Samstag, 3. Februar 2018

Beifang (1): Helmut Fischer über „Emmanuelle“

„Hunderte von Filmkritiken“ hat Helmut Fischer für die Münchner „Abendzeitung“ geschrieben, wenn er nicht gerade als Schauspieler vor der Kamera stand. Und hielt sich mit diesem Nebenerwerb über Wasser.
Christian Ude, vor seiner Zeit als Oberbürgermeister selbst eine Zeit lang Journalist und zwar einer, der auch mal eine Konzertkritik kalt schrieb, ohne überhaupt im Saal gewesen zu sein, sah Fischer sogar als „Stellvertreter“ der legendären Film- und Fernsehkritikerin Ponkie.
Zuständig offenbar für jene Filme, die sich die Grande Dame der deutschen Filmkritik nicht zumuten wollte. Wie etwa Just Jaeckins „Emmanuelle“ (deutscher Verleihtitel: „Emanuela“), mit Sylvia Kristel in der Titelrolle.
Als „dünnstengelige Diplomatenfrau ohne nennenswerten Brustumfang“ beschreibt Helmut Fischer in der „AZ“ vom 11. August 1975 die Hauptfigur und erweist sich mit dieser Formulierung als Möchtegern-Sigi-Sommer. Jedenfalls wissen wir nun, warum er uns als Schauspieler und nicht als Autor in Erinnerung geblieben ist.


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