Donnerstag, 30. Oktober 2008
Der Künstler als Anarchist
Justizpalastsause
Mittwoch, 29. Oktober 2008
Schnappschuß (3)
Lockvogelangebot
Privatissime (2): Jung und unschuldig
Wohl während meiner Zeit auf der Dom-Pedro-Volksschule. Das blaue Papier unter dem Bild läßt mich vermuten, daß es das Paßbild aus meinem Flüchtlingsausweis war.
Mit dreizehn (?) in Orcines, Puy-de-Dôme.
Rent-a-Cyrano
Kapinski bietet jetzt Love-Twitter nach Maß, nur 1 Euro pro billet d'amour. Zum gleichen Preis gibt's aber auch einen traditionellen Liebesbrief aus seinen Tasten. Ob's bei Mißerfolg das Geld zurück gibt?
Forschung statt Popa oder:
Die Sache mit der Problemsynopse
Als mich vor einigen Wochen Annik Rubens frug, ob sie der heutigen Podiumsdiskussion des Instituts für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung zum Thema „Journalismus und PR im Web 2.0“ lauschen dürfte, habe ich selbstverständlich ja gesagt. So kann man sich täuschen. Denn wie sich gestern im Laufe des Tages herausstellte, läuft das doch ein bißchen anders ab als mein letztes Engagement an der LMU. Offenbar habe ich die zuständige Prof. Dr. Romy Fröhlich beziehungsweise ihr Vertrauen arg enttäuscht. Weil ich den redaktionellen Veranstaltungshinweis mit dem LMU-Logo verziert habe, was anscheinend bei Todesstrafe verboten ist. Da muß ich mich leider stur stellen, denn wenn ich über Coke, Google oder die benachbarte Alma mater schreibe, illustriere ich das eben mit dem Logo – Markenrecht hin oder her. Einsichtiger bin ich hinsichtlich des Projektkonzepts. Man wirft mir einen Vertrauensbruch vor, weil ich aus diesem internen Papier zitiert habe. Das kann ich kaum abstreiten, ist aber eher ein Mißverständnis, da ich nicht vermutet hätte, und es auch bisher bei Kooperationen nicht erlebt habe, daß diese Art Geschwurbel der Geheimhaltung unterliegt.
Und natürlich stört sich Frau Prof. Dr. Fröhlich am fehlenden Hosianna und Frohlocken in den Blogeinträgen zu dem Termin. Mea maxima culpa. Letztendlich war das Mißverständnis aber grundsätzlicher. Während ich die theoretische Beschäftigung mit der zweinulligen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nicht trennen würde vom entsprechenden praktischen Prozedere, sprich: Blogs, Live-Stream, Geflickre und all das Pipapo davor, währenddessen und danach, handelt es sich – ich hätte aufmerksamer lesen sollen – um ein „Forschungsprojekt“, sprich: keine Öffentlichkeit davor, währenddessen und danach, bis dann nächstes Jahr ein Forschungsbericht präsentiert wird. Macht Sinn. Muß nicht sein. Und ist nicht mein Ding. Weshalb die Podiumsdiskussion Mittwoch mittag gut ohne mich auskommen kann.
Burdendoskopie
Dienstag, 28. Oktober 2008
Heiko Hebigs Gspusi
Da lästere ich andernorts über zwischenmenschliche Konstellationen und muß bei meinem Hofchronisten dieses Beweismittel entdecken. Ich war jung und brauchte die Connection! Oh Gott, ist mir das peinlich...
Montag, 27. Oktober 2008
Feigenblatt Utopia
Ideen, Produkte, Unternehmen – wenn es ums Networking und großes Geschwurbel ging, war Claudia Langer (laut „Clap“ einer der „20 unwichtigsten deutschen Medienmacher“) schon immer ein begnadetes Talent, ob bei der Event-Klitsche Avantgarde, der E.ON- und Burger-King-Werbeschmiede .start oder jetzt bei Ihrem jüngsten Kind, der Lohas-Community utopia.de. Also war es nur eine Frage der Zeit, bis mit der passenden Gala auch ein gesellschaftlicher Höhepunkt geschaffen werden würde: Der Utopia-Award. Heute endet die Onlineabstimmung, verliehen wird er dann am 15. November in den Kategorien Vorbilder, Ideen, Produkte, Unternehmen, Organisation und Verhinderer. Und wie es sich für einen Preis gehört, der „zentrale Weichenstellungen im Bereich Klima, Umwelt und soziale Lebensbedingungen“ auszeichen will, präsentieren beziehungsweise sponsern ihn Stromverschwender (Vaillant, Osram), ein Autohersteller (Lexus) und die Deutsche Post, die mit ihrer allwöchentlich in Plastikfolie verschleuderten Massensendung „Einkauf aktuell“ sicherlich einer der hartnäckigsten Umweltsünder Deutschlands ist. Und jetzt komme mir keiner mit Energiesparlampen oder Hybridautos...
Nur drüber reden?
Da wollte ich meine Podiumsdiskussion übermorgen ganz zweinullig vorbereiten und bin gleich im ersten Anlauf gescheitert. Quod erat demonstrandum...
Sonntag, 26. Oktober 2008
Samstag, 25. Oktober 2008
Reingehen, um rauszusehen
Freitag, 24. Oktober 2008
My Baby Wants To Eat Your Pussy
Oder kurz: MBWTEYP sind heute und nur heute mit ihrem aktuellen Album „Ignorance and Vision“ kostenlos bei Musikload herunterladbar. Ich habe zwar noch nicht reingehört, aber bei dem Bandnamen mache ich das blind?, taub?, äh, ungeprüft...Telekom setzt auf Blogger
Am 6. November spricht Andrew Keen, Autor von „Cult of the Amateur: How the Internet is killing our culture“ im total, würg, Mitte-szenigen Telekom-Shop 4010 – und zur Veranstaltung zugelassen werden nur „Medien und Blogger“. Immerhin. So gefällt mir Mitte.
Donnerstag, 23. Oktober 2008
Katharina statt Kapinski
Ein schönes Gesicht aus dem „Shoppen“-Ensemble, ein halber Virginia-Jetzt-Akustik-Gig, eine Auswahl hoffnungsvoller Schreibtalente (nein, Kapinski ist nicht dabei, er verlustiert sich lieber in Venedig. Hat er überhaupt mitgemacht?), das Ganze bei mir um die Ecke im Unihauptgebäude, es gäbe eine Menge Gründe, Freitag abend zu Aussichtslos, dem Finale der on3 Lesereihe, zu gehen. Ich drücke ganz besonders der wohnungs- wie arbeitslosen Katharina Höhendinger (das Mädel rechts im Bild) die Daumen, auch wenn sie beim User-Voting derzeit noch etwas abgeschlagen ist...
Perversi plus
Mittwoch, 22. Oktober 2008
Very Important Porno
Die Zeiten, als man in Bayern noch den deutschen „Playboy“ beschlagnahmte, weil ein Bunny seinen Popo zu aufreizend in der Bildmitte herausstellte und sich somit zum Sexobjekt degradiert fand, liegen zwar schon zwanzig Jahre zurück, aber in Sachen Freizügigkeit hapert's hier doch immer noch im Vergleich mit unseren welschen Nachbarn. Diesen Samstag strahlt Frankreichs Pay-TV-Sender Canal + unter dem Titel „X Femmes“ sechs pornografische Kurzfilme aus, die eine illustre Runde prominenter Französinnen eigens für dieses
Projekt realisiert haben: Regisseurin Lola Doillon, die Sängerin, Schauspielerin und mit Bernard-Henri Levy verheiratete Arielle Dombasle, die Schauspielerin Mélanie Laurent, Sängerin Caroline Loeb („C'est la ouate“), Regisseurin Laetitia Masson („Haben – oder nicht“) und die Sängerin und Schauspielerin Helena Noguerra haben – teils mit professionellen „hardeurs“, teils mit Amateuren – nackte Tatsachen geschaffen.
Die Zuschauer außerhalb Frankreichs werden sich die Hardcore-Quickies bei SecondSexe für stolze 5,99 pro Kurzfilm herunterladen können.Update: Télérama, Libé, Tribune de Genève
Dienstag, 21. Oktober 2008
Turi wiederholt sich
Aber warum soll ein Branchendienst nicht machen, was im Fernsehen Standard ist...
5. Oktober 2008

21. Oktober 2008
5. Oktober 2008

21. Oktober 2008
Montag, 20. Oktober 2008
Max machts nicht
Wie gewonnen – so zerronnen: Max von Thun bleibt ein Gutmensch und verläßt die Jury von „Deutschland sucht den Superstar“ bereits, bevor es richtig losgeht: „Ich habe bei der ersten Castingshow festgestellt, dass wir als Team nicht funktionieren, was als Basis für eine fruchtbare Zusammenarbeit nötig gewesen wäre. Darum haben wir gemeinsam beschlossen, so nicht weiter zu machen.“(Foto: RTL/Christoph Assmann)
iMunich (2)
Arbeitsbeginn der Mitarbeiter des Münchner Apple Flagship Store ist laut Anstellungsvertrag der 15. November. Das wird aber kaum der Eröffnungstermin des Ladens sein, da die Leute wohl vorab noch intern geschult werden.Update: Am 10. Dezember könnte es soweit sein.
Läßt Hoeneß Reporter über die Klinge springen – oder doch nicht?
Evisco macht schöne Bilder. Für Burda, die HypoVereinsbank oder wer auch immer seine Tätigkeit freundlichst dargestellt kriegen will. Ist das Journalismus? Nicht unbedingt. Auch wenn es sich Fernsehen schimpft, wie das FCB.tv, das hausgemachte Progarmmangebot des FC Bayern. Ein kostenpflichtiges Programm, und damit der seltene Fall, daß man als Publikum für Propaganda auch noch zahlen soll. Nun wird FCB.tv auch von Evisco produziert, deren Geschäftsführer Jürgen Hausmann übrigens Stoibers Schwiegersohn ist. Diese Info nur als atmosphärischer Hintergrund. Bei den Auswärtsspielen tritt aber offenbar nicht die Evisco an, sondern die Streaming Company – auch nicht gerade ein Hort journalistischer Standards. Nun hat ein freier Mitarbeiter des Kölner Unternehmens nach dem letzten Spiel des FC Bayern es gewagt, Uli Hoeneß zu fragen, ob man eben wieder die Dusel-Bayern erlebt habe?, woraufhin dem gewohnt dünnhäutigen Bayern-Manager nur eine Antwort einfiel: „„Sie müssen sich in der nächsten Woche einen neuen Job suchen!“ Und Mediendirektor Markus Hörwick bestätigt der „Abendzeitung“: „Zu einem weiteren Einsatz wird es für den jungen Mann wohl nicht kommen.“ Laut der „Bild“ hat sich Hoeneß dagegen entschuldigt: „Ich habe überreagiert, mich in dem Moment einfach über die Frage geärgert, aber später dafür entschuldigt.“ Ihm zufolge darf der Mann „ganz normal weiter für uns arbeiten.“
Sonntag, 19. Oktober 2008
Strapsburg
Ein Abgeordneter des Europäischen Parlaments berichtet laut der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ von „Gerüchten, nach denen die Zahl der Prostituierten“ in Straßburg „just während der Plenartage stets sprunghaft ansteige.“ Zwar geht es in der Meldung hauptsächlich um Hotels, in denen sexuelle Dienstleistungen angeboten würden: im Strasbourger Jargon das Angebot des Concierge, ein zweites Kopfkissen zu bekommen. Aber dem kann ich aus eigener Erfahrung widersprechen. Als ich noch in Strasbourg wohnte, erkannte man die Sitzungswochen der Europarlamentarier immer daran, daß sich die Avenue des Vosges in einen Straßenstrich verwandelte. Die Callgirls im Hotel sind doch vielen Parlamentariern und Lobbyisten zu teuer...
Samstag, 18. Oktober 2008
Freitag, 17. Oktober 2008
Feine erste Sätze (2)
„Niemand hat was gegen eine gute Nummer.“Klatschveteran Michael Graeter im „SZ-Magazin“ über seine Knasterfahrung.
Ortsverwirrung
Neulich wähnte die „Abendzeitung“ das Café Jasmin an der Grenze von Schwabing zur Maxvorstadt und lag damit anderthalb Kilometer daneben. Dann motzte (gestern?) ein anderer „AZ“-Schreiberling über den „Feind im Westen“, eben die Schwabinger, die angeblich „weite Teile der Maxvorstadt“ okkupierten. Gemeint ist das Univiertel, das, lieber Thomas Müller von der „Abendzeitung“, nur einen Besatzer kennt: nämlich die Maxvorstadt seit der unseligen Gebietsreform. Aber das sind nur liebevolle Neckereien unter Nachbarn. Richtig ärgerlich ist es dagegen, daß die Kollegen von Myspymunique jetzt die Münchner Innenstadt als „Mitte“ brandmarken. Dafür gehören die Jungs und Mädels mit Ringelstrumpfhosen gefesselt, ihnen die Umhängetasche über den Kopf gezogen und dann ab nach Berlin.
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