Flashback in die siebziger Jahre: Im Foyer ein Kaffeefolterautomat, zum Abendessen kalter Hagebuttentee (oder Früchtetee?) sowie belegte Brot und auf meinem Webseminar so viele StDin, StRin und OStRin wie ich sie seit Schulzeiten nicht mehr erlebt habe: Lehrkörper wohin ich blicke. Die erste angenehme Überraschung dann das Grußwort von Eric G. Nelson, Generalkonsul der Vereinigten Staaten hier in München. Statt hehrem Hallo ein kleiner Crashkurs in die digitale Diplomatie des State Departments. Daß die Botschaft und die Konsulate alle eigene Webseiten haben? Geschenkt! Daß die Visainterviews online ablaufen? Logo! Daß es Mailingslists und Newsletter für Expats, Englischlehrer, Journalisten und sonstige politisch Interessierte gibt? Klar! Aber dann wurde es interessant: Digitale Brieffreundschaften und Besuchsprogramme zwischen US-Schulen und Ländern wie Afghanistan, Bangladesh oder Tadschikistan? Vorbildlich! Daß man den diplomatischen Nachwuchs mit einer pfiffigen Werbeplattform anfixt? Raffiniert! Aber am besten hat mir gefallen, wie die US-Regierung jetzt sogar Facebook, MySpace & Co Konkurrenz macht und mit State Alumni ihr eigenes social network für Austauschstudenten und Stipendiaten in 13 Sprachen (inklusive Rumänisch) installiert.
Montag, 2. Juli 2007
Lehrerkonferenz und e-Diplomacy
Flashback in die siebziger Jahre: Im Foyer ein Kaffeefolterautomat, zum Abendessen kalter Hagebuttentee (oder Früchtetee?) sowie belegte Brot und auf meinem Webseminar so viele StDin, StRin und OStRin wie ich sie seit Schulzeiten nicht mehr erlebt habe: Lehrkörper wohin ich blicke. Die erste angenehme Überraschung dann das Grußwort von Eric G. Nelson, Generalkonsul der Vereinigten Staaten hier in München. Statt hehrem Hallo ein kleiner Crashkurs in die digitale Diplomatie des State Departments. Daß die Botschaft und die Konsulate alle eigene Webseiten haben? Geschenkt! Daß die Visainterviews online ablaufen? Logo! Daß es Mailingslists und Newsletter für Expats, Englischlehrer, Journalisten und sonstige politisch Interessierte gibt? Klar! Aber dann wurde es interessant: Digitale Brieffreundschaften und Besuchsprogramme zwischen US-Schulen und Ländern wie Afghanistan, Bangladesh oder Tadschikistan? Vorbildlich! Daß man den diplomatischen Nachwuchs mit einer pfiffigen Werbeplattform anfixt? Raffiniert! Aber am besten hat mir gefallen, wie die US-Regierung jetzt sogar Facebook, MySpace & Co Konkurrenz macht und mit State Alumni ihr eigenes social network für Austauschstudenten und Stipendiaten in 13 Sprachen (inklusive Rumänisch) installiert.
Satan oder Döner?
„Wer kennt das nicht? Man fängt etwas wieder an, was man in der Jugend gemacht hat. Wie eine kleine Zeitreise in die eigene Vergangenheit. Ich spiele seit ein paar Wochen wieder regelmäßiger Tennis. Und es macht Spaß. Heute haben“ (wir; Frau Czerny und ich; Professor Burda und ich; pluralis majestatis?) „fast drei Stunden Doppel gespielt bei schönsten Münchner Sommerwetter – drei Sätze, zwei Tiebreaks, danach zischte das kühle Nass im Gaumen, was für ein Gefühl“, läßt uns Marcel Reichart am Leben eines Burda-Managers teilhaben. Inzwischen regnet es in München und der schöne Marcel scheint wieder der Tagesfron zu unterliegen. Zumindest kann er nun doch nicht der Einladung nach Tutzing Folge leisten. Stattdessen tritt Klaus Meier zum Thema „Knowledge, information, communication in the digital age“ neben Michael Scott Moore an. Und ich muß mich entscheiden, ob ich mit meinem PowerBook täglich zum zwanzig Minuten entfernten Döner-Hotspot latsche oder ausnahmsweise - wie gerade eben - eine der zehn Windows-verseuchten Dosen im Gruppenraum 2 der Akademie nutze. Immerhin haben sie neben Explorer auch Firefox installiert.
Netz am Grill
Sonntag, 1. Juli 2007
Netzfreies Tutzing?
Drei Tage Seminaraufenthalt am Starnberger See. Da die Sonne wohl nicht scheinen wird, stellt sich mir doch die Frage, ob ich mein PowerBook mitnehmen soll oder nicht. Schließlich könnte ich da gleich über die Veranstaltung „The New Media and Multicultural America: Digital, Dynamic, Diverse, Democratic“ bloggen und flickrn. Nun wirbt die Akademie mit ihrer Abgeschiedenheit und hat meine Nachfrage, ob sie über W-Lan verfüge, schlichtwegs ignoriert. Die nächsten Hotspots liegen auch nicht gerade um die Ecke, in Pöcking, Feldafing und Herrsching. Das sieht nach Funkstille für meinen Blog aus. Und anschließend bin ich zwei Tage am Samerberg. Dort ist dann definitiv Sendeschluß.
Brust-Lyrics
Mit der Neuauflage legendärer T-Shirt-Modelle, wie sie Mick Jagger, Freddie Mercury oder Debbie Harry getragen haben, hat sich Worn by schnell einen Namen gemacht. Nun gibt es nicht mehr nur den Look, sondern auch die Lyrics der Stars: Words by. Und das abgebildete, die Stone Roses zitierende T-Shirt wäre doch ein schönes Mitbringsel für Dirk von Gehlen auf der morgen beginnenden Web-Tagung in Tutzing.
Samstag, 30. Juni 2007
Bad München
Ob bei Pressevorführungen, Festivals oder als zahlender Zuschauer: Ich versuche jeden Film möglichst jungfräulich zu erleben, meide es, vorab irgendeine Filmkritik oder Inhaltsangabe zu lesen. Beim Filmfest geht das nur beschränkt, da immer eine Handvoll Filme gleichzeitig laufen und ich irgendwie eine Auswahl treffen muß. Das aber meist schon Tage vor Festivalstart, und bis ich dann in dem jeweiligen Film sitze, habe ich die Kurzinfo meist schon wieder vergessen. So auch heute mittag in „Our Country", der sich dann als Francesca Comencinis „A casa nostra“ entpuppte, ein wunderbarer, erklärungsarmer, mehr auf assoziative Bilder setzender italienischer Film über das Mailänder Geschwür, über Prostitution und Liebe, Korruption und Familie, Big Business und kleine Sehnsüchte. Und da ist mir wieder diese ungemein provinzielle Eigenheit des Münchner Filmfest aufgefallen, viele ausländische Filme unter einem englischen statt ihrem Originaltitel anzukündigen: „Anytime Soon“ statt „Esas no son penas“, „Back To Normandy“ statt „Retour en normandie“ oder „Love Conquers All“ statt „Mo Shi Mo Wang“.
YouTube einigt sich mit GEMA
Wie die „WirtschaftsWoche“ meldet, hat YouTube seinen Urheberrechtsstreit mit der GEMA beigelegt und eine Lizenzvereinbarung getroffen. Damit werde das deutsche Portal wohl in wenigen Wochen starten können.
Patch ohne Phone
Freitag, 29. Juni 2007
Auf Tuchfühlung mit Christina Ricci
Christina Ricci macht hier auf dem Münchner Filmfest nicht nur für ihren neuen Film „Black Snake Moan“ Promotion, sondern wird morgen am Samstag um 19 Uhr auf dem Podium im Foyer des Kleinen Konzertsaals im Gasteig den Publikumspreis des Filmfests überreichen.(Foto: UIP)
In bester Erinnerung
Die letztes Jahr von Jim Rakete fotografierte und von mir interviewte Nachwuchsregisseurin und Elementarteilchen-Physikerin Claudia Lehmann ist gestern mit dem Shocking Shorts Award ausgezeichnet worden. Schön, daß ein so ruhiger, filigraner Psychothriller wie Claudias „Memoryeffekt“ gewonnen hat.(Foto: Jurymitglied Jenny Elvers-Elbertzhagen, Gewinnerin Claudia Lehmann sowie die Jurymitglieder Sonja Kirchberger und Muriel Baumeister. obs/13th street)
Abonnieren
Kommentare (Atom)
