber während man beim BayernTicket nur die Namen der Reisenden eintragen muss, ob bereits bei Buchung als Online-Ticket oder erst handschriftlich beim aus dem Automaten gezogenen Fahrausweis, ist es bei der MVV-Monatskarte S natürlich komplizierter.
Und auch wenn die Landeshauptstadt in den nächsten Jahren den München-Pass als digitalisierte Variante anbieten will, darf man gespannt sein, ob sich an der bürokratischen Ausstellung des monatlichen Sozialtickets für den Nahverkehr etwas ändern wird.
Denn im Städte- oder Landkreispass ist, dem Amtsschimmel sei Dank, eine siebenstellige Kontrollnummer eingetragen. Und diese Kontrollnummer muss man beim Kauf der Monatsmarke für den MVV angeben, damit das Ticket personalisiert wird. (Und die ausgedruckte Monatsmarke ist natürlich auch ein paar Millimeter zu groß, um problemlos in die dafür im Sozialpass vorgesehene Hülle zu passen.)
Die Alternative zu einer Kontrollnummer, die Monatsmarke ähnlich dem BayernTicket nur mit einer Namensangabe zu versehen, ist ausgeschlossen. Vielleicht damit zwei zufällig gleich heißende Grundsicherungsempfänger nicht den Staat hintergehen, indem sie sich ein Sozialticket teilen.
Kauft man nun eine Monatskarte S an einem der wenigen verbliebenden Fahrkartenautomaten der MVG, so gibt man während des Bestellvorgangs diese siebenstellige Nummer ein und erhält prompt die Marke. (Die MVG vertreibt 72 Prozent ihrer Sozialtickets via Automaten, drei Prozent über ihre Kundencenter und 25 Prozent über andere Verkaufsstellen.)
An den schicken neuen Bahnland-Bayern-Fahrkartenautomaten der DB an S- und Regionalbahnhöfen funktioniert das seit Mitte April nicht mehr. Natürlich kann man im Menü das MVV-Angebot aufrufen und dort wiederum die Monatskarte S. Dann fordert die DB, ähnlich der MVG, die Kundschaft auf, die siebenstellige Kontrollnummer aus dem Pass einzutippen. Doch welche Nummer man auch eingibt, stets erfolgt die Meldung: „Fehler. Prüfung der Eingabe erforderlich. Bitte überprüfen Sie die eingegebenen Ziffern und beachten Sie den Hinweis oben links.“Tilt. So oft man es auch versucht. Und selbst wenn man etwa aus dem Vormonat eine Monatsmarke S mit QR-Code besitzt und den alternativen Weg über den im Automaten eingebauten Scanner geht, führt das nicht zum Erfolg.
Die Deutsche Bahn bestätigte gestern auf Anfrage den Fehler, der ihr seit über einer Woche bekannt ist: „Ursächlich ist ein fehlerhaftes Softwareupdate der Automaten, das Mitte April aufgespielt wurde. Erst seit diesem Zeitpunkt ist der Erwerb des Tickets nicht mehr möglich, da die Berechtigungsnummer nicht akzeptiert wird.
Um den Fehler zuverlässig und nachhaltig zu beheben, spielt DB Vertrieb seit gestern ein entsprechendes Softwareupdate probeweise zunächst an einzelnen Automaten auf. Wenn diese Tests positiv verlaufen, kann das Update schon in den nächsten Tagen ausgerollt werden, sodass die Monatskarte S wieder an allen Automaten erworben werden kann.
Wir wurden über den Hinweis eines Kunden auf den Fehler aufmerksam, der Ende April bei uns einging. Darüber hinaus verzeichnet der Kundendialog keine ungewöhnliche Häufung von Beschwerden zum Thema.“
Update vom 6. Mai 2026: Offenbar war das Landratsamt Fürstenfeldbruck für die Problemerkennung mit ursächlich, das den Ablauf auch etwas anders schildert. „Am 29. und 30. April gingen im Landratsamt vereinzelte Rückfragen wegen Problemen beim Erwerb der Monatskarte S ein. Betroffen waren Fahrkartenautomaten an verschiedenen Bahnhöfen im Landkreis. Wir haben im Sinne der Fahrgäste unverzüglich Kontakt mit der Deutschen Bahn AG (DB) aufgenommen, damit das Problem dort schnellstmöglich lokalisiert und gelöst werden kann.
Die DB hat festgestellt, dass ein für die Automaten der S-Bahn München vorgenommenes Update des Hintergrundsystems zu einem Fehler geführt hat. Deshalb konnten an allen S-Bahn-Automaten im MVV-Raum ab diesem Zeitpunkt keine Monatskarten S für Mai erworben werden. Andere Verkaufsstellen waren nicht betroffen.
Zwischenzeitlich hat die DB einen sogenannten Hotfix aufgespielt, mit dem die Fehlfunktion nun behoben wurde. Probehalber am 5. Mai 2026 erst für den Landkreis Fürstenfeldbruck und ab 6. Mai nach dem erfolgreichen Test dann auch MVV-weit. Die Monatskarten S können inzwischen wieder über die Fahrkartenautomaten der S-Bahn-München bezogen werden.“
Auch den Landratsämtern Starnberg, Dachau und München lagen vor rund zwei Wochen Beschwerden dazu vor.
Montag, 26. Januar 2026
Erinnerungen an meinen Vater (26), den 54er-Bus und die Tramlinien 4, 20 und 22
Freitag, 27. September 2024
Das MVG-Museum muss auf seine Events verzichten
Ob München Spirits, der Modellbahn-Markt, der Kunst & Design Markt oder der Heldenmarkt, sie alle müssen sich künftig neue Locations aussuchen und etwa in die Wappenhalle oder die MTC World of Fashion ausweichen.
Das MVG-Museum selbst bleibt zwar erhalten, doch mit dem Beginn der Bauarbeiten am Tram-Betriebshof in der Ständlerstraße muss die MVG darauf verzichten, diese Event- und Ausstellungslocation weiter anzubieten. Womit den Stadtwerken auch Tausende von Euro aus den Mieteinnahmen jeder Veranstaltung entgehen.
Mit der Nutzungsänderung der 4000 Quadratmeter großen Halle ändern sich auch die Zuständigkeiten innerhalb der städtischen GmbHs. Bis Jahresende oblag das Museum der Zuständigkeit des Geschäftsbereichs SWM-Events. Nun, wo es keine externen Veranstaltungen und Einnahmen mehr geben wird, ist das hinfällig.
Wie es heißt, könnte die Abteilung Strategie Mobilität des Geschäftsbereichs Mobilitätsentwicklung und Innovation ab kommendem Jahr das MVG-Museum übernehmen. Die MVG wollte sich auf Nachfrage dazu nicht äußern, weil es sich um Interna handle.
Donnerstag, 7. Oktober 2010
Langweilt sich Petra Winter bei der „Cosmopolitan“?
Während Winter sich mit den Bildern für den Jungbäuerinnenkalender zu bewerben scheint, schwebt ihr beruflich weit höheres vor: „Irgendwann möchte sie in einer Führungsposition definitiv zurück zur Tageszeitung und sich einem weitläufigeren Spektrum an Themen widmen als jetzt bei der Cosmopolitan.“ Wobei Ihr aktueller Job auch nicht unterschätzt werden darf: „Als reine Schischi-Branche kann man den Modejournalismus nicht abstempeln. Schließlich trage ich trotz vieler Privilegien auch eine große Verantwortung. Natürlich bekomme ich viele Geschenke, aber darum geht es ja nicht nur.“
*Anfang September kam Sohn Vincent zur Welt.
Montag, 21. Juni 2010
Cosmopolitan und w&v wollen eine Miss Media küren
Updates: Im Finale stehen Melanie Fuest (coolershop), Lisa Hug (Senzera), Tanja Opfermann (Zenithmedia), Silke Springensguth (DuMont Net) und Ariane Struve (Turtle Entertainment).
„Einfach nur ein peinlicher Fehltritt von Cosmopolitan und W&V mit einer schlecht durchdachten Kampagne“, so Ingrid Breul und Julia Prockl auf netz-reputation.de
Sonntag, 28. Februar 2010
Ulrike Zeitlinger: Vom Blattmacher zum V.I.P. Chocolatier
Ganz so neu ist das süße Geschäft für Zeitlinger auch nicht, schließlich beweist sich die Chefredakteurin seit der Geburt ihres nunmehr 5-jährigen Sohnes Ben als begeisterte wie begnadete Plätzchenbäckerin und Geburtstagstortenkünstlerin. Vom geschickten Einsatz vielfältiger Süßigkeiten zur Befriedung ihrer Redaktion ganz zu schweigen, da hat sie von ihrer langjährigen Mentorin Patricia Riekel gelernt, die erst unlängst wieder postulierte, daß Redakteurinnen nicht weinen könnten, wenn man ihnen etwas Süßes in den Mund steckt.
Verkauft wurden die Promitafeln auf eBay, das ein noch härterer Bekanntheitsbarometer ist als „Buntes“ Star Control. Während Berben, Kuttner, Langenscheidt und ein Max Herre für ihre Tafeln zwischen 13 und 20 Euro zugunsten der – von Langenscheidt gegründeten – Kinderhilfsorganisation Children for a better World e. V. erzielten, liegt Zeitlinger immerhin noch mit ihren erlösten Geboten über Bestsellerautorin und Talk-Veteranin Amelie Fried oder Oscar-Preisträgerin Caroline Link.
Was wohl als nächstes kommt: eine Teemischung von Giovanni di Lorenzo oder Nagellack von Petra Winter?
Mittwoch, 26. August 2009
Nabelschau (1): Cosmopolitan & GQ
„Als ich Angela Merkel das erste Mal gegenübersaß, um sie für Comopolitan zu interviewen, wirkte sie misstrauisch und verspannt auf mich. Kein Wunder im Angesicht eines Wahlkampfes, der für sie die Kanzlerschaft bedeuten konnte. Vier Jahre später überrascht sie mich mit den Worten: 'Ach, ich hätte gar nicht gedacht, dass man sich auf Ihrem Posten so lange halten kann.' Ein Kompliment, das ich gern zurückgebe.“
Ausdauer beweist auch GQ-Textchef Jesko Priess, den sein Blatt im aktuellen Heft als „Mitarbeiter des Monats“ präsentiert. Priess als Marathonläufer, Priess als Wadlbeißer, der in der Münchner Freizeitliga angeblich den Gelbe-Karten-Rekord hält, Priess als Fußballfanatiker, der von allen Bundesligaspielern Vornamen, Geburtsort und Blutgruppe auswendig gelernt hat. Wollen wir mal hoffen, daß sein aktueller Arbeitgeber mehr Stehvermögen beweist als die vorherigen: „Maxim“ und „Matador“.








