Montag, 24. November 2008
Die Frankfurter Pressekammer
„Was die Arschgeweihe für das Prekariat, sind die Videoblogs für sogenannte Medienschaffende“, schimpft der einschlägig aufgefallene Richard Wagner in Anspielung auf Michel Friedmann und Matthias Matussek in der gestrigen „Frankfurter Allgemeinen Sonntagzeitung“. Schön, daß Deutschland wieder einen Medienwart hat, der führergleich darüber zu entscheiden hat, wer nun ein echter Journalist ist und wer nur ein sogenannter (für Abonnenten oder kostenpflichtig online).
Sonntag, 23. November 2008
Der Hungerkünstler aus der Burgstraße
„Jetzt haben sie meine Rente doch glatt erhöht, um zwei Euro auf 123 Euro. Mit geht’s da wie dem Valentin. Den ham’s auch verhungern lassen.“ „Das schöne Gefühl, Geld zu haben, ist nicht so intensiv, wie das Scheißgefühl, kein Geld zu haben.“
Adrian Prechtel von der „Abendzeitung“ interviewt Herbert Achternbusch anläßlich seines 70. Geburtstages
Freitag, 21. November 2008
Fundsachen (7): Schabbes


Illustrationen aus „Livre de prières“ pour jours de semaine, sabbat et fètes à l'usage des Israélites du rites Sephardi traduit en Français par A. Crehange, nouvelle édition corrigée et remaniée par Dr. Joseph Schaechter, avec trois gravures colorées, Vienne 1932, Librairie Jos. Schlesinger, 1, Seitenstettengasse 5
Dorin dementiert (1): Von wegen Adventskalender
Es gibt seit vorgestern nacht das Gerücht, bei mir daheim hinge ein „schweinischer Adventskalender“. Bevor mein Ruf in Studentenkreisen nun vollends ruiniert wird, muß ich entschieden widersprechen. Es ist kein Adventskalender, sondern eine wunderbare Collage von Norbert Münzer aus der Isarvorstadt!

Update: „Lasset die Kindlein...“, unter diesem Titel lädt Münzer zur Vernissage am 22. November 2009 von 11 bis 18 Uhr im Würzburger WuF. Die Ausstellung aktueller Collagen wird bis Januar zu sehen sein.

Update: „Lasset die Kindlein...“, unter diesem Titel lädt Münzer zur Vernissage am 22. November 2009 von 11 bis 18 Uhr im Würzburger WuF. Die Ausstellung aktueller Collagen wird bis Januar zu sehen sein.
Investigativ: Die AZ im Pornokino
Die Homepage des Swingerkinos scheint nach der PR dem Ansturm erlegen zu sein...
(Foto: Hubert Burda Media)
Tschaka tschaka tschaka
„Diese Unbekannte“, mit der Mick Jagger im „SZ-Magazin“ herummacht, war Barfrau im P1, übrigens eine der besten jemals, und Micks langjähriges Münchner Gspusi und wenn ich mich anstrenge, fällt mir heute vielleicht noch ihr Name (Update: Wie gut, daß Franz Rauch gerade vorbei kam. Sie heißt Uli, hat heute zwei Kinder und ein Fahrgeschäft auf der Wiesn.
iMunich (3): Apple Store im Advent
Donnerstag, 20. November 2008
Entsextes Münchner Nachtleben


Weiß jemand, warum der Blumenbar-Verlag das ursprüngliche Cover seiner Disco-Fibel geändert und die geschlitzte Schönheit durch einen faden Farbverlauf ersetzt hat?
Künstler an die Front
Wenn Insignien meiner Jugend wie die Zeitschrift „Mode und Verzweiflung“ und das Programm des Werkstattkinos oder der Baader-Cup museale Aufmerksamkeit erregen und das nicht einmal in lokalhistorischem Rahmen, sondern im Haus der Kunst, dann bin ich wohl wirklich alt geworden... (Wobei auch das noch gar nicht offiziell erschienene „Mjunik Disco“ unter den Exponaten zu finden ist.)Aber in der Ausstellung „Made in Munich“ widmet sich Chris Dercon eben jener Kunst, die wirklich weh tut, weil sie nicht in Museen, Galerien und Privatsammlungen vor sich hinmuffelt, sondern mitten im Leben steht und auf die Volksfront zielt: Plakate, Zeitschriften, Bücher, Tonmedien und serielle Editionen (nur Streetart habe ich irgendwie nicht wahrgenommen, vielleicht aber auch nur übersehen).
Wie jede Ausstellung im Haus der Kunst krankt „Made in Munich“ höchstens daran, daß die Präsentation nicht erfüllen kann, was Chris Dercon in der Pressekonferenz verspricht, aber dazu jongliert er nun einmal zu begnadet mit Worten und Wissen.Doch je länger man zwischen den Exponaten verweilt, um so mehr inspirieren sie einen zu eigenen Kartenaktionen, Stempeldrucken, Happenings.
(Dackel-Poster: Hanno Ring - Team 86, ca. 1972/Haus der Kunst)
Mittwoch, 19. November 2008
Sting auf Paul Potts Spuren
Dienstag, 18. November 2008
Die Rückkehr der Süddeutschen
in die Sendlinger Straße
Vor dem Abriß kommt die Kunst: wie die „Süddeutsche Zeitung“ heute im Lokalteil nebenbei erwähnt, kehren die Zeitungsmacher Mitte Januar am 31. Januar (Premierenbilder) und 1. Februar in die alten Redaktionsräume an der Sendlinger Straße zurück – wenn auch nur im Rahmen einer Performance des „Prinzregententheaters“. Gemeint ist die im Prinze beheimatete Bayerische Theaterakademie August Everding, deren Regiestudent Jonas Zipf seine Diplomarbeit unter dem Titel „Blaupause“ den Journalisten widmet.
Aus dem Konzeptionspapier des Produktionsteams: „'Blaupause' fördert in Form eines Extrablattes die kleinen Geschichten und Anekdoten aus 63 Jahren Zeitungsgeschichte der Süddeutschen Zeitung im Verlagsgebäude der Sendlinger-Straße Nr. 8 zutage. Der Theaterabend konfrontiert Redakteure mit Schauspielern und die Zuschauer mit dem indiskreten Blick hinter die Kulissen einer der größten deutschen Tagszeitungen.“
Genaue Aufführungsdaten stehen noch nicht fest.
Update zu den Mitwirkenden „SZ“-Redakteuren.
Update zum Inhalt: „Zuerst dachten wir an eine Art Extrablatt mit letzten Geschichten und Anekdoten. Dann hat das aber die SZ mit ihrer Wochenendbeilage zum Umzug im November vorweg genommen. Und Dokumentartheater, wie es Rimini-Protokoll machen, ist mit Medienprofis als Akteuren und in einem authentischen Raum problematisch. Daher haben wir uns für einen radikalen Cut entschieden.“ Mehr in der „SZ“ vom 31. Januar.
Aus dem Konzeptionspapier des Produktionsteams: „'Blaupause' fördert in Form eines Extrablattes die kleinen Geschichten und Anekdoten aus 63 Jahren Zeitungsgeschichte der Süddeutschen Zeitung im Verlagsgebäude der Sendlinger-Straße Nr. 8 zutage. Der Theaterabend konfrontiert Redakteure mit Schauspielern und die Zuschauer mit dem indiskreten Blick hinter die Kulissen einer der größten deutschen Tagszeitungen.“
Update zum Inhalt: „Zuerst dachten wir an eine Art Extrablatt mit letzten Geschichten und Anekdoten. Dann hat das aber die SZ mit ihrer Wochenendbeilage zum Umzug im November vorweg genommen. Und Dokumentartheater, wie es Rimini-Protokoll machen, ist mit Medienprofis als Akteuren und in einem authentischen Raum problematisch. Daher haben wir uns für einen radikalen Cut entschieden.“ Mehr in der „SZ“ vom 31. Januar.
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