Okay, da suchen Bauern einen Onlineredakteur, aber deswegen ist die „verlängerte Probezeit“ nicht weniger dreist...
Samstag, 3. Februar 2007
Stellenanzeigen (1)
Okay, da suchen Bauern einen Onlineredakteur, aber deswegen ist die „verlängerte Probezeit“ nicht weniger dreist...
Freitag, 2. Februar 2007
Whenever, Wherever
Nachdem sie hie und da als Brechmusik verleumdet wird, muß ich doch eine Lanze für Shakira brechen. Klasse Frau, Vollblutmusikerin, politisch engagiert mit dem Herzen am rechten Fleck, also links, und so durchtrainiert, daß sie mit jedem Körperteil eine Nuß knacken könnte. Und ich komme rechtzeitig von der Berlinale zurück, um sie wieder einmal live sehen zu können!
Natürlich Freitag abends
Erst wird die Klospülung leck, und dann ist der Waschmaschinenabfluß auch noch undicht.
Konkurrenz für den Bambi?
Gruner + Jahr hat 97,9 Prozent des Entertainment Media Fachverlags („Blickpunkt: Film“, „Musikwoche“) erworben. Bernd Buchholz, Mitglied des G+J-Vorstands und Leiter G+J Deutschland: „Mit der Übernahme des Entertainment Media Verlags expandiert Gruner + Jahr in bisher vom Verlag nicht besetzte Themensegmente. Insbesondere die Onlineaktivitäten und die umfassende, auch audiovisuell bestückte Datenbank eröffnen uns strategische Weiterentwicklungs- und Expansionsfelder. Im Vordergrund steht dabei der weitere Auf- und Ausbau digitaler Medienangebote, die wir im Rahmen des Gruner + Jahr-Innovationsprozesses ,Expand your Brand' intensiv vorantreiben.“ Kein Wort darüber, daß der Münchner Fachverlag jährlich den Deutschen Entertainment Preis DIVA verleiht, den heuer unter anderem Ursula Andress und Jeff Goldblum erhalten haben. Da könnte ich mir einige Synergieeffekte hinsichtlich der G+J-Titel „Gala“ und „Park Avenue“ zusammenreimen...(Foto: Sigi Jantz/DIVA)
Verstrapst
Der Fehler wird gern gemacht, aber bei den Profis von Agent Provocateur hätte ich das nicht erwartet: In der neuesten Ausgabe ihres Dessous Magazins steckt der Slip unter den Strumpf- haltern und wird zum Lustkiller. Denn es gibt Momente, da will man nicht damit anfangen müssen, die Strapse zu lösen, um den Slip ausziehen zu können.
Donnerstag, 1. Februar 2007
Wie Freddy Mercury auf 78 UpM
Nipple-Slip in Kassel
Manche verstehen es einfach nur nicht, warum Brustwarzen so eine Faszination ausüben. Andere regen sich darüber richtig auf. Dabei finde ich das Plakat des Kasseler Tapetenmuseums hinreißend gut. Aber bei aller Begeisterung: natürlich ist das Motiv der Dompteuse mit ihrem Reifen sexistisch – auch wenn es sich tatsächlich um die Reproduktion einer Tapete aus dem Museum handelt. (Wo gibt es solche Tapeten zu kaufen? Will haben!)
Mittwoch, 31. Januar 2007
Explicit: Toy Store
Es war auch eine kühle, klare Nacht. Das Pressegespräch der Beate Uhse AG hatte ich wegen eines Babysitter-Notfalls verpaßt. Aber zum Opening ihres neuen Ladens habe ich es gerade noch geschafft.



Im Eingangsbereich locken stattdessen der bunte, billige Basar für die Ballermann-Generation...
...und Remineszenzen an ein Sommermärchen mit Olli und Michael?

Ortstypisches Kleenex oder Serviette?
Es gab Messeneuheiten...
...Gaumen- und Augenschmaus.
Wobei so manche anwesende Journalistin die Professionellen ausstach.

Das schönste Outfit, eine Galliano-Hose, trug ein Mann.

Es gab ungewöhnliche Gäste.
...und gewöhnliche wie Gustav Jandek – Grund genug, zu gehen.
Verluste
Was ich am meisten vermissen werde:
- Der Weg durch den noch nicht recht wachgewordenen Englischen Garten zur Arbeit.
- Das rothaarige Mädchen, das mich jeden Morgen mit einem Lächeln begrüßte.
- Das Weißwurst-Frühstück im Casino.
- Spontan aus der Redaktion die fünfzig Meter zu meiner Mutter gehen können.
- Das charmanteste SFCC-Team der Stadt.
- Der Weg durch den noch nicht recht wachgewordenen Englischen Garten zur Arbeit.
- Das rothaarige Mädchen, das mich jeden Morgen mit einem Lächeln begrüßte.
- Das Weißwurst-Frühstück im Casino.
- Spontan aus der Redaktion die fünfzig Meter zu meiner Mutter gehen können.
- Das charmanteste SFCC-Team der Stadt.
Afficionados
Ich paffe gelegentlich auch gern ein fidel gerolltes Tabakblatt, aber gerade eben fiel mir auf, worin sich Zigarren- und Zigarettenraucher unterscheiden. Ich habe nie erlebt, daß ein Zigarrenraucher am Nachbartisch gefragt hätte, ob es mich stört, daß er raucht, wenn ich mein Essen serviert bekomme. Bei den Fluppenlutschern nimmt zumindest jeder Zweite Rücksicht.
Vordrängler
Der Tag fing heute so unglaublich kühl, klar an, und dann müssen mir Jupp und Felix die Schau stehlen.
Dienstag, 30. Januar 2007
„Das Internet ist wie ein neuer Gutenberg“
Alexander Kluge im Gespräch mit der „Neuen Zürcher Zeitung“ über die Suhrkamp-Kultur, abgedruckt in der Ausgabe vom 29. Januar 2007, leider nicht hier online:
„Alexander Kluge: Das Internet übernimmt heute breite Funktionen des Buches. Das Internet ist so etwas wie ein neuer Gutenberg. (...)
...weil wiederum jeder sich ausdrücken kann. Zwar zunächst unqualifiziert. Die ersten Druckschriften von Gutenberg sind furchtbaren Inhalts. Oder die Flugschriften im Bauernkrieg.
'Neue Zürcher Zeitung': Sie raten also dem Suhrkamp-Verlag dringend, auf Online-Publikationen umzustellen?
Kluge: Nein. Die erste Reihe publizistischer Online-Portale besteht aus Medien wie 'Spiegel online' oder 'NZZ online' usw. Dahinter die zweite Ebene, wo sich jeder äussern darf. Dann gibt es eine dritte Ebene, und da hört das Unqualifizierte auf. Stattdessen: Neuerfindung der Gründlichkeit und des Kommentars. Die Formen, die uns da begegnen, sind unakademisch geordnet, und die einzelnen Elemente können kurz sein, Filme von drei Minuten zum Beispiel. Die Komplexität wächst mit der Vernetzung. Wir können in der Tiefenebene des Internets die alten Gründlichkeiten wiederbeleben. Bis hin zu Thomas von Aquins Methode des Kommentars.“
„Alexander Kluge: Das Internet übernimmt heute breite Funktionen des Buches. Das Internet ist so etwas wie ein neuer Gutenberg. (...)
...weil wiederum jeder sich ausdrücken kann. Zwar zunächst unqualifiziert. Die ersten Druckschriften von Gutenberg sind furchtbaren Inhalts. Oder die Flugschriften im Bauernkrieg.
'Neue Zürcher Zeitung': Sie raten also dem Suhrkamp-Verlag dringend, auf Online-Publikationen umzustellen?
Kluge: Nein. Die erste Reihe publizistischer Online-Portale besteht aus Medien wie 'Spiegel online' oder 'NZZ online' usw. Dahinter die zweite Ebene, wo sich jeder äussern darf. Dann gibt es eine dritte Ebene, und da hört das Unqualifizierte auf. Stattdessen: Neuerfindung der Gründlichkeit und des Kommentars. Die Formen, die uns da begegnen, sind unakademisch geordnet, und die einzelnen Elemente können kurz sein, Filme von drei Minuten zum Beispiel. Die Komplexität wächst mit der Vernetzung. Wir können in der Tiefenebene des Internets die alten Gründlichkeiten wiederbeleben. Bis hin zu Thomas von Aquins Methode des Kommentars.“
Montag, 29. Januar 2007
Memoryeffekt
Ende letzten Jahres hatte ich Julia Malik und Claudia Lehmann für die „freundin“ interviewt, heute sehe ich sie in Hamburg wieder. Denn die Hamburg Media School präsentiert um 18 Uhr die Abschlußfilme ihrer Absolventen im Cinemaxx Dammtor, darunter auch Claudia Lehmanns „Memoryeffekt“ (Szenenfoto), der bereits zum Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken eingeladen war und auch auf der Berlinale gezeigt werden wird.Grund genug, in mein ungeliebtes Hamburg zu reisen und bei dieser Gelegenheit auch ConCon zu besuchen, wo die „freundin“-Homepage entsteht.
Der Wetterbericht ist zumindest vielversprechend. Sowohl in Hamburg, als auch in München soll heute die Sonne scheinen.
Sonntag, 28. Januar 2007
May be not
Hell, sauber und in guter Lage, mit schöner Wäsche – so könnte eine Beschreibung des neuen Beate-Uhse-Flagshipstores klingen, der diese Woche in bester Münchner Lage eröffnet. Gemeint sind aber die ebenfalls zum Uhse-Konzern zählenden Mae-B-Läden, mit denen man gezielt die weibliche Klientel ansprechen wollte. Wie die „Financial Times Deutschland“ unter Berufung auf die „Welt“ berichtet, gibt Beate Uhse jetzt die Marke Mae B. auf.
Samstag, 27. Januar 2007
Technorati pennt immer noch

31 Tage ist mein Blog jetzt schon bei Technorati gemeldet, 170 Beiträge habe ich ihnen seitdem gepingt, einige Blogger haben auf mich verlinkt, aber bei Technorati stehe ich immer noch auf Null. Kein Beitrag wird registriert, kein Link angerechnet. Selbst wenn seitlich zu mir führende Links vermerkt sind, steht im Blog-Profil fälschlicherweise: No blogs link here yet. Und während Marcs Blogbeiträge nach seiner schriftlichen Beschwerde binnen weniger Tage vermerkt wurden, und Frau Anja inzwischen auch Technoratis Aufmerksamkeit weckte, ignorieren sie mich trotz aller Beschwerden weiterhin.
Pixel-Eisprinzessin Aljona
Schade! Im Herbst 2005 hätte ich Aljona Savchenko interviewen können. Ich arbeitete an einer „freundin“-Geschichte zum Thema Heimat, und sie wollte ich als Wahldeutsche mit dabei haben. Aber die Chefredaktion zog die Balletttänzerin (und Boris-Becker-Bekannte) Caroline Rocher vor. Um so mehr habe ich mich diese Woche über den Gewinn der Paarlauf-Europameisterschaft durch Robin Szolkowy und Aljona gefreut. Wenn nun aber Funktionäre und der Eurosport-Kommentator ein Ende der Spitzeldiskussion um Aljonas Manager und Trainer Ingo Steuer fordert, ist das Schwachsinn. Natürlich müssen weiterhin alle Fakten auf den Tisch – und offenbar bewegt sich Steuer allmählich, auch wenn er immer noch keine Reue zeigt. Aber die Entscheidung der Bundeswehr, IM Steuer unehrenhaft zu entlassen, wird durch den Medaillengewinn nicht weniger richtig. (Wieso sie aber auch Robin nicht mehr beschäftigt haben, ist mir rätselhaft.)
Meiner Meinung nach sollte man sie weiter laufen lassen, solange sie sich selbst finanzieren. Neben Preis- und Antrittsgeldern wird das Ingo Steuers Webseite Pixel Eis ermöglichen, über die man die weitere sportliche Karriere der Ausnahme-Eiskunstläufer unterstützen kann.
Let's stick together
Daß Bryan Ferry gestern abend im Schumann's saß, ist eine Selbstverständlichkeit. Aber was hatte er überhaupt in München zu suchen? Ah!(Foto: Julian Broad c/o Bill Charles Agency)
Die 25-Jährigen
Nein, nicht was Ihr denkt. Das Schumann's wird Sonntag 25! Gefeiert wird erst, wenn 's wieder Sommer ist. Aber die „Süddeutsche“ zelebriert es bereits in ihrer Samstagsausgabe ausführlichst.Wenn ich an die 22 Jahre zurückdenke, die ich nun mitbekommen habe, fallen mir zuallererst die Toten ein. John, der mir ständig Prügel androhte, weil ich es wagte, im T-Shirt eine Bar zu betreten. Barchef Klaus, der mir vom Verrechnungsscheck bis zum Dupont-Feuerzeug alles zu Geld machte. Jörg Fauser, dessen vom Alkohol gerötetes Denkerhaupt aus den alkoholisierten Massen hervorragte. Helga Anders, die es mehr als jede Schauspielerin verdient, daß ihrer endlich einmal gedacht wird. Alles Tote, die zu Lebzeiten aus dem Vollen schöpften.
Angriff der Po-Manschetten
Traumfrauen
Whenever you meet a beautiful woman, just remember somewhere there's a man who's sick of shagging her. „Alfie“
Aide-mémoire
Dieses Wochenende zeigt das Filmmuseum sein FilmWeltWirtschaft-Festival mit „Kinky Boots“ und vielen anderen schönen Dokumentarfilmen. Hingehen!
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