Update: Auf arte lief die Dokumentation bereits vor einem Jahr. Im MDR auch bereits im Juni 2007 ein erstes Mal. Also auch noch eine alte Kamelle – die aber Bild.de („Honeckers Sex-Armee“) gern aufgreift.
(Foto: MDR)
Original und Raubkopie: Peer-to-Peer-Netzwerke wie Bittorrent, quasi die Freibeuter im Datenmeer, bergen viele, oft illegale Schätze – ob Pornos oder aktuelle Folgen der neuesten US-Serienhits. Der schwedische Videokünstler Anders Weberg hat die Kopierkette dagegen ganz gezielt zur Verbreitung seiner Multimedia-Originale als P2P Art genutzt. Er lud seine Experimentalfilme „Emphasis“, „Transient“ und „Filter“ hoch und löschte die Quelldatei nach dem ersten Download. So konnte die Kunst nur überleben, wenn der erste Downloader seinerseits die Filme anschließend wiederum P2P anbot. Und ein kurzer Check bei Torrent Search zeigt, daß das Modell funktioniert: Derzeit sind die drei Werke über dreißig Mal im Angebot. (via Gawker)
Mal soll sie wie Marilyn Monroe klingen, dann wieder wie Marianne Faithfull: Am 19. Mai erscheint erst Scarlett Johanssons Album „Anywhere I Lay My Head“, aber die Medienwelle baut sich schon allmählich auf. Die Kollegen von „Uncut“ haben bereits reinhören dürfen, neben den angekündigten Tom-Waits-Coverversionen auch einen neuen Track entdeckt – und David Bowie als Gaststar. Und Gawker kann bereits die Promobilder zum Album präsentieren.
„Wir haben immer gern Leute dagehabt, die mit dem Kopf arbeiten. Jetzt haben wir auch die Fußballspieler, unser Laden ist demokratischer geworden.“
„Ist es Wahnsinn oder Widerstand, wenn einer in drei großen Tageszeitungen, in der 'New York Times', in 'Al Quds' und in der F.A.Z., seitenweise Anzeigen kauft, um bekanntzumachen, was doch eigentlich jeder weiß? Ist es noch Engagement, wenn sich ein Privatmann mit Buch, Website, Kinotrailern und Plakatwerbung an die Weltöffentlichkeit wendet, oder ist das ein Spleen? Ist der ein Pionier einer Weltbürgergesellschaft oder schon in der Liga der Erleuchteten, der D-Mark-Partei-Gründer und Supervitaminprediger? Vermutlich beides. (...) Er hat, was viele besonders beunruhigt, für das neueste Projekt ein kleines Vermögen ausgegeben. Plakat-, Zeitungs- und Kinowerbung, auch der dreisprachige Internetauftritt: alles privat bezahlt. So viel war es dann gar nicht, sagt er, ungefähr die Größenordnung eines Sportwagens. Er hat es einfach nicht mehr ausgehalten, die Lügen, die falsche Rollenverteilung, dass sich der Westen immer noch als das Opfer sieht und die Muslime als die intrinsisch Aggressiven darstellt, wo es sich doch exakt umgekehrt verhält.“