Mittwoch, 2. April 2025

Maibockanstich im Hofbräuhaus

Meine Lieblingszitate vom heutigen Maibockanstich im Hofbräuhaus:

Kathi Wolf als Kellnerin Kathi über Söders Bart: „Sind sie eines morgens aufgewacht und haben gedacht, »meine gesprochenen Wörder sind von so großer Bedeudung, die brauchen einen Rahmen«. Oder ist ihr Essen so wichtig, das braucht Seitenvorhänge bei der Einfahrt?“ 

„Die Katha Schulze hat eben sogar den Füracker angelächelt – wobei, die Katha lächelt ja eigentlich immer, die muss abends im Bett zum Lesen gar kein Licht anmachen, die reflektiert einfach mit ihrer strahlenden Kauleiste das Mondlicht aufs Buch.“
Kathi Wolf

„Wir Frauen haben in der Gastronomie einen Wettbewerbsvorteil: ein Kellner hat zwei Hände, eine Kellnerin zwölf – davon zehn am Hintern. Kurze Ansage: behaltet eure Griffel bei euch! Ihr seids im Wirtshaus, nicht im Streichelzoo!“ Kathi Wolf 

„Wenn das Geld eh schon vorne und hinten nicht reicht, dann bringt es ja nix, gute Leute in den Vorstand der Bahn zu holen. Gute Leute wären ja nur frustriert gewesen. Und diesen Frust haben die Ramsauers, Dobrindts und Scheuers den Managern und der Menschheit erspart.“ Django Asül 

„Der Günther Felßner sollte das CSU-Werkzeug gegen den Hubert Aiwanger sein. Quasi ein Bauernfänger im wahrsten Sinne des Wortes. Aber jetzt wo der Hubert auf dem Durchmarsch nach Berlin kurz vor Regensburg gestrandet ist, hat sich das mit dem Felßner auch erledigt.“
Django Asül 

„Die Saskia Esken ist quasi die Heidi Klum der SPD. Da braucht ihr gar nicht lachen. Ich meine das nicht ästhetisch. Sondern von der Mentalität her. Die Heidi Klum wird seit fast 20 Jahren für Germany ́s Next Top Model kritisiert ohne Ende. Aber sie macht einfach weiter und sitzt fester im Sattel denn je. Und diese Zähigkeit hat die Frau Esken auch.“ Django Asül 

„Erst am Wochenende hat die Katha Schulze bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Sie hat nämlich einen Freiheitsdienst vorgeschlagen. „Es ist an der Zeit, die Frage zu stellen: Was kannst du für dein Land tun?“ Wichtiger Satz, John F. Kennedy hat von ihr abgeschrieben. Aber der Katha schwebt ein besonderer Freiheitsdienst vor. Und zwar ein verpflichtender Freiheitsdienst. Quasi ein Zwang zur Freiheit. Katha, das ist intellektuell fast schon auf Hubsi-Niveau.“ Django Asül 

(ab 20.15 Uhr im Bayrischen Fernsehen und danach in der ARD-Mediathek)

Montag, 31. März 2025

Wochenplan (Updates)

Konferenz Dialog Pop & Verleihung des [pop]award Bayern an die Rote Sonne (Foto) u. a. / Degginger Regensburg; Pressekonferenz zum Musical „Die weiße Rose“ / Silbersaal des Deutschen Theaters; Gedenkveranstaltung und Erinnerungszeichen für Minna Hirschberg, Hermine Bernheimer, Hermann Binswanger sowie Erna und Friedrich Siegmund Marx / Bayerisches Nationalmuseum; Podiumsdiskussion „Rechtsruck und kein Ende“ / Altes Rathaus; Jüdische Filmtage: „Ultraorthodox: Der Kampf des Rabbi Akiva“ mit anschließendem Gespräch mit Rabbiner Akiva Weingarten und Regisseur Emanuel Rotstein / Jüdisches Gemeindezentrum; Pressekonferenz UEFA Champions Festival / Coubertin; Türkische Filmtage / Royal Filmpalast, Gasteig HP8 & Kammerspiele; Vernissagen Roman Toulany: „KINOKINO“ / AkademieGalerie, „Fix & Foxi – Zwei Füchse leben auf“ / Hans-Peter Porsche Traumwerk Anger, „4 Museen – 1 Moderne“ / Pinakothek der Moderne und „Where Earth Meets Sky“ ft. Annemarie Faupel u. a. / Bergson; Artist Talk: „Language of Survival“ – Dana Kavelina im Gespräch mit Asia Bazdyrieva / Salzburger Kunstverein; Vortrag „Volkssänger – Die Stimmen der Vorstadt“ / VS Goethestraße 54; Podiumsdiskussion „Fackelzüge – Springerstiefel – TikTok-Channel. Deutschlands radikale Rechte von 1945 bis 2025“ / Bayerische Akademie der Wissenschaften & Livestream; „Jewish Pop“ / Kammerspiele; Pressekonferenz zum Ermittlungserfolg gegen Kinderpornografie im Darknet / Bayerisches Landeskriminalamt; Eröffnung des Literaturfests mit einer Key-Note von Luisa Neubauer und einem Gespräch zwischen Daniel Schreiber und Tanja Graf / Literaturhaus & Livestream; Maibock-Anstich mit Django Asül / Hofbräuhaus & Bayerisches Fernsehen; Spargelsaisoneröffnung / Viktualienmarkt; Opening Eli Schwabing; „Neuperlach fit für die Zukunft“ / PlanTreff; „München ist Kultur“ – Vorstellung des Sprecher*innenrats und der Arbeitsgruppen / VS Goethestraße 54; Fine Time Business Club mit Viktoria & Heiner Lauterbach / Aston Martin; DJ Hell Record Release Night & Cover Exhibition / Graf Rumford; Veröffentlichung des Spielplans des Berliner Theatertreffens; Grimme-Preis / Marl & 3sat; Bayerischer Journalisten-Tag / Katholische Akademie; „Recht auf Stadt: Open House der Freien Szene“ / Monacensia; Shak-Off Kochwettbewerb / Bellevue di Monaco; Demo gegen unangekündigte Abfragen & Exen / Wittelsbacherplatz; Béatrice Graf & Schnecken im Hochbeet / Unterdeck

Sonntag, 30. März 2025

Little Bucuresti – Heimat auf dem Teller

In den Mutterleib können wir nicht zurück, aber die frühkindlichen Erfahrungen, die uns geprägt haben, die Sprache, das Essen, das Ausmaß an Zärtlichkeit und körperlicher Nähe, versuchen wir wiederherzustellen. Um so mehr, wenn man in der Diaspora lebt oder gar wie ich geboren und aufgewachsen ist.
Die Wohnung in der Ismaninger und später Tizianstraße war ein kleiner exterritorialer Fleck Erde im fremden München. Juridisch, weil die Wohnungen von Radio Freies Europa angemietet worden waren und unter dem Schutz der US-Amerikaner standen. Off limits für deutsche Behörden. Und privat, weil wir daheim Rumänisch sprachen, kochten, lebten.
Ich weiß nicht, wann meine Mutter kochen gelernt hatte. Denn aufgewachsen war sie in einem Regierungs- beziehungsweise Diplomatenhaushalt mit Domestiken, die so etwas übernahmen. Sie wurde von klein auf bekocht, chauffiert, umsorgt. Aber spätestens mit Verlust aller Privilegien nach dem Zweiten Weltkrieg, im Pariser Exil, völlig mittellos, begann sie, sich und ihrer Familie die Bekleidung zu schneidern und zu kochen. 
Essen stand bei uns immer an erster Stelle. Zwei warme Mahlzeiten am Tag. Vorspeise, Hauptgericht, Dessert. (Und weil mein Vater ebenso gern kochte und krankheitsbedingt viel Zeit daheim verbrachte, auch mal eine weitere Mahlzeit zwischendurch.) Immer wieder wollte ich meine Mutter bitten, doch mal ihre Rezepte aufzuschreiben, zu verraten, wie man den köstlichen cozonac (Osterfladen), die piftie de porc (Schweinesülze) oder die salată de vinete (Auberginencreme) zubereitet. Und schob es so lange auf, bis ihre Demenz dann die Küchengeheimnisse im Nebel verschwinden ließ.
Wenn ich mich an meine Mutter erinnere, dann immer auch wie sie die Auberginen auf dem Herd grillte, die Hände von der Säure ganz rot. Die mit Geschirrtüchern bedeckten Kuchenformen in der Wohnung verteilte, damit die Hefe aufging. Oder im Winter die Teller mit der Sülze auf den Balkon stellte, damit die Masse erstarrte. Wenn gekocht wurde, dann viel. Eine fünfköpfige Familie, jahreweise um die Großeltern mütterlicherseits erweitert.
Als ich nach der Revolution, mit Anfang 30, das erste Mal nach Rumänien reisen konnte, in ein mir im Grunde völlig fremdes Land, war der ungewöhnlichste Eindruck, wie behütet ich mich dort fühlte. Wie die Sprache, das Essen, die Mentalität mich in einen Zustand frühkindlicher Geborgenheit wiegte. Unter lauter fremden Menschen.
Seitdem der Sender nach Prag gezogen ist und meine Eltern tot sind, ist auch mein Stück Heimat hier in München nahezu verschwunden. Ein paar wenige Landsmänner und Landsfrauen, die ich gelegentlich treffe. Die jährliche rumänische Filmwoche im Stadtmuseum. Und die immerwährende Suche nach dem Lokal, das die Delikatessen meiner Kindheit auftischt. Wobei – wer kann schon so gut wie die eigene Mutter kochen?
Das Klein Bukarest in der Thalkirchner Straße war legendär mittelmäßig und unfreundlich. Es existiert auch schon lange nicht mehr. (Mein Vater erzählte einmal, dass es bereits in den 1960er-Jahren ein Restaurant gleichen Namens im Lehel gegeben hätte, an dem er irgendwie beteiligt gewesen sei. In der Seitzstraße, wenn ich mich recht erinnere. Unweit von Radio Freies Europa am Englischen Garten.)
Der Sendlinger Pschorr-Krug oder das Transilvania in Bergkirchen sind recht rustikal. Eine Zeit lang gab es auch einen eher prätentiösen Versuch in einem Hotel an der Leopoldstraße.
Gestern hat nun das Little Bucuresti sein Grand Opening gehabt. Der Name erinnert an das Klein Bukarest, wenn auch aus unerfindlichen Gründen in einem englisch-rumänischen Mix, ohne das korrekte Cedille unter dem s (București). Die Lage am Oskar-Maria-Graf-Ring 23 sprichwörtlich mitten in der Walachei, dem grauen Nichts von Neuperlach. Das Gebäude von einer abweisenden Tristesse, der Eingang umrahmt von Spielautomaten rechts und links. Dahinter pure Gastfreundschaft, ein großer Biergarten (ausgeschenkt wird Schweiger-Bräu) und ein eher nüchtern eingerichteter Restaurantbereich, der so wenig einladend ist wie der Frühstücksraum von Hotels der Mittelklasse. An der Wand ein Großbildschirm, durch einen Spiegel am anderen Ende des Raumes verdoppelt. Es läuft östlicher Trash-Pop, unterbrochen von Werbeclips. Auf Wunsch von Gästen wird aber auch mal rumänische Folkore abgespielt, Doinas von Efta Botoca oder Ionel Budișteanu.
Das Essen ist das alles aber wert. Wenn auch sehr fleischlastig (16,90 bis 20,90) – und in Portionsgrößen, die meinen Fleischbedarf einer Woche decken könnten: Mici (die rumänischen Ćevapčići), sarmale cu carne de porc (mit Schweinehack gefüllte Krautwickerl), Wiener Schnitzel vom Schwein, Hähncheneintopf, Schweinenacken, Cordon Bleu. Auf der Tageskarte auch mal eine Lammkeule oder Dorade. Bei meinem Besuch verließ kaum ein Gast das Restaurant ohne Doggybag – so riesig sind die Portionen.
Die rumänische Küche an und für sich wäre wie alle Bauernküchen, sprich: Speisefolgen der ärmlichen Landbevölkerung und nicht etwa der Großgrundbesitzer und Bojaren, sehr vegetarisch oder gar vegan. Sărmăluțe în foi de viță (mit Reis gefüllte Weinblätter), die oben bereits erwähnte salată de vinete, mămăligă (Maisbrei) mit Milch oder Käse oder gebraten. Als streng orthodoxes Land herrschte in Rumänien schließlich auch fünf Monate lang Fastenzeit, auf Rumänisch: post.
Bei meiner Stippvisite habe ich die mächtigen Grillteller und Hauptgerichte nur bei den anderen Gästen betrachtet und mich an Kleineres gehalten. Die ciorbă de burtă (Kuttelsuppe mit Eigelb, Sahne und scharfer Peperoni) ist grandios, allein schon den weiten Weg und auch ihren Preis (9,50) wert. Bei der salată de vinete merkt man dann die Vielfalt der rumänischen wie wohl aller Landesküchen. Je nach Region gibt es unterschiedliche Rezepturen, manchmal wird auch derselbe Namen für sehr unterschiedliche Gerichte benutzt. 
Im Little Bucuresti wird die Auberginencreme mit roten Zwiebeln und Mayonnaise zubereitet. Das macht sie sehr sämig und mächtig. Die kleine Portion, eine Vorspeise!, würde wohl drei bis vier Gäste satt machen und ist alleine kaum zu schaffen. Meine Mutter aber auch Kochbücher wie Radu Anton Romans „Bucate, vinuri și obiceiuri românești” („salată de vinete clasică – așa o făcea mama“) verzichten auf die Mayonnaise. Das macht sie viel leichter, sommerlicher und für meinen Geschmack leckerer. Eben vegan. Meine Mutter griff auch großzügig zum Knoblauch. 
Wirt und Koch des Little Bucuresti stammen aus dem transsilvanischen Mediaș – die Speisekarte dagegen bedient sich in mehreren Landesteilen. Wie man eben bei den papanași sieht. Bei meiner Mutter war das ein leichtes warmes Hauptgericht, gekochte Griesnockerl mit etwas Sahne, wie man es aus dem von der k.u.k.-Zeit geprägten Siebenbürgen kennt. Hier im Restaurant kommen dagegen die papanași moldovenești als Kalorienbombe auf den Tisch, frittierte Topfenknödel in Form eines Donuts zum Dessert. 


Montag, 24. März 2025

Wochenplan (Updates)

„The Italian Show“ / Eisbach-Studios; „Kamikaze Girls“ / Werkstattkino; „Will you still need me, will you still feed me / When I'm sixty-four“;  Vorstellung der dritten Generation im Creative Hub / Ruffinihaus; „Zukunftsräume der Kunst“ / Wavelab; „Kommunale Haushalte – weder gegenwarts- noch zukunftsfähig“ / BayernLabo; Buchpräsentation „Wilde Berge des Balkan. Ein Fernwander-Abenteuer der Bergfreundinnen“ und Filmpreview „Abenteuer wilder Balkan” – Aufbruch ins Land der Bären“ der Bergfreundinnen / Augustinerkeller; Vollversammlung des Stadtrats / Rathaus & Livestream; Verleihung des Anita-Augspurg-Preises an den Frauentreffpunkt Neuperlach mit einer Laudatio von Anke Büttner / Altes Rathaus; Eiskunstlauf-WM / Boston & ARD One sowie Eurosport;  Pressekonferenz zum Cocktail X Festival / Bar Montez; „Außenposten-Blick auf Deutschland – Der Landtag im Gespräch mit Auslandskorrespondenten“ / Landtag; Pressekonferenz der CSU zum Kommunalwahlkampf / comN; Kinostart von „L'amour ouf – Beating Hearts“ (Foto); Münchner Premiere von „Requiem in Weiß“ / Leopoldkino; „Die nackte Wahrheit“ – Female Comedy Special / Alte Westend-Apotheke; GG Bavaria Games Convention und Verleihung des GG Bavaria Indie Awards / Kleine Olympiahalle; Bavarian Gigolo Nacht mit DJ Hell & Lars Eidinger / Ampère; Vernissagen „Party is over“ / Streitfeld Projektraum, Susanne & Heide Wagner: „Mamma“ / Rathausgalerie und „Byzanz in Freising“, „Sammeln – Glück und Wahn“ sowie Iwajla Klinke: „The Nymphs are Departed“ / Diözesanmuseum Freising; Grand Opening Little Bucuresti; Sondervorführung und Regiegespräch „Rosenthal“ / HFF; Modern Witchcraft Release Party / Bar X; Beginn der Sommerzeit; Münchner Premiere von „Ich will alles. Hildegard Knef“ / City

Montag, 17. März 2025

Wochenplan (Updates)

Internationale Wochen gegen Rassismus; Podiumsdiskussion „Digitalisierung im Städtebau“ / Bauministerium; Breaking-Bais-Konferenz: „Wie Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Medien die Sichtbarkeit innovativer Frauen erhöhen“ / Technische Universität; Pressekonferenz BMW Open; Festakt anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Bayerischen Gesetzes zur Förderung der Erwachsenenbildung / Landtag; 30 Jahre Ronald McDonald's Haus / Deutsches Herzzentrum; Changeover: Verabschiedung von Ernst Wolfswinkler und Vorstellung der neuen Geschäftsführung Julia Viechtl und Andreas Huber / Feierwerk; Vernissagen Setareh Khosravani: „In Nuancen“ / Cafédotkom, Presserundgang und Vernissage RischArt-Projekt „Mischen“ ft. Gabi Blum, Veronika Günther, Tina Haase, Claudia Holzinger, Rosa Luckow, Beate Passow. Pegasus Product & Hans Schabus / Gläserne Backstube, „Die Unterlagen befinden sich im Zustand der Ablage“ ft. Albert Coers, Petra Gerschner, Esther Glück, Andreas Huber, Christoph Nicolaus und Rasha Ragab, Günter Nosch & Stefanie Unruh / Zentralinstitut für Kunstgeschichte, „Alma Mater“ ft. Julie Bender Herdina, Ximena Ferrer Pizarro, Kristina Schmidt & Milena Wojhan / pip, Melanie Siegel: „Elsewhere“ / Lohaus Sominsky, „Migred – 65 Jahre griechische Migration nach Deutschland“ / Köşk und Katinka Bock & Nick Mauss: „Resonance“ / Espace Louis Vuitton; Dreh „Aktenzeichen XY … ungelöst“; Präsentation der Polizeilichen Kriminalstatistik 2024 / Innenministerium; Presse-Event mit zwei Spielern der Harlem Globetrotters; American Vintage Sample Sale; Cruba Pop-up-Store / Studio C; „Das falsche Wort. Wiedergutmachung an Zigeunern (Sinte) in Deutschland?“ / Filmmuseum; Sondervorführung „Die Akademie“ in Anwesenheit von Cast & Crew / Rio-Filmpalast; Medien für Menschen: Podiumsdiskussion „Kann KI Journalismus besser machen?“ mit Uli Köppen, Dennis Amour, Maximilian Eder und eventuell auch Jochen Wegner / BR-Funkhaus; Michel Friedman spricht mit Heinz Bude über Zukunft / Kammerspiele; Trikot-Gipfel der Trikotbuch-Autoren / Stadion an der Schleißheimer Straße; „Layla“ / Sub; Kongress „FIP – Frauen in Parlamente“ / Landtag; „Monaco Franze“ / ARD-Mediathek & Bayerisches Fernsehen„Ein sehr gutes Quiz mit hoher Gewinnsumme“ / Pro Sieben & Joyn; Orla Gartland / Hansa 39; Olympisches Eliteboxen im Giesinger Bräu Festzelt / Werk 2; Münchner Erstaufführung des Dokumentarfilms „TKUMAnnheim – Jüdisches Leben von 1945 bis heute“ mit der Regisseurin Isabel Gathof und zwei Mitwirkenden / Jüdisches Gemeindezentrum

Donnerstag, 13. März 2025

Prüder und beschränkter: Radikal Jung 2025

Intendant Christian Stückl wollte es nicht beschreien, konnte aber auch nicht stillschweigend darüber hinweg gehen. Die kommunalen Kürzungen bei den Kultur-Etats berühren natürlich auch das jährliche Radikal-Jung-Festival seines Münchner Volkstheaters. Und könnten, wie er zumindest andeutete, künftig dem Festival den Garaus machen.

Bei der Programm-Pressekonferenz des Festivals 2025 heute war eine erste Folge der Sparmaßnahmen gleich zu sehen. Zwei bewährte Mitglieder der Auswahljury fehlten schon im Vorfeld und waren durch die hauseigenen Dramaturg*innen Hannah Mey und Leon Fritsch ersetzt worden. Der bisherige Festivalleiter und Dramaturg Jens Hillje war laut Stückl ausgeschieden, da er angesichts der Kürzungen im Berliner Haushalt als künstlerischer Leiter und Geschäftsführer der Sophiensæle ausgelastet sei. Und Regisseur Florian Fischer ist auch nicht mehr im Kuratorium dabei.

Fischers Abgang schlägt sich sichtbar im Programm nieder. Die in den letzten Jahren gerade bei queeren Münchner*innen beliebten Programme von Sex Workern im Substanz finden nicht mehr statt, da laut Stückl eben erst Fischer diese nach München geholt hatte. Und ohne ihn gibt es keine Fortsetzung.

Damit fällt heuer auch das Substanz als externe Spielstätte von Radikal Jung weg. Das Festival wird aus Kostengründen aufs eigene Haus beschränkt. So finden das Konzert von Vandalisbin und die anschließende Party mit DJ Alba in der entstuhlten Bühne 2 des Volkstheaters statt, die während der Pressekonferenz als „kleine Muffathalle“ angepriesen wurde. Die Beschränkung aufs eigene Haus verkauft Stückl als Fortschritt, da die an externen Orten wie dem Substanz auftretenden Festival-Acts ihm zufolge in den letzten Jahren das Gefühl gehabt hätten, nicht gut genug für das Volkstheater gewesen zu sein. 

Fürs Festival-Archiv waren die sexpositiven Sonderveranstaltungen offensichtlich auch nicht gut genug. Sie tauchen in den Jahresübersichten erst gar nicht auf, obwohl Festivalgäste wie Magic Dyke*, das Black Sex Worker Collective – Heaux Tales oder Stripperstories und ihre Programme mit entsprechendem Direktlink durchaus noch im Internet-Auftritt des Volkstheaters gehostet werden.

Montag, 10. März 2025

Wochenplan (Updates)

„Türsteher – Wächter der Nacht“ / ZDF-Mediathek; „Diffus“-Magazin-Release mit einem Konzert von Tobias / Mari; Vernissagen „Dog ad hoc“ ft. Gabi Dziuba, Benni Kakert, Regina Rupp / pip, „Printed Matter“ ft. Aron Herdrich Barbara Herold & Florian Huth, Stefanie Hofer, Ingrid Ledent, Gesa Puell, Laia Martí Puig, Alix Stadtbäumer, Andreas Ullrich, Lea Vajda, Annu Vertanen, Sandra Zech, Bernd Zimmer & Uli Zwerenz / BBK Galerie der Künstler, Janka Zöller: „C'est la vie“ / Behncke, „Trees, Time, Architecture!“ / Architekturmuseum und „Pink“ / Pasinger Fabrik; Münchner Premiere von „Köln 1975“ / City; LiX: Jovana Reisinger, Lea Ruckpaul & Maren Amini / HochX; „Hacks“ (Foto) / ZDFneo & ZDF-Mediathek; Pressekonferenz 150 Jahre Tram in München / MVG-Museum; Pressetermin refurbed Haus; Zaho de Sagazan / Muffathalle; Empfang 150 Jahre Statistisches Amt / Altes Rathaus; Woche der Brüderlichkeit: „Ich sehe was, was Du nicht siehst. Deutschland. Israel. Einblicke.“ Podiumsgespräch mit Petra Pau, Jenny Havemann & Alexandra Nocke / IKG; Hidden Table München Launch Party / Restaurant Museum; Strafverfahren gegen Lisa Poettinger wegen Sachbeschädigung (zerrissene AfD-Plakate) / Amtsgericht; Konzert Grande Quartz (Marc Aurel & Markus Oehlen) / pip; „Auf dem Nockherberg“ – Politikerderblecken mit Maxi Schafroth und Singspiel / Nockherberg & Bayerischer Rundfunk; Bericht des Staatsministers der Justiz Georg Eisenreich zu den Berichtsanträgen hinsichtlich der Vorfälle in der JVA Augsburg-Gablingen / Ausschuss für Verfassung, Recht, Parlamentsfragen und Integration im Bayerischen Landtag & Livestream; Munich Design Days / Praterinsel; Münchner Stoff-Frühling; Programm-Pressekonferenz des Radikal-Jung-Festivals / Volkstheater; Stehempfang zur Verabschiedung des Kulturreferenten Anton Biebl / Rathaus; Eröffnung des Ois Easy; München redet: „Wie beendet man Krieg? Über Wege zum Frieden in Europa“ mit Marie-Agnes Strack-Zimmermann / Residenztheater; Andrzej Żuławskis „Possession“ mit Isabelle Adjani, Sam Neill, Heinz Bennent u. a. / Werkstattkino; Wortspiele mit Aria Aber u. a. / Ampère; St. Patrick's Day Parade; Open Block / Luitpoldblock; Kai Strittmatter & Juergen Staack sprechen über China / Lohaus Sominsky; Arnold Schillers 60. / Little Odessa; „Tatort: Borowski und das Haupt der Medusa“ mit einem Gastauftritt von Alfred Holighaus / ARD & ARD-Mediathek; Antifuchs / Milla

Sonntag, 9. März 2025

Wozu das alles? Oder: Mimimi!

Letztes Jahr endete für diesen Blog nicht schlecht. Nachdem ich Ende August eine mehrmonatige Auszeit bei der „tz“ genommen hatte, konzentrierte ich mich auf diese Plattform und es blieb nicht unbemerkt. Zwei Erwähnungen in der „Abendzeitung“. Meine Recherche zur Immobilienspekulation am Wedekindplatz wurde nicht nur gut geklickt, sondern brachte auch anerkennende Kommentare in diversen Redaktionen und im Stadtrat. (Aber keine einzige Redaktion griff das Thema auf.)

Und dennoch ließ ich den Blog zwischen Weihnachten und, nein, nicht nur Heilige Drei Könige, sondern sogar bis Aschermittwoch quasi einschlafen. Es gab äußere Umstände, die mir aufs Gemüt schlugen. Der Tod meines Bruders. Ein frischer Flirt.

Aber es gab auch Zweifel an diesem Blog, den ich immerhin seit 2006 mehr oder weniger leidenschaftlich führe. Und der Umstand, dass es im Grunde niemanden zu interessieren schien, wenn ich längere Zeit wenig blogge, bestätigte diese Bedenken eher.

Aber letztendlich ist das in erster Linie ein Tagebuch. Ein Logbuch meiner Aktivitäten und Überlegungen. Zumindest so lange ich lebe. Danach wird ihn Google nach einer Karenzzeit eh ins Nirwana befördern. Und so werde ich wohl weiter machen. Vielleicht.

Mittwoch, 5. März 2025

Wochenplan (Update)

Vernissagen „Was zu verschwinden droht, wird Bild“ / Lenbachhaus und Sean Scully: „Paintings and Works on Paper“ / Klüser; Kehraus / Muffatcafé; Erinnerungszeichen für Arthur Schönberg und Familie / Deutsches Museum & Hiltenspergerstraße 43; „Der Glanz der Unsichtbaren“ / WDR; Giesinger Bräu Starkbierfest / Werk 2; Jüdische Filmtage: „Das Kostbarste aller Güter“ mit einer Einführung durch Michael Schleicher / City; Preview „Ein Tag ohne Frauen“ (Foto) / Neues Maxim; Orson Welles' „The Lady from Shanghai“ mit Rita Hayworth / Filmmuseum

Montag, 24. Februar 2025

Wochenplan (Update)

Kundgebung „Gemeinsam gegen den Krieg – Drei Jahre Vollinvasion in der Ukraine“ / Marienplatz; Trauriger Montag: „Unspoken Voices – a Georgian Evening of Art and Solidarity“ mit Texten und Performance von Elza Javakhishvili & Wacho Tscheischwili, dem Kunstfilm „Unspoken: Words of Silence and Noise“ von Wacho Tscheischwili, Musik von Nana Ioseliani (nana.ios) und einer Kostüminstallation von Gvantsa Glonti / Marstall-Salon; Trauerfeier für Robert Schweizer mit anschließender Urnenbeisetzung / Waldfriedhof; Cat Sitting (Foto) / Dachau; Anatol Regnier liest aus „Erinnerungen eines Taugenichts“ und spielt Gitarre / Fischmeister; Vollversammlung des Stadtrats / Rathaus; Publikationslaunch zum ersten Deutschen Pavillon auf der 15. Gwangju Biennale in Südkorea, Artist Talk mit den Künstler*innen von Longega Project (Fabian Feichter, Youlee Ku, Siyoung Kim, Nele Ka & Oliver Haussmann) und musikalische Performance von franz allein / Platform; Trauerfeier Daniel Häuser / Westfriedhof; Roborock Launch Experience / Bergson; Sergei Eisensteins „Panzerkreuzer Potemkin“ mit Live-Musik des Jewish Chamber Orchestra Munich / Kammerspiele; Vernissagen „Interior, City, Day – Sections of Living Memories“ mit Eunju Hong, Leila Fatima Keita & Hanna Hocker, An Laphan und Vanessa Amoah Opoku / Maximiliansforum, Raphael Weilguni: „Cloud“ sowie Stephan Balkenhol, Leiko Ikemura, Maximilian Rödel, Thomas Ruff, Thomas Struth & Thu Van Tran: „Poetics of Nature“ / Schöttle und Alm Residency mit Rebekka Bauer, Alina Belyagina, Polina Bertou, Kristina Schmidt & Linda Weiß / Lothringer 13; Kinky Cabaret Cuberdon / Drehleier; La Nuit des César; Schnecken im Hochbeet / Milla; Bibiza / Tonhalle; Lange Nacht ft. Natanael Megersa, vølta, EIK & Ai Case / Palais; „Wer stiehlt mir die Show?“ mit Heike Makatsch, Teddy Teclebrhan, Rea Garvey & Joko Winterscheidt / Pro Sieben; Oscars / Pro Sieben

Montag, 17. Februar 2025

Wochenplan (Update)

„White Lotus“ – 3. Staffel / Sky & Wow; Eva Strauß: „Schicksale afrikanischer Mädchen in Bayern Mitte des 19. Jahrhunderts“ / Bayerisches Hauptstaatsarchiv; Verhandlungstermin zur Haftung von Facebook für von seinen Nutzern eingestellte rechtswidrige Inhalte / Bundesgerichtshof; „Zwischen Techno & TikTok in Treptow-Köpenick: Live-Session mit Heidi Reichinnek & DJ Gysi“ / Revier Südost; Brooke Candy (Foto) / Hole 44; Berlinale: Richard Linklaters „Blue Moon“ mit Ethan Hawke und Margaret Qualley, Dylan Southerns „The Thing with Feathers“ mit Benedict Cumberbatch & Radu Judes „Kontinental 25“ / Uber Eats Music Hall; „Du musst gegen den Wind laufen – ein Abend für Thomas Brasch zum 80. Geburtstag“ / Berliner Ensemble; „Finest Spirits“ / Zenith; Wintersonne Open Air / Bahnwärter Thiel; Arne Semsrott liest aus „Machtübernahme – Was passiert, wenn Rechtsextremisten regieren. Eine Anleitung zum Widerstand“ / Bellevue di Monaco; Bundestagswahl; Wahlparty der Grünen / Freiheitshalle