Sonntag, 9. August 2026

Spott statt Anstand – Gloria von Thurn und Taxis lästert über Peter Maffay

Die sommerlichen Festspiele im Regensburger Schloss von Gloria von Thurn und Taxis sind immer für einen Skandal gut, auch wenn die Fürstin nur Haus- und Schirmherrin ist, aber keineswegs Veranstalterin. Beim Auftritt der Band Revolverheld 2019 erklärte Sänger Johannes Strate: „Wir spielen hier auf dem Grund einer Frau, mit deren Werten wir überhaupt nicht übereinstimmen.“ Letztes Jahr setzte Vicky Leandros ein Zeichen, indem sie sich weigerte, aufzutreten, solange AfD- Chefin Alice Weidel im Publikum saß. 

Heuer nutzte Peter Maffay seinen Auftritt am 16. Juli, um sich gegen radikale Positionen auszusprechen: „Und zwar an diesem Ort.Er ist so schön, er ist auch belastet durch einige Äußerungen und Positionierungen, Haltungen, die wir nicht teilen.“ Maffay berief sich auf die durch das Grundgesetz geschützte Menschenwürde aller: „Wir respektieren die demokratischen Spielregeln. Wir respektieren unser Grundgesetz, vor allem den Artikel 1, in dem es heißt: Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Er betonte: „Radikale, rassistische, menschenverachtende Positionen lehnen wir ab. Egal, woher sie kommen, von rechts, von links oder aus der Mitte. Die einzige radikale Position, die wir akzeptieren, ist der Versuch, auf gleicher Augenhöhe und mit Respekt friedlich und ohne Hass miteinander umzugehen.“

Gloria, die bereits früher durch rassistische Aussagen aufgefallen ist, reagierte nun auf Instagram, indem sie Maffays Rede ins Lächerliche zog, seinen rumänischen Akzent nachäffte und ihn mit Unterstützung weiterer Beteiligter hinter der Kamera verlachte. Durchlaucht verträgt nur Claqueure, keine Kritik.

Versionen dieses Artikels erschienen in der „tz“ und dem „Münchner Merkur“ vom 6. August 2026.

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