

Sozialgeschnatter

Meedia

Ich hasse Weihnachten. Das einzige, was mich dennoch dazu bringt, mitzuspielen, sind meine Patenkinder – oder Traffic. Insofern konnte ich nicht widerstehen, als mich Markus von Isarstadt zum Blog-Wichteln einlud. Er ist nicht der erste, aber da er einen Münchner Schwerpunkt setzt, doch einzigartig. Bisher stehen abspannsitzenbleiber, Bogenhausener Geschichten, Dirk von Gehlen, Dr. Sno, Isarstadt,
„Jetzt haben sie meine Rente doch glatt erhöht, um zwei Euro auf 123 Euro. Mit geht’s da wie dem Valentin. Den ham’s auch verhungern lassen.“ 


„Diese Unbekannte“, mit der Mick Jagger im „SZ-Magazin“ herummacht, war Barfrau im P1, übrigens eine der besten jemals, und Micks langjähriges Münchner Gspusi und wenn ich mich anstrenge, fällt mir heute vielleicht noch ihr Name (

Wenn Insignien meiner Jugend wie die Zeitschrift „Mode und Verzweiflung“ und das Programm des Werkstattkinos oder der Baader-Cup museale Aufmerksamkeit erregen und das nicht einmal in lokalhistorischem Rahmen, sondern im Haus der Kunst, dann bin ich wohl wirklich alt geworden... (Wobei auch das noch gar nicht offiziell erschienene „Mjunik Disco“ unter den Exponaten zu finden ist.)
Wie jede Ausstellung im Haus der Kunst krankt „Made in Munich“ höchstens daran, daß die Präsentation nicht erfüllen kann, was Chris Dercon in der Pressekonferenz verspricht, aber dazu jongliert er nun einmal zu begnadet mit Worten und Wissen.