Mittwoch, 4. Juni 2008
Riekel redet über München
Seitdem Katharina Rieger von der „freundin“ zur „Abendzeitung“ gewechselt ist, hat man nicht viel von ihr gehört oder gelesen, aber in der morgigen Ausgabe zeigt sie Flagge und interviewt auf über einer halben Seite eine alte Kollegin aus dem Arabellapark, „Bunte“-Chefredakteurin Patricia Riekel, zu Münchner „Glamour, Stil und die Society an der Isar“. Ein einziger Lobgesang auf die Münchnerinnen („Es gibt kaum eine Stadt auf der Welt, in der Frauen so gut angezogen sind wie hier. Nicht mal in Paris.“). Elegant zieht sie die Kurve vom Bogenhausener Bonzenkiez zum Glasscherbenviertel („Ich lebe in der Flemingstraße am Herzogpark. Ich liebe diese Straße, ich kenne die meisten Nachbarn dort. Das ist wie auf dem Dorf. Doch es gibt ein paar andere, sehr interessante Gegenden, die münchnerischen Viertel Giesing und die Au. Das sind sehr aufstrebende Bezirke.“) Während Berlin von der dennoch dort gern Hof haltenden People-Pusherin gedisst wird: „Ich kenne viele Leute, die aus Berlin wieder zurückwollen und es kaum erwarten können, freitags im Flieger nach München zu sitzen.“ Immerhin findet sie auch in München nicht alles gelungen: „Ich bin für Hochhäuser“ und „ich bekenne: Ich war immer für den Transrapid.“
Dorin, Sorin & Co

Aufgesexter Arabellapark





Dienstag, 3. Juni 2008
Nichts verstanden
Jetzt.de beschwert sich heute im Lokalteil der „Süddeutschen“, „dass ein Weißbier im Viktualienmarkt-Biergarten prinzipiell zwar eine ausgezeichnete Idee ist. Aber noch bayerischer würde es schmecken, wenn man es auch in Weißbiergläsern anstatt Krügen bekäme.“ Kleiner Tip: Die Weißbiergläser gibt's, man muß nur den Schankkellner darum bitten und ein Pfand dafür zahlen...
Montag, 2. Juni 2008
Online-Prosa zum Einschlafen

Servus Sopherl

Sophie Grützner ist jetzt "Stellvertretende Chefredakteurin/ Deputy Editor-in-Chief" bei "Bauer Lifestyle Magazine KG Redaktion Life&Style". Xing-Statusmeldung der bisherigen „InStyle“-Autorin
Google Earth kommt zu literarischen Ehren

Nun liegt seit ein paar Tagen Joseph O'Neills 9/11-Roman „Netherland“ vor, den die „New York Times“ feiert: „the wittiest, angriest, most exacting and most desolate work of fiction we’ve yet had about life in New York and London after the World Trade Center fell“. Aufgegriffen wird darin aber nicht nur die politische Gegenwart, sondern auch die technologische – und Google Earth besonders gewürdigt. Oder um die „New York Times“ noch einmal zu zitieren: „There’s a moment in 'Netherland' involving a father, the son who has been taken from him, and Google Earth that’s among the most moving set pieces I’ve read in a recent novel.“
O'Neill schreibt: „There was no movement in my marriage, either; but, flying on Google's satellite function, night after night I surreptitiously traveled to England. Starting with a hybrid map of the United States, I moved the navigation box across the north Atlantic and began my fall from the stratosphere: successively, into a brown and beige and greenish Europe bounded by Wuppertal, Groningen, Leeds, Caen (the Netherlands is gallant from this altitude, its streamer of northern isles giving the impression of a land steaming seaward); that part of England between Grantham and Yeovil; that part between Bedford and Brighton; and then Greater London, its north and south pieces, jigsawed by the Thames, never quite interlocking. From the central maze of mustard roads I followed the river southwest into Putney, zoomed in between the Lower and Upper Richmond Roads, and, with the image purely photographic, descended finally on Landford Road. It was always a clear and beautiful day – and wintry, if I correctly recall, with the trees pale brown and the shadows long. From my balloonist's vantage point, aloft at a few hundred meters, the scene was depthless. My son's dormer was visible, and the blue inflated pool and the red BMW: but there was no way to see more, or deeper. I was stuck.“ (Seite 123/124)
Sonntag, 1. Juni 2008
Systemausfall bei Statcounter

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