
„DDR-Model“ Uli Haase
Keine Wahlprognosen vor Schließung der Wahllokale? Von wegen, auch bei den gestrigen Europawahlen galt, was bei allen Wahlen eine wichtige Rolle fürs Ego spielt: Wer unter Politikern, Lobbyisten oder Journalisten etwas gelten will, muß bereits zwischen 15 und 16 Uhr die ersten Zahlen der Forschungsgruppe Wahlen (ZDF) oder ihrer Kollegen bei der ARD: infratest dimap in Händen halten. So auch diesen Sonntag.
Merkwürdigerweise gab es den Wahlvormittag über keinerlei Tweets mit Wahltips, Prognosen etcetera. Erst nach 15.30 Uhr, wenn erfahrungsgemäß die ersten exit polls der Wahlforscher in den Parteien zirkulieren, tauchen auch die ersten Tweets auf, bezeichnenderweise auch nicht bei stinknormalen Twitterern, sondern bei Politikern und Parteinahen, auch wenn sich die ersten noch verschämt geben: Der FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler „tippt“ um 15.44 Uhr: „#CDU 38, #SPD 26, #FDP 9, #Grüne 10, #Linke 8“.
Ein Frodo Lübcke (@frolueb, der Berliner FDP-Mann Michael Unterberger?) zitiert die ARD ausdrücklich gegen 16.16 Uhr mit der Prognose „FDP 9-10 %, SPD ca. 25%, Union unter 40%, Grüne 10% Linke um die 8%“, löscht diesen Tweet aber offenbar wieder und bleibt nur hie und da indirekt überliefert. Update: frolueb meint, sein Tweet wäre ein „fake“ gewesen, siehe unten.
Pressevorführung „Oben – Up“, Showcase Lenka/59:1, „Kopfschuß“/Filmmuseum (in memoriam Barbara Rudnik)



Also wenn man schon einen Bullen besteigt, dann bitteschön so. Aber wenn sich freitags bei Taff ein paar Mädels bei den „Hot Summer Games“ messen, wird es wohl eher so wie beim Finale von Germany's Next Top Model zugehen. Und Davorka Tovilos Outfit sieht auch so gar nicht nach Agent Provocateur, sondern vielmehr nach Hasenbergl oder Neukölln aus. Was man eben so trägt, wenn man sich beim Schlammbahn-Rutschen auf dem White Sands Festival in Norderney und beim Bullenreiten auf unserer Theresienwiese entblößt.
Persönlich hatte ich nur einmal, auf der re-publica, das Mißvergnügen einer Club Mate, aber da immer wieder via Google oder Twitter danach gefragt wird, arbeite ich nunmehr an einer – laufend aktualisierten – Übersicht, wo man in München die Brause erhält.
Torhüter Gabor Kiraly zu 1860? Da wird vielleicht sogar „freundin“-Chefredakteurin Ulrike Zeitlinger zum Löwenfan. Als sie 2002 noch Droll hieß und „Cosmopolitan“ leitete, verriet sie der „Zeit“: „Ich bin vom Fußballfieber gepackt. Da jagen knackige Männer dem Ball hinterher, spielen sich emotionale Dramen ab - deshalb muss ran sein. Gott sei Dank hat es auch meine Freundinnen erwischt, sodass wir über die Vorzüge von Ballacks famoser Schusstechnik und die modischen Nachteile von Gabor Kiralys schlabbrigen Jogginghosen philosophieren können.“
Haberfeldtreiben from Dorin Popa on Vimeo.
Druckereibesichtigung bei der tz, Pressekonferenz des Münchner Filmfests, Modepräsentation G!na und Gina Benotti, Vernissage „without Kubrick“/Laden Lothringer 13, Die schöne Querulantin/Filmmuseum, Dani Siciliano/Café King, Holleschek + Schlick/ZkMax-Finale, Wahlvorstand Europawahl