Mittwoch, 23. Juli 2008

Todenhöfer stellt Bush in eine Reihe mit Honecker, Saddam Hussein und Milosevic

Auf dem – selten häßlichen – Cover des morgen erscheinenden „Stern“ grinst die Präsidenten-Hoffnung, aber im Heft wird noch einmal ordentlich gegen den amtierenden Commander in Chief ausgeteilt. Und zwar ausgerechnet von einem Ehrenoberst der US-Armee, Burda-Vorstand Jürgen Todenhöfer. Im Interview mit der Illustrierten geißelt er nicht nur die Kriegstaktik in Afghanistan und dem Irak, sondern greift George W. Bush auch persönlich an: „Unsere Politiker verneigen sich vor dem amerikanischen Präsidenten, der viele, viele Tote Zivilisten zu verantworten hat. Wir haben Honecker vor Gericht gestellt. Er hat viel weniger Menschen getötet als George W. Bush. Wir haben Saddam Hussein vor Gericht gestellt, wir haben Milosevic, der viel weniger Menschen getötet hat, vor Gericht gestellt. Und wir werden, wenn er bei der Gefangennahme nicht umkommt, Bin Laden vor Gericht stellen, auch er hat viel weniger Menschen getötet als George Bush.“ Selten genug, daß einer aus Hubert Burdas Reich auch sagt, was er wirklich denkt...


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Aber ohne Bush & Co. hätte man Saddam doch gar nicht den Prozeß machen können.

Vasco hat gesagt…

Die UN hätte zwar nicht den Mut gehabt, Saddam zu stürzen aber dafür hat traue ich der US-Regierung auch zu, dass sie den USA ihren (ersten?) Reichtagsbrand beschert haben.
Ich nehme an, "Loose Change" ist bekannt? Das muss nicht die Wahrheit sein, aber CNN & Fox muss man nur genauso viel glauben. Ist eigentlich genial: innerhalb 1 Tages hat man die Unterstützung der gesamten eigenen Bevölkerung wie auch des Auslandes für einen Krieg und kann das ganze eigene Land mit einem Schnüffelnetz überziehen (home land security).

Dorin Popa hat gesagt…

Die Welt ist auch ohne diese ganzen Verschwörungstheorien schlimm genug...

Anonym hat gesagt…

Obama ist noch nicht Präsident. Und selbst wenn er es werden sollte, woran man zeifeln kann, heisst das noch lange nicht, dass man ihm unsere Soldaten einfach so überlässt, nur weil er es gerne so hätte.

Ich bin der Meinung, die USA sollen die Suppe, die sie schon vor Ewigkeiten mit ihrer zweifelhaften Politik im Irak angerührt haben, gefälligst selbst auslöffeln. Wer hat den Saddam seinerzeit gestützt? Eben.