Freitag, 9. März 2007

SZ-Nachlese – 1. Teil

Während einer sonnigen Stunde an der Pinakothek bin ich heute endlich dazu gekommen, die „Süddeutsche Zeitung“ vom letzten Wochenende durchzuarbeiten.

Sonja Zekri berichtet dort im Feuilleton in einem sehr lesenswerten Beitrag über „arabische Blogger als Hoffnungsträger der Demokratie“.

Erstes Ärgernis: In der Einleitung schwadroniert sie, „im Westen mögen die Online-Tagebücher weitgehend entzaubert sein, weil viele dumm sind, manche gekauft, andere gefälscht und die meisten längst abgestorben.“ Diese so dumme, wie falsche Vereinfachung muß man aber einfach überlesen, weil der folgende Ausflug in die nahöstliche Blogosphäre sehr kompetent und ermutigend wirkt.

Womit wir zum größeren Ärgernis kommen: Warum steht so ein Beitrag nicht kostenfrei unter www.sueddeutsche.de? Netzaffines Thema, viele Links und ein politisch bedeutsamer Beitrag – ist der im Blatt nicht einfach nur verschenkt? Sicherlich macht die SZ-Homepage mit der halbnackt in Champagner badenden Dita von Teese und Aufmachern à la „Sex zwischen Bulle und Bär“ mehr Traffic, aber war das nicht einmal eine anspruchsvolle Tageszeitung? Gilt das nicht auch für das Webangebot?

3 Kommentare:

Unknown hat gesagt…

Ach Dorin, lass Dita doch baden, das würde wir doch alle gern. ;-)

Warum sollten sich Qualität und Dita ausschließen?

Anonym hat gesagt…

Ich würde es ärgerlich finden, wenn alles aus der SZ auch online zu lesen wäre. Warum sollte man dann noch Geld für ein Abo oder eine Zeitung am Kiosk ausgeben.

Dorin hat gesagt…

Klar soll die SZ einiges für die Printausgabe reservieren und sich nicht komplett kostenlos ins Netz schwingen.

Mir fällt nur auf, daß gerade die netzaffinen Beiträge mit ihren Links, die gelegentlich in der Printausgabe erscheinen, seltens online stehen, obwohl es da gerade Sinn machen würde.

Während eine Menge Artikel im Internet verschenkt werden, die dort keinen Zusatznutzen bringen.