
Muß Robert seine kargen Blogeinkünfte jetzt etwa so aufbessern? Ihm würde ich die Pillen sogar abkaufen...

In den guten Medien, vom „Stern“ bis zum „Musikexpress“, sind die Deutschpopper von Wir sind Helden wieder präsent, um ihr neues Album zu promoten. Aber mit der Boulevardpresse, zu denen sie auch einige Frauenzeitschriften zählen, sprechen Judith Holofernes und ihre Mannen genauso wenig wie mit Politikern, und brüsten sich dessen gern. Finde ich auch voll okay, echt! Anderseits könnte man es schon recht bigott finden, wie die gleiche Band für die Bild-Zeitung der Lüfte, sprich: Privatsender wie Radio Energy die Beine breit macht. Interviews, Geheimkonzerte, die ganze Promoschiene. Und seltsamerweise stört es die aufrechten Helden gar nicht, daß diese Sender nicht nur ihren Moderations- und Nachrichtenanteil teilweise mit dem Verlesen von Bild-Meldungen und ähnlichen Qualitätsnews bestreiten, sondern auch ganz eigenständig Frauenfeindliches, Rassistisches oder einfach nur Niveauloses über den Äther schicken. Aber irgendwie muß man ja auch seine Alben verkaufen.
Einfach schön: Das Plakat zum 60. Festival von Cannes mit Bruce Willis, Gérard Depardieu, Pedro Almodovar, Samuel L. Jackson, Souleymane Cissé, Penélope Cruz, Wong Kar-Wai, Juliette Binoche und Jane Campion – fotografiert von Alex Majoli.

Erst „Rich“, die kostenlose Wurfsendung für die upper class, und jetzt Reinhard G. Modritz' Revival des Reisemagazinklassikers „Traveller's World“ – alle wollen sie ihre Zeitschriften für den exklusiven elitären Kreis der Betuchten machen. Spam de luxe, wenn ich Turi recht in Erinnerung habe. Natürlich träumen sie von dieser Zielgruppe wegen der lieben Anzeigenkunden. Aber wenn ich ehrlich bin, leben sowohl Schnöselpostillen wie die „Vogue“, als auch deren Anzeigenkunden doch gerade von den Blendern und Möchtegerns der Mittelklasse, die gerade genug Geld haben, um sich eine echte Louis Vuitton mal leisten zu können. Nur um die zu erreichen, braucht es einen soliden Verlag im Hintergrund. Also kaschiert man die mangelnde Reichweite und stilisiert sich als edles Upper-class-Unternehmen. In Schönheit sterben...
Deutsche Kultur habe ich in Rumänien bislang eher mit Wehrkirchen und ähnlich romantischem Erbe der Siebenbürger Sachsen verbunden, aber diesmal dienen wohl eher die Banater Schwaben mit ihrer monotonen Symmetrie als Vorbild: Denn die Häuslebauer von der baden-württembergischen Landesbank stehen vor der Hauptstadt und wollen im Nordwesten Bukarests die „Residenz – Cartierul German“, also das deutsche Viertel errichten, eine autogerechte Schlafstadt für den aufstrebenden Mittelstand. Dabei dachte ich, am deutschen Wesen würden heutzutage nur noch die Chinesen genesen.
Das Dilemma mit außergewöhnlich attraktiven Partnerinnen ist, daß jeder Depp sie anbaggert. Mit Lieblingslokalen ist es ähnlich, nur schlimmer. Denn – um im Bild zu bleiben – sie gehen auch gleich mit jedem ins Bett. Beim P1 bleibt mir der kleine Trost, daß ich als long time lover immerhin vom Türsteher durchgewunken werde und anschreiben kann. Beim Schumann's, daß ich an die reservierten Tische darf und anschreiben kann. Aber im 61 – Barry, darf ich bei Euch anschreiben?
Ein Vibrator aus glanzgeöltem splitterfreiem Ahornholz, der Lover Vib von HartesHolz, genau das hatte ich erwartet, als endlich das Sex-Sonderheft von Öko-Test vor mir lag. Natürlich hat der stramme Prügel das Testsiegel sehr gut erhalten. Der Ökostengel bleibt aber die Ausnahme, sonst herrscht selbst beim Alternativsex Plaste und Elaste vor, und Chefredakteur Jürgen Stellpflug redet sich in seinem Editorial gleich aufs nachhaltige Ganzheitliche heraus: „Poppen statt shoppen, das ist praktizierter Umweltschutz und Kapitalismuskritik vom Feinsten. Guter Sex statt Ersatzbefriedigung durch den Kauf eines noch schnelleren Autos oder noch teurerer Schuhe.“ Dann aber ausgerechnet einen Shoppingguide mit 
Als der US-„Playboy“ eines von Jessica Albas Promo-Bildern für „Into the blue“ ohne approval aufs Cover setzte, gab's von Sony Pictures und Alba böse was auf die Finger. Woraufhin sich Hugh Hefner persönlich entschuldigen mußte, und die Redaktion sich mit Spenden an zwei Benefizorganisationen ihren Ablaß verdiente. Mal sehen, wie es den Kollegen des britischen Online-Magazins „Monkey“ ergeht, die auf Seite 36 auch noch mit nackten Tatsachen nachlegen.