Donnerstag, 8. Januar 2009
Stehrumchen der Woche: Gastro-Silvester
Spontan würde ich es als die beste NDW-Party Deutschlands bezeichnen, aber was will das schon heißen, ist das legendäre Gastro-Silvester der Milchbar doch auch die einzige NDW-Party, die ich gelegentlich heimsuche. Und wann, wenn nicht dieser Tage, wo Markus' „Ich will Spaß, ich gib Gas“ aktueller denn je ist. Also bin ich wie jedes Jahr zur Jahreswechselnachfeier der Milchbar, diesmal ausgelagert in die Registratur, zum Gastrosilvester, bei dem an einem recht willkürlichen Wochentag, zu einem recht willkürlichen Zeitpunkt, nämlich um 1 Uhr, der Jahreswechsel von all jenen nachgefeiert wird, die Silvester malochen mußten: Türsteher, Barfrauen, Kellner – und wer sonst so in Kneipen, Clubs und Kaschemmen jobbt. Das waren mal die coolsten Leute der Stadt, aber wenn das gestrige Volk einen Querschnitt durch die Gastronomiedienstleister darstellt, sind diese heutzutage weder besonders trinkfest, noch besonders gestylt. Also wäre es nur eine weitere Party gewesen, wie sie zwischen Sonnenstraße und Pfannifabrik jedes Wochenende steigt, wenn, ja wenn gestern nicht Mittwoch gewesen wäre. Ohne drauffolgenden Feiertag. Und man sich fast in jenem wundersamen Mjunik-Disco-Land hätte wähnen können, als jede Nacht Party war, von Montag bis Sonntag – bis frühmorgens die Panikbeleuchtung Personal und Gäste rauswarf, nur um nahtlos daheim, in Hotelsuiten oder bei den Models in der Pension Frank weiter zu feiern.
Die üblichen Verdächtigen
We are family
„Bei einer Veranstaltung vor einigen Wochen in München habe ich mich mit Marcus Rosenmüller unterhalten. Es ging darum, warum Filme aus Berlin und Filme aus München sich so unterscheiden. Ich meinte, dass das - unabhängig von Reichtum, HFF, Bavaria, Kirch, all den ökonomischen Sachen - damit zu tun hat, dass München ein Umland hat, wo Eltern leben. Es gibt dadurch auch eine Erdung in Familiengenealogien. 'Ich fahre am Wochenende raus zu meinen Eltern' - diesen Satz würde man in Berlin nie hören, weil es keine Eltern gibt. Man zog in den Achtzigern nach Berlin, in die Mauerstadt, weil das so weit weg war von den Eltern wie es nur ging.“
Regisseur Christian Petzold („Jerichow“) gestern im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“
Regisseur Christian Petzold („Jerichow“) gestern im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“
Mittwoch, 7. Januar 2009
Deutsche Finanzämter und die Judenverfolgung
„Wenn man die Steuerakten durchschaut, sieht man, dass sie schon am 27. April 1938 nach Prüfung der individuellen Vermögensverhältnisse alles genau festgelegt haben, was sie ihnen ein halbes Jahr später würden abnehmen können. Das ist ein System, an dem die deutschen Finanzbeamten und -direktionen maßgeblich beteiligt waren. Die haben einander schier überboten mit Ideen. Die Beamten haben die Nazis überhaupt erst auf die Ideen gebracht, wie man den Raubzug und die Vernichtung optimieren kann.“Regisseur Michael Verhoeven im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ anläßlich seines Dokumentarfilms „Menschliches Versagen“, der am 24. Januar im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt wird.
61er-Teaser
Dienstag, 6. Januar 2009
Santa Dorin
Montag, 5. Januar 2009
Fesselndes Tanztheater
Sonst stille ich meinen kulturellen Appetit nicht gerade mit der „Bild“-Zeitung, aber heute hat sie mit ihrem Hinweis auf Dasniya Sommer und ihre Hanfseil-Performance (Shibari) bei den Berliner Tanztagen zumindest ein Amuse-gueule serviert.Updates: Weitere Informationen bei Domenique von Sternenberg.
Dasniya Sommer zu Gast in der arte Lounge.
Sonntag, 4. Januar 2009
Ein Schatten auf Stefanie Harigs Erfolgsstory mit Lumas?
Auf einer ganzen Seite breitet Nadine Oberhuber heute im Wirtschaftsteil der „Frankfurter Allgemeinen“ die Geschichte der Galerienkette Lumas aus, feiert den Unternehmensgeist der Gründerin Stefanie Harig – und erwähnt mit keinem Wort, nicht einmal im faktengespickten Infokasten zum Unternehmen, daß Burda Digital Ventures sich im Mai 2006 mit 27 Prozent an der Fotoklitsche beziehungsweise deren Mutterfirma Avenso AG beteiligt hat und laut Burda-Geschäftsbericht 2007 („assoziierte Unternehmen nach § 311 HGB“) derzeit 33,97 Prozent der Firmenanteile hält:
„Fotografie nimmt in den letzten Jahren einen immer bedeutenderen Stellenwert ein. Das Konzept von LUMAS hat uns wegen des bereits heute abzusehenden Erfolgs im Kunstmarkt überzeugt. Der derzeit fünfstellige Kundenstamm von LUMAS zeigt, dass wirtschaftlicher Erfolg und ambitionierte Kunstvermittlung ohne Subventionen Hand in Hand gehen können. Von der Weiterentwicklung des Konzepts in neue Segmente und Märkte versprechen wir uns viel“, so Burda-Digital-Geschäftsführer Dr. Christoph Braun 2006.
Wäre ja an und für sich auch nichts Negatives, aber offenbar stört so eine Petitesse das Bild vom „Robin Hood der Fotokunst“ – und so bleibt Burda zumindest für die Kollegen von der Sonntagszeitung offenbar ein sehr stiller Teilhaber...
„Fotografie nimmt in den letzten Jahren einen immer bedeutenderen Stellenwert ein. Das Konzept von LUMAS hat uns wegen des bereits heute abzusehenden Erfolgs im Kunstmarkt überzeugt. Der derzeit fünfstellige Kundenstamm von LUMAS zeigt, dass wirtschaftlicher Erfolg und ambitionierte Kunstvermittlung ohne Subventionen Hand in Hand gehen können. Von der Weiterentwicklung des Konzepts in neue Segmente und Märkte versprechen wir uns viel“, so Burda-Digital-Geschäftsführer Dr. Christoph Braun 2006.
Wäre ja an und für sich auch nichts Negatives, aber offenbar stört so eine Petitesse das Bild vom „Robin Hood der Fotokunst“ – und so bleibt Burda zumindest für die Kollegen von der Sonntagszeitung offenbar ein sehr stiller Teilhaber...
Feine erste Sätze (3)
„Das Arschloch Thomas Bernhard, und das sage ich, obwohl ich ungern schlecht über Tote rede, das Arschloch Bernhard hat ziemlich sicher nur ein einziges gutes Buch geschrieben.“
Maxim Biller heute in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“
Maxim Biller heute in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“
Freitag, 2. Januar 2009
Münchner Sub
Passenderweise durfte ich heute abend für 30 Cent eine Bahnsteigkarte lösen, um im U-Bahnhof Odeonsplatz die Vernissage zu Nicolas Mahlers Ausstellung „Die ratlose Republik“ anläßlich des 90. Jahrestags der Räterevolution zu besuchen.
Donnerstag, 1. Januar 2009
Geschönter Beauty-Contest beim SZ-Magazin

Welches Cover hat den Lesern 2008 am besten gefallen, fragen die Kollegen vom „SZ-Magazin“ ihre Leser und schummeln ein bißchen in ihrer Schönheitengalerie. Denn bei der aktuellen Wiedergabe des Titels Nr. 25 ist – selbst im Close-up – keine Spur von der Perforation zu sehen, mit der die Redaktion damals ihre erste Seite dem Anzeigenkunden Motorola weit geöffnet hat – übrigens ohne jeden Werbehinweis.
No more sex, no more drugs, only rock’n’roll!
Heute abend um 23.15 Uhr strahlt France 2 George Scotts Dokumentarfilm „Carla Bruni, quelqu'un m'a dit“ aus. (France 2 ist in den digitalen deutschen Kabelnetzen in einem der kostenpflichtigen Auslandspakete enthalten.) Ursprünglich als Porträt der Chansonsängerin geplant, glaubte der Regisseur nicht mehr an sein Projekt, nachdem Bruni mit Nicolas Sarkozy anbandelte und schließlich heiratete. Doch Bruni brach das Projekt nicht ab, sondern nahm es in den Elysée-Palast mit. „We just carried on the same way as planned. The only difference was that the next time I went to her house, there were police outside”, beschrieb es George Scott gegenüber der „Sunday Times“, die den Film vorab sah, ihn als „taboo-breaking“ bewertet und ausführlich daraus zitiert.
Neben Bruni werden auch ihre Mutter Marisa und ihre Schwester, die Schauspielerin Valeria Bruni-Tedeschi interviewt, Patrick Zelnik (Chef ihres Plattenlabels Naïve), der Sänger Julien Clerc, der Schauspieler Vincent Pérez und ihr Agent Bertrand de Labbey. Seltsam nur, daß die englische Presse von 80 Minuten Länge spricht, während die französischen Programmzeitschriften eine 52 Minuten lange Fassung ankündigen — update: und der Sender 69 Minuten. Nur ein Mißverständnis oder wird in Frankreich eine gekürzte Version ausgestrahlt?
Carla Bruni - "Salut marin" (Regie: George Scott)
Mittwoch, 31. Dezember 2008
Dienstag, 30. Dezember 2008
Koffein statt Böller
(Update: Hier geht's zur Übersicht für den Jahreswechsel 2022/23) Wie schon zur Weihnachtszeit stellt sich morgen und übermorgen erneut die Frage, welche Cafés und sonstigen Koffeindealer überhaupt geöffnet haben. Einige meiner liebsten Etablissement haben sogar ganz traditionell bis zum Dreikönigstag geschlossen. Deshalb veröffentliche ich noch einmal meine Liste einiger Neujahrsöffnungszeiten der wichtigsten Münchner Cafés, Clubs und Kneipen, wobei es mir gar nicht um etwaige Silvesterfeten geht, sondern um die Kaffeemessen oder das gemütliche Tagesbier. Ergänzungen aus Euren Vierteln sind via Kommentar herzlich willkommen. Die Liste wird laufend aktualisiert.- Baader Café (Silvester bis 18 Uhr und dann wieder ab 22 Uhr geöffnet, Neujahr ab 12 Uhr geöffnet)
- Baci Grand Cafe (Silvester von 8 bis 14 Uhr offen, Neujahr geschlossen)
- Die Bank (Silvester ab 20 Uhr geöffnet, letztes DJ-Set Neujahr von 10 bis 12 Uhr, 10 Euro Eintritt)
- Barer 47 (bis einschließlich 7. Januar geschlossen)
- Barer 61 (bis einschließlich 7. Januar geschlossen)
- Bergwolf (Silvester bis 23 Uhr geöffnet)
- Black Bean (Münchner Freiheit: Silvester bis 18 Uhr, Neujahr von 10 bis 18 Uhr; Amalienstraße: Silvester bis 18 Uhr geöffnet, Neujahr geschlossen)
- Brown's Tea Bar (Silvester von 9.30 bis 17 Uhr, Neujahr von 13 bis 18.30 Uhr)
- Cabane (bis 4. Januar geschlossen)
- Café Jasmin (Silvester ab 10 Uhr mit „open end“, Neujahr von 12 bis 1 Uhr)
- Café King (Silvester geöffnet, Neujahr geschlossen)
- Café Münchner Freiheit (Silvester von 6.30 bis 16 Uhr, Neujahr von 9 bis 18 Uhr)
- Café Schneller (bis einschließlich 6. Januar geschlossen)
- Comercial (Silvester von 9 bis 17 Uhr geöffnet, Neujahr geschlossen)
- Dodici (Silvester von 7 bis 18 Uhr und Neujahr von 11 bis 18 Uhr)
- Forum (Silvester 8 bis 17 Uhr, ab 19 Uhr Silvesterbuffet – nur mit Reservierung, Neujahr 10 bis 1 Uhr)
- Gap (Silvester geschlossen, Neujahr ab 18 Uhr geöffnet)
- Hanshe (bis einschließlich 12. Januar geschlossen)
- Holy Home (Silvester und Neujahr geschlossen)
- Iwan's Bar (Silvester von 19 bis 2 Uhr geöffnet – nur mit Reservierung)
- k&k (Silvester ab 22 Uhr geöffnet, Neujahr zu)
- Kuletto's Espresso Bar (bis 4. Januar geschlossen)
- Lardy ( Silvester Party, am 1. Januar geschlossen)
- Macchiato (Silvester von 8 bis 15 Uhr auf, Neujahr zu)
- Max-Emanuel-Brauerei (bis 1. Januar geschlossen)
- m.c.mueller (Silvester ab 22 Uhr geöffnet, Neujahr geschlossen)
- Pandora (bis 9. Januar geschlossen)
- Pavesi (Neujahr zu)
- Puck (Silvester von 9 bis 17 Uhr, Neujahr von 10.30 bis 1 Uhr)
- Rossini (bis einschließlich 6. Januar zu)
- San Francisco Coffee Company (Leopoldstraße 31: 31. Dezember von 7 bis 20 Uhr, 1. Januar von 9 bis 19 Uhr; Kurfürstenplatz: Silvester von 7.30 bis 21 Uhr, Neujahr von 9 bis 22 Uhr)
- Schall & Rauch (Silvester bis 17 Uhr geöffnet, abends Party für „friends & family“, Neujahr ab 17 Uhr offen)
- Schelling-Salon (Winterpause bis 14. Januar)
- Schumann's am Hofgarten (am 31. Dezember ab 20 Uhr geöffnet, Live-Barmusik, 15 Euro Eintritt, Reservierung erbeten, Neujahr geschlossen)
- Stadtcafé (Silvester bis 17 Uhr geöffnet, Neujahr geschlossen)
- Türkenhof (Silvester ab 11 Uhr offen, 1. Januar 11 bis 1 Uhr)
Ist Twitter die dümmste Erfindung dieses Jahrhunderts?
Update: Auf Seite 76 der internationalen Ausgabe vergleicht die „Newsweek“-Redaktion „Player“ und „Pretender“: „In an age of instant Internet celebrity, viral marketing and reality TV, it's harder and harder to distinguish between actual influence and good PR.“ Zu den gehypeten Blendern zählen sie unter anderem Tina „The Daily Beast“ Brown, Caroline Kennedy, Sarah Palin, Guns N' Roses, Amazon's Kindle und eben Twitter („Memo to Tweeters: we don't care what you think“). Zur wirklich einflußreichen Power-Fraktion dagegen: Hulu, Arianna Huffington, Metallica und Newspapers („Yes, print is troubled and some urban dailies are doomed. Still, on screen or on dead trees, nothing shapes the conversation like facts.“)
Montag, 29. Dezember 2008
Privatissime (4): Als Jungverleger
Zu Zeiten des Popa-Verlags Mitte der achtziger Jahre in München, als mich die „Elaste“ als Dora Popin verballhornte und mich „die Quintessenz aus Bhagwan, Freak, Yuppie und Verleger“ schimpfte.
Unser Stand auf der Frankfurter Buchmesse 1984.
Sonntag, 28. Dezember 2008
iTunes kommt ins Stottern: Cold, not hot
Da ist wohl bei Apple einer schwer aus dem Bett gekommen. Am dritten Tag Ihrer Verschenkaktion auf iTunes gibt's Kate Perrys Musikvideo zu „Hot n Cold“ umsonst. Na ja, zumindest theoretisch. Zwar heißt es auf der Aktionshomepage „Dieser kostenlose Download steht am 28. Dezember, 2008 24 Stunden lang zur Verfügung.“ Aber um 10.54 Uhr war er noch mit 2 Euro 49 ausgepreist. Immerhin funktionierte der Download zu dem Normaltarif nicht. Stattdessen erscheint eine Fehlermeldung: „Dieser Artikel kann zur Zeit nicht gekauft werden. Dieser Artikel wird gerade geändert. Bitte versuchen Sie es später erneut.“ Updates: Um 11.27 Uhr ist es immer noch nicht korrigiert. 12.12 Uhr dito. 15.46 Uhr – und es funktioniert immer noch nicht. 17.30 Uhr: Cuppertino, we have a problem. Ah, den Kollegen von Sevenmac zufolge hat Apple nur falsch verlinkt. So geht's zum kostenlosen Download des Kate-Perry-Videos.
Donnerstag, 25. Dezember 2008
Bunny-Alarm und KostBares im Akademieviertel
Ein paar Ecken weiter in der Türkenstraße 38 hat der „Bild“-Zeitung zufolge Wiesn-Playmate Anna Scharl (update: bzw. laut Einladung „Biene + Sandro + Philip + Daniel + Ismet + Hans“) das griechische Restaurant Olympos übernommen. Am 3. Januar werden die Ouzo- und sonstigen Bestände auf einer Alles-muß-weg-Party für ein bis drei Euro je Drink rausgehauen – womit das Sausalitos nebenan an diesem Abend ernsthaft um seine studentische Kampftrinkerklientel fürchten muß. Danach wird die Taverne umgebaut und in die Zahlbar 38 umgebaut.
Mittwoch, 24. Dezember 2008
Freie Brühe
Die San Francisco Coffee Company hat ihr Herz fürs Prekariat entdeckt. Und hier soll diesmal nicht von ihren ausgebeuteten Baristi die Rede sein... Bis zum 18. Februar gibt es jeden Dienstag zwischen 9.30 und 11 Uhr kostenlosen Filterkaffee zum sowieso kostenlosen Kinder-Cappuccino für Mütter und Vätern mit ihren Kiddies. Die beteiligten Filialen stehen auf dem abgebildeten Flyer, der Arabellapark ist natürlich nicht mit dabei, vielleicht weil die Filiale zu eng für mehrere Kinderwägen ist.
Dienstag, 23. Dezember 2008
Angriff der Riesenmeerschweinchen
Sonntag, 21. Dezember 2008
No!
Samstag, 20. Dezember 2008
Wir impotenten Neider
„Man kann Kritiker beschimpfen, vorzugsweise als impotente Neider. Man kann ihnen Prügel androhen (die Vilsmaier-Methode), man kann auch gleich, à la Herzog, die Pistole auf sie richten. Oder man kann ihnen eben die Pressevorführungen vorenthalten. Was nicht wirklich schlimm ist, nur lächerlich, und eine etwas kuriose Behandlung der Öffentlichkeit bei einem Filmprojekt, das mit reichlich öffentlichen Geldern gefördert wurde.Gunter Groll, Filmkritiker dieser Zeitung in den fünfziger Jahren, formulierte es so: 'Für große Teile der Filmindustrie ist Filmkritik immer nur zweierlei: gutwillige Gratisreklame, sofern sie lobt, und böswillige Geschäftsschädigung, sofern sie tadelt.'“
Rainer Gansera in seiner Besprechung von Til Schweigers „1 1/2 Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde“ in der heutigen „Süddeutschen Zeitung“
I feel it in my fingers...
Porno, Popstar und Premierminister… Harmlos, aber doch immer wieder nett anzuschauen, so auch heute abend um 20.15 Uhr auf RTL 2: Bill Nighy & Co in „Love actually“
Freitag, 19. Dezember 2008
First look on 24 – Die 7. Staffel
Die erste Viertelstunde der am 11. Januar startenden Staffel mit neuen Abenteuern des Agent Jack Bauer. (Updates: Premiere strahlt die neuen Folgen zeitgleich mit dem US-Start ab dem 11. Januar aus. Pro Sieben will im Laufe des Jahres nachziehen. Pro Sieben reicht die neue Staffel an Kabel 1 weiter, die sie ab dem 1. September dienstags um 22:15 Uhr in Doppelfolgen ausstrahlen will.
Out of Rosenheim
Ich persönlich halte Kapinskis Kurzgeschichte „Drei Städte“ für eine seiner schwächeren, aber was verstehe ich schon von Literatur. Eveline Petraschka von den „Kellergeistern“ bespricht im neuen „In München“ die aktuelle Anthologie des Donnerstag, 18. Dezember 2008
Nur nicht zur Weihnachtszeit
Das ist eine veraltete Liste von 2008. Die aktuelle Übersicht für 2025 findet Ihr unter diesem Link.So schön München in der staaden Zeit zwischen den Jahren auch sein mag, geht es doch nicht ohne einen Wermutstropfen: Meine bevorzugten Hangouts, ob nun für eine kleine cappuccinistische Frühmesse oder einen gepflegten nächtlichen Wodkarausch, schließen in dieser Zeit gerne, die einen nur während der Weihnachtsfeiertage, andere bis über den Dreikönigstag hinaus. Damit kann man leben, wenn man es nur beizeiten weiß und nicht frierend vor dem geschlossenen Lokal auf sein Date wartet. Deshalb bemühe ich mich, die Weihnachts- und Neujahrsöffnungszeiten der wichtigsten Münchner Cafés, Clubs und Kneipen hier aufzulisten. Beiträge aus Euren Vierteln sind herzlich willkommen. Die Liste wird laufend aktualisiert. Silvester-Update da.
- Baader Café (24. und 25. Dezember geschlossen, 26. Dezember ab 9.30 Uhr geöffnet, Silvester bis 18 Uhr und dann wieder ab 22 Uhr geöffnet, Neujahr ab 12 Uhr geöffnet)
- Die Bank (Silvester ab 20 Uhr geöffnet, letztes DJ-Set Neujahr von 10 bis 12 Uhr, 10 Euro Eintritt)
- Barer 47 (vom 21. Dezember bis einschließlich 7. Januar geschlossen)
- Barer 61 (vom 22. Dezember bis einschließlich 7. Januar geschlossen)
- Bergwolf (24. und 25. Dezember geschlossen, 26. Dezember ab 17 Uhr geöffnet, Silvester bis 23 Uhr geöffnet)
- Brown's Tea Bar (24. und 25. Dezember geschlossen, 26. Dezember von 13 bis 18.30 Uhr, Silvester von 9.30 bis 17 Uhr, Neujahr von 13 bis 18.30 Uhr)
- Cabane (vom 24. Dezember bis 4. Januar geschlossen)
- Café Jasmin (Silvester ab 10 Uhr mit „open end“, Neujahr von 12 bis 1 Uhr)
- Café King (Heiligabend, am 25. Dezember und Neujahr geschlossen)
- Café Schneller (bis einschließlich 6. Januar geschlossen)
- Comercial (Heiligabend von 9 bis 17 Uhr geöffnet, 1. Weihnachtsfeiertag geschlossen, 2. Weihnachtsfeiertag 12 bis 24 Uhr, Silvester 9 bis 17 Uhr, Neujahr geschlossen)
- Dodici (Heiligabend von 7 bis 16 Uhr geöffnet, an den Weihnachtsfeiertagen von 10 bis 18 Uhr, Silvester von 7 bis 18 Uhr und Neujahr von 11 bis 18 Uhr)
- Forum (Heiligabend 8 bis 17 Uhr geöffnet, Weihnachtsfeiertage 10.30 bis 3 Uhr, Silvester 8 bis 17 Uhr, ab 19 Uhr Silvesterbuffet – nur mit Reservierung, Neujahr 10 bis 1 Uhr)
- Gap (am 24. und 25. Dezember geschlossen, am 26. Dezember ab 18 Uhr offen, Silvester geschlossen, Neujahr ab 18 Uhr geöffnet)
- Hanshe (vom 19. Dezember bis einschließlich 12. Januar geschlossen)
- Holy Home (Heiligabend, Silvester und Neujahr geschlossen)
- Iwan's Bar (vom 21. bis einschließlich 25. Dezember geschlossen, Silvester von 19 bis 2 Uhr geöffnet – nur mit Reservierung)
- k&k (Heiligabend ab 22 Uhr geöffnet, an den Weihnachtsfeiertagen ab 20 Uhr, Silvester ab 22 Uhr geöffnet, Neujahr zu)
- Lardy (Heiligabend ab 22 Uhr geöffnet, am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag ab 19 Uhr, Silvester Party, am 1. Januar geschlossen)
- Macchiato (Heiligabend bis 15 Uhr geöffnet. Am 25. und 26. Dezember sowie am 1. Januar geschlossen. Am 27. Dezember von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Am 28. von 9 bis 18 Uhr. Am 29. und 30. von 8 bis 20 Uhr sowie Silvester von 8 bis 15 Uhr)
- Mäser Luksch (Heiligabend bis 12.30 Uhr geöffnet, an den Weihnachtsfeiertagen geschlossen)
- Max-Emanuel-Brauerei (vom 22. Dezember bis 1. Januar geschlossen)
- m.c.mueller (Heiligabend, am 25. Dezember und Neujahr geschlossen, Silvester ab 22 Uhr geöffnet)
- Pandora (vom 22. Dezember bis 9. Januar geschlossen)
- Pini (Heiligabend bis 15 Uhr geöffnet, an den beiden Weihnachtsfeiertagen geschlossen)
- Puck (Heiligabend von 9 bis 17 Uhr geöffnet, 1. Weihnachtsfeiertag geschlossen, 2. Weihnachtsfeiertag von 10 bis 1 Uhr geöffnet, Silvester von 9 bis 17 Uhr, Neujahr von 10.30 bis 1 Uhr)
- Rossini (bis einschließlich 6. Januar zu)
- Ruffini (Heiligabend nachmittags und den ganzen ersten Feiertag zu.)
- Schall & Rauch (Heiligabend ab 22 Uhr geöffnet, am 25. Dezember ab 19 Uhr, Silvester bis 17 Uhr geöffnet, abends Party für „friends & family“)
- Schelling-Salon (Winterpause vom 22. Dezember bis 14. Januar)
- Schumann's am Hofgarten (am 24. und 25. Dezember vollständig sowie am 26. Dezember mittags geschlossen, am 31. Dezember
große Silvester-Partyab 20 Uhr geöffnet, Live-Barmusik, 15 Euro Eintritt, Reservierung erbeten) - Stadtcafé (Heiligabend bis 17 Uhr geöffnet, 25. Dezember geschlossen, 26. Dezember bis 24 Uhr geöffnet, Silvester bis 17 Uhr, Neujahr geschlossen)
- Türkenhof (Heiligabend 11 bis 18 Uhr, Weihnachtsfeiertage 11 bis 1 Uhr, Silvester ab 11 Uhr, 1. Januar 11 bis 1 Uhr)
Let's tweet together
20-Millionen-Jackpot beim ExtraLotto – ob ihn die Twitterer des Deutschen Lotto-Blogs an Silvester knacken?
Literaturhaus verwechselt reaktionäre Soldateska mit revolutionären Räterepublikanern
Mittwoch, 17. Dezember 2008
The Spirit of Christmas
„Über XING findet man Kontakte“ (Johnny Haeusler, Juni 2007)Das Schreckliche am P1 ist, daß ich es nüchtern nicht ertrage. Das Schöne am P1 ist, daß ich es mit ausreichend Wodka pur auf Eis wunderbar finde. Aber heute abend konnte ich es mir nicht einmal schön saufen, denn Xing (11:40) lud zur „Exklusive XING XMAS CLUBBING PARTY“. Da hätte ich genauso gut mittags in die Allianz-Kantine pilgern können, nur daß dort wenigstens ein paar Praktikantinnen und leitende Angestellte für mehr Pep gesorgt hätten. Dagegen heute im P1 das pure Mittelmaß... Bleiben aber noch zwei Wochen jahresendzeitexzessiven Alkoholabusus im Stüberl, und nach Jahrzehnten fundamentalistischer Silvesterabstinenz haben sie mich auch schon fast soweit, es noch einmal im Haus der Kunst zu probieren. Denn die vom „Marquis“-Magazin mit veranstaltete Silvestre Burlesque Show klingt verheißungsvoll.
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