Mittwoch, 18. März 2009
Dienstag, 17. März 2009
Sonntag kürt InStyle seinen Starpraktikanten



(Fotos: VOX/VP/Tresor TV/LL)
Montag, 16. März 2009
Länger ist nicht immer besser
Dieser in der morgigen „Süddeutschen Zeitung“ doppelseitig präsentierte Unsinn, der nichtsdestotrotz natürlich voll dem Denkschema testosterongesteuerter Schlipsträger à la Sixt entspricht, hat mich erst gar nicht echauffiert, sondern nur verwundert. Kann ein Anzeigenmotiv heutzutage bestehen, dessen Claim zu lang zum twittern ist?
Samstag, 14. März 2009
Dämonen
„Hier in Triest hätte ich glücklich sein können, wenn nicht häufig auf meiner linken Schulter mein persönlicher Odradek ruhte in Begleitung seines dazugehörigen Golems, der wiederum nicht ohne Bucaresti auftritt; auf meiner rechten Schulter bemühten sich meine femme fatale und ein Madrider Professor namens Bérgamo darum, ein angemessenes Gleichgewicht herzustellen, damit meine Figur nicht furchtbar ungleichgewichtig aussieht.
Selbst so muß ich aber unterwegs auf mein Gleichgewicht achten. Die außerordentlichen Schulterpolster meines Sakkos aus schwarzem Satin (die Farbe der Weisheit, denn als Pigment ist es die Konzentration aller existierenden Farben) verbergen nicht die Last, die an dem Tag auf meine Schultern fiel, an dem ich mich aus reiner Laune entschloß, dieses Abenteuer zu unternehmen, das paradoxerweise nichtig gewesen wäre, wenn es nicht so viele Schwierigkeiten gegeben hätte voranzukommen und die Wesen nicht so schwer gewesen wären, die sich unverschämt auf meinen Schultern breitmachen und damit zu verhindern versuchen, daß das Abenteuer vorangeht.“
Enrique Vila-Matas: „Dada aus dem Koffer – Die Geschichte der tragbaren Literatur“, Popa Verlag 1988
Selbst so muß ich aber unterwegs auf mein Gleichgewicht achten. Die außerordentlichen Schulterpolster meines Sakkos aus schwarzem Satin (die Farbe der Weisheit, denn als Pigment ist es die Konzentration aller existierenden Farben) verbergen nicht die Last, die an dem Tag auf meine Schultern fiel, an dem ich mich aus reiner Laune entschloß, dieses Abenteuer zu unternehmen, das paradoxerweise nichtig gewesen wäre, wenn es nicht so viele Schwierigkeiten gegeben hätte voranzukommen und die Wesen nicht so schwer gewesen wären, die sich unverschämt auf meinen Schultern breitmachen und damit zu verhindern versuchen, daß das Abenteuer vorangeht.“
Enrique Vila-Matas: „Dada aus dem Koffer – Die Geschichte der tragbaren Literatur“, Popa Verlag 1988
Mittwoch, 11. März 2009
Sonntag, 8. März 2009
Hessischer Landeswahlleiter spricht bild.de frei

„§ 49 Abs. 1 Nr. 3 LWG bedroht als Ordnungswidrigkeit die vorzeitige Veröffentlichung nur von solchen Ergebnissen, die auf Wählerbefragungen beruhen, die nach der Stimmabgabe am Wahltag durchgeführt worden sind.
Derartige Befragungen finden in unmittelbarer Nähe zu den Wahllokalen – regelmäßig im selben Gebäude – statt, um Wählerinnen und Wähler im direkten zeitlichen Zusammenhang mit ihrer Wahlteilnahme ansprechen zu können.
Diese so genannten Wählernachfragen sind von der Forschungsgruppe Wahlen und von Infratest dimap angekündigt um (sic) am 18. Januar 2009 in verschiedenen hessischen Wahlbezirken durchgeführt worden.
Beide Unternehmen haben mir auf Nachfrage berichtet, dass vor 18:00 Uhr weder Ergebnisse noch Zwischenstände an BILD oder BILD.de weitergegeben worden sind.
Die von BILD.de veröffentlichten Zahlen (...) stimmen darüber hinaus mit dem Zahlenwerk der beiden Institute bei keiner einzigen Partei überein.
Ich muss nach alledem davon ausgehen, dass es sich bei den in Rede stehenden Zahlen nicht um Ergebnisse aus einer Wählernachfrage handelt.“
Prognose BILD: CDU 38 Prozent, SPD 22, FDP 17, Grüne 13, Linke 5
ARD: CDU 37,5 Prozent, SPD 23,5, FDP 16, Grüne 14, Linke 5,1
ZDF: CDU 37,5 Prozent, SPD 23,5, FDP 17, Grüne 13,5, Linke 5
Nun versorgen aber sowohl die Forschungsgruppe Wahlen, als auch Infratest dimap den ganzen Tag über die politischen Parteien mit Zwischenständen der exit polls und ab 17 Uhr auch ausgewählte Kollegen mit den Prognosen, das heißt, es dürfte für die gut vernetzte BILD-Redaktion kein Problem gewesen sein, sich zumindest die Zwischenstände der Prognosen zu beschaffen, wenn sie sie tatsächlich nicht von den Instituten oder auftraggebenden Fernsehanstalten bekommen haben sollten. Wobei diese Zwischenstände von den endgültigen Prognosen um 18 Uhr sicherlich um die 0,1 bis 1,5 Prozentpunkte abgewichen sein können, die BILD daneben lag, was der Landeswahlleiter offenbar nicht bedenkt oder wohlweislich verschweigt.
Oder aber die BILD-Gruppe wäre jetzt auch von Amts wegen der Schwindelei überführt worden, da sie zusammenfabulierte Zahlen als „1. Prognose“ ausgegeben hätte...
Tobias Fröhlich von der BILD-Gruppe lehnt in dieser Angelegenheit weiterhin jede Stellungnahme ab.
Update: Verdächtige Tweets bei der Europawahl und im „Spiegel“ werden Bedenken hinsichtlich herausgetwitterter Exit-Polls bei den kommenden Bundestagswahlen geäußert.
Antonia Beckermann in der „Welt“ vom 24. August über die Angst der Politnomenklatur vor herausgetwitterten Exit Polls der Bundestagswahl 2009.
Beobachtungen vom 30. August anläßlich der Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und dem Saarland sowie der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen (Spiegel Online: „Prognosen-Verrat: Wahlergebnisse sickerten vorab auf Twitter durch“).
Donnerstag, 5. März 2009
Schwabing fläzt frontal

(Foto: Narziss und Goldhund)
Literaturfeindliches Lech
Gerhard Walter, Tourismus-Direktor von Lech/Zürs im Interview mit „arlberg.at“
Mittwoch, 4. März 2009
Dienstag, 3. März 2009
Pervy-Popa did it again

Update: Hm?

Montag, 2. März 2009
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