Sonntag, 11. Januar 2009

Live-Blog zu den Golden Globes

(Update: Globes 2018 hier)

21.43 Uhr
Manchmal wundert man sich, wie so manches deutsches Magazin aus der zweiten bis letzten Reihe zu seinen „Exklusiv“-Interviews mit Hollywoodstars wie Jennifer Lopez oder Cameron Diaz kommt – und nicht immer sind diese Gespräche einfach nur erfunden oder aus internationalen Zeitschriften zusammengeklaut.
Einige Chefredakteure haben einfach einen guten Draht zu Mitgliedern der Hollywood Foreign Press Association (HFPA), der Vereinigung ausländischer Friseure, Immobilienmakler und Journalisten, die lange samt ihrer Golden-Globe-Verleihung die Lachnummer in L.A. war.
Doch in den letzten Jahren haben sich die Globes als verläßliches Oscar-Orakel bewährt und zu unerwarteter Akzeptanz gefunden, weshalb es sich übers Jahr kaum ein Star nehmen läßt, für seinen aktuellen Film bei Gruppengesprächen mit den Mitgliedern der HFPA anzutreten. Abschriften davon landen dann – trotz der kleingedruckten Ausschlußklauseln – schnell bei den Blattmachern in Deutschland – Exklusivität hin oder her.
Die Golden Globe Awards schätze ich inzwischen aus zwei Gründen ganz besonders: Zum einen werden nicht nur Kinoproduktionen, sondern auch Fernsehfilme und Serien prämiert, die heutzutage oftmals die Leinwandepen an Qualität und Kultfaktor übertreffen. Und die Stars sitzen hier auch nicht wie aufgeschnürte Perlen fest, sondern versammeln sich an runden, Champagnerbewehrten Tischen, wodurch der Abend einfach intimer wirkt.
In vier Stunden beginnt die 66. Verleihung, live auf Pro Sieben übertragen, und ich werde mich bemühen, hier live dazu zu bloggen.

22.17 Uhr
Wer bloggt denn sonst noch live zur Preisverleihung? (Update: Anke Gröner)

22.21 Uhr
Hm, Pro Sieben steigt erst um 2 Uhr mit der Preisverleihung ein, aber NBC fängt bereits eine Stunde früher mit dem Red Carpet Special an. Ob's den Aufmarsch der Glitzerati irgendwo im Netz als Stream gibt?

22.34 Uhr
Hundemarken statt Brillies? Bei den Gastgeschenken für die Stars ist heuer ein Wechsel zur neuen Bescheidenheit angesagt.

23.05 Uhr
„Entertainment Weekly“ bloggt ab 1 Uhr live von den Golden Globes.

23.44 Uhr
Weitere US-Live-Blogs, die zwischen 1 und 2 Uhr damit anfangen wollen: Go fug yourself zu Gast beim New York Magazine, Jezebel und das Time Magazine beispielsweise.

23.56 Uhr
Trivia und Historisches im Gold Derby der Los Angeles Times.

1.16 Uhr
Die Red Carpet Show hat angefangen – im Bild die „Slumdog-Millionaire“-Hauptdarsteller Dev Patel, Freida Pinto und Anil Kapoor.






















1.33 Uhr
Mit 16 hat man noch Träume? Im Fall der „Californication“-Actrice Madeleine Martin ist es ein einziger stilistischer Alptraum!






















Eva Longoria Parker






















Renee Zellweger






















Drew Barrymore






















Cameron Diaz





















2:01 Uhr
Jennifer Lopez' goldenes Kleid läßt sie ja überhaupt nicht fett aussehen...




















Erster Golden Globe für Kate Winslet in „Der Vorleser“.

2.22 Uhr
Laura Dern, Miss Golden Globe 1982 und heute als beste Fernseh-Nebendarstellerin ausgezeichnet für „Recount“ sieht aus wie eine Vogelscheuche der fünfziger Jahre.



Abwesende Nominierte wie Dianne Wiest werden nicht einmal mit einem Standfoto berücksichtigt, und selbst wenn sie wie Gabriel Byrne einen Golden Globe gewinnen, bleiben sie unsichtbar. Ziemlich kleinlich von den Organisatoren...

2.34 Uhr
Natürlich wird an den Bildschirmen viel getwittert...

2.37 Uhr
Ricky Gervais auf der Bühne zu Kate Winslet: „I told you. Do a Holocaust movie and the awards will arrive.“

Bin ich blind? Lauter Tweets, daß Gervais mit einem Bier in der Hand auf der Bühne gestanden hätte. Ist mir gar nicht aufgefallen.


Bad Hair Day für Johnny Depp?




Verdammt sexy, wenn auch eher casual wie für einen Strandbesuch, Demi Moore.





Ein Abwesender wird doch im Bild präsentiert: Heath Ledger, der posthum als bester Nebendarsteller ausgezeichnet wird.

Abgesehen davon, daß ich den „Baader Meinhof Komplex“ nicht sonderlich schätze, waren die anderen Bewerber als bester ausländischer Film auch objektiv besser, gerade der hochaktuelle israelische Beitrag „Waltz with Bashir“, dessen Regisseur leider die Gelegenheit ungenutzt ließ, sich klarer zum aktuellen Gaza-Krieg zu äußern.

3.31 Uhr
Der Zeitsprung zwischen der Fernsehübertragung und dem Eye-TV-Bild wächst ständig und beträgt jetzt schon Minuten. Kurios. Ebenso wie Megan Fox, die heute gar nicht foxy ausschaut...




3.45 Uhr
Bereits der zweite Preis für „Slumdog Millionaire“ – und es bleibt hoffentlich nicht dabei.

3.49 Uhr
Sarah Palin Tina Fey räumt mit „30 rocks“ auch ordentlich ab.

4.14 Uhr
Yeah, Regiepreis für Danny Boyle und „Slumdog Millionaire“!

Golden Globe für Colin Farrell und seinen Brügge-Killer. Muß mir den Film jetzt doch mal anschauen.




Whow, Preis für Woody Allens „Vicky Cristina Barvelona“, hm, vielleicht habe ich die Ironie des Films doch nicht ganz verstanden, ich fand ihn ausgesprochen harmlos.

Ups, jetzt auch noch gleich der zweite Hauptdarstellerinnen-Preis für Kate Winslet.

4.50 Uhr
Der Film zum Krisenjahr: Der wunderbare Mickey Rourke wird für seinen wunderbaren „Wrestler“ als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.

4.59 Uhr
Jetzt erhält „Slumdog Millionaire“ auch noch den Preis als bester dramatischer Film. Zurecht.

Oh, schon aus? Dann komme ich ja doch noch drei Stunden zum Schlafen. Fein.

(Fotos: Hollywood Foreign Press Association)

Kollegen-Spam - wie Turi, Meedia & Co Auflage machen

Als Journalist ist man – wie ein Bulle – immer im Dienst. Insofern gelten für uns oft andere Regeln als für Otto Normalverbraucher. Einmal wollte ich etwa die Dienste einer Verbraucherzentrale in Anspruch nehmen wollte, doch man erklärte mir, daß diese Journalisten angeblich nicht beraten dürften.
Ein anderer Fall sind unaufgefordert zugesandte Mails, vulgo: Spam. Einerseits wollen wir unseren Mailaccount ebensowenig verstopft bekommen wie andere Menschen, andererseits leben wir natürlich vom Informationsinput und könnten somit irgendwie für jede Zusendung dankbar sein.
Streng genommen ist das aber eine rechtliche Grauzone, in der Unternehmensberater in der Regel jedem Newsletter-Versender zum Doppel-Opt-In-Verfahren raten, um sich keine wettbewerbs- oder privatrechtliche Blöße zu geben. Um so erstaunter war ich, dieser Tage mitzubekommen, daß Mediendienste wie Turi2 und Meedia ihre Newsletter auch unverlangt verschicken und dazu öffentlich zugängliche Adreßdateien wie die Kress-Köpfe auswerten.
Auf meine Anfrage hin meint Peter Turi dazu, daß sie auf diese Weise Kollegen in ihren Verteiler aufnehmen, „die wir als Medienmacher für interessiert halten. Insgesamt machen die unaufgefordert Angeschriebenen rund ein Drittel aller Neuabos aus.“

Updates: Erster Gerichtstermin in Sachen Spam. Die beklagte Turi2 erkennt den klageweise geltend gemachten Unterlassungsanspruch an, woraufhin ein Anerkenntnisurteil erlassen wird.

Meedia-Chefredakteur Georg Altrogge will sich offenbar dazu nicht äußern und ließ meine Anfrage unbeantwortet. Turi wollte sich auch nicht stärker engagieren. Auf meine Meldung hier wurde zwar Montag früh im Vorprodukt seines Newsletters verlinkt, sie schaffte es dann aber doch nicht zu Turi2 hinein.


Die Krise

Nächtliches Frühstück

Für alle Fans des Petit Déjeuner Musical gibt es heute abend den singenden Gérard Depardieu in „Chanson d'amour“ um 23.30 Uhr in der ARD. Der ideale Zeitvertreib, bis dann um 2 Uhr die Liveübertragung der Golden Globes (soll ich twittern, bloggen oder einfach entspannt zuschauen?) auf Pro Sieben beginnt.



Samstag, 10. Januar 2009

Der Dativ ist dem Studi sein Tod

„Das Germanistikstudium hatte zwar den Vorteil unglaublich attraktiver Studentinnen, aber auch genau den Nachteil, dass viele unglaublich attraktive Studentinnen Germanistik studierten, weil sie nicht wussten, was sie sonst studieren sollten. Als die dann im Proseminar schon an der Frage scheiterten, was ein Dativ sei, war mir klar, dass der universitäre Weg (...) nicht mein Weg sein konnte.“

Musikmanager Tim Renner im Interview mit karriere.de

Gaza-Krieg tabu bei Anne Will?

Tagesaktuelle Reaktion wegen der Merckle-Tragödie oder politischer Druck? Bei „Anne Will“ wird morgen nicht wie geplant über den Gaza-Krieg diskutiert, sondern über das „Tabu Selbstmord“. Gäste wie Sumaya Farhat-Naser, Joschka Fischer, Avi Primor und Daniel Barenboim sollen kurzfristig ausgeladen worden sein. Mehrere Kommentare im Anne-Will-Blog wurden wegen „Abweichung vom Thema“ nachträglich gelöscht beziehungsweise gar nicht mehr freigeschaltet – etwa diejenigen mit Hinweis auf das ursprünglich geplante Palästina-Thema? Update: „Anne Will“-Sprecherin Nina Tesenfitz auf meine Nachfrage hin: „Auch für die morgige Sendung galt das journalistische Prinzip, mehrere Themen nebeneinander vorzubereiten. Dazu werden natürlich auch frühzeitig Terminanfragen an verschiedene Gäste gerichtet. Es hat also kein 'Themenwechsel', wie Sie schreiben, stattgefunden, sondern die Redaktion hat sich für das Thema 'Tabu Freitod' entschieden.
Bei den drei gelöschten Kommentaren im Blog handelte es sich nicht um Hinweise zu einem anderen Thema, sondern um äußerst geschmacklose Äußerungen zu Leben und Tod des Unternehmers Merckle.“
Wobei „Anne Will“ aber offenbar bereits in der Vorbereitungsphase Farhat-Naser auf Redaktionskosten hat anreisen lassen. Ob sie jede Woche rein hypothetisch Gäste einfliegen?

Update vom 12. Januar zum Thema



Immerhin ist das Thema der ARD für eine andere Programmänderung wichtig genug: Sonntag um 13.15 Uhr wird die aktuelle Reportage „Tage des Schreckens - Tage der Hoffnung. Wie Israelis und Palästinenser den Krieg erleben" ausgestrahlt.

(Foto: ARD/Jim Rakete)

Petit Déjeuner Musical (61): Guesch Patti

Messieursdames, Guesch Patti!


Guesch Patti - Etienne

Freitag, 9. Januar 2009

Mobilität

Derzeit bin ich nur über mein unter anderem bei facebook und Xing gelistetes 0152er-Handy erreichbar. Das 0171er funktioniert nach meinem Anbieterwechsel voraussichtlich ab dem 23. Januar wieder.

Donnerstag, 8. Januar 2009

FRONT meldet Insolvenz an

Wie so oft sind die ersten Warnhinweise auf XING zu entdecken. Wenn die Verantwortlichen eines Unternehmens dort nach neuen Aufgaben suchen, scheint die Firma ihre beste Zeit hinter sich zu haben. So auch leider bei dem spielerisch schönen Schwulenmagazin „Front“, dessen Betreiber jetzt Insolvenz anmelden mußten.

„Der Verlag L&E Media GmbH und Co. KG, in dem bis zuletzt das Magazin FRONT erschien, hat Insolvenz angemeldet. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschlaftlichen Entwicklung und der Krise im Printmarkt war es dem Verlag trotz einer bemerkenswert guten Entwicklung des Titels nicht gelungen, weitere Investoren zu finden, um die zweijährige Einführungsphase sicher zu überstehen. Nachdem Verhandlungen mit der Berliner Bürgschaftsbank im Sommer gescheitert waren, suchte der Verlag bis zuletzt nach neuen privaten Investoren.

FRONT erschien seit Oktober 2007 als Magazin für den Neuen Mann und erreichte über 30.000 Leser bundesweit. Die Anzeigen- und Auflagenentwicklung des Titels verlief bis zuletzt gegen den Trend äußerst positiv; das Magazin hatter sich in kurzer Zeit auch ein beachtliches journalistisches Renommée erworben. So wurde FRONT 2008 aus dem Stand im LEAD-Award-Ranking der besten Männerzeitschriften mit einem vierten Platz bedacht. Vielbeachtete Interviews – wie das mit Nationalspieler Philipp Lahm über Homosexualität im Profifußball – hatten das Magazin schnell über die Zielgruppe hinaus bekannt gemacht.“


Nach dem jpg Magazine der zweite Trauerfall unter den kreativen Neugründungen in diesen harten Zeiten... Es trifft immer die Falschen.

Stehrumchen der Woche: Gastro-Silvester



Spontan würde ich es als die beste NDW-Party Deutschlands bezeichnen, aber was will das schon heißen, ist das legendäre Gastro-Silvester der Milchbar doch auch die einzige NDW-Party, die ich gelegentlich heimsuche. Und wann, wenn nicht dieser Tage, wo Markus' „Ich will Spaß, ich gib Gas“ aktueller denn je ist. Also bin ich wie jedes Jahr zur Jahreswechselnachfeier der Milchbar, diesmal ausgelagert in die Registratur, zum Gastrosilvester, bei dem an einem recht willkürlichen Wochentag, zu einem recht willkürlichen Zeitpunkt, nämlich um 1 Uhr, der Jahreswechsel von all jenen nachgefeiert wird, die Silvester malochen mußten: Türsteher, Barfrauen, Kellner – und wer sonst so in Kneipen, Clubs und Kaschemmen jobbt. Das waren mal die coolsten Leute der Stadt, aber wenn das gestrige Volk einen Querschnitt durch die Gastronomiedienstleister darstellt, sind diese heutzutage weder besonders trinkfest, noch besonders gestylt. Also wäre es nur eine weitere Party gewesen, wie sie zwischen Sonnenstraße und Pfannifabrik jedes Wochenende steigt, wenn, ja wenn gestern nicht Mittwoch gewesen wäre. Ohne drauffolgenden Feiertag. Und man sich fast in jenem wundersamen Mjunik-Disco-Land hätte wähnen können, als jede Nacht Party war, von Montag bis Sonntag – bis frühmorgens die Panikbeleuchtung Personal und Gäste rauswarf, nur um nahtlos daheim, in Hotelsuiten oder bei den Models in der Pension Frank weiter zu feiern.

Die üblichen Verdächtigen

Manchmal brauche ich etwas länger, weshalb ich erst gestern die bereits fast einen Monat alte Januar-„Vogue“ in die Finger bekam. Und damit deren München-Strecke, die einen Blick hinter „alle gängigen Klischees“ riskieren will. Also unter anderem auf die Isarauen, Konstantin Grcic, Brigitte Hobmeier, Kent Nagano, Gomma, Rupprecht Geiger, Christine Theiss, den alten Südfriedhof und Nymphenburger Porzellan. Das haben sie sich aber richtig was getraut... Und ich frage dann lieber nicht, wo für die Kollegen bei Condé-Nast die Klischees anfangen.

We are family

„Bei einer Veranstaltung vor einigen Wochen in München habe ich mich mit Marcus Rosenmüller unterhalten. Es ging darum, warum Filme aus Berlin und Filme aus München sich so unterscheiden. Ich meinte, dass das - unabhängig von Reichtum, HFF, Bavaria, Kirch, all den ökonomischen Sachen - damit zu tun hat, dass München ein Umland hat, wo Eltern leben. Es gibt dadurch auch eine Erdung in Familiengenealogien. 'Ich fahre am Wochenende raus zu meinen Eltern' - diesen Satz würde man in Berlin nie hören, weil es keine Eltern gibt. Man zog in den Achtzigern nach Berlin, in die Mauerstadt, weil das so weit weg war von den Eltern wie es nur ging.“

Regisseur Christian Petzold („Jerichow“) gestern im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“

Mittwoch, 7. Januar 2009

Deutsche Finanzämter und die Judenverfolgung

„Wenn man die Steuerakten durchschaut, sieht man, dass sie schon am 27. April 1938 nach Prüfung der individuellen Vermögensverhältnisse alles genau festgelegt haben, was sie ihnen ein halbes Jahr später würden abnehmen können. Das ist ein System, an dem die deutschen Finanzbeamten und -direktionen maßgeblich beteiligt waren. Die haben einander schier überboten mit Ideen. Die Beamten haben die Nazis überhaupt erst auf die Ideen gebracht, wie man den Raubzug und die Vernichtung optimieren kann.“

Regisseur Michael Verhoeven im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ anläßlich seines Dokumentarfilms „Menschliches Versagen“, der am 24. Januar im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt wird.

61er-Teaser

Donnerstag macht mein Büro wieder auf, aber heute haben Barry und Avni schon einmal die neuen Bänke in ihrem Barer 61 begutachtet, die Sitzordnung geändert und einen neuen Tisch im Clubman herangekarrt.

Dienstag, 6. Januar 2009

Santa Dorin

Die Bescherung liegt ja schon länger zurück, aber da ich das Bild erst heute bekommen habe, ist es eben eine Verneigung vor dem russisch-orthodoxen Weihnachtsfest heute nacht.

Petit Déjeuner Musical (60)

Messieursdames, Charles Aznavour!





Montag, 5. Januar 2009

Fesselndes Tanztheater

Sonst stille ich meinen kulturellen Appetit nicht gerade mit der „Bild“-Zeitung, aber heute hat sie mit ihrem Hinweis auf Dasniya Sommer und ihre Hanfseil-Performance (Shibari) bei den Berliner Tanztagen zumindest ein Amuse-gueule serviert.

Updates: Weitere Informationen bei Domenique von Sternenberg.
Dasniya Sommer zu Gast in der arte Lounge.

Sonntag, 4. Januar 2009

Ein Schatten auf Stefanie Harigs Erfolgsstory mit Lumas?

Auf einer ganzen Seite breitet Nadine Oberhuber heute im Wirtschaftsteil der „Frankfurter Allgemeinen“ die Geschichte der Galerienkette Lumas aus, feiert den Unternehmensgeist der Gründerin Stefanie Harig – und erwähnt mit keinem Wort, nicht einmal im faktengespickten Infokasten zum Unternehmen, daß Burda Digital Ventures sich im Mai 2006 mit 27 Prozent an der Fotoklitsche beziehungsweise deren Mutterfirma Avenso AG beteiligt hat und laut Burda-Geschäftsbericht 2007 („assoziierte Unternehmen nach § 311 HGB“) derzeit 33,97 Prozent der Firmenanteile hält:
„Fotografie nimmt in den letzten Jahren einen immer bedeutenderen Stellenwert ein. Das Konzept von LUMAS hat uns wegen des bereits heute abzusehenden Erfolgs im Kunstmarkt überzeugt. Der derzeit fünfstellige Kundenstamm von LUMAS zeigt, dass wirtschaftlicher Erfolg und ambitionierte Kunstvermittlung ohne Subventionen Hand in Hand gehen können. Von der Weiterentwicklung des Konzepts in neue Segmente und Märkte versprechen wir uns viel“, so Burda-Digital-Geschäftsführer Dr. Christoph Braun 2006.
Wäre ja an und für sich auch nichts Negatives, aber offenbar stört so eine Petitesse das Bild vom „Robin Hood der Fotokunst“ – und so bleibt Burda zumindest für die Kollegen von der Sonntagszeitung offenbar ein sehr stiller Teilhaber...

Feine erste Sätze (3)

„Das Arschloch Thomas Bernhard, und das sage ich, obwohl ich ungern schlecht über Tote rede, das Arschloch Bernhard hat ziemlich sicher nur ein einziges gutes Buch geschrieben.“

Maxim Biller heute in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“

Petit Déjeuner Musical (59)

Messieursdames, Salvatore Adamo!

Freitag, 2. Januar 2009

Münchner Sub


Passenderweise durfte ich heute abend für 30 Cent eine Bahnsteigkarte lösen, um im U-Bahnhof Odeonsplatz die Vernissage zu Nicolas Mahlers Ausstellung „Die ratlose Republik“ anläßlich des 90. Jahrestags der Räterevolution zu besuchen.

Donnerstag, 1. Januar 2009

Geschönter Beauty-Contest beim SZ-Magazin

Welches Cover hat den Lesern 2008 am besten gefallen, fragen die Kollegen vom „SZ-Magazin“ ihre Leser und schummeln ein bißchen in ihrer Schönheitengalerie. Denn bei der aktuellen Wiedergabe des Titels Nr. 25 ist – selbst im Close-up – keine Spur von der Perforation zu sehen, mit der die Redaktion damals ihre erste Seite dem Anzeigenkunden Motorola weit geöffnet hat – übrigens ohne jeden Werbehinweis.

No more sex, no more drugs, only rock’n’roll!

Heute abend um 23.15 Uhr strahlt France 2 George Scotts Dokumentarfilm „Carla Bruni, quelqu'un m'a dit“ aus. (France 2 ist in den digitalen deutschen Kabelnetzen in einem der kostenpflichtigen Auslandspakete enthalten.) Ursprünglich als Porträt der Chansonsängerin geplant, glaubte der Regisseur nicht mehr an sein Projekt, nachdem Bruni mit Nicolas Sarkozy anbandelte und schließlich heiratete. Doch Bruni brach das Projekt nicht ab, sondern nahm es in den Elysée-Palast mit.
„We just carried on the same way as planned. The only difference was that the next time I went to her house, there were police outside”, beschrieb es George Scott gegenüber der „Sunday Times“, die den Film vorab sah, ihn als „taboo-breaking“ bewertet und ausführlich daraus zitiert.
Neben Bruni werden auch ihre Mutter Marisa und ihre Schwester, die Schauspielerin Valeria Bruni-Tedeschi interviewt, Patrick Zelnik (Chef ihres Plattenlabels Naïve), der Sänger Julien Clerc, der Schauspieler Vincent Pérez und ihr Agent Bertrand de Labbey. Seltsam nur, daß die englische Presse von 80 Minuten Länge spricht, während die französischen Programmzeitschriften eine 52 Minuten lange Fassung ankündigen — update: und der Sender 69 Minuten. Nur ein Mißverständnis oder wird in Frankreich eine gekürzte Version ausgestrahlt?

Carla Bruni - "Salut marin"
Carla Bruni - "Salut marin" (Regie: George Scott)

Petit Déjeuner Musical (58)

Messieursdames, Hervé Vilard!

Parastas

Ion „Iani“ Popa
(aka Ion Măgureanu aka Pancrator aka Popicu)
1.1.1913 - 28.10.1982

Dienstag, 30. Dezember 2008

Autsch!

Startseite der Huffington Post heute abend

Koffein statt Böller

(Update: Hier geht's zur Übersicht für den Jahreswechsel 2022/23) Wie schon zur Weihnachtszeit stellt sich morgen und übermorgen erneut die Frage, welche Cafés und sonstigen Koffeindealer überhaupt geöffnet haben. Einige meiner liebsten Etablissement haben sogar ganz traditionell bis zum Dreikönigstag geschlossen. Deshalb veröffentliche ich noch einmal meine Liste einiger Neujahrsöffnungszeiten der wichtigsten Münchner Cafés, Clubs und Kneipen, wobei es mir gar nicht um etwaige Silvesterfeten geht, sondern um die Kaffeemessen oder das gemütliche Tagesbier. Ergänzungen aus Euren Vierteln sind via Kommentar herzlich willkommen. Die Liste wird laufend aktualisiert.
  • Baader Café (Silvester bis 18 Uhr und dann wieder ab 22 Uhr geöffnet, Neujahr ab 12 Uhr geöffnet)
  • Baci Grand Cafe (Silvester von 8 bis 14 Uhr offen, Neujahr geschlossen)
  • Die Bank (Silvester ab 20 Uhr geöffnet, letztes DJ-Set Neujahr von 10 bis 12 Uhr, 10 Euro Eintritt)
  • Barer 47 (bis einschließlich 7. Januar geschlossen)
  • Barer 61 (bis einschließlich 7. Januar geschlossen)
  • Bergwolf (Silvester bis 23 Uhr geöffnet)
  • Black Bean (Münchner Freiheit: Silvester bis 18 Uhr, Neujahr von 10 bis 18 Uhr; Amalienstraße: Silvester bis 18 Uhr geöffnet, Neujahr geschlossen)
  • Brown's Tea Bar (Silvester von 9.30 bis 17 Uhr, Neujahr von 13 bis 18.30 Uhr)
  • Cabane (bis 4. Januar geschlossen)
  • Café Jasmin (Silvester ab 10 Uhr mit „open end“, Neujahr von 12 bis 1 Uhr)
  • Café King (Silvester geöffnet, Neujahr geschlossen)
  • Café Münchner Freiheit (Silvester von 6.30 bis 16 Uhr, Neujahr von 9 bis 18 Uhr)
  • Café Schneller (bis einschließlich 6. Januar geschlossen)
  • Comercial (Silvester von 9 bis 17 Uhr geöffnet, Neujahr geschlossen)
  • Dodici (Silvester von 7 bis 18 Uhr und Neujahr von 11 bis 18 Uhr)
  • Forum (Silvester 8 bis 17 Uhr, ab 19 Uhr Silvesterbuffet – nur mit Reservierung, Neujahr 10 bis 1 Uhr)
  • Gap (Silvester geschlossen, Neujahr ab 18 Uhr geöffnet)
  • Hanshe (bis einschließlich 12. Januar geschlossen)
  • Holy Home (Silvester und Neujahr geschlossen)
  • Iwan's Bar (Silvester von 19 bis 2 Uhr geöffnet – nur mit Reservierung)
  • k&k (Silvester ab 22 Uhr geöffnet, Neujahr zu)
  • Kuletto's Espresso Bar (bis 4. Januar geschlossen)
  • Lardy ( Silvester Party, am 1. Januar geschlossen)
  • Macchiato (Silvester von 8 bis 15 Uhr auf, Neujahr zu)
  • Max-Emanuel-Brauerei (bis 1. Januar geschlossen)
  • m.c.mueller (Silvester ab 22 Uhr geöffnet, Neujahr geschlossen)
  • Pandora (bis 9. Januar geschlossen)
  • Pavesi (Neujahr zu)
  • Puck (Silvester von 9 bis 17 Uhr, Neujahr von 10.30 bis 1 Uhr)
  • Rossini (bis einschließlich 6. Januar zu)
  • San Francisco Coffee Company (Leopoldstraße 31: 31. Dezember von 7 bis 20 Uhr, 1. Januar von 9 bis 19 Uhr; Kurfürstenplatz: Silvester von 7.30 bis 21 Uhr, Neujahr von 9 bis 22 Uhr)
  • Schall & Rauch (Silvester bis 17 Uhr geöffnet, abends Party für „friends & family“, Neujahr ab 17 Uhr offen)
  • Schelling-Salon (Winterpause bis 14. Januar)
  • Schumann's am Hofgarten (am 31. Dezember ab 20 Uhr geöffnet, Live-Barmusik, 15 Euro Eintritt, Reservierung erbeten, Neujahr geschlossen)
  • Stadtcafé (Silvester bis 17 Uhr geöffnet, Neujahr geschlossen)
  • Türkenhof (Silvester ab 11 Uhr offen, 1. Januar 11 bis 1 Uhr)

Ist Twitter die dümmste Erfindung dieses Jahrhunderts?

Twitter muß man nicht mögen. Und es gibt genügend Kostverächter wie Donna oder mawa, die nicht nur darüber schimpfen, sondern sich dem Gezwitschere konsequent verweigern. Bei einer Redaktion ist es mit der Geradlinigkeit schon schwieriger, da gehört es zur Binnendemokratie oder zum Meinungspluralismus, daß der eine Redakteur Novitäten wie Blogs oder Tweets pauschal verdammt, während die Kollegen damit vergnügt arbeiten – oder Twitter etwa preisen. Und so sollte es einen nicht zu sehr irritieren, daß das US-Nachrichtenmagazin „Newsweek“ einerseits selbstverständlich twittert und seine Leser via Newstweet vorbildlich einbindet, andererseits aber angeblich ausgerechnet in seiner aktuellen „New-Global-Elite“-Ausgabe vom 5. Januar Twitter an den Printmedien mißt und abschließend zur möglicherweise „dumbest innovation of the century“ erklärt haben soll, zur dümmsten Erfindung des – gerade mal acht Jahre alten – Jahrhunderts. Leider ist der Artikel bisher offline und alle Reaktionen berufen sich auf eine einzige Quelle: Jon Burg. Mein Zeitschriftenhändler hatte heute morgen noch nicht die Ausgabe, aber sobald ich ein gedrucktes Exemplar in Händen halte, gibt's ein Update.

Update: Auf Seite 76 der internationalen Ausgabe vergleicht die „Newsweek“-Redaktion „Player“ und „Pretender“: „In an age of instant Internet celebrity, viral marketing and reality TV, it's harder and harder to distinguish between actual influence and good PR.“ Zu den gehypeten Blendern zählen sie unter anderem Tina „The Daily Beast“ Brown, Caroline Kennedy, Sarah Palin, Guns N' Roses, Amazon's Kindle und eben Twitter („Memo to Tweeters: we don't care what you think“). Zur wirklich einflußreichen Power-Fraktion dagegen: Hulu, Arianna Huffington, Metallica und Newspapers („Yes, print is troubled and some urban dailies are doomed. Still, on screen or on dead trees, nothing shapes the conversation like facts.“)

Montag, 29. Dezember 2008

Privatissime (4): Als Jungverleger

Zu Zeiten des Popa-Verlags Mitte der achtziger Jahre in München, als mich die „Elaste“ als Dora Popin verballhornte und mich „die Quintessenz aus Bhagwan, Freak, Yuppie und Verleger schimpfte.






Unser Stand auf der Frankfurter Buchmesse 1984.

Sonntag, 28. Dezember 2008

iTunes kommt ins Stottern: Cold, not hot

Da ist wohl bei Apple einer schwer aus dem Bett gekommen. Am dritten Tag Ihrer Verschenkaktion auf iTunes gibt's Kate Perrys Musikvideo zu „Hot n Cold“ umsonst. Na ja, zumindest theoretisch. Zwar heißt es auf der Aktionshomepage „Dieser kostenlose Download steht am 28. Dezember, 2008 24 Stunden lang zur Verfügung.“ Aber um 10.54 Uhr war er noch mit 2 Euro 49 ausgepreist. Immerhin funktionierte der Download zu dem Normaltarif nicht. Stattdessen erscheint eine Fehlermeldung: „Dieser Artikel kann zur Zeit nicht gekauft werden. Dieser Artikel wird gerade geändert. Bitte versuchen Sie es später erneut.“ Updates: Um 11.27 Uhr ist es immer noch nicht korrigiert. 12.12 Uhr dito. 15.46 Uhr – und es funktioniert immer noch nicht. 17.30 Uhr: Cuppertino, we have a problem. Ah, den Kollegen von Sevenmac zufolge hat Apple nur falsch verlinkt. So geht's zum kostenlosen Download des Kate-Perry-Videos.


Donnerstag, 25. Dezember 2008

Bunny-Alarm und KostBares im Akademieviertel

Zwar könnte man meinen Barerkiez an so einem Weihnachsttag für eine gastronomische Ödnis halten, aber die staade Zeit trügt. Es brummt ordentlich und wo nicht gerade eine schicke neue Szeneboutique aufmacht, versucht sich ein selbsternannter Szenewirt an seinem Glück. Die alteingesessene Gastronomie kann da offenbar nicht mehr mithalten, und so hat sich der Plaste-Inder schräg gegenüber in der Barer Straße 67 verabschiedet, wo nun statt dem India Town Mittwoch die Kostbar eröffnet. Trotz der Namensgleichheit besteht kein Zusammenhang mit dem ehemaligen Kultcafé in der Augustenstraße.
Ein paar Ecken weiter in der Türkenstraße 38 hat der „Bild“-Zeitung zufolge Wiesn-Playmate Anna Scharl (update: bzw. laut Einladung „Biene + Sandro + Philip + Daniel + Ismet + Hans“) das griechische Restaurant Olympos übernommen. Am 3. Januar werden die Ouzo- und sonstigen Bestände auf einer Alles-muß-weg-Party für ein bis drei Euro je Drink rausgehauen – womit das Sausalitos nebenan an diesem Abend ernsthaft um seine studentische Kampftrinkerklientel fürchten muß. Danach wird die Taverne umgebaut und in die Zahlbar 38 umgebaut.

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Freie Brühe

Die San Francisco Coffee Company hat ihr Herz fürs Prekariat entdeckt. Und hier soll diesmal nicht von ihren ausgebeuteten Baristi die Rede sein... Bis zum 18. Februar gibt es jeden Dienstag zwischen 9.30 und 11 Uhr kostenlosen Filterkaffee zum sowieso kostenlosen Kinder-Cappuccino für Mütter und Vätern mit ihren Kiddies. Die beteiligten Filialen stehen auf dem abgebildeten Flyer, der Arabellapark ist natürlich nicht mit dabei, vielleicht weil die Filiale zu eng für mehrere Kinderwägen ist.

Dienstag, 23. Dezember 2008

Angriff der Riesenmeerschweinchen

Sind das nun Meerschweinchen Blog-Queenschen Ausmaßes, Keinohrhasen oder nur der alltägliche BoBo-Einrichtungshorror bei Böhmler im Tal – und was macht man bitteschön damit außer erotische Alpträume zu bekommen?

Sonntag, 21. Dezember 2008

No!

Irgendwo muß ich noch meine Kopie eines alten P1-Werbespots haben, aber heute habe ich zufällig diesen hier im Netz entdeckt. Zwar bilde ich mir ein, daß meine Version noch reduzierter und besser ist, aber vorläufig tut es diese auch.

Samstag, 20. Dezember 2008

Wir impotenten Neider

„Man kann Kritiker beschimpfen, vorzugsweise als impotente Neider. Man kann ihnen Prügel androhen (die Vilsmaier-Methode), man kann auch gleich, à la Herzog, die Pistole auf sie richten. Oder man kann ihnen eben die Pressevorführungen vorenthalten. Was nicht wirklich schlimm ist, nur lächerlich, und eine etwas kuriose Behandlung der Öffentlichkeit bei einem Filmprojekt, das mit reichlich öffentlichen Geldern gefördert wurde.
Gunter Groll, Filmkritiker dieser Zeitung in den fünfziger Jahren, formulierte es so: 'Für große Teile der Filmindustrie ist Filmkritik immer nur zweierlei: gutwillige Gratisreklame, sofern sie lobt, und böswillige Geschäftsschädigung, sofern sie tadelt.'“

Rainer Gansera in seiner Besprechung von Til Schweigers „1 1/2 Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde“ in der heutigen „Süddeutschen Zeitung“

I feel it in my fingers...

Porno, Popstar und Premierminister… Harmlos, aber doch immer wieder nett anzuschauen, so auch heute abend um 20.15 Uhr auf RTL 2: Bill Nighy & Co in „Love actually“

Freitag, 19. Dezember 2008

First look on 24 – Die 7. Staffel

Die erste Viertelstunde der am 11. Januar startenden Staffel mit neuen Abenteuern des Agent Jack Bauer. (Updates: Premiere strahlt die neuen Folgen zeitgleich mit dem US-Start ab dem 11. Januar aus. Pro Sieben will im Laufe des Jahres nachziehen. Pro Sieben reicht die neue Staffel an Kabel 1 weiter, die sie ab dem 1. September dienstags um 22:15 Uhr in Doppelfolgen ausstrahlen will.



Out of Rosenheim

Ich persönlich halte Kapinskis Kurzgeschichte „Drei Städte“ für eine seiner schwächeren, aber was verstehe ich schon von Literatur. Eveline Petraschka von den „Kellergeistern“ bespricht im neuen „In München“ die aktuelle Anthologie des Manuscriptum Manuskriptum-Kurses, wo an der LMU Creative Writing unterrichtet wird, und lobt: „Markus Michalek, der das surreal-erotische Phantasieren von den Franzosen gelernt hat, erzählt in 'Drei Städte' von einem besonderen French Kiss, einer großen (literarischen) Liebe, die seine Hauptfigur von Paris über München nach Venedig führt.“

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Nur nicht zur Weihnachtszeit

Das ist eine veraltete Liste von 2008. Die aktuelle Übersicht für 2025 findet Ihr unter diesem Link.

So schön München in der staaden Zeit zwischen den Jahren auch sein mag, geht es doch nicht ohne einen Wermutstropfen: Meine bevorzugten Hangouts, ob nun für eine kleine cappuccinistische Frühmesse oder einen gepflegten nächtlichen Wodkarausch, schließen in dieser Zeit gerne, die einen nur während der Weihnachtsfeiertage, andere bis über den Dreikönigstag hinaus. Damit kann man leben, wenn man es nur beizeiten weiß und nicht frierend vor dem geschlossenen Lokal auf sein Date wartet. Deshalb bemühe ich mich, die Weihnachts- und Neujahrsöffnungszeiten der wichtigsten Münchner Cafés, Clubs und Kneipen hier aufzulisten. Beiträge aus Euren Vierteln sind herzlich willkommen. Die Liste wird laufend aktualisiert. Silvester-Update da.
  • Baader Café (24. und 25. Dezember geschlossen, 26. Dezember ab 9.30 Uhr geöffnet, Silvester bis 18 Uhr und dann wieder ab 22 Uhr geöffnet, Neujahr ab 12 Uhr geöffnet)
  • Die Bank (Silvester ab 20 Uhr geöffnet, letztes DJ-Set Neujahr von 10 bis 12 Uhr, 10 Euro Eintritt)
  • Barer 47 (vom 21. Dezember bis einschließlich 7. Januar geschlossen)
  • Barer 61 (vom 22. Dezember bis einschließlich 7. Januar geschlossen)
  • Bergwolf (24. und 25. Dezember geschlossen, 26. Dezember ab 17 Uhr geöffnet, Silvester bis 23 Uhr geöffnet)
  • Brown's Tea Bar (24. und 25. Dezember geschlossen, 26. Dezember von 13 bis 18.30 Uhr, Silvester von 9.30 bis 17 Uhr, Neujahr von 13 bis 18.30 Uhr)
  • Cabane (vom 24. Dezember bis 4. Januar geschlossen)
  • Café Jasmin (Silvester ab 10 Uhr mit „open end“, Neujahr von 12 bis 1 Uhr)
  • Café King (Heiligabend, am 25. Dezember und Neujahr geschlossen)
  • Café Schneller (bis einschließlich 6. Januar geschlossen)
  • Comercial (Heiligabend von 9 bis 17 Uhr geöffnet, 1. Weihnachtsfeiertag geschlossen, 2. Weihnachtsfeiertag 12 bis 24 Uhr, Silvester 9 bis 17 Uhr, Neujahr geschlossen)
  • Dodici (Heiligabend von 7 bis 16 Uhr geöffnet, an den Weihnachtsfeiertagen von 10 bis 18 Uhr, Silvester von 7 bis 18 Uhr und Neujahr von 11 bis 18 Uhr)
  • Forum (Heiligabend 8 bis 17 Uhr geöffnet, Weihnachtsfeiertage 10.30 bis 3 Uhr, Silvester 8 bis 17 Uhr, ab 19 Uhr Silvesterbuffet – nur mit Reservierung, Neujahr 10 bis 1 Uhr)
  • Gap (am 24. und 25. Dezember geschlossen, am 26. Dezember ab 18 Uhr offen, Silvester geschlossen, Neujahr ab 18 Uhr geöffnet)
  • Hanshe (vom 19. Dezember bis einschließlich 12. Januar geschlossen)
  • Holy Home (Heiligabend, Silvester und Neujahr geschlossen)
  • Iwan's Bar (vom 21. bis einschließlich 25. Dezember geschlossen, Silvester von 19 bis 2 Uhr geöffnet – nur mit Reservierung)
  • k&k (Heiligabend ab 22 Uhr geöffnet, an den Weihnachtsfeiertagen ab 20 Uhr, Silvester ab 22 Uhr geöffnet, Neujahr zu)
  • Lardy (Heiligabend ab 22 Uhr geöffnet, am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag ab 19 Uhr, Silvester Party, am 1. Januar geschlossen)
  • Macchiato (Heiligabend bis 15 Uhr geöffnet. Am 25. und 26. Dezember sowie am 1. Januar geschlossen. Am 27. Dezember von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Am 28. von 9 bis 18 Uhr. Am 29. und 30. von 8 bis 20 Uhr sowie Silvester von 8 bis 15 Uhr)
  • Mäser Luksch (Heiligabend bis 12.30 Uhr geöffnet, an den Weihnachtsfeiertagen geschlossen)
  • Max-Emanuel-Brauerei (vom 22. Dezember bis 1. Januar geschlossen)
  • m.c.mueller (Heiligabend, am 25. Dezember und Neujahr geschlossen, Silvester ab 22 Uhr geöffnet)
  • Pandora (vom 22. Dezember bis 9. Januar geschlossen)
  • Pini (Heiligabend bis 15 Uhr geöffnet, an den beiden Weihnachtsfeiertagen geschlossen)
  • Puck (Heiligabend von 9 bis 17 Uhr geöffnet, 1. Weihnachtsfeiertag geschlossen, 2. Weihnachtsfeiertag von 10 bis 1 Uhr geöffnet, Silvester von 9 bis 17 Uhr, Neujahr von 10.30 bis 1 Uhr)
  • Rossini (bis einschließlich 6. Januar zu)
  • Ruffini (Heiligabend nachmittags und den ganzen ersten Feiertag zu.)
  • Schall & Rauch (Heiligabend ab 22 Uhr geöffnet, am 25. Dezember ab 19 Uhr, Silvester bis 17 Uhr geöffnet, abends Party für „friends & family“)
  • Schelling-Salon (Winterpause vom 22. Dezember bis 14. Januar)
  • Schumann's am Hofgarten (am 24. und 25. Dezember vollständig sowie am 26. Dezember mittags geschlossen, am 31. Dezember große Silvester-Party ab 20 Uhr geöffnet, Live-Barmusik, 15 Euro Eintritt, Reservierung erbeten)
  • Stadtcafé (Heiligabend bis 17 Uhr geöffnet, 25. Dezember geschlossen, 26. Dezember bis 24 Uhr geöffnet, Silvester bis 17 Uhr, Neujahr geschlossen)
  • Türkenhof (Heiligabend 11 bis 18 Uhr, Weihnachtsfeiertage 11 bis 1 Uhr, Silvester ab 11 Uhr, 1. Januar 11 bis 1 Uhr)

Let's tweet together

20-Millionen-Jackpot beim ExtraLotto – ob ihn die Twitterer des Deutschen Lotto-Blogs an Silvester knacken?

Literaturhaus verwechselt reaktionäre Soldateska mit revolutionären Räterepublikanern

„Eine Ausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte und des Institutes für Bayerische Geschichte an der LMU in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv, der Monacensia, Bibliothek und Literaturarchiv, und der Stiftung Literaturhaus“ – was soll da bitteschön noch schief gehen? Na daß man beispielsweise in der Werbung für die Ausstelllung „Revolution! Bayern 1918/19“ Mitglieder der reaktionären Bürgerwehr fälschlicherweise als revolutionäre Räte präsentiert, während sie auf dem Originalbild tatsächlich Räterepublikaner abführen... Und das ist nur einer von vielen Fehlern einer Ausstellung „die in erster Linie den Eindruck einer großen Konfusion hinterlässt? Mit Absicht, aus Unfähigkeit?“ Die „Süddeutsche Zeitung“ heute im Münchner Kulturteil über eine desaströse Inszenierung mit einem fatalen Hang zu Geschichtsfälschung...

Mittwoch, 17. Dezember 2008

The Spirit of Christmas

„Über XING findet man Kontakte“ (Johnny Haeusler, Juni 2007)
Das Schreckliche am P1 ist, daß ich es nüchtern nicht ertrage. Das Schöne am P1 ist, daß ich es mit ausreichend Wodka pur auf Eis wunderbar finde. Aber heute abend konnte ich es mir nicht einmal schön saufen, denn Xing (11:40) lud zur „Exklusive XING XMAS CLUBBING PARTY“. Da hätte ich genauso gut mittags in die Allianz-Kantine pilgern können, nur daß dort wenigstens ein paar Praktikantinnen und leitende Angestellte für mehr Pep gesorgt hätten. Dagegen heute im P1 das pure Mittelmaß... Bleiben aber noch zwei Wochen jahresendzeitexzessiven Alkoholabusus im Stüberl, und nach Jahrzehnten fundamentalistischer Silvesterabstinenz haben sie mich auch schon fast soweit, es noch einmal im Haus der Kunst zu probieren. Denn die vom „Marquis“-Magazin mit veranstaltete Silvestre Burlesque Show klingt verheißungsvoll.

The Lord ist fort

Angesichts Ein Video unten angesichts von Steve Jobs' Absage seiner jährlichen Keynote Predigt auf der MacWorld Expo.

Updates: Neue Gerüchte um seine Gesundheit vom 30. Dezember kurz vor Jahresbörsenschluß. Und ein Dementi.

Am 5. Januar, kurz vor der MacWorld Expo ist Jobs' kritischer Gesundheitszustand offiziell: Laut Reuters teilt Jobs' seinen Mitarbeitern mit, daß er krank sei, aufgrund von „Störungen im Hormonhaushalt“ stark an Gewicht verloren hätte, aber im Amt bleibt und bald zu genesen hofft.

Das Schreiben im Wortlaut:

„Letter from Apple CEO Steve Jobs

Dear Apple Community,

For the first time in a decade, I’m getting to spend the holiday season with my family, rather than intensely preparing for a Macworld keynote.
Unfortunately, my decision to have Phil deliver the Macworld keynote set off another flurry of rumors about my health, with some even publishing stories of me on my deathbed.
I’ve decided to share something very personal with the Apple community so that we can all relax and enjoy the show tomorrow.
As many of you know, I have been losing weight throughout 2008. The reason has been a mystery to me and my doctors. A few weeks ago, I decided that getting to the root cause of this and reversing it needed to become my #1 priority.
Fortunately, after further testing, my doctors think they have found the cause—a hormone imbalance that has been “robbing” me of the proteins my body needs to be healthy. Sophisticated blood tests have confirmed this diagnosis.
The remedy for this nutritional problem is relatively simple and straightforward, and I’ve already begun treatment. But, just like I didn’t lose this much weight and body mass in a week or a month, my doctors expect it will take me until late this Spring to regain it. I will continue as Apple’s CEO during my recovery.
I have given more than my all to Apple for the past 11 years now. I will be the first one to step up and tell our Board of Directors if I can no longer continue to fulfill my duties as Apple’s CEO. I hope the Apple community will support me in my recovery and know that I will always put what is best for Apple first.
So now I’ve said more than I wanted to say, and all that I am going to say, about this.

Steve“


Und dazu ein Statement von Apples Board of Directors:

„It is widely recognized both inside and outside of Apple that Steve Jobs is one of the most talented and effective CEOs in the world.
As we have said before, if there ever comes a day when Steve wants to retire or for other reasons cannot continue to fulfill his duties as Apple’s CEO, you will know it.
Apple is very lucky to have Steve as its leader and CEO, and he deserves our complete and unwavering support during his recuperation. He most certainly has that from Apple and its Board.“

Heute mittag (1)