Das diesen Sommer startende Videoportal von NBC und Rupert Murdochs News Corporation, das sich vorläufig an die User von AOL, MSN, MySpace und Yahoo! wendet, ist jetzt offiziell – auch wenn „branding details“ wie der Name noch nicht kommuniziert wurden.
„At launch, full episodes and clips from current hit shows, including Heroes, 24, House, My Name Is Earl, Saturday Night Live, Friday Night Lights, The Riches, 30 Rock, The Simpsons, The Tonight Show, Prison Break, Are You Smarter than a 5th Grader and Top Chef, plus hits from the studios’ vast television libraries, will be available free, on an ad-supported basis, within a rich consumer experience featuring personalized video playlists, mashups, online communities and video search. Plus, the extensive programming lineup will include fan favorite films like Borat, Little Miss Sunshine, Devil Wears Prada, The Bourne Identity and Bourne Supremacy with bonus materials and movie trailers.“
Immerhin stehen schon die ersten Kunden des werbefinanzierten Programms fest: Cadbury Schweppes, Cisco, Esurance, Intel und General Motors.
Nur habe ich meine Zweifel, daß auch wir deutschen Yahoo!- oder MySpace-Nutzer in den Genuß kommen werden. Die nationalen Lizenzinhaber wie ProSieben werden sicherlich etwas dagegen haben, sonst könnten sie ihren Maxdome gleich dicht machen.
Donnerstag, 22. März 2007
Not explicit: Fußfetisch
Da meint man seinen Kaffeehauskumpel nach Jahrzehnten auf Herz und Nieren gecheckt zu haben und da produziert er auf einmal ein Video für Fußfetischisten!? O tempora, o mores!
Zopf ab?
Wenn's um Haare geht, bin ich noch wählerischer als in Liebesangelegenheiten. In 46 Jahren durften sich vielleicht ein halbes Dutzend Friseure an meinen Locken vergreifen. Kein Wunder, wird
Aber ein Widder läßt nun mal nicht jeden an sein Wertvollstes, den Kopf, und wenn ich einem Friseur erst einmal das Vertrauen schenke, dann reise ich als journalistischer Nomade auch gut und gern nur für einen Haarschnitt von Strasbourg nach München oder von München nach Berlin.
Bei Frauen bannt mich ein guter Haarschnitt noch mehr denn ein schönes Dekolleté und auf Partys bin ich dafür berüchtigt, Mädels nach ihrem Coiffeur zu fragen und dann stehen zu lassen.Mittwoch nachmittag bin ich mal wieder bei Scott und dann stellt sich die Frage, ob ich meine Mähne rapunzle oder doch nicht fallen lasse.
Lang, mittel oder kurz? Georges Moustaki hat inzwischen auch schon keine Mähne mehr, während das eine oder andere abschreckende Beispiele sich dagegen arg gehen läßt.
Erwischt!
Also doch wieder die „VF“ gekauft und nach dem Babysitten heute abend nur schnell durchgeblättert und gleich scheckig gelacht. Im tausendsten Aufguß der „Wir knipsen Schriftsteller als Modepuppen, weil gerade Buchmesse ist"-Strecke wird Christian Schünemann als „Der Münchner“ tituliert. Ich habe Christian während seines kurzen wie unglücklichen hiesigen Intermezzos als Reiseredakteur bei „Cosmopolitan“ erlebt, und wenn es jemanden gibt, der München und noch viel mehr die Münchner haßt, dann wohl der in Berlin lebende Bremer. Das war wohl auch das treibende Moment seines faden Schlüsselromans, der jetzt auch schon zweineinhalb Jahre alt ist, was Christian als ganz heißen Anwärter für diese Geschichte über „Neue Bücher, neue Mode“ prädestiniert.
Übrigens noch schlechter als das Heft: der neu gegründete „Vanity Fair“ Podcast, der so spannend wie Granu Fink Werbung im Rentnerradio daher kommt. Dennoch danke
Clown Co. vs. YouTube
Techcrunch zufolge wird sich heute ein Konkurrent für YouTube der Öffentlichkeit präsentieren. Das von Google-Mitarbeitern als „Clown Co.“ veräppelte Konsortium umfaßt News Corp. (MySpace) und NBC, mit Viacom und Sony als weitere Kandidaten.
Die Firma wird aber wohl nicht ins Endverbrauchergeschäft einsteigen, sondern Unternehmen wie Yahoo, Microsoft, AOL und MySpace mit Video-Content beliefern.
Der „L.A. Times“ zufolge wird der Schwerpunkt bei Kinofilmen und Fernsehprogrammen („24“, „The office“) liegen. Es soll aber für User die Möglichkeit bestehen, Clips nicht nur konsumieren, sondern sie auch zu bearbeiten.
Die Firma wird aber wohl nicht ins Endverbrauchergeschäft einsteigen, sondern Unternehmen wie Yahoo, Microsoft, AOL und MySpace mit Video-Content beliefern.
Der „L.A. Times“ zufolge wird der Schwerpunkt bei Kinofilmen und Fernsehprogrammen („24“, „The office“) liegen. Es soll aber für User die Möglichkeit bestehen, Clips nicht nur konsumieren, sondern sie auch zu bearbeiten.
Comeback der Kafiya (1)
Heil Ferry
„Einfach fantastisch. Wirklich schön“, findet Bryan Ferry die Filme von Leni Riefenstahl, die Gebäude von Albert Speer und was die Nazis sonst so an Massenaufmärschen und Symbolen zelebriert haben. Da wird sich der Salonfaschist aber im Haus der Kunst ganz besonders wohl fühlen, wenn er dort am 18. Mai den Stargast beim „Ball der Künste“ gibt. Mal sehen, ob er sich die passende Naziuniform als Kostüm aussucht.
Lufthansa siebt Passagiere aus
Leider kein April-Scherz: Zum Monatsersten schafft die Lufthansa auf ihren innerdeutschen Strecken die Papiertickets ab und stellt nur noch etix aus. Eine Flugbuchung ist laut der Presseerklärung dann nur noch mit Miles & More Karte, Kreditkarte oder einer deutschen Bankkarte möglich. Hm? Das würde doch bedeuten, daß Ausländer ohne Kreditkarte und Miles & More Karte, das heißt im Zweifelsfalle Studenten, McJobber, andere wirtschaftlich schlechter gestellte oder illegal in Deutschland Lebende von der Lufthansa ausgesperrt werden. Ganz zu schweigen von den deutschen sozialen Notfällen. Wer meint, hierzulande besäße jeder eine Bankkarte, sollte sich einmal bei den Schuldnerberatungsstellen informieren.(Foto: Rolf Bewersdorf/Lufthansa)
Mittwoch, 21. März 2007
Münchner Klagemauer
Einen ersten psychotischen Vorgeschmack gab es heute: Während der Pressekonferenz zur Eröffnung des Jüdischen Museums bahnte sich eine nicht ganz ausgeglichen wirkende Frau mit Pace-Button erst ihren Weg zu Oberbürgermeister Ude, um ihm (stellvertretend?) ein paar Blumen zu überreichen und ging dann auf den benachbarten Vorplatz der Synagoge, um dort inbrünstig wie Aufmerksamkeit heischend zu beten, die Hände gen Himmel zu heben und sich sogar auf den Boden zu werfen.
Ich würde ihr dieses private Vergnügen vom Herzen gönnen, wenn nicht die lieben Kollegen Fotografen und Kameraleute die Pressekonferenz auch verlassen hätten und der Frau hinterhergehetzt wären, um sie ohne Respekt vor dem intimen Moment abzuschießen.
Das Museum interessierte mich denn auch weniger, denn die Synagoge, die ich endlich mal besichtigen wollte. Nicht ahnend, daß laufend Führungen stattfinden und sogar ein Goi wie ich – nach Voranmeldung – beim Gottesdienst willkommen ist.
Erster Wermutstropfen heute morgen: Fleming's Restaurant im Gemeindezentrum, wo es unter anderem auch koshere Weißwürste, Leberknödelsuppe oder Fleischpflanzerl gibt, hatte noch geschlossen. Aber nachdem ich neben der Synagoge die Öfen entdeckte, mit denen das Festzelt zur Eröffnung beheizt wird, ist mir der Appetit auch vergangen...(Mehr Bilder in wenigen Minuten auf Flickr)
Dienstag, 20. März 2007
Kress-Map
Bei den Kress-Köpfen wird zur Visitenkarte der wichtigsten Medienleute jetzt auch gleich eine Anfahrtsskizze geboten. Funktioniert nur halt nicht so ganz, wenn etwa beispielsweise bei Konzernen wie Burda die Postanschrift nicht mit der Besucheranschrift übereinstimmt.
Fratz(en)
Jahrelang wunderte ich mich, warum die „Eltern“-Redaktion immer so häßliche Bälger aufs Cover hievt. Vielleicht damit die LeserInnen voller Stolz sagen können, wie viel hübscher ihr eigenes Kind ist?Nun haben sie endlich mal einen netten Fratz auf dem Titel – und versauen es dann mit Typo und Balken.
Da kann sogar der Büchelmaier mit seinen häßlichen „Joy“-Titeln noch etwas lernen.
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