Klasse, daß man bei Facebook die Anzeigen bewerten darf...
Es ist zwar noch etwas hin, bis „Californication“ am 29. September endlich auch auf RTL2 startet, aber die „Süddeutsche“ widmet in ihrer Wochenendausgabe dem erotomanen Blogger schon mal den Medienaufmacher und lobt, daß „das Herumstromern und Rumbloggen und Herumschlafen von Hank Moody mehr als eine lustige Serienidee“ wäre. „Es ist, wie bei guten Serien üblich, eine feine Diagnose unserer Zeit“. Nur irrt Barbara Gärtner mit ihrer Behauptung, in den USA sei bereits die zweite Staffel angelaufen. Der Pay-TV-Sender Showtime widerholt vielmehr die erste Staffel, während die Fortsetzung aufgrund des Autorenstreiks immer noch in Arbeit ist und
Im Rahmen einer Klimaschutz-Tour der grünen Heinrich-Böll- und Petra-Kelly-Stiftungen treten am 5. September Mia. in der Muffathalle auf. Tickets für die Abendveranstaltung kosten 10 Euro. Passenderweise erscheint am selben Tag das vierte Mia.-Album „Willkommen im Club“.
Die Heftchentauschbörse Mygazines, die in Amerika mit ihren Raubkopien vom Ikea-Katalog 2009 bis hin zu den US-Ausgaben von „Vanity Fair“, „W“, „InStyle“ & Co für große Empörung bei den bestohlenen Verlagen sorgt, geht jetzt auch in Deutschland langsam auf Raubzug und stellt erste Medien online, so den aktuellen „Spiegel“, die „Süddeutsche“ vom 6. August oder den „Trierischen Volksfreund“ vom 9. April.
Internauten greifen gern nach den Sternen, aber wenn ich etwas während der „100 Tage Bücher“ ausgekostet habe, dann die Verzahnung der unmittelbaren Nachbarschaft mit einem grenzenlosen Blog. Im Grunde ist es ähnlich wie mit den Printmedien. Ein bundesweit ausgerichtetes Magazin mag absolut die höhere Auflage haben, aber eine lokale Tageszeitung kann an ihrem Erscheinungsort wesentlich mehr Einfluß genießen. Deshalb habe ich es nie verstanden, wieso etwa sueddeutsche.de stets bevorzugt nach Lesern in Hamburg, Berlin oder Frankfurt schielte, statt das Naheliegende, ein ordentliches Münchner Portal aufzubauen – was sie gerüchteweise inzwischen nachholen wollen.
Die Amis wissen's besser, denn wie Thomas Schuler unlängst in der „Süddeutschen Zeitung“ berichtete, startet Arianna Huffingtons Online-Post einen lokalen Ableger in Chicago (inzwischen beta) und plant weitere City-Ausgaben in den USA.
Auch bei uns tut sich so langsam etwas. Das offizielle wie behäbige München-Portal der Stadtverwaltung, Stadtsparkasse, Stadtwerke & Co. hat dem „Kontakter“ zufolge einen Relaunch für 2009 in Arbeit.
Und aus Hamburg schleicht sich der englischsprachige Online-Express („Local news for an international community“) heran und sucht Redaktionspraktikanten für weitere Lokalausgaben in Berlin, Frankfurt und München. Ich fürchte, ich muß da jetzt mal einen Zahn zulegen...
„Einmal umgezogen ist gleich wie zweimal abgebrannt“ schrieb Nane, als er mit Flensburg Online von Blogger auf Wordpress wechselte. Erst waren die alten Blogeinträge vorübergehend futsch. Die Bilder blieben es dauerhaft. Und dann hat der olle Popa, c'est moi, vier Monate gebockt, bevor er sich an den Systemwechsel traute. War aber ganz einfach. Daher in Zukunft auch wieder dort Alltägliches zu meiner Atzung.
Jeder Pups eine Meldung: Kaum eine Pressestelle ist mir so ans Herz gewachsen wie die der Berliner Bundespolizei. Allein schon die Überschriften sind schönste Sicherheitsprosa. So lange sie in der Hauptstadt derart wachsam sind, können wir Bürger ruhig schlafen...

Man mag es gar nicht glauben, wenn man heute die halbwüchsigen Komatrinker, jetzt.de-Schnösel und schlecht frisierten FC-Bayern-Spieler zwischen Kunstpark Ost und Sonnenstraße sieht, aber es gab einmal ein Münchner Nachtleben, das diesen Namen verdiente. Mit gestandenen Männern wie Wolfi Kornemann, Salvatore und Charles Schumann als Türsteher, den Stones als Dauergästen, Clubs, in denen die deutsche Musik und Politik geprägt wurden und die deshalb zurecht in den Gesellschaftseiten und Feuilletons vorkamen, eine nächtliche Welt, in der auch mal ein Wirt mafiamäßig in einem kalten See endete. Der zusehends auf die halbgare Zubereitung Münchner Mythen abonnierte Blumenbar-Verlag widmet nun legendären Lusttempeln wie dem Big Apple, Blow Up, Sugar Shack, Charly M, Damage, Why not, P1, Tiffany oder Cosy den im November erscheinenden Bildband „Mjunik Disco“. Herausgeber: Mirko Hecktor. (Update: Book Release Party am 22. November im Pacha.) Und wie man so hört,