Messieursdames, Isabelle Adjani!
Donnerstag, 7. Juni 2007
Mittwoch, 6. Juni 2007
Das Schreien der Gänseblümchen
Unsere Münchner Schauspiellegende Therese Giehse in einem gemeinsamen Film mit Warhols Lover Boy Joe Dallesandro, ein Mädchen (Cathryn Harrison) auf der Flucht vor dem bürgerkriegsähnlichen Geschlechterkrieg zwischen Männern
und Frauen, jammernde Gänseblümchen und sprechende Tiere, vom Auftritt eines Einhorns ganz zu schweigen... Louis Malles „Black Moon“ habe ich so vor zwanzig, dreißig Jahren einmal in einer Nachtvorstellung, wann auch sonst?, im Türkendolch gesehen, und ich habe nur noch vage Erinnerungen an rauschhafte Bilder, als ob David Lynch „Alice im Wunderland“ verfilmt hätte. Aber Malle hat dieses im besten Sinne durchgeknallte Meisterstück lange vor der Lynchära, 1975 gedreht. Ein absolutes Muß, natürlich zu später Stunde, in der Nacht von Donnerstag auf Freitag um 0.10 Uhr auf Arte.(Fotos: Arte F)
Libri macht eBay und Amazon Konkurrenz
Libri, als Barsortimenter Lieferant vieler Buchhandlungen, bietet jetzt im Endverbrauchergeschäft auch gebrauchte Bücher an. Das Prozedere ist noch recht umständlich: Auf der Startseite findet man verschiedene Genres aufgelistet. Klickt man drauf, wird einem erst einmal eine Übersicht verschiedener Bücher angeboten. Unter dem Originalpreis ist jeweils vermerkt, ob und gegebenenfalls ab welchem Preis man den gleichen Titel gebraucht erwerben kann.
Alternativ kann man auch auf gut Glück über die allgemeine Suchmaske einsteigen und das Ergebnis auf gebrauchte, sprich: preisreduzierte Titel beschränken. Ein kleiner, sicherlich nicht repräsentativer Test führte aber dort zu keinem einzigen positiven Ergebnis.
Die Kurzbeschreibungen der Bücher lassen mich vermuten, daß es sich bei den „gebrauchten“ Titeln um beschädigte oder beschmutzte Lagerbestände oder Remittenden handelt. Das Gebraucht-Label dient dann vor allem der Aufhebung der Ladenpreisbindung.
Alternativ kann man auch auf gut Glück über die allgemeine Suchmaske einsteigen und das Ergebnis auf gebrauchte, sprich: preisreduzierte Titel beschränken. Ein kleiner, sicherlich nicht repräsentativer Test führte aber dort zu keinem einzigen positiven Ergebnis.
Die Kurzbeschreibungen der Bücher lassen mich vermuten, daß es sich bei den „gebrauchten“ Titeln um beschädigte oder beschmutzte Lagerbestände oder Remittenden handelt. Das Gebraucht-Label dient dann vor allem der Aufhebung der Ladenpreisbindung.
Schizo Silicon Valley
Vor zwei Wochen greinte Michael Arrington von TechCrunch noch über die neue Web-Blase und drohte damit, wegzuziehen: „Times are good, money is flowing, and Silicon Valley sucks. (...) Now, it’s just like the old days again, and Silicon Valley is no longer any fun. In fact, it’s turned downright nasty. It may be time
for some of us to leave for a while and watch the craziness from the outside again.“ Und illustrierte den Niedergang von Silicon Valley mit diesem Bild. Nur um heute mit demselben Bild für eine Techcrunch-Party zu werben, die ausgerechnet in den Räumen von August Capital steigt. Wat nu? Erst über die alerten aalglatten Webzocker ablästern und dann mit ihnen saufen wollen?
Blog-Karneval an der Axel Springer Akademie
Am Freitag hält die liebe Kollegin Ruth Schöllhammer an der Axel-Springer-Akademie ein Seminar über Blogs, Foren und Community. Damit die angehenden Studenten merken, was Sache ist, sollen sie gleich selber „Chancen, Risiken und Nebenwirkungen bloggender Journalisten“ live erleben und sich zwischen 14 und 15 Uhr beim Blog-Karneval mit Statements von Zweinullern wie „Süddeutsche“, „Augsburger Allgemeine“, El Rep, Turi, „Kicker“ und Content-Klauern wie jetzt.de beschäftigen.
Homer Erectus
Natürlich ist der Simpson-Roboter ein Hingucker. Und selbstverständlich ist es clever, diesen Homersapien Mitte Juli, rechtzeitig vor dem Kinostart des Simpsons-Films, auszuliefern. Aber Homer als rappende Kampfmaschine finde ich so schwachsinnig wie wenn man Donald Duck ein Centerfold widmen würde oder Obelix für Slimline werben sollte.
G8-Kummerkasten
Turi 2.1: Medienbarde in neuem Gewand
Alles neu macht der Mai. Vor seinem Urlaub hat Peter Turi den neuen Look seines Medienblogs offenbar schon einmal testweise online gestellt. Nächste Woche wird es dann ernst.
Dienstag, 5. Juni 2007
Megan statt Muttertier
Täglich drei Pressevorführungen, die ich weiß Gott nicht alle mitnehme, heute zum Beispiel die Neuverfilmung von Walsers „fliehendem Pferd“ mit Katja Riemann, Ulrich Tukur und Ulrich Noethen, und danach „Shrek der Dritte“, beide nicht unangenehm, zumal ich nichts besonderes erwartet habe, aber im Nachhinein, mit wachsendem Abstand, auch nichts Bemerkenswertes. Jeden Tag zig Filme. Und ich kann nicht einmal sagen, ob „Transformers“ bereits uns Journalisten gezeigt worden ist oder nicht, weil ich mit dem Titel nicht viel verband und gar nicht erst reingegangen wäre. Bis nun plötzlich Basic davon anfing, aber was weiß ich, inwieweit Roberts Filmgeschmack mit meinem übereinstimmt? Aber da oft eins zum anderen kommt, heute eben auch heiße Bilder der Hauptdarstellerin Megan Fox bei Egotastic! So langsam werde ich scharf auf den Streifen. Scheint schließlich doch aufregender zu sein denn Katja Riemann als masturbierendes Muttertier am Bodensee.(Foto: Robert Zuckerman/DreamWorks LLC and Paramount Pictures)
Bacău-Beats
Daß die besten DJs aus London, Paris und Berlin schon lange in Rumänien auftreten – geschenkt! Aber inzwischen sind auch rumänische Turntablestars in den westlichen Clubs begehrt. Und ich rede nicht von DJ Shantel mit seinem Balkan-Sound, sondern von internationaler Mucke. Freitag legt der 22-jährige, in Bacău geborene DJ Raresh in der Roten Sonne auf.
Videogrüße in vier Schritten
Werde ich nur älter oder nehmen die Hardware-Entwicklungen an Rasanz zu? Denn mein PowerBook ist gar nicht so alt, aber ich sehe damit zusehends alt aus. Bei Joost kann ich beispielsweise mangels Intel-Prozessor nicht mitmachen. Und jetzt kommt mit Mailemotion eine narrensichere Methode, auf die Schnelle Videogrüße zu verschicken, doch mein Mac ist noch die letzte Generation ohne eingebaute Webcam. Dabei hätte das mein Sexleben so sehr aufgepeppt...(via Intruders TV)
Die Mühlen der Justiz
Am letzten Samstag des Jahres war ich Zeuge einer recht unwirschen Polizeiaktion im Münchner Hauptbahnhof. Nun lag heute die Ladung als Zeuge im Strafprozeß bei mir im Briefkasten, denn ich hatte sicherheitshalber der Begleiterin des Festgenommenen meine Daten hinterlassen. Am Dienstag, dem 26. Juni, muß ich ab 9.30 Uhr in Saal A 22 des Justizgebäudes an den Nymphenburger Straße aussagen. Vielleicht erfahre ich bei der Gelegenheit auch, was BND oder Verfassungsschutz so über mich gesammelt haben, denn wahrscheinlich werden Staatsanwaltschaft oder Polizei versuchen, meinen Wert als Zeuge ins Zwielicht zu rücken. Wie schon vor einem halben Jahr vermutet, hat der Festgenommene ein Verfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte am Hals.
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