Freitag, 29. Juni 2007

Stellenanzeigen (6)

Heiko Hebig sucht jemanden fürs Büro.

Iconic Turn bei den freundin-Blogs

Die freundin-Blogs bekommen ein (neues) Gesicht: Das erste Indiz war die Enthüllung der beiden Damen, die „Ein Büro“, aber „zwei Meinungen“ haben. Bloggten sie letztes Jahr noch quasi unter konspirativen Bedingungen, outeten sie sich
neulich als Redakteurinnen. Als nächstes sollen jetzt im Juli die liebevoll illustrierten Icons der einzelnen Blogger, das Markenzeichen der freundin-Blogs, durch schlichte Porträtfotos der Tagebuchautoren ersetzt werden. Meines Erachtens werden die Blogs dadurch austauschbarer, aber ich bin da als Geburtshelfer der Icons auch nicht ganz unbefangen. Donna wird's freuen (Bislang nervten die riesigen Zeichnungen der demzufolge kuhäugigen “Blogger”)

Cherchez la femme

Arte-Stehrumchen, Bavaria-Empfang, Indie-Fest, Shocking Shorts Award – und dennoch, trotz omnipräsenter Davorka, auf diesem Filmfest habe ich kaum eine Frau getroffen, die mein Interesse, geschweige denn mehr geweckt hätte. Marc meint, das läge daran, daß ich vom 61er verwöhnt sei.

Alle Beiträge zu Davorka Tovilo

Donnerstag, 28. Juni 2007

Neverending story: Der Blog oder das Blog

Nahezu pünktlich zum Jahrestag der Duden-Entscheidung greift Thomas Knüwer das gähnend langweilige Thema erneut mit Verve auf und schägt für die Zukunft eine fein unterscheidende Anwendung des Artikels vor:

„Das Blog: Weblog, dessen Besitzer nicht nur Texte ins Internet schreiben, sondern aktiv und authentisch kommunizieren.

Der Blog: Weblog, dessen Betreiber in der Form eines klassischen Sender-/Empfänger-Modells Texte ins Internet setzt.“


Und viele Kommentatoren verstehen es als Bestandsaufnahme, wie Knüwer sie wohl nicht ganz so direkt auszusprechen wagt: Wer „der Blog“ sagt, ist nichts anderes als ein „Traffic-Schmarotzer, selbsternannter ProBlogger und Möchtegern-SEO“.

Diese auf Äußerlichkeiten fixierte Selektion ist in etwa so intelligent, wie wenn man behaupten würde, nur schwitzende, häßliche Nerds könnten aktiv und authentisch kommunizieren.

Erotische Weltreise

Der aktuelle „Stern“- Titel sieht aus, als ob ein Webamateur ein bißchen mit Flickr-Bildern aus Israel herumgebastelt hätte. Also scheiße. Aber immerhin inspirierte er die Spiegel-Onliner zu zehn weiteren, teils großartigen Spin-offs.





Termin für den Open Space Munich 2008

Das Wochenende vom 18. bis 20. Januar 2008 würde sich für das von Basic inspirierte, von mir bereits einmal angesprochene und geplante Open Space Munich anbieten. Am 20. schließt sich dann der DLD 2008 an, abends gibt es hoffentlich die zweite Auflage des Bloggertreffens und am 23. folgt Davos. Bitte schon mal – wie Frühbucher Turi – vormerken. Ich arbeite daran. Wiki etcetera gehen im Juli online. An Kinder- bzw. Familienfreundlichkeit wird natürlich auch gedacht – bin schließlich nicht umsonst der beste Patenonkel der Welt.

Mittwoch, 27. Juni 2007

Jugendsünden (1)

Freitag feierte die Literatureminenz des Bayerischen Fernsehens, Armin Kratzert („LeseZeichen“, „Druckfrisch“), seinen 50. mit Freunden wie Reinhard G. Wittmann und Axel Hacke im Münchner Kunstverein, und ich durfte auch Mäuschen spielen. Nun fand ich heute beim Digitalisieren alter Videobänder ein Interview, das Armin lange vor seiner Zeit beim BR Mitte der achtziger Jahre mit mir als aufstrebenden Jungverleger geführt hatte. Aus heutiger Sicht zwischen süß und peinlich oszillierend, aber ich war jung und brauchte... Am besten, man schaltet den Ton ab und genießt die Viertelstunde entlang des Nymphenburger Kanals.
Ausgestrahlt wurde der Beitrag auf tv weiß-blau, ein Sender, zu dessen Besitzern Franz Georg Strauß, Sohn des damals amtierenden Ministerpräsidenten, zählte. Größter Fürsprecher des maroden Senders seinerzeit: Der Staatsminister und Medienbeauftragte Edmund Stoiber.



iPod vorm Alten Peter

Vom Münchner Flagshipstore ist zwar noch nicht viel mehr als eine Baulücke zu sehen, aber Apple zeigt an der Rosenstraße zumindest schon mal Flagge.

Dienstag, 26. Juni 2007

Witwen & Überlebende

„Die Beatles im Interview mit Larry King“, kündigt CNN vollmundig an. Na ja, er empfängt heute Paul McCartney, Ringo Starr, Yoko Ono Lennon, Olivia Harrison und den Gründer des „Cirque du Soleil“, Guy Laliberté – und bei aller Verehrung für Yoko Ono ist das dann doch nicht wirklich ein Interview mit den Beatles, sondern eher Etikettenschwindel... (Mittwoch früh um 11 Uhr auf CNN International).

Maxim Biller erobert New York

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ heute meldet, preist der „New Yorker“ Maxim Biller mit einem Interview („The sad optimist“) und dem Abdruck einer Kurzgeschichte, eine weitere soll demnächst folgen.

Das Web: Rufmord & Anarchie?

Das ARD-Nachtmagazin hat sich gestern der Blogosphäre gewidmet, oder vielmehr dem „virtuellen Vandalismus“ und vor dem dort allgegenwärtigen Rufmord gewarnt. Dazu durfte Stefan Niggemeier kommentieren. So wissen wir weiß ich jetzt endlich auch,
warum der BILD-Blog keine Kommentarfunktion bietet: Es wäre „sehr, sehr viel Arbeit“ – für ihn, nicht etwa für die Blogleser.

Sonntag, 24. Juni 2007

Luxusmarke und Kopie

Seit Donnerstag gibt's das erste Ansichtsexemplar von „Rich“, der neuen Gratispostille für die Bestverdienenden und Reichen. Und Harald Staun von der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ schüttelt nur den Kopf: „Die Präzision, mit der das Team um die beiden Chefredakteure Christian Müller (ehemals "SFT") und Andreas Wrede (den Gründer von "Max") die stillosesten Dinge ausgesucht hat, die man für möglichst viel Geld kaufen kann, grenzt schon an Kapitalismuskritik. Man macht es sich ja schon zu einfach, wenn man davon ausgeht, dass Menschen mit viel Geld umso weniger Geschmack und Intelligenz besitzen - es ist nur besonders dämlich, wenn das dann die eigenen Leser sein sollen.“

Mich würde interessieren, wann Christian Geltenpoth und Christian Müller, die beiden Gründer, die Idee zu ihrem neuen Blatt hatten? Vielleicht im Januar 2006 als die britische Presse über „Wealth Management Survey“, ein Londoner Luxusmagazin, berichtet hat – oder im Mai 2006, als der „Spiegel“ nachzog? Denn das Konzept von „Rich“ klingt nahezu identisch. Ein Luxusblatt für Reiche, nicht käuflich erhältlich, „weil Milliardäre selten zum Kiosk gehen“, das stattdessen über eine geheimnisvolle Liste an die happy few kostenlos distribuiert wird.