Mittwoch, 23. Mai 2007
Schwabinger Lokalschelte
Im Wintergarten? „Da wartest eine Dreiviertelstunde auf eine Halbe“ und die Schinkennudeln sind „labbrig“. Im „Nuova Italia“? „Mampfige Nudeln“. Im „Da Angelo“? Der Wirt „aufgeplustert wie ein Pfau – und dabei nur Mittelklasseküche“. Im „Heppel & Ettlich“ hocken „nur alte Saurier“ und im „Rheinpfalz“ „Alt-68er weinend und nölend“. Cartoonist Michael Heininger hat gestern in der „Abendzeitung“ einige Schwabinger Institutionen abgewatscht und präsentiert bis zum 19. Juni im SPD-Bürgerbüro (Belgradstraße 15 a) die passenden Illustrationen: „Lokalverbot – ein Cartoonzug durch Schwabinger Lokale rund um den Kurfürstenplatz mit 24 bitterbösen Zeichnungen“. Vernissage ist morgen, am Donnerstag, ab 19.30 Uhr.
Heute Demo gegen Münchner G8-Meeting
Da derzeit die Justiz- und Innenminister der G8 im Bayerischen Hof tagen, findet um 17 Uhr eine Gegenkundgebung am Stachus statt, die anschließend zum Hotel marschiert. So wie ich die hiesigen Sicherheitsbehörden einschätze, kann ich mir aber schwer vorstellen, daß die Demo näher als bis zum Lenbachplatz vorgelassen wird. Auch wenn die örtliche Presse nur siebzig Demonstranten in München erwartet.
Update: So kann man sich täuschen. Die Demo mit geschätzten 200 Teilnehmern kam bis auf die dem Bayerischen Hof gegenüberliegende Seite des Promenadeplatzes, ich konnte auch unbehelligt bis zum Hoteleingang vorlaufen und auch sonst war fast alles auf Deeskalation aus. Siehe auch meine Fotos dazu bei flickr.
Update: So kann man sich täuschen. Die Demo mit geschätzten 200 Teilnehmern kam bis auf die dem Bayerischen Hof gegenüberliegende Seite des Promenadeplatzes, ich konnte auch unbehelligt bis zum Hoteleingang vorlaufen und auch sonst war fast alles auf Deeskalation aus. Siehe auch meine Fotos dazu bei flickr.
Monogamie ist keine Lösung
Auch wenn ich inhaltlich anderer Meinung bin, finde ich Julia Seeligers Propaganda-T-Shirt ganz süß. (Zumal sie es in ihrem Blog mit Bikinibildern von sich unterstreicht.) Nachdem der von der Jung-Grünen ausgeschriebene Designwettbewerb keine vorzeigbaren Ergebnisse brachte, hat sie es mit Parteifreund Mathias Mehldau einfach selber entworfen – und das Ergebnis sieht verdammt gut aus. Wäre es nicht so eng geschnitten, würde ich dem Seehofer gleich eines schenken und den ganzen bigotten CSU-Bonzen obendrein...
Wolferine statt Knut
Eigentlich wollte „Vanity Fair“ seine ersten hundert Tage gestern abend im Bode-Museum mit einer Steptanznummer von Knut feiern. Der war aber leider schon auf einer anderen Party, weshalb dann Sigmar Gabriels zweitliebster V.I.P. (very important promoter), die Pianistin und Wolfsmutti Hélène Grimaud auftrat. Mal sehen, wer als erstes erzählt, welche redaktionellen Veränderungen gestern verkündet worden sind. (Aber die Kollegen von „V.i.S.d.P.“ dürften ihre Wette damit jedenfalls verloren haben.)
Dienstag, 22. Mai 2007
Mietnebenkosten von der Steuer absetzbar
Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ hat mir schon manches Wochenende verschönt. Gestern aber ganz besonders. Denn auf Seite 42 verrät die Steuerfachanwältin Ulrike Höreth, daß man nicht nur Haushaltshilfen absetzen kann, sondern auch Mietnebenkosten wie Schornsteinfeger, Treppenreinigung, Aufzugswartung, Hausmeister oder Gartenpflege. Das Schreiben des Bundesfinanzministeriums gibt's als Download oder über Google als HTML-Dokument.
Update: Das entsprechende Schreiben des Bundesfinanzministeriums hat das Aktenzeichen IV C 4 - S 2296b - 60/06. Falls der Link nicht funktioniert, einfach danach googeln!
Update: Das entsprechende Schreiben des Bundesfinanzministeriums hat das Aktenzeichen IV C 4 - S 2296b - 60/06. Falls der Link nicht funktioniert, einfach danach googeln!
jetzt.de setzt die „SZ“-Juristen in Marsch
Bei einer Veranstaltung des Bayerischen Journalisten-Verbands vor fünf Wochen gestand der Redaktionsleiter von jetzt.de, Dirk von Gehlen, wie sehr es ihn träfe, wenn ihn User in einer „Botschaft“, dem Community-internen Mailsystem, doof nennen würden. Vielleicht ist er aber an solchen Einschätzungen auch nicht ganz schuldlos.Auf meinen Brief hinsichtlich des von jetzt.de geklauten Rose-Porträts antwortete er jedenfalls nicht selbst, unter Kollegen, sondern überließ es dem Leiter Business Affairs / Recht des Süddeutschen Verlags:
Fünf Wochen und zwei Köpfe brauchten dann auch die Juristen, um „Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts“ zu signalisieren. Oder in den Worten des Prokuristen Fredinand von Wrede und seiner Mitarbeiterin Yvonne A. E. Schulten:
„Sehr geehrter Herr Popa,
Ihr Schreiben vom 16.04.2007 wurde zuständigkeitshalber an die Rechtsabteilung der Süddeutscher Verlag GmbH weitergeleitet. Für unser Tochterunternehmen, die Magazin Verlagsgesellschaft Süddeutsche Zeitung mbH, nehmen wir wie folgt Stellung:
Das betreffende Foto wurde nicht von einem Redaktionsmitglied, sondern von einem User eingestellt. Auf diesen Vorgang hatte die jetzt.de-Redaktion weder Einfluß, noch war ihr bekannt, dass es sich um ein urheberrechtlich geschütztes Werk eines Dritten handeln könnte und dass eine entsprechend erforderliche Einwilligung zur Veröffentlichung nicht vorlag. Ein Honoraranspruch besteht jedenfalls nicht.
Im Übrigen befand sich das Foto im Zeitpunkt des Erhalts Ihres Schreibens bereits nicht mehr auf der von Ihnen genannten Seite auf jetzt.de. Das Bild war offensichtlich von dem User selbst bereits entfernt worden.“
Ich glaube, jetzt kann ich alles weitere wirklich guten Gewissens meinem Anwalt überlassen...
Feuer und Flamme für Kai Diekmann
Wie „Spiegel online“ meldet, wurde letzte Nacht Kai Diekmanns Dienstm privater Mercedes abgefackelt.
Update: Die offizielle Polizeimeldung dazu.
Weiteres Update mit vielen Details und Korrekturen.
Update: Die offizielle Polizeimeldung dazu.
Weiteres Update mit vielen Details und Korrekturen.
Babewatch: Mischa Bartons Nipple-Show
Wer bitteschön soll das anziehen, regt sich meine Mutter immer auf, wenn Dior & Co ihre Mädels mal wieder halbnackt auf den Laufsteg schicken. Und ich seufze, ja, wer bitteschön wird das anziehen. „InStyles“ bevorzugte Stilikone Mischa Barton hat da nun eine Bresche geschlagen und sich Montag, 21. Mai 2007
Romy Schneiders verschollener Film
Auf dreizehn Seiten versuchen Matthias Matussek und Lars-Olav Beier sich dem Mythos Romy Schneider zu nähern und konzentrieren sich dabei auf den Kunstgriff, Filmdialoge der Schauspielerin zuzuschreiben und als Ausdruck innerster Gefühle, als Schlüssel zu ihrer Seele zu interpretieren. Sehr liebevoll und voller Bewunderung, aber bei mir löst die Vermischung von Fiktion und Fakten dennoch eher Skepsis aus. Verwundert bin ich dagegen über Jean-Claude Brialys die Titelstory ergänzendes Interview.„Spiegel: Es heißt, vor der Kamera sei Romy eine Perfektionistin gewesen. War sie eigentlich je mit sich zufrieden?
Brialy: Niemals. Sie war vor allem unglaublich konzentriert. Piccoli und Depardieu brachten sie gern aus der Ruhe und versuchten, sie zu verwirren. Einmal zog Gérard ständig Grimassen. Romy musste lachen: Der ist doch verrückt, der Typ dort, er ist einfach verrückt.“
Nun kann ich mich nicht erinnern, daß Romy Schneider und Gérard Depardieu jemals zusammen einen Film gedreht hätten. Andererseits würde die vielgerühmte Spiegel-Dokumentation doch so
Piraten gesichtet
Endlich ist das große Geheimnis der Karibik gelöst, wieso der zweite Teil der „Pirates of the Caribbean“ so ungemein öde und ärgerlich war: Sie haben sich alle guten Einfälle für den dritten Teil, „Am Ende der
Welt“, aufgehoben. So gut wie heute morgen in der Pressevorführung habe ich mich schon lange nicht mehr im Kino unterhalten. Es fängt ganz ernsthaft, traurig, pathetisch, brutal mit einer
Massenhinrichtung an und steigert sich dann zu einem pausenlosen Feuerwerk brillanter Versatzstücke. Pralles Kino, pflegte man früher zu solch gelungenen Blockbustern zu sagen, mit allem, was gut und intelligent unterhält: Pathos, Witz, Spannung, Selbstironie, Tragik, Tod und sogar eine noch nie dagewesene, natürlich vom Kapitän vorgenommene Trauung während einer Seeschlacht. Von Keith Richards' kleinem, feinen Auftritt als Piratenkönig ganz zu schweigen. Der Sommer wird wunderbar!(Fotos: Disney Enterprises Inc.)
Sonntag, 20. Mai 2007
Keith Richards auf Piratenkurs
(Fotos: Disney Enterprises, Inc.)
Cannes: Neues vom Nazivampir
Während sich die Murkser vom „Goldenen Nazivampir“ kurioserweise im eigenen Blog für eineinhalb Wochen nach Cannes verabschiedet haben, anstatt täglich von der Croisette zu berichten, gibt es jetzt bei der „Welt“ einen Tagebucheintrag des Produzenten Martin Blankemeyer (unter dem „Welt“-Link auf „Das Cannes-Tagebuch“ gehen und dann herunterscrollen, bis Martins Beitrag erscheint).
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